Klo-Handschuh

Und damit ist nicht der Handschuh zum Kloputzen gemeint...

 

Heute ein kurzer, kleiner Schwung aus dem Mami-Alltag...

Ich unterrichte meine Lernenden in dem Fach "Entwicklungspsychologie" unter anderem darüber, wie Kinder lernen. Dabei stellen ich Ihnen die verschiedenen Lerntheorien vor. Eines davon ist das Modell-Lernen oder auch Lernen durch Nachahmung. Dabei geht es darum, dass Kinder andere Kinder oder Erwachsene beobachten und dann anschliessend versuchen, das gesehene Verhalten nachzumachen.

 

Genauso ist es auch bei der Thronfolgerin... im Alltag gibt es immer wieder Situationen, in denen wir erleben, wie sie etwas von uns Gesehenes einfach nachahmt.

 

Gestern wurde es mir "zum Verhängnis", weil ich es einfach vergessen habe....

ich bin dabei das Gäste-WC zu putzen und klar, die kleine Maus muss dabei sein und zusehen. Mit ihren inzwischen 12 Monaten findet sie all so Zeug spannend und watschelt mir lieber im Haushalt hinterher als in ihrer Spielecke zu spielen.

Gut, mich stört es ja nicht... ich also am putzen und dazu nehm ich u.a. WC-Tücher, die desinfizieren sollen... ich putze, schmeisse das Tuch ins WC, nehm das Nächste, putze, schmeisse es ins WC, nehm das Nächste, putze, schmeisse es ins WC und zack schmeisst plötzlich nach eingehender Beobachtung noch jemand was ins WC - nämlich das Baby den Handschuh, den sie mitgebracht hatte vom Spielen...

 

Alles ging so schnell, dass ich keine Chance hatte zu reagieren und obwohl mich sowas eigentlich nervt, musste ich lachen.... Erzähle jedes Jahr den Lernenden in meinen Klasse, dass sie sich stets bewusst sein sollen, dass Kinder ihr Verhalten beobachten und nachmachen und steh dann Tücher ins Klo werfend vor meiner Tochter und komm nicht mal annähernd auf den Gedanken, dass sie evtl auch dazu geneigt sein könnte, etwas ins Klo zu schmeissen,  wenn es Mama soviel Freude bereitet....

 

 

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Koffer packen kann ich...

... schliessen danach auch, aber das mit dem wieder öffnen ist bei mir so eine Sache....

 

Vor drei Wochen nahm ich mir meine erste "richtige" Auszeit, seit die Thronfolgerin auf der Welt ist und flog zu meinem jährlichen verlängerten Frauen-ohne-Kind-Wochenende mit drei Freundinnen an die Ostsee. Eine chillige, lustige, unterhaltsame Auszeit von Donnerstag bis Sonntag. Der Plan stand fest, das Haus gemietet, ich wusste was ich mitnehmen muss, hatte so gepackt, dass ich mein Navi am Flughafen in Hamburg auch grad aus dem Koffer holen kann, damit ich schnell zum Endziel düsen kann. Soweit alles perfekt.

 

Ich schaute also zu Hause nochmal alles im Koffer durch - nichts rutscht, die schweren Sachen unten, alles dabei, Navi gut erreichbar oben - und dann schloss ich den Koffer mit dem Reissverschluss. Und weil man heute ja keinem Menschen mehr trauen kann, dachte ich: "Komm Pummelfee, schliess auch noch das TSA-Schloss... dann kannst du im Fall der Fälle der Versicherung sagen, dass du alles richtig gemacht hast.."

Gesagt getan - und Sekunden danach überlegt:"Hmmmmmmmmm, wie ist eigentlich die Nummer um es wieder zu öffnen???"

Jepp, ich hatte die Zahlen verdreht, ohne vorher zu schauen - und nein, ich wusste die Kombi nicht mehr....

Guter Start in die Ferien. Eine kurze Hitzewelle stieg in mir auf, leicht Panik, aber dann beruhigte ich mich etwas und machte eine fast nicht mehr hysterische Sprachnachricht an meine drei Freundinnen...

 

Sie reagierten voll süss und fragten gleich, ob sie mir Sachen einpacken sollten, es wurden Pläne zum Koffer aufknacken geschmiedet und dann hatte eine von ihnen eine tatsächlich gute Idee ohne Materialschaden oder kriminelle Tendenzen (z.b. einen anderen Koffer nehmen und hoffe, die Klamotten passen :D)

Sie meinte, dass ja der Zoll den Generalschlüssel hat, um in den Koffer zu schauen (das ist ja der Sinn dieser TSA-Schlösser. Ich solle doch einfach in Hamburg zum Zoll gehen und fragen, ob sie mir den Koffer öffnen. Super Idee.

 

Ich also völlig entspannt los geflogen, mir nochmal kurz überlegt, was genau wo drin war, um als Beweis dem Zollbeamten genau sagen können, was wo wie liegt, damit er mir glaubt, dass die Blümchenunterhosen auch wirklich mir gehören und die Bravo tatsächlich meine Lieblingslektüre ist....

 

Pummelfee kommt also in HH an, holt ihren Koffer, läuft happy zum Zoll und trifft auf einen wirklich netten Zollbeamten. Ich erklär ihm kurz die Situation und dann schaut er mich freundlich an und erklärt: "Ich würde Ihnen wirklich gerne helfen, aber wir haben den Schlüssel nicht"

 

Whaaat???? Echt jetzt??? Pummelfee:"Aber Sie sind doch der Zoll - Sie MÜSSEN den Schlüssel haben! In meiner Welt ist das einfach so!"

Der liebe Beamte erklärte mir dann, dass der Hamburger Zoll es tatsächlich überlegt hat und mit den USA (von dort kommt er wohl) auch über die Bedingungen des Generalsschlüssels gesprochen hat, aber es sei ihnen zu teuer, weshalb sie lieber bei der alten Methode (Röntgen und vom Besitzer öffnen lassen) bleiben...

 

Hallooooooo? Ich bin ja wirklich auch dafür, Gelder einzusparen, die unnötig ausgegeben sind, aber 200,- Euro im Jahr dafür, dass ich meinen Koffer jetzt geöffnet bekommen hätte ist doch wirklich ein Klacks und absolut nicht zuviel verlangt!!! Oder?

 

Er gab mir dann noch den Tipp, dass sich im Flughafen ein Koffer-Geschäft befindet - vielleicht könnten die weiterhelfen...

Ich verabschiedetet mich und sprintete auf Pummelfee-Art los - gemütlich gehend, mit Frustschokolade in der Hand - und kam selbstverständlich zu spät.. Der Laden hatte seit 30 Min geschlossen...

 

Toll, der ganze Plan dahin, die Panik kam wieder und überlegte schon, ob es echt keine andere Möglichkeit gäbe, als den Koffer gewaltsam zu öffnen.... Leider war das Navi drin, und ich brauchte es um an den Ort des Vier-Tage-Friedens zu kommen. Ein Navi beim Mietwagenverleih extra zahlen wollte ich selbstverständlich nicht, wenn schon der Koffer bei der ganzen Aktion drauf ginge...

 

Ich also gegoogelt, ob es eine andere Möglichkeit zum Öffnen des Schlosses gibt - und herausgefunden: Ja, es gibt sie: einfach die 999 verschiedenen Kombinationen ausprobieren und zack - Schloss offen...

 

Oh man, das würde Stunden dauern... obwohl: im Internet stand, dass wenn man pro Sekunde eine Zahl probiert man in ca 30 Min durch wäre. Natürlich nicht einberechnet, dass ich ca alle 30 Sekunden von der Frustschokolade essen müsste, ca alle 5 Min ein Angst-Pipi dran wäre (falls es nicht klappt) und ca alle 10 Min irgendeine Ablenkung kommt, der ich nicht widerstehen kann. Hinzu kommt, dass meine motorischen Fähigkeiten in einer solchen Paniksituation spät am Abend nicht unbedingt die besten sind und eine Sekunde pro Zahl sehr wohlwollend für mich gerechnet wäre... Ich kam schlussendlich auf eine Dauer von ca 3 Stunden...

 

Also ging ich jetzt erstmal zum Mietwagenverleih - und dort begrüsste mich eine gute Warteschlange. Ausserdem kamen ständig "Premium-Kunden" die stets sofort vorgezogen wurden... Mir gab diese Situation die Möglichkeit, mit Zahlen-Probieren anzufangen.

ich dreht also an meinem Schloss zuerst Zahlen, von denen ich glaubte, dass sie sein könnten... Geburi, die Zahl vom einzigartigsten Ehemann sein Koffer (ja, kurz mal Asi-Deutsch eingebaut... einfach so) idiotensichere Zahlen,  aber keine war es. Also dachte ich mir, es ist sinnvoller der Reihenfolge nach zu gehen.

Komischerweise hatte ich die ganze Zeit im Kopf, dass die dreistellige Zahl auf keinen Fall mit weniger als 5 beginnt. Ich verliess mich auf mein Gefühl und startet mit 500, 501, 502.... wer rechnen kann, weiss wie es weiter geht.

Mir kam dann in den Sinn, dass es ganz schön "verdächtig" aussehen müsste, wie ich da am Flughafen zu später Stunde an einem Schloss rumprobiere.... ich schaute mich (wahrscheinlich noch verdächtiger) um, ob mich jemand beobachtet und versuchte so unauffällig wie möglich weiter zu probieren. Habt ihr schon mal "Kevin allein zu Hause" gesehen... die Szenen mit den tollpatschigen Einbrechern?? Ich muss etwas so gewirkt haben...

Egal, mich kam niemand verhaften und sprach auch niemand auf mein Tun an - und oh Wunder - bei 630 hatte ich mein eigenes Schloss geknackt! ;D YEAH YEAH YEAH

 

Einen Freudentanz (der wohl am auffälligsten war) veranstaltend ging mein bis dahin angespannter Puls langsam wieder runter und ich sah endlich die Entspannung kommen....

 

Doch dann war ich an der Reihe mit dem Mietwagen und der Kerl braucht (neuerdings zwingend) die PIN von der Kreditkarte... )

Hallo?? Ich hatte gerade meinen eigenen Koffer geknackt, weil ich mir keine drei Zahlen merken kann, was glaubt ihr wohl, wie es mit vier Zahlen aussieht, die ich bisher noch nie gebraucht hatte???

No Chance..

Und ohne PIN: No Car...

Ich konnte es nicht glauben... Also den einzigartigsten Ehemann angerufen (der in Aussicht auf ein paar Tage allein mit Baby nicht unbedingt entspannt war und zudem bei seinen Zocker-Aktivitäten gestört wurde...) und ihn gebeten in meinem Ordner mit den wichtigen Unterlagen, die PIN rauszusuchen. Dies ging verhältnismässig schnell, denn aufgrund meines Systems, in dem alle Ordner angeschrieben sind, musst er nicht er erst alle durchprobieren wie ich die Zahlen und fand dann innert ein paar Min die PIN. 

Mietwagen also erhalten und - endlich! - konnte es losgehen.

 

Denkste, wenn du die Prinzessin Pummelfee bist...

Auto an, Navi an, losgefahren und nach 5 Min sagt das Navi "Bitte biegen Sie rechts ab auf die Autobahn"

Da ich nicht Rob Spence bin, der grundsätzlich das Gegenteil dessen macht, was das Navi sagt und für eine Fahrt nach Basel dann St. Gallen eingibt, wäre ich gerne rechts abgebogen, aber die bescheuerte Autobahneinfahrt war gesperrt... BOAHH, so langsam war ich echt genervt, Frustschokolade leer und das Gefühl, dass der morgige Wellnesstag nicht ausreichen würde, um diesen Tag wieder gut zu machen.

 

Ich kenn mich ja in meiner Heimat aus, aber Hamburg selbst ist nicht meine Heimat, mit Baustellen und gesperrten Strassen noch weniger und schon gar nicht bei nächtlich bedingter Dunkelheit und Regen....

Ich musste also "irgendwo" hin fahren und das Navi bat mich die ganze Zeit umzudrehen - ging nicht.

Also fuhr ich einfach mal drauf los - und Glück sei Dank - nach ca 20 Min kam ich irgendwo wieder auf die richtige Autobahn..... 

 

Drama fertig, oh yeah... Und die Moral von der Geschicht: schliess niemals einen Koffer nicht...

 

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Bein-Knast

Die Pummelfee hat kaum noch Zeit zum Bloggen... Eigentlich sollte viel mehr kommen, aber mit Baby, Haushalt, Arbeit und einem Mann ist das gar nicht so leicht wie geplant.

Kluge Menschen würden jetzt sagen: aber abends schläft das Baby doch... Jepp, stimmt - ich aber auch, oder meine Finger sind zu müde zum Schreiben.

Und tagsüber - keine Chance mit der Kleinen.

Jetzt hatte ich eine Idee: Ich könnte doch meine Mittagspause umgestalten: weg vom "wie-eine-Hartz IV-lerin-mit-Cola-und-Chips-vor-dem-TV-sitzen" hin zum "fleissige-Mama-die-bloggt-am-Mittag".... mal sehen ob's klappt...

 

Heute eine kleine Begebenheit, wie sich unser Kind selbst in eine Art Knast buxiert hat - und niemand merkte es..

 

Vorgestern legte ich sie wie immer abends ins Bett, sie schlief problemlos ein, doch der Abend und die Nacht waren nicht so ruhig wie gewohnt. Normalerweise meldet sie sich nachts nichts. Doch vor zwei Tagen musste ich öfter aufstehen, weil sie quengelte und jammerte... Gut, dachte ich, gehört dazu. Ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein... Vielleicht träumt sie, vielleicht zahnt sie, vielleicht hat sie auch einfach nur Lust mir meinen Schlaf zu rauben - wer kann das schon so genau sagen.

Ich war also viel auf in der Nacht und zack: es ist morgens, ich muss die Kleine wecken (ja, sie hatte wohl vergessen, dass Kita-Tag ist und somit auch nach einer durchwachten Nacht kein Ausschlafen für sie möglich ist...) und leg sie auf den Wickeltisch. Ich mach den Reissverschluss vom Schlafsack auf und wunder mich über die komische Haltung, die sie auf Grund der Pyjamabeine zu haben scheint. Ich schaue genauer hin und erkenne: Die Thronfolgerin hat es irgendwie geschafft, ihre Beine beide in das gleiche Pyjama-bein zu stecken... Ihr wisst was ich meine? Statt jedes ihrer Beine im Pyjama-Bein zu haben, war eine Seite leer und auf der anderen zwei Beine reingequetscht wie Wust in Pelle....

 

Klar, warum die Nacht nicht so toll war: für einen Wirbelwind, der auch nichts im Schlaf durch das Bett fegt, als wäre es Tobezeit am Nachmittag, war durch die eingesperrten Beine natürlich die Bewegungsfreiheit voll eingeschränkt... Und vermutlich hat sie immer gequengelt, wenn sie sich drehen wollte und nicht richtig Schwung holen konnte oder die Drehung nicht gelang.

 

Ja, Mama und Papa haben nichts gemerkt... aber Hauptsache alle sind gesund...

Rabeneltern und so... 

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Sprachen der Schweiz

Vor ca 8 Wochen hat die Schule nach den Sommerferien wieder begonnen - zumindest für mich hier in unserem Kanton.

Nach der Mama-Pause war dies gleichzeitig mein Wiedereinstieg, der grundsätzlich gut geglückt ist.

Obwohl ich rein vom Typ her auch noch locker 2-3 Jahre reines Vollzeitmami sein könnte und die Arbeit nicht "bräuchte", macht sie mir Spass - und vor allem: Sie gestaltet meinen Alltag mit sehr "interessanten" Erlebnissen meiner Klassen.....

 

Letzte Woche stehe ich im Unterricht und wir sprechen über die Heterogenität der Schweiz, suchen die Gründe dafür, diskutieren die Folgen usw.... Als eine Schülerin in der ersten Reihe sich vor Lachen plötzlich nicht mehr Halten kann.... 

 

Professionell wie ich bin hab ich sie zusammen gestaucht, eine Strafarbeit gegeben und sie des Raumes verwiesen nachgefragt, was denn der Grund für diese überschwängliche Heiterkeit in meinem spannenden Unterricht wäre.

Sie konnte vor Lachen kaum antworten und unter fast schon Atemnotgetue, meinte sie: "Frau Pummelfee, fragen Sie Lorenchen mal nach den Sprachen in der Schweiz!" 

 

Wir hatten bei Heterogenität auch die verschiedenen Amtssprachen der CH dazugezählt und darüber war zwischen den beiden Damen das Thema aufgekommen, welche Sprachen, denn da genau dazu gehörten....

 

Ich fragte also Lorenchen nach den 4 Amtssprachen in der CH. Sie war noch etwas verwirrt, warum Lottchen immer noch zutiefst lachen musste und meinte dann sehr unschuldig: "Also Frau Pummelfee.... die vier Sprachen in der Schweiz sind doch 4, das weiss ich schon, aber was ist daran so lustig. Es gibt hier diese Sprachen:

1. Hochdeutsch

2. Schweizerdeutsch

3. Englisch

4. Französisch

 

Professionell wie ich bin, erklärte ich ihr freundlich und ohne Wertung, dass dies leider nicht ganz so stimmt und klärte sie mit der richtigen Antwort auf schmiss ich mich auch auf den Boden und lachte was das Zeug hält.

 

Echt jetzt? Eine knapp 20jährige Schweizerin, zählt mir die oben genannten Sprachen als Amtssprachen der Schweiz auf?? Schweizerdeutsch?? 

Und ich musste für meinen Pass hart zahlen und von der Polizei "verhört" werden... Ne, ist klar :D :D :D

 

Unsere Jugend - unsere Zukunft

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Szenen einer Elternschaft

Heute möchte ich eine kleine Szene aus unserem Eltern-Dasein mit euch teilen. Einige Eltern werden diese oder ähnliche Situationen kennen, andere vielleicht nicht und Nicht-Eltern darf es als Zukunftsvision dienen, falls sie mal Kinder wollen.

 

Mit der Ankunft eines Kindes - vor allem des ersten - ändert sich im Alltag des Paares einiges. Es kommt. viel Schönes hinzu und es gibt Dinge, die man (teils vorübergehend) vermisst.

 

Bei uns ist eines dieser vorübergehend-vermissend-Dinge ein gemütliches Essen, ganz in Ruhe, ohne viel Getüddel. Was wir vorher schätzen und gerne genossen, nahm mit der Ankunft der Thronfolgerin ein abruptes Ende. 

 

Der einzigartigste Ehemann und ich sind "Frühesser". D.h. unter der Woche essen wir meist gegen 18h und am Weekend gibt es ein grosses, langes, spätes Frühstück und dann gegen 17-18h.

Das hat für uns immer super so gepasst. Als dann das Baby da war, hörten die gemütlichen Essen auf. Denn plötzlich wollte jemand gestillt werden oder hatte genau während unseres Essens die Hose voll oder wollte genau dann herumgetragen und beruhigt werden oder... es war immer etwas und einer von uns musste das Essen unterbrechen, wenn nicht gar beenden.

Die Kleine wurde grösser und wir dachten, nun ändert es, doch so wie wir Frühesser sind, ist sie Frühschläfer, weshalb unser Abendprogramm mit ihr jeweils zwischen 17-17.30 startet: Brei, Baden, Umziehen, Kuscheln, Spielen, Flasche, Bett - und zack ist es 19h. Da der Ehemann und ich dann halb verhungert sind, essen wir nach wie vor früher. Das bedeutet aber, dass die Kleine mit dabei ist. Und das wiederum bedeutet, dass wir keine Ruhe haben... Sie will was vom Brot, sie schmeisst es runter, wir reden und sie will Aufmerksamkeit und kreischt lustvoll dazwischen, neigt den Kopf zur Seite und schenkt einem das süsseste Lächeln, sie will was Trinken, sie will aufstehen, sie will auf meinen Schoss.... Konkret: ich beisse einmal ab und tu etwas für das Baby, dann beiss ich ab und tue wieder was für das Baby und so sind unsere Essen niemals ruhig oder gemütlich seit das Baby da ist und regelmässigen den "sterbenden Schwan" macht, wenn sie nicht genug Aufmerksamkeit bekommt.

 

Vor zwei Tagen dann plötzlich so: Der Ehemann und ich stehen in der Küche, machen unser Abendessen bereit, während das Baby vertieft ins Spiel im Wohnzimmer sitzt und mit sich und den gerade gemachten Erfahrungen beschäftigt ist...

Wir beide wittern - wie sonst Drogenhunde von der Polizei - das dies eine "besondere" Situation werden könnte: Ein Essen ohne Baby, dass einen dauerbeschäftigt... Wir also von einem Moment auf den anderen in "Hab-Acht-Stellung": Unauffällig weiter das Essen vorbereiten und ja keine auffälligen oder anders klingenden Geräusche als vorher machen, die das Baby dazu veranlassen könnten, sich nach uns umzudrehen.

Wir reden also weiter wie vorher, gehen aber langsam schleichend zum Esstisch. Der Blick auf den Boden gerichtet, damit niemand aus Versehen ein Spielzeug durch die Gegend schiesst. Die Füsse schön abrollend und nicht laut trampelnd kommen wir dem Tisch näher. Die Thronfolgerin hat noch nichts bemerkt und spielt weiterhin in ihrer Welt. 

Jetzt müssen "nur noch" die Teller auf dem Glastisch abgestellt werden ohne das dieses Geräusch von der Thronfolgerin bemerkt wird, denn sonst ist sie schneller als der Blitz am Tisch (wenns ums Essen geht, kommt sie ganz nach der Mama: immer, alles, überall)

Erinnert ihr euch noch an eure ersten pubertären Raus-Schleich-Versuche mit 14 Jahren? Wenn man peinlichst darum bemüht ist, ja kein Geräusch zu machen, dass die Eltern wecken oder auf einen aufmerksam machen könnte? So schlichen wir um den Tisch herum und versuchten die Teller möglichst leise abzustellen.

Nachdem dies erstaunlicherweise geklappt hatte, kam die nächste Herausforderung: Die Stühle so wenig wie möglich und so weit wie nötig vom Tisch ziehen, damit man sich drauf setzen kann ohne das ein Geräusch an die überaus gut wahrnehmenden Ohren der Tochter weitergeleitet wird.

Das mag für normale Menschen schon eine Herausforderung sein, aber was denkt ihr wohl, ist das für mich? Eine noch Schwangerschaftspfunde tragende Mama, die Tollpatschigkeit zu einer ihrer chronischen Angewohnheiten gemacht hat und fast den ganzen Tag mit Schokolade verschmierte Finger hat, die alles fallen lassen? Ich sag nur: Eine Geburt ist ein Klacks dagegen....

 

Wie auch immer: völlig unglaublicherweise kam es zu dem hoffnungsvoll erwarteten Moment: plötzlich sassen der Ehemann und ich am Tisch, konnten uns die ersten Bissen reinstopfen und die Thronfolgerin hatte nichts von unserem hinterhältigen Manöver mitbekommen. Wir sassen am Tisch, assen unser Essen und niemand musste nebenbei den kleinen Terrorkrümel beschäftigten, hach..... Was für ein Erlebnis. Die harte Vorarbeit hatte sich gelohnt - zumindest für 5 Bissen, denn, tadaaaa, das Kind hatte uns bemerkt... Ob es ein Geniesser-Rülps oder ein Entspannungs-Furz war, können wir nicht mehr genau sagen, aber wir waren entdeckt. Viel zu früh! Mit Kampfgeschrei stürmte die Kleine auf uns zu, riss ihre Arme nach oben, kletterte am Stuhl hoch und wollte - was wohl - sofort für unsere Schand-Tat entschädigt werden.... Das ruhige Essen war vorbei, aber auch die 5 Bissen waren es wert ;-)

 

Wir freuen uns auf den nächsten Restaurantbesuch.... ;-) Und natürlich die nächsten Szenen einer Elternschaft und zu was sie uns veranlassen...

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FFF

Bei uns sind seit Neuestem die drei F's eingezogen. Es handelt sich dabei um eine kleine Änderung in unserem Ess-Alltag.

Bisher war es immer so, dass der Freitagabend für den einzigartigsten Ehemann und mich mit einem feinen, selbstgekochten Essen den Einstieg ins Wochenende darstellte. Ich hatte schon vor einigen Jahren aufgehört am Freitag zu arbeiten und so ergab sich dieser Abend irgendwann "zufällig" und wir lernten ihn lieben... Ganz in Ruhe, mit einem Gläschen Wein, wurde es eine kleine Tradition. Vielleicht sollte ich dazu erklären, dass wir sonst unter der Woche nie warm am Abend essen ;-) und der Mann sich dann nach einer Woche kaltem Food auf was Warmes freut ;-)

 

Was soll ich gross erklären: mit dem Auftauchen von der Thronfolgerin in unserem Leben änderte sich so einiges - auch das gemütliche Kochen am Freitag.... Wo ich bisher Zeit und Musse hatte, in der Küche zu stehen, alles vorzubereiten, auch mal was Neues zu probieren, drängelte sich plötzlich völlig unabgesprochen, so ein kleines Bündel dazwischen und fand, dass volle Windeln, Baby-Kotze, das Bedürfnis nach Nähe und den Wunsch nach Stillen viel wichtiger wären, als was Warmes zu Essen (oder überhaupt was zu Essen) für die Grossen auf dem Tisch.

 

Und so kam es, dass ich keine Chance mehr zum Kochen hatte. Gerade unsere Essenszeit zwischen 18/19h schnitt sich immer mit dem Stillen und Vor-Schlaf-Programm am Abend. Hinzu kam eine müde Mutter und da liess ich das Kochen sein.

Dann kamen langsam einfachere Zeiten und ab und zu klappte das Kochen wieder ganz gut oder zumindest besser.

Und dann wurde das Baby plötzlich mobil - und erneut ändert sich alles ;-)

Wo ich bisher wieder etwas Raum zum Kochen hatte, weil die Kleine in Ruhe auf der Decke oder im Kinderknast Laufstall spielte, jagt sie jetzt durch das ganze Haus und weil ihre Spielsachen ja nun mal so gar nicht interessant sind, räumt sie lieber alle Schubladen aus... 

Hinzu kommt, dass sie sich das Recht rausnimmt, auch mal Essen zu wollen und das ist immer während meiner eigentlichen Kochphase.

 

Ich jammerte also kürzlich vor dem Ehemann herum, dass es zur Zeit schier unmöglich sei, was einigermassen Vernünftiges zu kochen und mir tatsächlich die Zeit und Ruhe dafür fehlt und ich ja eh schon den Haushalt mit unserem Ausräum-Monster nicht mehr schaffe... hach ist mein Leben schwer.... und wollte ihn davon überzeugen, dass man freitags auch kalte Küche machen kann, doch da hatten wir im Gespräch eine andere Idee.

Was wäre es wenn es etwas Warmes, das ohne Aufwand gemacht werden kann, auf den Tisch kommt - und zack: ich hatte die Idee für den FFF = FastFoodFriday ;-)

Es würde nur noch schnelles, einfaches und schon (fast) fertiges Essen geben. Nicht unbedingt eine der gängigen Ketten wo man mit dem Auto vorfährt (aber vielleicht auch mal ab und zu) sondern schnelle Essen aus der Tüte, dem Karton oder von Subway ;-)))

Eine Packung Pommes mit TK-Gemüse und Nuggets, oder Schlemmerfilet mit Ofenkartoffeln, oder mal ne Fertigpizza, Würstchen im Teigmantel, Nudeln mit einer Fertig- oder sehr einfachen selbstgerechten Sosse usw..... eben ein schnelles Freitagsessen. Und so war er geboren, unser FastFoodFriday.

Wir sind - zumindest solange die momentan wieder etwas mehr fordernde Phase unserer Maus andauert - begeistert und gespannt was uns so einfällt für den FFF ;-) Letzten Freitag hatten wir Schlemmerfilet mit Rösti-Kroketten und Salat (selbstverständlich fertig aus der Tüte ;-))))))

Mama hatte keinen Stress, Papa was Warmes und Baby war auch glücklich und zufrieden mit der bekommenen Aufmerksamkeit. 

Und alle so:

Back in business

Diese Woche war es soweit: Mein erster richtiger Arbeitstag nach der Mama-Pause stand an.

Die einen (vor allem Deutsche) mögen jetzt denken: WAAAAASSSS? Jetzt schon??? Die Thronfolgerin ist doch erst 9 Monate alt... Krass... Armes Kind, arme Mutter..

Die anderen (vor allem Schweizer) mögen jetzt denken: WAAAASSSS? Jetzt erst??? Die Thronfolgerin ist doch schon 9 Monate alt... Krass... Armes Kind, arme Mutter...

 

Das liegt daran, dass die Regelungen von Mutterschaft und Elternzeit anders sind bzw. in der CH gar keine Elternzeit existiert. Der Mutterschutz endet hier nach 14 Wochen und dann müssen alle, die keine Sonderregelung haben und unbezahlten Urlaub nehmen wieder arbeiten.

Der Luxus, bis zu 3 Jahren zu Hause bleiben zu können, bleibt allein den Deutschen vorbehalten.

 

Und damit ist klar: für CH-Verhältnisse war ich lange zu Hause mit dem Baby ;-)

Aber ich will ja hier nicht die Vor/Nachteile von den Familienreglungen unserer Länder beschreiben, sondern über meine neuen Schüler herziehen.

 

Ob es dazu wirklich Grund gibt, weiss ich noch nicht, aber seit Mo arbeite ich wieder und vielleicht ergibt sich da dann auch wieder mal die eine oder andere lustige Begebenheit mit den jungen Hüpfern.

 

Ich habe zwei Klassen, denen ich nützes und unnützes Wissen vermitteln darf: eine Klasse im 1 Lehrjahr, die am Mo ihren ersten Tage Berufsschule hatten und eine Klasse 2. Lehrjahr, die bereits ein Jahr Erfahrung und Klugscheisserei mitbringen.

Auf den ersten Blick scheinen es nette Klassen zu sein, mit denen man arbeiten kann, aber was lässt sich schon nach 2 Tagen genaueres sagen..... Wir warten ab.

 

Hoffen wir, dass es nicht so endet:

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Wenn der Vater mit dem Kinde....

Der einzigartigste Ehemann und die Pummelfee sind Eltern - seit ziemlich genau 9 Monaten. Coole Sache, schöne Sache, wunderbare Sache, einmalige Sache und (besonders wenn der Vater mit dem Kinde) auch eine ausgesprochen lustige Sache ;-)

 

Früher hab ich immer gelacht, wenn es bei FB oder sonstwo im Netz diese Filmchen oder Bilder gab: Baby mit Mama und Baby mit Papa. Da sah man immer eine Mama in einer ruhigen, liebevollen, emotionalen Situation mit dem Kind. Der Vater hatte stets Quatsch-Situation, Chaos, Lärm usw... 

 

Ich hab immer gedacht, so wird das bei uns nieeee sein - ich wurde eines besseren belehrt :D Männer sind anders als Frauen - und ich muss mich immer sehr zurückhalten, dass ich nicht in schallendes Gelächter ausbreche, wenn der einzigartigste Ehemann mit der Thronfolgerin die komischsten Dinge macht :D

Da geht es nicht ruhig oder gemächlich, keine schönen Mädchengeschichte, sondern da muss immer irgendwas mit Power, Gefährlichkeit oder Chaos sein.

 

Wenn ich mit der Kleinen ein Buch anschaue, hört sich das etwa so an:

" Da ist der Hund, der hat kleine Augen, eine schwarze Nase und die Ohren wackeln. Daneben liegt ein roter Ball mit Punkten. Der kleine Hund möchte mit dem Ball spielen......"

 

Wenn der Ehemann das Buch anschaut geht es in etwa so:

"Hier ist Hasso, der Kampfhund. Er hat scharfe Zähne und versucht den Ball zu fressen..."

 

Der Hund kann nicht niedlich, spielerisch oder knuffig sein, das geht natürlich nicht... hier noch ein paar Beispiele, die ich mitgeschrieben habe, als Papa mit Tochter spielte.

 

- Die Thronfolgerin hat eine Schlumpfine-Figur geschenkt bekommen. Wenn Papa diese Figur zum Spielen nimmt, ruft er plötzlich zur Thronfolgerin: " Und jetzt schau mal: Gogo-Gadget-Schlumpfine-Power......"

 

- Er will mit ihr Zähneputzen. Da wird die Zahnpastatube ganz schnell zur Rakete und er erzählt ihr, wie und wohin die fliegt...

(Wahrscheinlich sind Karies und Baktus die Astronauten - ich wollte nicht fragen ;-)))

 

- Sie schauen ein Buch an und man sieht einen Pinguin mit Ohrenschützern. Jede Mama würde wahrscheinlich sagen: Oh, der Pinguin hat vielleicht kalt weil es Winter ist....

Papa sagt (mit tiefer, gefährlicher Stimme) Ein Pinguin mit Ohrenschützern: das ist wahrscheinlich der gefährlichste Pinguin der Welt!

 

- In dem gleichen Buch: Papa erzählt von der Katze und vom Frosch, die dem Mond mal ganz klar die Meinung sagen: Nämlich, dass sie noch gar nicht müde sind und sicher nicht schlafen wollen.

Zack, DIE Abfuhr für den Mond....

 

- Sie sehen eine Ente im Buch und was sagt Papa zum Geplapper von Baby: Ja, genau, eine Ente. Und was hast du noch gesehen? (Baby plappert weiter) Ahhh, einen besoffenen Autofahrer auch noch.

 

- Spielzeuge müssen immer gegeneinander kämpfen, sind hinterlistig und streben nach dem eigenen Vorteil... 

 

Es ist immer sehr interessant und zum Schiessen lustig, wenn der Vater mit dem Kinde....

 

Ich bin froh, dass die Kleine noch nichts von dem versteht, denn daran müssen wir definitiv noch arbeiten. Wie kommt der bloss auf so einen Quatsch ;-)))

Sonst träumt sie irgendwann davon, wie die Katze und der Frosch dem Mond eine Falle stellen, indem Schlumpfine ihre Gogo-Gadget-Power nutzt und mit der Zahnpastatube zum ihm hochfliegt um ihm die Augen und den Mund mit Zahnpasta zu verkleben. Dann kommt der gefährlichste Pinguin der Welt und setzt ihm zur Strafe die Ohrenschützer auf, damit der die Gute-Nacht-Lieder von den Kindern nicht mehr hören kann. Zu allem Überfluss fährt dann noch ein besoffener Autofahrer gegen einen Hydranten und die Wasserfontäne schiesst den Mond weg - oder so ähnlich ;-)

 

Es ist gut, dass Mama manchmal auch ein Buch mit der Thronfolgerin anschaut ;-)

 

Wieder da

Wir sind zurück in unserem Alltag - und es ist lange überfällig, dass hier mal wieder ein Lebenszeichen kommt ;-)

Wir haben die tollen Sommerwochen genossen und waren seehehr viel unterwegs. Zwei Monate am Stück kein Wochenende zu Hause, zwischendurch immer mal wieder Urlaub oder ein verlängertes Wochenende. Wie waren in Italien, im Hochsauerland, im Emsland, in meiner Heimat, auf der Comic Con in Stuttgart, am Bodensee, im Bündnerland....Viele schöne Erlebnisse, aber nun tut mir auch das Verschnaufen wieder sehr gut....

Unsere Kleine hat viele Fortschritte gemacht und nichts ist mehr sicher vor ihr.

Der einzigartigste Ehemann und ich liefern uns weiter interessante Ehe-Szenen und hoffen, dass die Thronfolgerin keinen Schaden davon nimmt ;-)

 

Und ab nächster Woche darf ich wieder arbeiten.... Dann geht das Chaos wohl vollends los ;-) die Thronfolgerin wird gerade in der Kita eingewöhnt, was mir die Möglichkeit gibt, die Füsse hochzulegen. den Schulstoff vorzubereiten.

 

 

Erziehungserfolg Nr. 1

Der einzigartigste Ehemann und ich sind lange nicht immer einer Meinung. Aber was die Erziehung unserer kleinen Thronfolgerin angeht, ziehen wir doch recht gut an einem Strang...

 

Nun mag man meinen "Was faselt die Pummelfee da von "Erziehung"?? Das Baby ist doch erst 7 Monate alt - das gibt's doch nichts zu erziehen...?"

 

Naja, das sehen wir anders. Wir gehören nicht zu den Eltern, die finden, dass Kinder sich bis in Letzte ausprobieren und entfalten müssen, ohne jegliche Grenzen. 

Wir finden absolut auch, dass Ausprobieren und Entfalten dürfen extrem wichtig ist, allerdings in einem von uns gesteckten Rahmen. Das ist für uns Erziehung - und ja, die fängt schon bei so einem kleinen Wurm an. Denn unsere Thronfolgerin ist "flügge" geworden, sprich: sie krabbelt und erkundet unser Haus.

 

Da zu dem Wunsch, unser Kind vor einer Hartz IV-Zukunft zu bewahren zu erziehen nun auch noch unsere Faulheit hinzukommt, waren wir uns schnell klar, dass wir keine Lust haben werden, das gesamte Haus "kinderfreundlich" einzurichten und alles möglich umzustellen oder hochzulegen... Wir wollten von Anfang an, dass alles an seinem Platz bleibt und die kleine Lady lernt, dass es in ihrem Leben ein "Nein" gibt...

 

Und was soll ich sagen: wir haben es geschafft... Wir haben mit Beginn ihres Robbens in der Wohnung angefangen, immer strikt "nein" zu sagen und sie vom Ort der Begierde zu entfernen, wenn sie etwas nahm, was sie nicht durfte. Anfangs war dies ein ziemlich sinnloses Unterfangen. Sie drehte sich zwar zu uns und wollte wohl wissen, wer da so rumblödelt und drehte sich dann aber auch gleich wieder lachend zurück um weiter zu machen...

 

Wir bleiben so standhaft wie nur möglich (mussten aber selbst oft mega lachen dabei...) doch nun zeigen sich die Erfolge: wenn sie jetzt ein "nein" hört, fängt sie sofort an zu weinen, geht aber nicht mehr an das Wunschobjekt und lässt sich kurz darauf beruhigen. 

Sie versteht es und hasst es, aber sie hält sich dran... ;-)

 

Und was soll ich sagen: ich kenne Familien, da können Kinder das mit 3 Jahren noch nicht, weil die Eltern finden, sie sind noch zu "klein" um es zu verstehen oder um Grenzen zu bekommen...

 

Tja, bleibt die Frage offen, wann sie es denn dann lernen sollen.... schaut euch unsere heutige Jugend an... 

 

Aber wir sind uns durchaus auch bewusst, dass dies nur ein winziger von vielen weiteren, grossen Schritten ist. Wir bleiben gespannt ;-)

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Alles wird anders

"Alles wird anders" - das war wohl der mistgehörte Satz während meiner Schwangerschaft.... Alle Leute mit Kindern, gaben mir bzw uns den Rat: "Mach dies und das jetzt noch, nachher ist alles anders.... geniesst dies und das zum letzten Mal, nachher wird alles anders... Fahrt nochmal alleine weg, wenn das Kind erstmal da ist, wird alles anders...." usw usw...

 

Es war uns durchaus bewusst, dass Dinge im Alltag sich ändern evtl. sogar anders werden, aber wie das Leben oft spielt, waren die Vorstellungen dessen was kommt und die Realität weit voneinander entfernt... Vor allem weil jedes Kind individuell und "anders" ist und es deswegen wohl auch von jedem anders erlebt wird.

 

Die viel gehörte Warnung "geniess noch die Nächte, Schlaf wird Mangelware sein" hat sich bei uns z.B. nie bestätigt. Unsere Prinzessin hat schon mit ca 8 Wochen 12 Std durchgeschlafen und wollte zwischen 19h und 7h nur einmal kurz gestillt werden.. Traumnächte für mich trotz der vielen Warnungen... Inzwischen schläft sie seit einigen Wochen komplett ohne Stillen 12 Std durch. Unsere Nächte sind also nicht anders geworden ;-)

 

Auch ein beliebter Satz: "geniess noch etwas Zeit für dich allein - das wirst du nachher nicht mehr haben" Hm, auch das kann ich so nicht bestätigen. Allein schon dadurch bedingt, dass die Kleine zwischen 18-19 Uhr schlafen geht, bereitet mir jeden Abend viel Zeit für mich. Und tagsüber gibt es z.B. die Oma, die mal ein paar Stunden hüten kann oder den einzigartigsten Ehemann, den man mal mit Kind verjagen darf - und schwups, Zeit für mich (wobei ich sagen muss, dass ich die Zeit dann eher zum Putzen nutze, denn so richtig fehlen tun mir Stunden nur für mich noch nicht ;-))))

 

Und so gäbe es noch viele Beispiele von Dingen, vor denen wir gewarnt wurden, die dann bisher bei uns gar nicht eintrafen. Dafür wurde aber das Wichtigste vergessen:

 

Niemand, wirklich niemand hat uns davor gewarnt, dass man besser nieeee mehr in den Urlaub fährt und falls doch sowohl eine Woche vorher und eine Woche nachher Zeit für Vor-und Nachbereitung einplant... 

 

Unglaublich, was da plötzlich ansteht, wenn man mit so einem kleinen unscheinbaren 70cm langen Knäuel wegfahren will....

Wir haben es dieses Jahr schon zur genüge getestet - und nein: es wird nicht besser, schneller oder einfacher...

Früher so: Oh, wir fahren ein Wochenende weg: Fr 18h Anbfahrt, d.h. 16h packen bis 16.45, dann TV schauen, Schokolade essen und los

 

Heute so: Oh, wir fahren ein Wochenende weg: Fr 18h Abfahrt, d.h. 5h morgens aufstehen, essen, Liste machen erste zwei Teile zurechtlegen, Kind wacht auf, bis 9.00 mit Kind beschäftigt (essen, anziehen, kuscheln usw...) Kind schläft, schnell weiter ein paar Dinge von der Liste zurechtlegen, 8 Sachen geschafft, Kind wacht auf.... bis 12.00 mit Kind beschäftigt, Kind schläft, schnell weiter packen, Tasche für Mama fast fertig, Kind wacht auf, mit Kind beschäftigt, Mann kommt heim - oh, noch nicht annähernd fertig....

 

Dazu gelernt und beim nächsten Mal schon am Vortag angefangen und trotzdem: es ist schier unmöglich in einigermassen adäquater Zeit mit dem kleinen Knäuel zu packen... Und nicht nur das Packen an sich ist "alles anders" geworden, nein auch die Menge der Dinge...

 

Früher so: 1 Tasche einzigartigster Ehemann + 1 Tasche Pummelfee = fertig

 

Heute so: 1 Tasche einzigartigster Ehemann + 1 Tasche Pummelfee + 1 grooooosse Tasche Kleidung Kind + 1 Tasche Küchendinge Kind (Breikocher, Lätzen, Löffel, Becher, Lumpen, Gemüse, Maispops....Schokolade.........) + 1 Tasche mit Windeln und Wickelzubehör Kind + 1 Reisebett Kind + 1 Kinderwagen Kind + 1 Wickeltasche für unterwegs Kind....

 

Niemand hat uns gesagt, dass wir mal einen Umzugswagen brauchen, wenn wir in den Urlaub wollen - warum werden die wichtigsten Dinge verschwiegen? Was sind schon ein paar durchwachte Nächte gegen wöchentliche Umzugsveranstaltungen, nur weil man mal kurz weg möchte...??? Puh, das ist echt alles anders als früher.

Wenn wir jetzt weg fahren, brauch ich ungefähr 1 Woche Vorlaufzeit, damit alles gewaschen und zusammen gelegt ist - und wenn wir zurück sind, häufen sich Berge Wäsche und es muss soooo viel Kram wieder ausgepackt werden.

 

Und ja, wir fahren morgen wieder für ein Wochenende weg - so wir ziemlich die letzten zwei Monate. Warum ich jetzt hier sitzen und schreiben kann? Keine Ahnung, kann ich eigentlich nicht, aber kurze Pausen vom Packstress tun gut und ich muss zwischendurch auch mal Schokolade essen...

 

Und jetzt ran an den Umzugswagen 

 

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Und zack....

.... ist man nicht mehr "nur" Deutsche.

Ja, es hat geklappt - nach einigem Hin und Her ist es nun offiziell. Ich hatte ja bereits hier, hier, hier und hier über mein erleichtertes Einbürgerungsverfahren berichtet.

Und völlig im Ruhigen, ohne Tamtam, roten Teppich oder Presse kam heute der rechtskräftige Bescheid, dass Prinzessin Pummelfee aus Deutschland erleichtert eingebürgert wurde..

 

Ehrlich gesagt: ich hatte mir schon etwas mehr Aufmerksamkeit erhofft.... ich mein, wenigstens der Bürgermeister bzw. der Gemeindepräsident (ich bin jetzt ja Schweizerin, da muss ich mich auch so ausdrücken) hätte mir dazu gratulieren dürfen, dass ich diesen Schritt gewagt habe... Wo doch der Deutsche Pass zu den Top-Ten weltweit gehört (und wir besser nicht über den Rang des CH-Passes reden...) 

So ein kleiner Blumenstrauss zur Begrüssung gepaart mit einigen netten Worten nach dem Motto: "Schön, dass Sie jetzt dazu gehören... in einer Wohngemeinde mit 41% Ausländern... ja, da brauchen wir Leute wie Sie, Frau Pummelfee... Noch eine Schweizerin mit Migrationshintergrund (aber der von den besseren Hintergründen....)

 

Nun denn - obwohl ich mir in meinem Alltag durchaus was anderes gewohnt bin, füge ich mich und passe mich (ganz im Sinne meiner neuen Nationalität) an. Hello Landsleute, i bi etz drbi :D

 

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Szenen einer Ehe: Vergessen

Es ist mal wieder soweit... Ein "Eheproblem" steht vor der Tür...  Der einzigartigste Ehemann fühlt sich "vergessen" - Dramaqueen ohne gleichen kann ich da nur sagen 

Warum er sich so anstellt? Wegen so einer klitze kleinen Angelegenheit von gestern Abend - fast nicht 

erwähnenswert schreibenswert - und vor allem mit dem harten Wort "vergessen" übertreibt er masslos.... vielleicht eher: "nicht sofort an ihn gedacht" oder "für einen Moment mit den Gedanken woanders gewesen" oder "nur gaaaanz kurz abgelenkt".... irgendwas in der Art, aber "vergessen" tststs. Er tut fast so, als würde ich einen Männerschnupfen nicht ernst nehmen.... vergessen, pah, dass ich nicht lache....

 

Wir waren am Wochenende in Staufen/D. Da findet jedes Jahr das "Wein & Musik" statt. Ein nettes kleines Stadtfest mit Live-Musik auf drei Bühnen in der Fussgängerzone und dazu kann man von Winzern aus der Gegend meist sehr feinen Wein verköstigen. Es beginnt Fr am Abend und endet Sonntag am Abend. 

Wir sind sehr gerne dort und nachdem wir letztes Jahr mit der Thronfolgerin im Bauch dort waren, wollten wir ihr dieses Jahr mal "in echt" alles zeigen.

 

Also verbrachten wir das Wochenende in Staufen. Wir hatten ein nettes Hotelzimmer grad am Ende der Fussgängerzone und waren damit keine 60 Sek vom Fest entfernt.

Gestern begab es sich dann folgendermassen: Wir hatten einen wunderbaren Abend mit toller Musik, laut Ehemann feinem Wein und super Wetter genossen. Wir sassen gerade auf einer Bank nähe der Bühne, beobachteten die Menschen, hatten leckeres Essen von einem der Stände geholt und waren sowohl mit diesem als auch mit dem Trinken fertig, als ich wegen der kleinen Thronfolgerin schon mal ins Hotelzimmer musste.

Der einzigartigste Ehemann meinte: "Ich bringe noch die leeren Weingläser weg und komme dann gleich nach"

Dieser Satz bedeutet in Staufen: Die Entfernung zum Hotel (1 Minute bzw. 2 Minuten bei 5 Gläsern Wein) addiert mit der Wartezeit beim Gläser zurückgeben (gestern um 22h ca 3 Minuten) ergibt: Ehemann ist in ca 5 Minuten beim Hotel.

 

Ich war also vorgegangen und rechnete damit, dass der einzigartigste Ehemann auch "gleich" kommt. Oben im Zimmer angekommen überlegte ich, was ich bis dahin tun könnte, ohne die Thronfolgerin bei ihrem Schönheitsschlaf zu wecken. Ich entschied mich, auf's Handy schauend zu warten. Nach einer geraumen Zeit hatte ich allerdings alles gesehen, was es auf dem Handy gab und da der Ehemann noch nicht da war, musste eine andere Beschäftigung her. Ich überlegte, den TV anzumachen, hatte aber nicht so richtig Lust. Ich trank was, setzte mich auf's Sofa, lümmelte so rum, hing meinen Gedanken nach, schaute mal wieder auf's Handy und dachte: Mensch, der Ehemann braucht aber lange um Gläser weg zu bringen..... wahrscheinlich läuft grad gute Musik und er ist doch noch geblieben...

 

Und dann wollte ich mehr von der Musik hören und entschied mich, das Fenster zu öffnen und (falls möglich) einen Blick auf die Bühne unten zu erhaschen. Das war leider nicht möglich, da viele Büsche und eben 1 Minute laufen dazwischen lagen, aber es war trotzdem schön, am Fenster zu hängen, die Leute im Biergarten unten zu beobachten und einfach in die Nacht zu schauen.... zu schauen .... zu schau... oh, was ähh wer ist das denn da unten vor der Hoteltür????

 

Etwa der Ehemann??? Aber wenn der da unten rumsteht und ich hier oben warte, was ist dann falsch??

Ja, und dann konnte ich schemenhaft etwas von seinem Gesichtsausdruck erkennen... schemenhaft nur, aber es war etwa so:

Ich überlegte schnell wie schon lange nicht mehr, was der Grund dafür sein könnte... er hatte gegessen, getrunken, gerülpst, gefurzt... eigentlich sollte er zufrieden wie das Baby sein...

Und dann dämmerte mir, warum ich seit ca 15-20 min auf ihn wartete und er nicht kam bzw. warum er gleich Dramaqueen spielen würde...

 

Ich hatte für einen kurzen Moment nicht an die klitze kleine Tatsache gedacht, dass das Hotel ab 21 Uhr nicht mehr besetzt war. D.h.: die Tür unten war verschlossen und da wir nur einen Schlüssel hatten und ich bereits in der Wohnung war, dürft ihr jetzt mal Sherlock spielen.....

 

Ja, die Frage, warum er mich nicht einfach anrief, mag im ersten Moment klug erscheinen, aber: da wir in Deutschland waren und das Roaming sehr teuer ist, hat der Ehemann kein Handy dabei gehabt....

 

Also, Sherlock? Genau: Er stand die ganze Zeit dort unten vor verschlosseneren Türen während ich oben nichtsahnend auf ihn wartete und ihm weiteren Weingenuss unterstellte. 

Fleissig Luftküsse zuwerfend schmiss ich ihm den Zimmerschlüssel runter, in der Hoffnung, der vorher genossene Wein würde zu seinem Vergessen beitragen...

Die Hoffnung war vergebens...

Ich meine: nicht, dass der Ehemann nichts vergessen könnte, nein im Gegenteil: er kann fleissig vergessen; z.B. den Müll rauszubringen, meine Füsse zu massieren, das Baby zu baden oder den Abwasch zu machen... Aber einen winzigen, nur 20ig Minuten dauernden Fehltritt von mir, den kann er natürlich nicht vergessen, während er die Treppen zum 4. Stock zu unseren Zimmer rauf trampelt....

 

Kaum angekommen, muss ich mir also Szenen darüber anhören, dass ER mich ja noch NIE irgendwo vergessen hätte, aber ICH hätte ihn einfach so unten vergessen... Wie er denn wohl reinkommen sollte, nachdem ich ihm den Schlüssel abgenommen hätte....ob man mich echt noch daran hätte erinnern müssen, dass die Tür verschlossen ist, obwohl ich selbst ja auch nur mit Schlüssel rein bin, er hätte doch bescheid gesagt, dass er auch jetzt sofort kommt....... bla bla ihr wisst schon wie er war: Männerschnupfen mal anders....

 

Ja, zugegeben, evt. hätte ich unter bestimmten Umständen ein ganz klein wenig schneller reagieren können... evtl.. und nur unter bestimmten Umständen...

 

Tststs, so ein Aufstand wegen 20 Minuten vor der Tür.. Ich mein, hallo - es war bestes Wetter, super Musik und überall Weinausschank und essen. Selbst Schuld, wenn Mann sich dann nicht die Kante gibt.

 

 

Ok, vielleicht hab ich ihn unten vergessen - wer weiss - oder ich wollte es so :D

Und wer weiss, vielleicht tut es mir auch ein ganz klein wenig leid - oder auch nicht ;-)

Und wer weiss, vielleicht findet der Ehemann das Ganze auch nicht ganz so schlimm wie oben dargestellt.... wie auch immer: eine Eheszene mehr, die wir mal unseren Enkeln erzählen können :D

Bella Italien und etwas Hochsauerland

Wir hatten mal wieder Urlaub... endlich!! Der letzte "richtige" Urlaub ist lange her. Da waren wir noch zu Zweit - ziemlich genau vor einem Jahr. Deshalb freuten wir uns schon länger auf diese ruhigen Tage.

 

Da wir mit der kleinen Lady noch nicht allzu weit und allzu heiss reisen wollten, blieben wir in Auslandsnähe.

 

Zuerst war das Hochsauerland angesagt. Dort hatten wir im CenterParc zusammen mit Freunden ein grosses Haus gemietet und genossen das Zusammensein genauso wie kleinere Aktivitäten. Wer CenterParcs kennt, weiss, wie deren Konzept und Aufbau ungefähr aussieht und funktioniert. 

Wir nutzten zwar diesmal das Schwimmbad nicht, konnten uns aber die Zeit in der Umgebung vertreiben. Der Park selbst liegt in Medebach. Dort in der Nähe schauten wir uns die Stadt Frankenberg an. Klein und gemütlich mit leckerem Eis und einem Frisör, der den Ehemann wieder um Jahre jünger gemacht hat ;-)

Wir unternahmen unsere erste Wanderung mit der Thronfolgerin. Sie endete in einer Fast-Scheidung, weil wir uns verliefen (woran selbstverständlich nicht ich Schuld war), es heiss wie Knolle war und ich meiner spitzfindigen und meckerigen Seite nicht mehr widerstehen konnte.... Aber wir fanden zurück und die kleine Lady schlief brav ohne zu meckern... zum Glück wird sie erst später wie ihre Mutter :D

Natürlich schauten wir auch Medebach selbst an. Die Stadt fiel an dem Tag besonders auf, weil "Strassenmalereifest" war und viele Ansässige auf den Strassen mit Kreiden Kunstwerke erstellt hatten. Wir fielen besonders in der Stadt auf, weil der einzigartigstes Ehemann lauthals darüber schimpfte ob wie jetzt echt nicht über diese "Schmierereien" laufen dürften und ausweichen müssten...

Ausserdem hielten wir uns natürlich im Park, dem dortigen Biergarten und Restaurants auf.

Wenn man CenterParcs mag, kann man eigentlich nie viel falsch machen...

 

Danach fuhren wir dann als Familie ganz allein nach Italien. Unsere Wohnung war in Menaggio am Comersee und hach - was soll ich sagen: einfach nur herrlich... Wir hatten perfektes Wetter (wie auch schon im Hochsauerland), eine grandiose Wohnung mit Blick auf den See und nutzen die Zeit dort für tolle Ausflüge...

Die Fähre brachte uns von Menaggio nach Varenna und Bellagio.

Wir liefen einen Teil des "Greenways" (und verliefen uns diesmal nur ein ganz klein wenig, woran wir beide irgendwie Schuld waren....) und besuchten die Villa Carlotta (ihr wisst schon: James Bond und so..) und waren natürlich in Menaggio selbst unterwegs.

Es ist eine wunderschöne Gegend, die ich nur weiter empfehlen kann. Menaggio selbst ist zwar nicht riesig, aber gemütlich und man hat einen guten Ausgangspunkt um in der Umgebung andere Orte/Dinge zu sehen, besichtigen oder zu bewandern. Die Fähren und Schiffe fahren auch weitere Orte an - von daher rundum gut (nach meiner Meinung)

 

Hier ein paar Eindrücke - falls ihr auch mal gehen wollt, aber noch nicht sicher seid ;-)

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Tragen für Dummies....

Ihr kennt doch sicher die Bücher "..... für Dummies". Da gibt es viele Verschiedene zu sämtlichen Themen, die einem Unwissenden auf einfache Weise Dinge erklären. Ich hab noch keines davon gelesen (bin ja kein Dummie....) und das Einzige, was ich gerne lesen würde, gibt es nicht: Tragen für Dummies könnte der Titel sein...

 

Eine wichtige Frage, die man sich irgendwann als Mami stellen muss, dreht sich um die Fortbewegung des Babys, solange es noch nicht selbst laufen kann. Was macht man, wenn von A nach B gelangt werden muss, das Kleine dabei ist, aber das Laufen noch nicht beherrscht... 

 

Fussballer würden diese Frage klar mit "vor sich hin kicken" beantworten. Basektballer dribbeln das kleine Kügelchen wahrscheinlich vorwärts doch Pummelfeen? Und dazu noch welche mit dem Schusselligkeitssyndrom Stufe 10 von 5?

 

Also wurde fleissig informiert. Klar, an erster Stelle gehört ein Kinderwagen dazu. Doch dann gibt es Situationen, wo dieser stört und nicht gewünscht ist und was dann? Dann wird das Kind getragen. Dafür gibt es inzwischen auch viele unterschiedliche Erfindungen... je nach Alter und Vorlieben.

 

Tücher, Tragehilfen und Hüftsitze von verschiedenen Marken/Herstellen in verschiedenen Grössen, Farben und natürlich Preisen. Ausserdem gibt es welche mit gutem Ruf und welche mit schlechtem Ruf (ich urteile hier jetzt nicht öffentlich - ich hab gesehen, was mit Menschen in Foren passiert, die sagen, dass der BB gut ist.... :D)

 

Für mich stand schnell fest: zum Tragen gibt es für die ersten Wochen einen RingSling. Und ich war sehr zufrieden damit: kein Binden und doch im Tuch, schnell und einfach in der Handhabung und die kleine Thronfolgerin war gerne drin. Doch: der RingSling hat einen Nachteil - die Belastung ist sehr einseitig und schränkt die Bewegungsfreiheit ein. Also wurde nach ca 3 Monaten nach einer neuen Tragelösung gesucht... Die Thronfolgerin ist nämlich auch eine kleine Pummelfee und nicht gerade ein Leichtgewicht. Wir hatten zur Geburt noch eine Manduca bekommen, doch dafür war sie noch zu klein und so traute ich mich an das vorher kritisch beäugte - weil kompliziert zu binden - Tragetuch.

 

Nach einigen nicht ganz so perfekten Übungsversuchen konnte ich die kleine Maus bald ganz gut vor dem Bauch ins Tragetuch nehmen und das ging eine Weile gut, doch dann wuchs und gewichtete sie weiter und vor einiger Zeit bekam ich mehr und mehr Rückenschmerzen und entschied, dass es Zeit für die Rückentrageweise ist...

 

Alter Schwede, krasses Vorhaben für eine alte, pummelige Mutter wie ich es bin... Motorisch begabt wenn es ums Essen geht (besonders gut bei Süssem) und durchschnittlich gut beim Bauchtragen, stellte sich das Binden für Rücken als grössere Herausforderung als angekommen dar....

Ich las Anleitungen, schaute Videos und entschied mich für eine eigentlich einfache Tragweise... Im Video sah es jeweils easy aus.... Doch dann probiert ich es... Herr, hilf! Gut, dass niemand mir zuschaute und die Thronfolgerin noch nicht sprechen kann und diese Erinnerungen gelöscht sind, wenn sie es dann kann. :D

 

Ein grosses Problem ist, dass in den Videos oft Puppen verwendet werden. Puppen bewegen sich NIE!!!

Aber macht man das Gleiche mit meiner kleinen Duracell-Lady - dann ist das plötzlich nicht mehr ganz so leicht... Im Video so:"... jetzt einfach noch die Bahn straffen, knoten und fertig."

In echt so:".... nein, nimm den Arm aus meiner Nase..... hä?? Wieso ist das rechte Bein jetzt über dem Kopf?? Und nein, meine Brille ist jetzt nicht zum Spielen....ey stopp, nicht den Pferdeschwaaahhhhhauuuuaaaaaanz ziehen.... boah, Prinzessin kannst du nur ganz kurz ruhig halten... ok, die eine Seite haben wir, jetzt nur noch... oh nein, nicht gerade jetzt drehen...... arghhhhhh.... usw. usw...

 

Die Videos sind toll, aber völlig unrealistisch wenn man das mit einem echten Baby macht um kurz etwas einkaufen zu gehen... Da wäre so ein Dummie-Buch toll, das einem erklärt, wie man das Duracell-Baby ruhig stellt.

 

Aber es ja nicht nur das Binden selbst. Hinterher geht's weiter. Man hat also den Rücken-Binde-Marathon geschafft, betrachtet das Werk stolz im Spiegel und merkt: scheisse, das Kind ist nicht eingecremt... draussen sind aber 30 Grad im Schatten.... da der einzigartigste Ehemann für gewöhnlich arbeitet, wenn ich meine sportstudioersetzenden Bindeübungen mache und ich das arme Kindchen nicht geröstet möchte, muss ich sie wohl oder übel nochmals losbinden, eincremen und die Show beginnt von vorne....

 

Würd ich mich dabei filmen - ich hätte Millionen Klicks bei YT :D

 

So, der zweite Versuch ist gelungen, ich stehe erneut stolz wie Oskar vor dem Spiegel, ziehe dann meine Schuhe an, nehme die Hausschlüssel, werfe einen letzten Blick in den Spiegel und sehe: Das Kindchen hat keinen Sonnenhut auf!!!!

Waaas? Echt jetzt??? Den ganzen Kram nochmal machen?? Nein, Pummelfee, komm das schaffst du!! Also versuche ich, meiner Kleinen den Sonnenhut aufzusetzen - ja, während sie auf dem Rücken sitzt... netter Versuch Pummelfee.... 

Es endet damit, dass ich Angst bekomme, jemand könnte mich sehen und die Männer mit den weissen Jacken bescheid geben.... die richtige Pose mit verschränkten Armen hätte ich durch die Versuche schon mal...

Ja, ich muss erneut alles aufmachen und neu binden... 

Diesmal bin ich aber ein Fuchs und überlege mir vor dem Binden genau, ob ich noch was vergessen habe.... und binde die Maus erst dann auf den Rücken. Ha, ausgetrickst du blödes Schussel-Gen... Pummelfee 1 Schussel-Gen 0 :D

Wir sind zum wiederholten Mal parat, ich will grad zur Tür raus - und zack setzt die Thronfolgerin ihr Häufchen in die Windel.. aarrrrgggghhhhhh, Echt jetzt??? Warum sagt einem keiner das in den so easy aussehenden Videos???

 

Wickeln muss sein, also voller Freude und Elan nochmals alles neu! Und wo wir grad dabei sind, kann ich die Kleine auch umziehen, denn inzwischen bin ich so nass geschwitzt, dass auch sie nicht drum rum kommt.... also ziehen wir uns doch grad beide um.

 

Weil Aufgeben was für Verlierer ist und ich absolut nicht dazu gehöre, schnalle ich mir die Lütte erneut auf mein altes Kreuz, das inzwischen beträchtlich quietscht und sich fragt, was heute schon wieder in den alten Mauern abgeht.... 

Ja, ich weiss, wir hätten da noch den Kinderwagen, die Manduca und zur Not ginge es auch mal schnell vor dem Bauch, aber hey, wo kommen wir denn da hin, wenn ich mich von so einer Rückenbindeweise in die Knie zwingen lasse, hä??

Also starten wir erneut, wuchten das Kind auf den Rücken, versuchen dessen Arme, Beine und Kopf in richtiger Position zusammenzubinden, ergonomisch korrekt natürlich (nicht dass ich auf dem Weg draussen noch von Besserwisser-Müttern schief angeschaut oder gar zur Sau gemacht werde...) und wollen nach einem letzten stolzen - fast schon herausforderndem - Blick in den Spiegel los, da fällt der Blick auf die Uhr: Ja, der Kaufladen um die Ecke hat seit 5 Minuten geschlossen...

 

Abends verbrenne ich das Tragetuch und werde Fussballerin....

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Knutschfleck?!

Unsere kleine Prinzessin ist inzwischen 6 Monate und alt - und eigentlich war früüüüüher mal der Plan, dass ich viel öfter über sie bzw. das Leben mit so einem kleinen Knäuel schreibe... Das war der Plan - und alle Eltern wissen wohl, wie das so mit Plänen und Babys ist ;-)

 

Wir hatten so einige Pläne, die mit der Ankunft der Kleinen ganz schnell der Realität gewichen sind. Das ist keineswegs negativ gemeint, es ist einfach so. Ich hab ja schon mal angedeutet, dass unsere Vorstellungen von der Realität von Anfang an etwas abgewichen sind.... Und dazu zählt auch die Vorstellung, wie Babys in den ersten Monaten sind: süss, lieb, schlafen viel am Tag, fremdeln nicht, sind meinst zufrieden... und damit hat Mama vieeeel Zeit zum Bloggen, Haushalt und andere Dinge.

 

Tja, und dann kam die Thronfolgerin :D Ja, sie hat sehr früh viel geschlafen - und zwar nachts 12 Stunden seit sie 8 Wochen ist (was ein absoluter Traum ist) aber dafür war sie tagsüber von Beginn an viel wach und leider nicht ganz so zufrieden wie man meinen soll... Sie hat viel geweint und brauchte eine Menge Zuwendung. Auch das "Fremdeln", was meist erst so mit ca 8 Monaten kommt, wurde bei uns vorverlegt und sie hat teilweise durchgeschrien, wenn ich nicht da war... und das schon mit 6 Wochen angefangen... Die Zeit war hart und Zeit für mich war ein Fremdwort... Bloggen - kaum möglich. Dafür aber hat es einen riesigen Change gegeben, als die Maus ca 4,5 Monate alt war. Plötzlich spielte sie zufrieden für sich, plötzlich wurde nicht mehr gefremdelt, plötzlich gab es auch tagsüber mal gute Schlafphasen usw..... Sie wurde ein echtes Traumkind. Zu süss und herzig auch noch zufrieden ;-) 

 

Und nun möchte ich versuchen, wieder mehr zu schreiben.

 

So z.B. als ich kürzlich fast in leichte Erklärungsnot gekommen wäre... Unsere Maus macht schon seit längerem gerne "Kinn-Küsse" bei mir. D.h. sie schnappt sich mit ihrem Mund mein Kinn und saugt dran. Bisher war es nie ein Thema - ich mein, wer wird nicht täglich gern mehrmals in Babysabber gebadet und lobt das Baby anschliessend noch dafür voll Freude und Liebe.

 

Bis neulich: Da steh ich vor dem Spiegel und mir fällt auf, dass ich ganz dreckig am Kinn bin. Ich versuch den Dreck wegzumachen doch es geht nicht. Also schaue ich genauer hin - es ist ein Knutschfleck, und was für ein Schöner!!!

Ich überlege kurz, was letzte Nacht im ehelichen Bett passiert ist und weiss ganz schnell, dass sowas nicht vom Schnarchen des Ehemannes passiert - Also kann er es nicht gewesen sein... Hm, doch der Fleck ist da, es ist Wochenende und schon bald wir der Ehemann sicher darauf aufmerksam werden und mich fragen, ob es jetzt schon soweit ist, dass ich mir den Staubsauger ans Kinn halte, um ihn eifersüchtig zu machen...

Da ich einen kurzen Moment selbst keine Ahnung habe, wie das Ding an mein Kinn gekommen ist, bin ich etwas verwirrt und planlos, was ich dem Ehemann sagen soll....

 

Also entscheide ich mich für die Ausrede, die ich auch sonst immer nutze, seit die Thronfolgerin da ist:"Schatz, das war das Baby"

Und bei dem Gedanken fällt mir die Kinn-Küss-Attacke von vorher ein und der Fall ist geklärt. Lachend laufe ich zum Ehemann und zeige ihm stolz den Knutschfleck, den mir die Kleine verpasst hat.

Ich ernte zwar im ersten Moment immer noch einen zweifelnden Blick, aber als ich ihm mitteile, dass er bei der Entstehung sogar daneben sass, erinnert er sich und wir können beide lachen ;-)

 

Fall gelöst, Ehe gerettet, Kind zum Keuschheitsseminar angemeldet.

 

 

 

Warum unsere Tochter vielleicht bald ohne Eltern aufwächst...

Dass der einzigartigste Ehemann auch einen einzigartigen, oft tiefschwarzen Humor hat, dass wissen die meisten, die uns kennen. Doch für Aussenstehende mag diese Art von Lustigkeit manchmal gar nicht so lustig erscheinen und wenn man dann nicht einschätzen kann, wie es gemeint ist, wirkt der einzigartigste Ehemann eben manchmal seewehr speziell... Das hat er heute einmal mehr unter Beweis gestellt - und damit sehr wahrscheinlich dafür gesorgt, dass unser Thronfolgerkind ohne Eltern aufwachsen muss; denn: Ich werde jetzt meinen Schweizerpass wohl nie erhalten, dem Ehemann werden sie ihn sehr wahrscheinlich wegnehmen und dann sperren sie uns beide in den Knast...

 

Warum? Wegen eines Briefchens - und das kam so:

Aus bisher noch nicht geklärten Gründen, kam der Ehemann auf die Idee, mir via Fleurop einen grandiosen Blumenstrauss zu schicken.

Die meisten Frauen würden sich sehr darüber freuen, es annehmen, Bilder aus sämtlichem Positionen bei FB, Twitter usw. hochladen, ihre beste Freundin anrufen und davon erzählen und dann alle fünf Minuten über die Blüten streicheln, ein liebevolles "hmmm" fallen lassen und abends ihrem Mann freudig, gut gelaunt und mit einem feinen Essen auf dem Tisch in die Arme fallen.

Die meisten Frauen......

Die sind ja auch nicht mit meinem Mann verheiratet... Also überlegte ich, was passiert sein könnte?

Warum in aller Welt bekomme ich einfach so Blumen? Hab ich was wichtiges vergessen (erstes Treffen, erster Kuss, Hochzeitstag????) Hat ER was wichtiges vergessen und will sich entschuldigen?

Ist seine neue Assistentin doch mehr als nur die neue Assistentin und ihn plagt das schlechte Gewissen?

Ich hatte keine Ahnung, aber da stand jetzt ein objektiv gesehen wunderschöner Blumenstrauss...

Und dann öffnete ich die Karte und wusste: Er brauchte einfach einen unauffälligen Grund, um die Behörden auf uns aufmerksam zu machen... ich vermute, es ist ihm gelungen, denn dies hier ist die Karte dazu:

Ich las die Karte und ziemlich der erste Gedanke war: Pummelfee, das hat auch noch jemand anders gelesen - wenigstens die Person, die es ausgedruckt hat... kommt jetzt gleich die Polizei??? Deinen CH-Pass kannst du vergessen...

 

Ich bedankte mich kurz beim Ehemann, der erneut ungewöhnlich reagierte. Anstatt zu fragen, ob mir der Strausse gefällt oder zu beichten, warum ich ihn bekomme, wollt er nur wissen ob eine Karte dabei ist.

Ich dachte mir, er fragt das, weil ich nicht auf seine Humor reagiert hatte, den wahren Grund dafür sollte ich erst abends erfahren...

Wir sitzen also vorhin beim Essen, dass ich ihm dann doch noch gekocht hatte und verdrehe einmal mehr die Augen wegen der Karte, tue meine Vermutungen kund, was die Leute jetzt wohl über uns schwatzen, die die Karte gelesen haben und da erzählt er mir, warum er gefragt hat, ob eine Karte dabei war....

Nachdem er online den Strauss für mich bestellt und den nicht ganz alltäglichen Text für die Karte eingetippt und abgeschickt hatte, klingelte kurz darauf sein Telefon.

Ein Mitarbeiter von Fleurop war am Telefon, um mit ihm über den gewünschten Text zu sprechen...

 

Ob er sicher sei, dass das der Text für die Karte ist, der sei ja nun wirklich seehehr spezielle und er wäre nicht sicher, ob er das so drucken kann usw.... :D :D :D

 

Der einzigartigste Ehemann hat dann versucht zu erklären, dass das nunmal "unser" (seit wann das auch meiner ist, weiss ich gar nicht) Humor ist.

Es gab ein kurzes Gespräch aber am Ende war nicht so deutlich geworden, ob die Karte nun gedruckt werden würde oder nicht... ;-)

 

Ich will nicht wissen, was bei den Mitarbeitern heute zu Hause am Tisch diskutiert wird... In Zeiten, wo ja leider tatsächlich Kinder im Keller weggesperrt werden und Kinderarbeit ein Problem ist, schreibt irgend so ein Ehemann eine "Liebes-Karte" an seine Frau....

 

Wir sind sicher: SO einen Text hatten die gewiss noch nicht.... Und ob nicht doch (noch) die Behörden informiert werden, bleibt abzuwarten... Armes Thronfolgerkind.

 

Etwas Gutes hat dieses Briefchen: Wenn ich das nächste Mal bei uns im Ort Blumen in dem Laden kaufe, der heute den Strauss ausgeliefert hat, werden die alle mich ansehen, mir sagen, dass alles für mich gratis ist und ich gern reinkommen darf, sofern mein Mann nicht in der Nähe ist und ich kein Messer hinterm Rücken verstecke....

 

Blumen von meinem Mann? Bekomme ich immer gern! ;)

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Hallo, ich bin deine Escort-Dame

Wenn der einzigartigste Ehemann und die Pummelfee alleine sind, kann es vorkommen, dass sie auf ziemlich blöde Ideen kommen. Also blöd nicht für uns, sondern für die Anderen ;-)

Auch heute gab es da wieder so eine Situation, in der eine andere Person ganz schön in Verlegenheit kam - ganz zu unserem Vergnügen. Und das kam so:
Der einzigartigste Ehemann ist diese Woche von Di-Do geschäftlich in Stuttgart. Verschiedene Umstände haben dazu geführt, dass auch die Thronfolgerin und ich diesmal dabei sind - allerdings mit einem Unterschied: Während der Papa tagsüber arbeitet, geben die Mama und die Tochter in der Zeit das Geld in der City aus, das der Papa verdient.
Mit dabei aus dem Betrieb des Ehemannes sind zwei weitere Personen: Max* und Moritz" ("Name von der Redaktion geändert)
Wir Fünf übernachten in einem Hotel und so begab es sich, dass heute morgen zusammen gefrühstückt werden sollte.
Allerdings: Dass die Thronfolgerin und ich dabei sind, wussten Max und Moritz bis heute morgen noch nicht, da sich dieser Umstand erst sehr spontan ergeben hat und sie mich gestern, bei unserem Eintreffen nicht mehr zu Gesicht bekamen. Der Ehemann schlug dann vor, es dabei zu belassen und die beiden Männer morgen beim Frühstück zu überraschen.
Nun ist es so, dass ich Max noch nicht persönlich kennen gelernt, Moritz aber schon häufig getroffen haben.
Diese Umstände (Max kennt mich nicht und niemand weiss, dass ich dabei bin) brachten uns auf eine Idee.... Was wäre wenn Max zufällig noch allein beim Frühstück sitzen würde wenn wir reinkommen und uns nicht gleich sieht (Moritz ist notorischer Zuspät-Kommer)??? Könnte man dann nicht einfach den lieben Max etwas auf die Schippe nehmen... Ja klar...
Also marschierten wir heute zum Frühstücksraum und der einzigartigste Ehemann sah gleich beim Reinkommen, dass Max und sogar Moritz schon anwesend sind. Schade, dachten wir zuerst, doch dann: Max setzte sich alleine an den Tisch um auf Moritz zu warten, der noch am Buffet beschäftigt war. Gesehen hatte uns noch keiner von beiden. Mein Mann zeigte mir, wer Max ist und wir trennten uns. Ich "schlich" mich von der einen Seite her zum Tisch von Max, während der Ehemann sich zum Buffet und Moritz gesellte um "guten Morgen" zu sagen.
Ich ging wie selbstverständlich zu Max an den Tisch, setzte mich ihm gegenüber und schaute ihm direkt in die Augen. Etwas verdattert schaut er mich an, doch bevor er mich freundlich darauf hinweisen konnte, dass dieser Platz bereits besetzt sei, sagte ich meinen Satz:
"Guten Morgen, Max (beim Nennen seines Namens trat ein echt fettes Fragezeichen in sein Gesicht, da er mich ja noch nie gesehen hatte) ich bin Sophie, deine Lumtech*-Escort-Dame!" (*Lumetech ist der erfundene Firmenname der Firma meines Mannes, Max und Moritz)
Ohne eine Miene zu verziehen, sehe ich ihm in die Augen, die jetzt recht gross geworden sind und noch verdatterter als vorher (sofern das überhaupt möglich ist)
Ungläubig des eben Gehörten fragt er nochmals nach: "Entschuldigung, wer bist du???"
Ich: "Ich bin Sophie, deine Lumtech-Escort-Dame. Ich wurde extra für dich bestellt."
Total entgeistert schaut er mich an und man sieht wieviel Mühe er hat, das alles so schnell einzuordnen und wie unangenehm die Situation für ihn mitten im Frühstücksraum des Hotels ist, in dem ja noch viele andere Personen anwesend sind... ;-) :-) :-)
Max: "Also, ähh... (schaut sich unsicher, nach einer Antwort und den Fluchtweg suchend um) ich weiss gar nicht, was ich jetzt sagen soll... (Pause) .... also, will mich da jemand verarschen? Ich kann mir das gar nicht vorstellen..."

Ich hätte noch gut Zeit gehabt, dieses Spielchen weiter zu treiben, da mein Mann und Moritz zwischen Brötchen und Kaffee beschäftigt waren, aber Max sah so erbärmlich und verunsichert aus, dass ich dem armen Kerl zur Hilfe kam:
"Ja, Max, jemand will dich verarschen, nämlich der einzigartigste Ehemann.... Ich bin Pummelfee, seine Frau." ;-)

Bei der Nennung meines Namens verflog die Besorgheit mit einem Schlag und ein Lachen trat auf sein Gesicht. Gehört hatte er natürlich schon viel von mir, aber mich eben noch nicht gesehen ;-))))) Er reichte mir seine Hand und sagte: "Hallo, ich bin Max" - vermutlich war die mir schon bekannte Namensnennung immer noch ein Produkt der Erleichterung... Selbstverständlich kannte ich doch seinen Namen - wären wir doch vor einer Minute von fast auf sein Zimmer gegangen.... oder so ähnlich :D :D

Tja, der Ehemann und ich hatten eine Menge Spass und Max wird dieses Frühstück sicher nicht so bald vergessen :-) Anschliessend assen wir Vier gemeinsam und ich hatte meine "gute Tat des Tages" getan ;-)))

Wenn das Callcenter anruft...

... und der einzigartigste Ehemann dann das Telefon abnimmt, kann es zur Zeit vorkommen, dass der oder die CallcenteragentIn sich einen neuen Job wünscht....

 

Ja, wir sind genervt von diesen Anrufen zu nicht immer ganz legalen Zeiten. Auch wir wollen mal Feierabend und Ruhe haben, was für uns ab 18h von geschäftlichen Anrufen der Fall ist. Da die Callcenter normal arbeitende Menschen dann oft noch nicht erreichen, rufen sie auch gern mal erst um 19.30 oder am Samstag beim Frühstück an.

 

Bisher haben wir einfach immer aufgelegt, doch das reicht dem Ehemann jetzt nicht mehr. Ganz neu fängt er an, die Leute zu beschimpfen oder zu verarschen - je nachdem wie ihm gar zumute ist und wann die Leute stören.

 

Die letzten beiden Anrufer hat er verarscht und ja, ich gebe zu, obwohl ich weiterhin für die "einfach-auflegen-Methode" bin, musste ich doch recht lachen.

 

Nummer eins: Callcenter ruft an, Ehemann geht ran: "Ja???" (Er sagt schon keinen Namen mehr ;-)))

Frau aus dem Callcenter fängt an zu reden....

Ehemann wartet gar nicht bis sie geendet hat sondern beginnt ebenfalls einfach zu reden: "Jetzt schreit das Baby, hören Sie das? Das Baby schreit, denn weil Sie anrufen wurde jetzt das Baby geweckt und nun schreit es. Hören Sie wie das Baby schreit, das Sie mit dem Anruf aufgeweckt haben. Haben Sie eigentlich kein schlechtes Gewissen so spät noch anzurufen und Babys zu wecken."

 

Bis hier hatte er ohne Pause und fast ohne Luft zu holen einfach am Stück geredet. Jetzt machte er eine kleine Pause um zu sehen, was am anderen Ende los ist - und unglaublich, aber sogar ich hörte, dass die Frau auch immer noch am Reden war :)))))

 

Also machte der Ehemann auch weiter: "Oh nein, warten Sie. Das Baby schreit gar nicht, weil es geweckt wurde. Es schreit, weil es vom Wickeltisch gefallen ist. Ich musste nämlich Ihren Anruf entgegen nehmen und dann bin ich weggegangen und das Baby ist vom Wickeltisch gefallen und schreit jetzt. Sie sind Schuld, dass das Baby vom Wickeltisch gefallen ist. Wissen Sie das eigentlich? Sie haben das Baby zum Schreien gebracht. Schämen Sie sich."

 

Er hört auch und oh - sie hat es bemerkt und aufgelegt  ;-)

 

Eine andere Frau hat er gestern noch cooler verarscht und die hat echt lange durchgehalten:

Ich selbst hab grad das WC geputzt und höre nur, wie der einzigartigste Ehemann am Telefon ist und den Satz sagt:"... einen Schlüssel für die Haustür und den Briefkasten bräuchte ich noch"

 

Ich wunder mich, weil wir keine Schlüssel brauchen und hör ihm zu... Zu Ergänzung: am Telefon ist eine Frau, die ihm eine Sicherheits-Plakette für den Schlüssel verkaufen möchte, falls wir ihn mal verlieren.

Als die Frau am anderen "Schlüssel" gesagt hat, ist der Ehemann ihr ins Wort gefallen und hat einfach drauf los geredet: "Ah ja, Schlüssel könnte ich noch gebrauchen und zwar von der Haustüre und vom Briefkasten von unseren Nachbarn."

Pause - Frau redet

Ehemann:" Nein, können Sie mir einen Schlüssel von meinem Nachbarn machen, damit ich rein komme, wenn er im Urlaub ist.

Pause - Frau redet

Ehemann: "Aber ich brauche einen Schlüssel vom Nachbarn sonst komme ich ja nicht in die Wohnung, wenn er im Urlaub ist."

Pause- Frau redet

Ehemann: "Aber wie soll ich denn beim Nachbarn einbrechen, wenn ich keinen Schlüssel hab. Können Sie mir einen Schlüssel machen, damit ich nachts dort einsteigen kann, wenn er weg ist."

Pause - Frau redet

Ehemann: "Ja und wie soll ich dann dort einbrechen? Soll ich durch's Fenster steigen, oder was???"

Ende - Frau verabschiedet sich mit den Worten, dass sie jetzt wohl besser das Telefonat beendet...

 

Wie geil ist das bitte? Ich stand da und glaubte meinen Ohren nicht. Er redete total "nett", fast schon verzweifelt mit der Callcenterfrau und versucht an einen Schlüssel für den Nachbarn zu kommen. Und anstatt aufzulegen, redet sie voll weiter mit ihm ;-)))

 

Ich glaube, die Callcenterdamen- und Herren, die zukünftig den einzigartigsten Ehemann am Telefon haben, wünschen sich demnächst nen anderen Job ;-)

Und ich kann was lernen, wenn das nächste Mal einer was von mir will ;-))))

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OHne Worte

... denn die fehlen mir gerade irgendwie...

 

Warum? Das will ich euch erklären ;-)

Den Lesern dieses Blogs dürfte nicht entgangen sein, dass ich im Verfahren für die Einbürgerung in der Schweiz stecke - darüber war hier ja schon ein paar Mal zu lesen.. Nun der nächste Witz

Vorfall, der mich eigentlich nicht mehr erstaunen sollte, es aber doch wieder tut..

 

Im Zuge der Einbürgerung bekam ich im Oktober letzen Jahres ein Schreiben, in dem ich vom Migrationsamt gebeten wurde, verschiedene Unterlagen einzusenden. Kein Problem für Pummelfee, denn ich kann nicht nur Aufträge erteilen, kontrollieren und bewerten, nein ich kann auch ab und zu mal welche Ausführen.

Also sammelte ich die benötigten Unterlagen zusammen, packte sie in einen Umschlag und schickte sie (nach kurzem Überlegen) ohne Einschreiben weg. 

Danach hörte ich nichts mehr vom Amt, was mich aber nicht weiter verwunderte, da in einem anderen Schreiben mal der Hinweis kam, dass wir Gesuchsteller nicht über den aktuellen Stand des Verfahrens informiert werden und uns bitte auch nur in dringenden Fällen melden sollen. Also tat ich nichts, wartet und liess die langsamen Mühlen der Verwaltung mahlen....

 

Bis heute erneut ein Schreiben von der Einbürgerungsabteilung des Kanton Zürichs kam. Genauer gesagt eine Mahnung. Ich staunte nicht schlecht. In der Mahnung wiesen sie mich daraufhin, dass ich im Oktober 2016 gebeten wurde, Unterlagen einzureichen und diese noch nicht eingetroffen seien. Wenn sie nicht binnen 3 Wochen nachgereicht werden, geht das Amt davon aus, dass ich die Einbürgerung nicht mehr möchte und schickt alles unbearbeitet dem Migrationsamt zurück...

Na toll, ich dachte ich spinne.

 

Nicht nur, dass wir eigentlich fest damit gerechnet hatten, dass nun dann mal bald mein Pass geholt werden darf, nein, es war noch nicht mal in Bearbeitung, weil angeblich Unterlagen fehlten...

 

Ja, ich gebe zu, ich verlor für einen kurzen Moment meine gute Prinzessinnen-Manieren und schimpfte nicht schlecht im Haus rum... Dann rief ich die zuständige Sachbearbeiterin an und erklärte ihr, dass ich gleich Anfang November alle benötigten Unterlagen eingeschickt hatte. Ich könnte ihr sogar die Rechnungen für die angeblich fehlenden Unterlagen (Bescheinigung vom Steueramt und Betreibungsregisterauszug) vorlegen, die ich bereits bezahlt hatte.

 

Ich muss sagen, sie war sehr nett am Telefon, aber erklärte mir, dass sie die Unterlagen nicht hätte und ich diese bitte erneut schicken müsste... Dass ich es dann auch erneut zahlen muss, ist wohl selbst erklärend.

Der Witz: Ich hatte alle Unterlagen in einem Briefumschlag verschickt. Aber zwei Zettel fehlten angeblich... Es kann also nicht die Post gewesen sein, denn angekommen ist der Umschlag ja, sonst hätte sie kaum die anderen Bestätigungen..

Ja, das konnte sie sich jetzt auch nicht erklären.

Auf mein Nachfragen, verneinte sie, dass ich es eingeschrieben schicken muss und auf erneutes Nachfragen, wie ich denn sicher gehe, dass sie die Unterlagen beim nächsten Mal erhält, versprach sie mir, sich zu melden, wenn sie die nächsten zwei Wochen nichts von mir bekommt. 

 

Das regte mich ja schon sehr auf... Noch eine Schippe obendrauf kam kurz darauf: Ich füllte also gleich das Formular für das Steueramt aus, damit ich es morgen abschicken kann und bestellte dann online den Betreibungsregisterauszug... Nur kurze Zeit nach meiner Online-Bestellung kam ein Mail der zuständigen Sachbearbeiterin: Sie könne mir den gewünschten Auszug so nicht schicken, da ich einen Auszug vom Jahr 2011 bis Juni 2012 möchte, die Betreibungsregisterauszüge aber nur für die letzten fünf Jahr ausgestellt werden können. Sie kann mir also nur vom 21.3.2012 - Juni 2012 etwas senden.

 

Erneut fehlten mir die Worte - das Amt, das den Auszug wünscht, sollte doch wissen, dass diese nur für die vergangenen fünf Jahre ausgestellt werden können, bittet mich aber, es darüber hinaus zu bestellen.. *grml*


Na, ich bin ja gespannt was als nächstes passiert, wenn jetzt Unterlagen ankommen, die nicht den Wünschen entsprechen (stellt euch hier den Smiley mit den verdrehten Augen vor...) und die ich bereits zum zweiten Mal bezahlen, weil irgendeine Nase im Amt die Zettelchen nicht abheften kann..

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Rufen Sie sie mal...

Letztens so - beim Fotograf...

 

Wir wollen über die Grenzen der Schweiz hinaus - und ja: wir nehmen die Thronfolgerin mit.

Dafür ist es zwingend erforderlich, dass wir eine ID oder einen Pass für die Kleine haben. Wer weiss, was sonst passiert.... Am Ende kontrollieren sie uns und schwups, muss die Kleine ohne uns in Deutschland bleiben, wird Hartz-IV-Empfängerin und lebt das Leben, dass ich hätte, wäre ich nicht Prinzessin geworden. So das volle Programm: Am Monatsanfang Geld abheben, für Ziggis und Alkohol ausgeben und die restlichen 3 ½ Wochen hungern und TV schauen oder den Nachbarn bei ihren Streitigkeiten zuhören und zwischendurch dumme Kommentare dazwischenrufen. Das wollen wir natürlich nicht.

 

Also hab ich mich erkundigt und dann erfahren, dass wir tatsächlich ein aktuelles Bild von ihr brauchen, welches dann wie bei uns auf die Karte kommt.... 

Hm, so ganz nachvollziehen kann ich das ja nicht, denn: auf dem "aktuellen" Bild ist sie 7 oder 8 Wochen alt. Der Ausweis ist 5 Jahre gültig... ich bin ja schon gespannt, wie "aktuell" das Bild dann im Sommer in unserem Urlaub ist - wenn sie ca 7-8 Monate alt ist... aber egal. Das ist eine andere Geschichte.

 

Wir brauchten also ein Foto. Prinzessin Pummelfee ruft beim Fotogeschäft um die Ecke an, erfährt, dass sie dort Passbilder auch für Säuglinge machen und geht zuversichtlich ob des Wissens der Fachpersonen dort sofort zum Shooting.

 

Der Fachmann bereitet schnell den Raum vor, legt dann eine kleine Matratze auf den Boden und bittet mich unsere Thronfolgerin drauf zu legen.

Bis dahin alles astrein gelaufen.

 

Doch dann macht unser Kind, was unser Kind nunmal so am Boden macht: Es dreht seinen Kopf ohne Pause von links nach rechts, nach links, nach rechts, nach links, nach..... (Leute mit Mindest-IQ von 12 wissen, was statt der Punkte einzusetzen ist)

 

Der Fotograf hätte ihren Kopf aber gern Richtung Decke oder wenigstens etwas ruhig für den kurzen Moment eines Klicks....

Aber warum sollte es ihm besser gehen als uns zu Hause - da macht sie auch was sie will ohne Rücksicht auf unsere Wünsche.

 

Der Fotograf am Anfang noch zuversichtlich: Er bewegt sich mit den Bewegungen ihres Kopfes und klickt was das Zeug hält - leider ist kein Bild zu gebrauchen... selbst wenn es scharf ist, entspricht es nicht den Anforderungen (von wegen beide Ohren zu sehen usw....)

 

Er merkt, dass er so nicht weiterkommt und holt eine kleine Glocke. Damit läutet er über ihrem Kopf, in der Hoffnung, dass die Kleine dorthin schaut und wahrscheinlich 10 Sek so bleibt... Aber was macht sie?

Selbstverständlich nichts, ausser: Kopf nach links, rechts, links, rechts.... 

 

Ok, er gibt nicht auf und holt ein Licht. Ich mein, ich muss zugeben, er hat Ideen, aber sie nützen nichts, denn auch das Lichtdingens lässt unsere Tochter kalt. 

Dieser neue Raum, die neue Situation, die Gerüche oder was auch immer, veranlasst sie einfach nur zu einem: Ohne Pause hin und her schauen.

 

Ja, mir wäre inzwischen schwindelig und wahrscheinlich hätte ich mich auch schon mindestens einmal übergeben - aber ich lieg da ja nicht rum, sondern sie - und sie scheint Spass zu haben.

 

Der Fotograf irgendwie nicht (mehr) Er versucht was Neues und redet mit ihr. Ich will nicht sagen, dass er bettelt, bittet und fleht, damit sie mal für eine Sekunde ruhig liegt und in die Kamera schaut, aber es ähnelt diesen Dingen etwas.

 

Aber die Tochter verhält sich dem Fotografen gegenüber genauso, wie ihr Vater, wenn ihre Mutter ihn nach Schokolade anfleht.... sie dreht sich weg.. ;-)

 

Vielleicht fragt ihr euch, was ich in der Zeit dort machte? Es ist, wie ihr vermutet: Ich steh daneben, beobachte alles und amüsiere mich über meine Tochter und die fruchtlosen Versuche des Profis ;-)

 

Dann hat er DIE Idee, denn plötzlich schaut er mich an und sagt vollen Ernstes: "Frau Pummelfee, rufen Sie sie mal".

 

Ähh, was glaubt er???? Das ein wenige Wochen altes Baby auf seinen Namen hört und sich auf Kommando zur Mama umdreht, keck in die Kamera lächelt und gut ist??

 

Ja, leider denkt er genau das. Ich sehe ihn verwundert an, aber er wiederholt seine Bitte. Was soll ich sagen: ich mache den Spass mit, bringe mich in Position, der Fotograf ebenfalls und dann rufe ich mein Töchterchen: "Thronfolgerin, schau mal zur Mama.... hier ist das Vögelchen..."

 

Und was macht das Kind? Genau: gar nichts :D :D :D

 

Selbstverständlich brachte auch mein Rufen nichts, aber - und nur das zählt ja - irgendwann, nacht etlichen Versuchen, hatte der Fotograf ein Bild, dass Ausweistauglich war.

 

Nächste Woche üben wir dann mit der Thronfolgerin das Sprechen - dann kann sie mitteilen, warum sie nicht in die Kamera schaut... oder so ähnlich.

Der Fotograf (ein Profi) war köstlich. Ich frage mich, ob er schon öfter Bilder mit Kleinen gemacht hat und ob es je funktionierte, dass ein wenige Wochen altes Kind auf die Rufe der Mutter hörte :D

 

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(Pädagogische) Vorsätze...

... und was daraus in der Realität wurde...

 

Die Thronfolgerin ist erst 9 Wochen alt - und doch darf ich schon fast die ganze Zeit erste pädagogische Vorsätze komplett über den Haufen werfen ;-)

 

Ihr wisst vielleicht wie das ist - oder könnt es euch zumindest vorstellen: Man sieht oder hört oder muss live miterleben, wie andere Personen ihre Kinder verziehen erziehen und hat sofort eine klare Vorstellung wie man es selbst machen oder sicher mal nicht machen würde.

 

Diese Meinung gibt man gerne jedem und jeder, die es hören möchte, zum Besten. Erklärt noch altklug warum es genau so richtig ist und nicht anders.

 

Tja - und dann kommt das eigene Kind! :D Und alles ist anders.

 

Also mir geht es da gerade mit einigen Dinge so - und es werden sicher noch mehr dazu kommen :)))

Ich bin "Fachfrau", hab verschiedene Ausbildungen, Weiterbildungen und genügend Bücher über "Erziehung" und "Betriebsanleitung für Kinder" gelesen, aber Theorie und Praxis sehen halt nicht immer gleich aus... ;-)

 

Ein aktuelles Thema bei uns z.B. "in den Schlaf tragen..."

Ja, ich hab immer, wirklich immer gesagt "Wenn ich mal eigene Kinder habe, werde ich sie nie in den Schlaf tragen. Man darf eben gar nicht erst damit anfangen, sonst gewöhnen sie sich dran."

Bullshit ;-)) Theorie und Praxis... blablabla...

 

Unsere kleine Maus ist wirklich süüüssss, das süsseste Baby weit und breit. Aber: in gewissen Dingen ist sie seit der Geburt (ach was, genau genommen schon in der Schwangerschaft) anders.....

Es gibt Babies, die liegen einfach so rum, sind zufrieden und wenn sie müde werden, nicken sie einfach an... Unsere Thronfolgerin hat das seit Beginn ihres Erdenlebens nicht so gemacht.... Immer, wenn sie müde wurde und wird, fängt sie an zu schreien - und nein, sie hört nicht einfach so auf...Sie schreit, bis man sie aufnimmt. Aber selbst das reicht ihr nicht. Die Bücher sagen "sie braucht Nähe"... Ja, die hat sie, aber sie kommt ganz nach ihrer Mutter und will immer mehr... wenn man den kleinen Finger reicht und so...

Nähe allein reicht also nicht, denn: sie schreit auch auf dem Arm weiter. Glaubt mir, ich hab alles versucht (Geduld, Liebe, gutes Zureden, Schokolade vor dem Stillen...) aber: sie gibt erst Ruhe, wenn ich sie durch die Wohnung trage.... Zack, Baby ruhig und zufrieden. 

Bleib ich stehen (oder habe nur den Gedanken dran) - Gebrüll. Und nicht leise oder zaghaft, ne ne.. in etwa so, wie ich schreie, wenn jemand den Süssigkeitenschrank verschliesst und mir den Schlüssel nicht gibt...

 

Da kann ich mir noch 1000x vornehmen, mein Kind nicht in den Schlaf zu tragen... Es gibt einen Punkt, da will man einfach nur noch Ruhe - und wenn die nur durch Rumtragen einkehrt, tja, dann über Bord mit den pädagogischen Vorsätzen und das Baby wird getragen... *schäm*...

 

Immerhin: Nachts braucht sie es nicht, da kann ich sie wach ins Bett legen und sie schläft von selbst ein (keine Ahnung, warum es nicht auch am Tag geht...) 

Und: inzwischen kommt es auch mal vor, dass es reicht, wenn ich sie auf dem Arm schunkle ohne zu laufen... das macht Hoffnung, denn das ewige Rumgerenne geht mir doch manchmal an die Substanz - immerhin bin ich nicht mehr die Jüngste.

 

Und ich gebe zu: ich bin immer wieder über den extrem feinfühlig eingestellten Sender im Baby erstaunt, der genauestens spürt, wann man sich hinsetzen möchte... Mehrmals getestet: wir laufen seit einer Weile durch die Gegend, Mama wird müde, ist verspannt und möchte sich nur kurz mit dem Baby auf das Sofa setzen.... Das Baby ist bis jetzt zufrieden.... Mama bleibt am Sofa stehen - zack- der Kopf hebt sich von der Schulter auf wie die Ohren bei einem Wachhund, wenn er ein verdächtiges Geräusch hört.. Mama macht eine minimalste Bewegung Richtung Sofasitzfläche - zack- die Alarmanlage geht an und das Baby schreit lauthals los... wie spüren die das so schnell????? Mama läuft weiter - Baby wieder ruhig entspannt...

Das nenn ich Fremdbestimmt ;-)

 

Ein anderer (pädagogischer) Vorsatz war früher: Wenn ich mal ein Baby hab, wird es bei mir im Zimmer schlafen in den ersten Wochen. Dann spürt und hört es meine Nähe und es geht ihm besser.....

Zwischenzeitlich änderte ich meine Meinung dann auch mal und fand, dass es grad von Beginn an in seinem Zimmer schlafen soll. Zum einen muss man dann später nicht umgewöhnen und erspart sich evtl viel Ärger, zum anderen gehört das Schlafzimmer den Eltern als Rückzugsort...

Und dann kam unsere Thronfolgerin nach Hause ;-) Egal, was ich jemals gedacht/gewollt hatte: auf jeden Fall würde diese kleine, süsse, hilfebedürftige Wesen bei uns im Schlafzimmer nächtigen....

 

Es wurde Schlafenszeit, wir gingen ins Bett, noch während des "gute-nacht-sagens" war der einzigartigste Ehemann schon eingeschlafen, das Baby schlief und ich: mit weit aufgerissenen Augen im Bett. Klar, Aufregung...

Sie legte sich langsam, ich wurde müde, schloss die Augen, Baby macht ein Geräusch - zack- weit aufgerissene Augen... 

Dieses Spiel wiederholte sich die komplette Nacht. Und unser Baby macht viele Geräusche (bis heute)...

Damit war klar: es war die erste und einzige Nacht, die die Thronfolgerin bei uns schlafen würde - über Bord mit den (pädagogischen) Vorsätzen.

 

Die zweite Nacht verbrachte die Kleine in ihrem Zimmer - und ich konnte selig schlafen. Ich höre sie sobald sie schreit, aber ich höre nicht die tausend Mini-Geräusche und wache nicht mehr jedes Mal auf.

 

Bin ich traurig deswegen? Nein ;-) Wir alle schlafen gut, ich werde die Kleine nicht umgewöhnen müssen und zum Stillen kann ich sie trotzdem kurz ins Bett holen, weil der Ehemann nichts mitbekommt ;-) Beste Lösung für alle, aber wieder mal anders als geplant ;-)

 

Es gibt noch mehr so Beispiele (z.B. dass ich meinen Alltag nicht komplett nach dem Baby umstellen werde, sondern sie lernen muss, sich anzupassen) bei denen ich vor unserer Thronfolgerin überzeugt war, ich bestimme wie es läuft, aber ich muss zugeben: in vielen Dingen bestimmt die Kleine.

 

Das ist etwa so wie bei dem einzigartigsten Ehemann und mir: vor unserer Hochzeit, malte er sich ein Leben aus, wie es mit mir sein würde... Theorie... und dann kam die Praxis und er merkte recht schnell, dass es so läuft wie ich es will - oder er leidet ;-)

Nun bin ich fremdbestimmt... ob das die Rache ist ;-))))

 

Wie auch immer: für die Zukunft weiss ich, dass ich mir bestimmte altkluge Weisheiten und pädagogische Tipps einfach mal sparen kann :D Jedes Kind ist anders und braucht andere Dinge. Es gibt nicht "die Anleitung" - schon gar nicht bei unserem charakterfesten Kind ;-) Und das ist voll ok so :))))

 

Ich geniesse die Maus, so wie sie ist. Und wenn ich dafür zur Zeit mit ihr in den Schlaf laufen muss, dann mach ich das. Es wird nicht ewig so sein, davon bin ich überzeugt ;-) Und wenn sie nun mal nicht gerne geweckt wird und danach ein Schrei-Konzert veranstaltet, dann versuch ich halt noch für die nächste Zeit so gut wie möglich darauf einzugehen...

 

Die Zeit rast und all diese kleinen Dinge sind nicht von Dauer.... ich brech mir keinen Ast ab, wenn ich zugebe, dass das theoretische Wissen nicht immer so in der Praxis funktioniert ;-)))

 

Bin gespannt, wo ich noch alles "dazulernen" darf ;-))))

 

Und kann irgendjemand diesem Schatz böse sein oder an pädagogischen Vorsätzen festhalten, wenn sie einen anlächelt und dabei was anderes verlangt?? ;-)))

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Ja was ist es denn?

Ich weiss, dass wir in einer Zeit leben, in der Grenzen, die früher noch eindeutig waren, immer mehr verschwimmen. Zu dem "typischen Schwarz-Weiss" ist viel "Grau" dazugekommen in den letzten Jahren.

Dinge, die einmal eindeutig für etwas standen, können heute auch durchaus für etwas anderes stehen. Nehmen wir z.B. Kleidung, Frisuren, Partnerschaften..... Es gab eine Zeit, da hatten Jungen/Männer kurze Haare und Mädchen/Frauen lange Haare. Das war so. Fertig.

 

Heute ist es absolut normal, dass es auch andersrum ist. Zusätzlich gibt es dann noch die Personen, bei denen man nicht sicher ist, ob das auf dem Kopf eine Frisur, ein Unfall oder eine Krankheit ist, aber das ist etwas anderes.

Das gleiche gilt in etwa für Kleidung.... bei einigen Dingen bin selbst ich manchmal nicht sicher, ob das für Frauen oder Männer ist und letztendlich kann es jeder tragen.

 

Während es zu einer anderen Zeit klar war, dass Männer mit Frauen verheiratet sind, ist das heute lange nicht mehr nur die einzige Möglichkeit... 

 

Ebenso sieht es mit den Berufen aus. Nicht nur, dass es heute normal ist, dass Frauen arbeiten, so gibt es auch immer weniger Grenzen was die früher geschlechtstypischen Berufe angeht... Männer in "Frauenberufen" und andersrum.

 

Gender ist das Thema der heutigen Zeit. So ist das eben.

 

Unabhängig was ich persönlich davon halte, habe ich mit diesem Umstand im Alltag kaum Probleme. Mich überrascht  kaum noch etwas - aber etwas eben doch.

 

Bisher dachte ich immer, dass bei Babys diese Grenzen noch klarer sind - zumindest was die Kleidung angeht. Es ist häufig nicht so einfach in den ersten Wochen als Aussenstehender zu erkennen, ob ein Neugeborenes nun ein Mädchen oder ein Junge ist - das gebe ich zu. Und die Kleidungsindustrie hilft diesem Problem mit sehr geschlechtstypischen Kleidungsstücken ab: für Jungen gibt es viel Blau mit "typischen" Motiven drauf, für Mädchen viel Rosa mit ebenfalls typischen Mädchenmotiven drauf.

Und dann gibt es neutrale Kleidungsstücke, die man gut kombinieren kann.

 

Unsere Thronfolgerin hat - wie wohl nicht anders zu erwarten - ebenfalls Kleidungsstücke in ihrem Schrank, die typisch Mädchen sind: rosa mit Blümchen, Glitzer und Feinstaub (oder so ähnlich)

Sie hat auch weiss, braun, grün im Schrank und das wird dann kombiniert, aber eben auch viel rosa.

 

Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass ich nicht die einzige Person auf dieser Welt bin, die rosa einem Mädchen zuordnet und nicht alle Menschen total Gender-geschädigt sind, frage ich mich, wie es zu folgenden Situationen kommen konnte:

 

1. Ein Polizist kommt zu uns nach Hause, sieht unser schlafendes Baby, eingehüllt in eine rosa Decke und fragt: "Und, was ist es denn? Junge oder Mädchen?"

Dass ich ihm einfach nur höflich die richtige Antwort gab, lag wohl daran, dass er über meinen Antrag zum CH-Pass mit einschieben durfte... aber ich war sehr verwundert.

 

2. Einige Zeit später kommt ein Techniker zu uns ins Haus. Er sieht die Kleine in ihrem Laufstall schlafen, wir sprechen über Babys und auch über seine Enkelkinder. Er hat sie schon eine ganze Zeit angeschaut und fragt dann: "Und was haben Sie bekommen?"

Antwort: "Es ist ein Mädchen. Ich gehöre noch nicht zu den Leuten, die ihrem Sohn in dem Alter rosa Kleider anziehen würde..."

Er stutzt kurz, schaut sie erneut an und lacht "Ach ja, das ist mir gar nicht aufgefallen..."

Hallo? Was genau hast du denn angeschaut??

 

3. Beim Einkaufen. Ich fahre mit dem Wagen (die Kleine on top im MaxiCosi) in den Lift. Eine Ehepaar ist ganz verzückt. "Jöhh, so herzig. Und so klein noch. Wie alt ist "es" denn?" "Vier Wochen" "Jööö.. und was ist es??"

Gut, ich gebe zu: Sie hatte eine weisse Jacke an. Aber: Mütze, Hose und Socken war in rosa-violett Tönen.

Kurz und knapp geantwortet: "Ein Mädchen". Etwas länger und ausführlicher gedacht: "Was ist los mit der Welt?? Ist es jetzt echt schon so weit, dass bei einem Baby mit rosafarbenen Klamotten immer auch ein Junge vermutet werden kann? Oder warum traut sich keiner zu selbständigen Annahmen, dass es sich dabei um ein Mädchen handelt?? 

 

4. Ich muss zum Arzt - und nehme meine Thronfolgerin in ihrem rosa Strampler und der rosa Decke von der Oma mit. Es ist mein Hausarzt, der mich schon in der Schwangerschaft erlebt hat, den Geburtsbericht erhalten und gelesen hat und nun meine Rosa-Maus zu Gesicht bekommt. Und die zweite Frage: "Und, was ist es denn?"

Da fehlen mir echt die Worte... Am liebsten hätte ich gegengefragt: "Und? heute schon beim Kollegen Augenarzt gewesen?????" Aber irgendwann bin ich krank und will sicher mal was von ihm und bevor er mich dann zum Kollegen Augenarzt überweist, weil er keinen Bock auf mich hat, antworte ich lieber wahrheitsgetreu...

 

Ja, ich bin ehrlich erstaunt, dass trotz eindeutiger Kleider schon 5x (beim Einkaufen hab ich es schon zweimal erlebt) ernsthaft nachgefragt wurde, ob es ein Junge oder Mädchen ist... Sind wir schon so Gender? Hab ich was verpasst?

 

Der einzigartigste Ehemann meinte gestern nur ganz cool: "Also, sollte ich das nächste Mal dabei sein, wenn jemand wissen will, was es ist obwohl sie so eindeutig angezogen ist, antworte ich nur: "Es ist ein schwuler Junge"

 

Ich hab echt lachen müssen, denn wahrscheinlich muss man mal genauso reagieren... ;-))))

 

 

In dem Sinne: Augen auf bei der Babyschau - oder so....

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Was ist schlimmer als Babygeschrei??

Klar, da gibt es tausende Dinge...allen voran, wenn die Lieblingsschoki ausverkauft ist, keine Weihnachtsguetzli im Haus sind und es am Bremgartener Weihnachtsmarkt regnet....

(allerdings kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Babygeschrei kann echt anstrengend sein... leider müssen wir das grad mit der Thronfolgerin erleben, aber das ist was anderes...)

 

Bis gestern dachte ich: Oh man, Babygeschrei ist echt das Schlimmste.... und dann dachte ich mir: Gut, Pummelfee, wenn das Baby schreit und du es mit nichts beruhigen kannst, dann hilft nur eines: tu dir selbst was Gutes.

 

Also setzte ich mich auf das Sofa, nahm die Fernbedienung und schaltete das TV-Gerät ein. Die Lautstärke auf Maximum, um das Baby zu übertönen, doch nichts passierte....

Dann kam eine Meldung - irgendwas bla mit Verbindungsproblem bla... Gut, denkt sich Pummelfee, rufen wir den Ehemann auf der Arbeit an. Ich mein, das hat was mit Technik zu tun und ausser die richtige Technik zum Süssigkeiten kaufen, verstecken und heimlich essen, kann ich damit nicht viel anfangen.

 

Ich nehme also den Telefonhörer und wähle die Nummer von Ehemann, doch wieder passiert nichts..??

Ok, TV kaputt, Telefon kaputt... Was nun? 

 

Pummelfee's Intelligenz schlägt an und ich denke mir: schaun wir mal im Internet, ob es Störungen bei der Swisscom gibt. Doch, ihr werdet es raten... nix Internet.

Na toll: Kombi-Angebot TV+Internet+Telefon schockt ja richtig.... :D

 

Gut, dass wir im 21. Jahrhundert leben und Handy's unabhängig sind. Ich also mit dem Handy beim Mann angerufen und einfach aus Spass mal das Baby 5 Min in den Hörer schreien lassen.

Das ist Taktik, weil: dann denkt der Mann: oh, nein, die Frau will, dass ich heim komme und das Baby beruhige..

Wenn ich dann ran geh und sage: wir haben ein technisches Problem, ist er Feuer und Flamme um das für mich zu lösen :D (Taktik kann ich - Technik nicht)

 

Ich also den Mann vom Geschrei erlöst und das wahre Problem geschildert und wie erwartet hat sich der Mann gleich an einen Check gemacht (ja, hat auch was mit Technik zu tun, die ich nicht verstehe... irgendwie hat er vom Geschäft aus, unseren Anschluss "gecheckt" und konnte mir sagen, dass das W-LAN/Internet nicht geht) mit dem Ergebnis, dass ich die Hotline anrufen muss.

 

Na toll, was für ein Morgen: schreiendes Baby, Müdigkeit, keine Frustguetzli im Haus und nun auch noch alles an Technik tot im Haus.... boah, was hab ich verbrochen um das zu verdienen??

 

Pummelfeee also bei der Hotline angerufen und zack: Jawohl, es gibt ein Problem mit unserem Anschluss. Das muss sich ein Techniker anschauen.

 

Und dann bekam ich langsam Panik... Es ist Freitag Morgen, kurz vor dem Weekend, ähhh kurz vor DEM Weekend. Ihr wisst nicht welches besondere Weekend?? Na, DAS grosse Finale!! Finale von Schwiegertochter gesucht!!! Der einzige Lichtblick neben Nebel und schreiendem Baby und natürlich kommt was kommen muss:

Hotline-Typ:" Also, Sie brauchen einen Techniker, ich schau mal nach einem möglichen Termin.................................................................................................................................................

.....................................................

Es gibt noch einen Termin am DIENSTAG nächste Woche!

Ich:" WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAASSSSSSSSSSSSSS?

Er:" Naja, heut ist alles voll, dann ist Wochenende und Montag ist auch schon alles voll. Wollen Sie den Termin am Dienstag zwischen 8-10?"

Was ich will, sag ich jetzt besser nicht, aber wenn es nur dann geht, nehm ich den Termin....

 

Und nun ist es offiziell: Geräte sind tot (ja, jetzt dürft ihr gern mal überlegen, wie ich diesen Beitrag geschrieben hab - hat nämlich was mit Technik zu tun, die der Ehemann mir am Laptop ermöglich hat....)

Techniker kommt erst Dienstag und ich kann mich nicht mal mit TV ablenken....

 

Was schlimmer ist als Babygeschrei? Der Service der Swisscom wenn man das Finale von SG schauen möchte... ;-)

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Ein Kind bringt Veränderungen

"Nichts Neues" werden jetzt Viele denken. Und das stimmt ja auch. Fast jeder Mensch weiss oder kann sich zumindest denken, dass ein Kind Veränderungen bringt - und damit mein ich nicht nur das Kindergeld, das bestimmte Bevölkerungsschichten immer wieder motiviert mehr Kinder zu zeugen, als sie erziehen können - aber das ist ein anderes Thema.

 

Auch der einzigartigste Ehemann und die Pummelfee hatten sich natürlich Gedanken gemacht, ob bzw. welche Veränderungen denn mit so einem Kind ins Schloss stehen würden....

 

Wir dachten dabei an die typischen Sachen: 

- Ausschlafen ist dann vorbei 

- Nachts muss aufgestanden werden

- Das Baby weint sicher auch mal

- Es braucht eine Menge an Anschaffungen

 

Ganz falsch lagen wir damit auch nicht... Dass aber auch noch andere Dinge passieren, war uns nicht sofort bewusst....

 

Eine der ersten Veränderungen, die die Thronfolgerin in unser Haus brachte, war die Unsicherheit, wer genau jetzt diesen krassen Furz oder Rülps losgelassen hat....

Vorher war immer klar: Entweder der Ehemann oder die Pummelfee... doch plötzlich war da eine dritte mögliche Schuldige... 

Das erste Mal spielte sich so ab: Die Pummelfee sass mit der Thronfolgerin auf dem Sofa. Plötzlich, völlig unverhofft und aus heiterem Himmel, lässt die Thronfolgerin alle Scham fallen und furzt aus der Röhre was das Zeug hält. Der Ehemann hebt den Kopf und schaut mich fragend an, so nach dem Motto "Echt jetzt? Muss das sein??"

Ich völlig unschuldig: "Hey, das war ich nicht, das war deine Tochter!!!" Er zweifelnd: "So ein kleines, süsses Ding, soll solche Kracher zustande bringen?? Niemals!"

Ich musste ihm zweimal versichern, dass der Donner wirklich nicht von mir sondern von der Kleinen kam (ich mein, ich steh sonst ja stolz zu meinen Leistungen, aber die ging nicht an mich... ;-)))

Seitdem müssen wir uns immer erst vergewissern, ob Mann, Frau oder Baby für Geräusche der peinlichen Art verantwortlich sind... Dafür ist aber immer sehr schnell klar - wer am meisten stinkt: Das Baby!!!! Mit Abstand ;-))))

 

Auch nicht so bewusst war uns vorher, dass unser Tagesablauf sich nicht mehr wie gewohnt nach dem Bedürfnissen der Prinzessin richtet, sondern zu 100% nach den Wünschen des Babys.... Für den Ehemann ändert sich nicht allzu viel - nur die Frau, die ihm sagt, was jetzt dran ist, hat geändert - aber für mich ist es doch einschneidender.... Wo vorher ich bestimmte, wann gegessen wird, entscheidet jetzt erst die Thronfolgerin wann sie essen möchte und danach (oder vorher) haben der Ehemann und ich Zeit zum Essen (und manchmal nicht mal das, denn dann kommt sie genau dann wenn wir mitten drin sind....)

 

Sie entscheidet auch, wann wir rausgehen (am besten nach dem Essen, wenn sei müde ist....) denn sonst schreit sie die Nachbarschaft zusammen. Und da wir nur ein süsses Baby zeigen wollen, vermeiden wir das tunlichst... 

 

Ebenfalls von der Thronfolgerin entschieden wird, wie das Abendprogramm aussieht. Wenn sie nicht möchte, dass Mama und Papa TV schauen, schreit sie halt rum und will getragen werden... und schwups, hin ist der TV-Abend...

 

Mal kurz telefonieren und mit der besten Freundin plaudern... Früher: ein Leichtes! Jederzeit! Heute: harte Terminplanung und jeweils ohne Gewähr....


Und dann natürlich zusätzlich die gewöhnlichen Sachen - nachts Partytime, Ausschlafen vorbei usw..

 

Aber wir wollten ja das Baby und ausserdem: Wir schreiben alle ihre Grausamkeiten uns gegenüber auf - und dann wartet mal, bis sie in die Pubertät kommt und einen Facebook-Account hat (den sie natürlich nur bekommt, wenn sie sich mit Mama und Papa befreundet....) da werden dann lustige Fotos von ihr auftauchen als sie noch "klein und süss" war :D 

 

Wir planen schon :D hehehehehe und warten auf weitere Veränderungen durch das Baby.... ;-)

 

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Die Polizei im Haus

Nun wissen es auch die Nachbarn - im königlichen Haus gibt es Probleme.....

 

Warum sonst sollte an einem Sonntag um 11 Uhr vormittags die Kantonspolizei in voller Montur und mit fetten Polizeiauto bei der Prinzessin und dem einzigartigsten Ehemann vorfahren????

 

Da uns ziemlich egal ist, was die Nachbarn denken, haben wir keine Aufklärung betrieben - dafür nutzen wir lieber diesen Weg. Es hatte nämlich ganz "natürliche" Gründe...

Der eine oder die andere erinnert sich vielleicht noch, dass die Prinzessin den CH-Pass möchte und in diesem Zusammenhang gespannt auf den Besuch der Polizei wartet, die überprüfen möchte, ob Prinzessin und Ehemann eine Scheinehe führen.

 

Und dieser Besuch war vor zwei Wochen. An einem Sonntag um 11 Uhr.

Es klingelt an der Tür, die Prinzessin öffnet und zwei grosse, in voller Montur gekleidete Kantonspolizisten stehen vor der Tür.

Sie seien auf der Suche nach Frau Prinzessin Pummelfee.

 

Ich bat sie in Schloss und sie setzten sich an den Tisch. Sie erklärten mir, dass sie ein paar Fragen stellen müssten, die vorgegeben sind. Kein Problem für Pummelfee - hat sie sich doch vorbereitet und politische Dinge nochmals gepaukt, Wissen über den Wohnkanton angeeignet und immer wieder den Satz geübt "ich lieben meinen Mann und wir führen keine Scheinehe".

 

Sie wirkten beide freundlich und entspannt und als sie reinkamen und das Laufgitter von und mit der Thronfolgerin darin entdeckten, waren sie gerade erstaunt und verzückt.

Ich erzählte auf Nachfrage, dass wir gerade erst mit ihr aus dem Krankenhaus gekommen sind und Polizist 1 war noch verzückter. Er ging zur Kleinen und schaute sie ganz genau an, gab dann den Kommentar "Jöh, die ist ja noch ganz klein"

 

Wir setzten uns an den Tisch: Polizist 1 gen Raum gerichtet und Polizist 2 direkt mir gegenüber.

Polizist 2 begann mit den Formalitäten und während er schrieb, stellte mir Polizist 1 ausschliesslich private Fragen und erzählte auch Privates. Er fragte, wie die Geburt ging, erzählte von seinen Kids und seinem Erlebnis im Gebärsaal und die Veränderungen der Frau...

Zwischendurch fragte immer wieder Polizist 2 seine Dinge und begann dann mit dem "offiziellen Fragebogen"

Zu meiner Enttäuschung gab es keinerlei Politik oder Wissen über die Schweiz..... Meine Fragen waren z.B.: Sind Sie oder Ihr Mann im Drogenmilieu tätig? Haben Sie im Rotlichtmilieu was zu tun? Führen Sie eine Scheinehe? Gibt es Scheidungsabsichten? Wo haben Sie vorher gewohnt?.... Es war nichts "besonderes" und so führte ich mal ein kurzes privates Gespräch mit Polizist 1, dann antwortete ich wieder den Fragen von Polizist 2 und dann kam irgendwann die Frage der Fragen:

 

Ist eigentlich Ihr Mann auch zu Hause?????

Und wie typisch für uns: Nein, der einzigartigste Ehemann war nicht zu Hause!!!! Ca 5 Minuten bevor die Polizei klingelte, hatte ich ihn zum Bahnhof geschickt, um ein paar Dinge einzukaufen. Da wir erst frisch aus dem KH zurück waren, fehlten einige Dinge und so war er log gezottelt...

 

Ich verneinte also und erklärte, dass er aber demnächst wieder da sei... 

Sie notierten kurz etwas und das Gespräch ging weiter und dann, ca 15 Min später, war es auch schon vorbei. 

Polizist 2 bedankte sich und sagte, dass sie damit fertig seien. Auf meine etwas erstaunte Nachfrage, ob sie nicht noch auf meinen Mann warten wollten oder etwas sehen, verneinten sie und meinten, sie glauben nicht, dass eine Scheinehe vorliegt und man sieht, dass hier zwei Personen wohnen...

 

Sie gingen und kurz darauf war der Ehemann zurück....

 

Nachdem was ich so für Geschichten gehört hatte, waren meine Erwartungen an den Besuch der Polizei ganz anders, aber so ist es mir natürlich recht ;-) 

 

Die Zwei waren freundlich, ruhig und ich vermute die abwechselnde Gesprächsführung zwischen privat und Drogenfragen war sicher etwas Taktik, aber keinesfalls doof/schlimm oder sowas.

 

Wir hatten uns zwar sehr gefreut, dies zu Zweit zu erleben aber nun hat der Ehemann es halt verpasst...

 

Ich warte auf den Pass :D

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Das Thronfolgerkind ist da

Und zwar schon seit zwei Wochen!! Ja, der einzigartigste Ehemann und die Prinzessin Pummelfee freuen sich ;-)

Das Thronfolgerkind hat sich als Mädchen auf die Welt getraut und tritt damit die Zickennachfolge der Mutter an - aber damit kann der Ehemann leben, denn bisher ist die Thronfolgerin einfach nur süss und wenig zickig.

Die Kleine hat schon in der Schwangerschaft gezeigt, dass sie einen ganz eigenen Kopf hat - das behielt sie natürlich auch bei der Geburt bei ;-) Drohte erst eine Frühgeburt, wollte sie später nicht kommen....

 

Erst als wir den Termin für eine Einleitung nach 10 Tagen über dem Termin hatten, machte sie sich schnell ein paar Stunden vorher doch noch auf den Weg..... tststs, der verwöhnte Adel immer.

 

Die Geburt war hart, lang und nicht ganz komplikationsfrei und so musste die Thronfolgerin nach ihrem Übertritt in die Welt ausserhalb des sexy Bauches der Mama für vier Tage auf der Neonatologie versorgt werden.

Klar, dass keiner von uns begeistert war, auch wenn wir sie dort Tag und Nacht besuchen durften... 

Aber sie machte gute Fortschritte und als wir sie endlich nach Hause holen durften waren wir selbstverständlich überglücklich.

 

Seitdem versuchen wir in unseren Alltag mit Kind zu finden und schlagen uns laut königlicher Hebamme wohl ganz gut (auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt ;-))

 

Die Kleine ist erst 15 Tage alt, aber ich durfte schon ein paar "Weisheiten" erfahren:

- Bücher sind toll, aber Theorie und Praxis können sehr auseinander klaffen, wenn es um Kinder und   Erziehung geht ;-)

-  Ich werde zukünftig davon absehen, Sätze zu sagen wie "du schaffst den Haushalt nicht, obwohl du nur mit einem Kind zu Hause bist und nicht arbeiten musst???" oder "ach, die erste Zeit ist doch eh nur Schlafen, Essen und Kuscheln dran"

 

Noch gibt es gar nicht viel von ihr zu erzählen, aber sie hat es trotz ihres jungen Alters schon geschafft, die Prinzessin beim Wickeln auszutricksen.. Bei geöffneter Windel hat sie ihren Darminhalt voll genüsslich und mit Powerdruck in hohem Bogen durch das Zimmer geschossen...

Wäre Babystuhl von roter Farbe, könnte man bei dem Muster am Boden in Frage stellen ob es den einzigartigsten Ehemann noch gibt.... Aber zum Glück ist die Farbe gelb und den Ehemann gibt es noch... :D

 

Wir sind gespannt auf die nächste Zeit mit der Thronfolgerin....

 

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Die Luft ist raus...

... das Baby leider nicht...

 

Ja, wir sind an einem Punkt angekommen, an dem sowohl der Ehemann als auch ich nun wirklich nicht mehr mögen....

Das lange Warten auf das Thronfolgerkind, die Probleme während der Schwangerschaft und dann die Bettruhe drei Monate vor dem Geburtstermin haben uns dazu veranlasst, fest daran zu glauben, dass das Baby eher deutlich vor dem Termin zu Welt kommt....

 

Da ich Sissi ja schon länger jammere, nicht mehr mag, kann und mich gerne in dramatische Szenen versetze wäre auch der einzigartigste Ehemann froh um Erleichterung ;-)

 

Und nun ist der Fall eingetreten, mit dem nun wirklich niemand - und ich meine wirklich niemand - gerechnet hätte.... Wir, unser Umfeld und natürlich die Ärzte sind von einer Frühgeburt ausgegangen. Klar, wurde anfangs alles zur Verhinderung getan - was auch wunderbar geklappt hat. Als es dann hiess: So, Frau Pummelfee, die kritische Zeit ist vorbei, das Thronfolgerkind darf kommen, liess ich mir das nicht zweimal sagen und wurde wieder agiler, machte Haushalt und brachte den Fettbauch in Schwung. 

Erstaunlicherweise passierte nichts....

Und das ist bis heute so geblieben. Nur: Heute sind wir bereits eine Woche über Termin, ich platze aus allen Nähten und bin am Ende meiner eh schon geringen Prinzessinnenkräfte... (ja, Jammern geht immer ;-))) Schlafen geht kaum noch, Schmerzen sind viel und was macht das Baby?? Auf keinen Fall Anstalten, dass es kommen will.... :)

Irgendwie verkehrte Welt und für uns auch etwas unverständlich.....

 

Gestern gab's vom Arzt eine letzte "Freiwilligenfrist" für das Baby: Wenn es bis Montag kommt ist gut, ansonsten wird es gezwungen.... Völlig unerwartete Wendung für uns und ganz glücklich sind wir auch nicht mit der Entscheidung, aber es bleibt wohl nichts anderes übrig....

 

Und so sieht es nun aus.... Das Kleine hat nicht mehr viel Zeit (und wenn wir ehrlich sind, glauben der Ehemann und ich auch nicht mehr dran) aber eine kleine Chance besteht noch... ansonsten wird nächste Woche eingeleitet.  Wir warten was passiert - aber fest steht: nächstes Weekend sind wir sicher zu Dritt ;-)

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Wer lesen kann...

... ist besser dran! 

Klar im Vorteil ist, wer diese Fähigkeit nicht nur beherrscht, sondern zusätzlich auch zu nutzen weiss und konsequent anwendet.

 

Wer dies nicht tut (oder kann) muss sich dann halt zwischendurch von so einer besser wissenden Prinzessin den eigenen Job oder eine Aufgabe innerhalb eben diesem erklären lassen...

 

Und das sieht dann so aus:

Verfolger des Alltags von der Pummelfee haben hier erfahren, dass ich den CH-Pass beantragt habe.

 

Nun bekam ich diese Woche erneut Post, die mich "etwas" in Aufregung und Ungläubigkeit versetzte.

Die Einbürgerungsabteilung des Kanton ZH sendete mir ein Schreiben, teilte mir dort mit, dass sie vom SEM mit der Bearbeitung meines Gesuchs beauftrag wurden und dass dafür wiederum Unterlagen benötigt werden, die "fehlen"

 

WAS??? Unterlagen fehlen?? Also echt Leute! Ja, ich kann im Alltag manchmal etwas neben der Spur wirken, neige zu schusseligen Aktionen und man mag mir die eine oder andere "spezielle" Handlung unterstellen, ABER: in Dingen, die wichtig sind, bin ich zu einem ziemlich hohen Prozentsatz sehr zuverlässig....

Natürlich hatte ich genauestens gelesen und angestrichen, welche Unterlagen für mein Gesuch nötig sind, diese besorgt und lückenlos eingesendet... Und nun "fehlen" Unterlagen? 

 

Das muss dann wohl daran liegen, dass das Bedürfnis nach eben diesen Unterlagen in keinem Dokument festgehalten war.... Bleibt die Frage offen, wer Schuld an dem Versäumnis trägt....

 

Konkret handelt es sich um einen Auszug aus dem Betreibungsregister von vor 5 Jahren und um eine Bescheinigung vom Steueramt von vor 5 Jahren....

 

Egal, nachdem ich zur Kenntnis genommen hatte, dass mein Gesuch erst dann weiter bearbeitet werden kann, wenn diese Unterlagen "lückenlos" (im Schreiben des Kantons sogar fett gedruckt...) und innert 30 Tagen vorhanden sind und mich darüber geärgert hatte, machte ich mich an die Arbeit.

 

Für den Betreibungsregisterauszug war dies kein Problem. Ich schrieb dem zuständigen Amt meines damaligen Wohnortes eine Mail und bekam unverzüglich die Info, dass sie es noch am selben Tag abschicken. Erledigt.

 

Für die Bescheinigung vom Steueramt sah dies etwas anders aus. Hierfür hatte mir der Kanton ZH ein Formular gesendet, das ich mit meinen persönlichen Daten ausfüllen und dann zum weiteren Ausfüllen an das zuständige Steueramt von vor 5 Jahren senden soll, damit diese von verschiedenen Möglichkeiten die Richtige für meine damaligen Verhältnisse ankreuzen.

 

Pummelfee also das Formular ausgefüllt, ein Begleitschreiben erstellt, einen frankierten Rückumschlag beigepackt und alles an meinen damaligen Wohnort gesendet.... Zum Glück mit Telefonnummer..

 

Denn gestern klingelt das Telefon: Steueramt meines damaligen Wohnortes, Frau "Ich-hab-zwar-diesen-Job-aber-wie-der-genau-geht-muss-ich-noch-lernen" am Apparat.

 

"Guten Tag, Frau Pummelfee, Sie haben uns ein Formular wegen Ihrer Steuern aus dem Jahr 2011 gesendet. Dies kann ich leider nicht ausfüllen."

 

"Guten Tag Frau Inkompetenz in Person, ja, warum können Sie den denn nicht ausfüllen? Der Kanton ZH braucht Ihre Bestätigung und hat mir schriftlich mitgeteilt, dass es ohne nicht geht."

 

"Ich erkläre Ihnen das kurz, Frau Pummelfee. Im Jahr 2011 waren Sie noch quellensteuerpflichtig. Im 2012 sind Sie dann nach XY gezogen. Sie müssen sich also dort melden, damit die das ausfüllen"

 

"Ja, es ist richtig, dass ich damals noch quellensteuerpflichtig war. Darüber braucht der Kanton die Bestätigung von Ihnen - für das Jahr 2011! Und da ich dann noch bei Ihnen wohnte, müssen Sie und nicht Gemeinde XY das Formular ausfüllen."

 

"Aber aufgrund der Quellensteuerpflicht kann ich Ihnen keine Bescheinigung geben!" (die Tonlage so nach dem Motto: ey du dicke Pummelfee.... bist du auch noch dumm???)

 

Zum Glück hatte ich mir vorher das Formular genau angesehen und wusste, dass die einzige Aufgabe für Frau Inkompetenz in Person darin bestand, ein Kreuz (oder einen Haken) an die Stelle zu setzen, an der steht: ...... "dass die oben genannte Person quellensteuerpflichtig ist." Also entschied ich mir, ihr das freundlicherweise mitzuteilen und damit ihren Job zu machen.

 

"Frau Inkompetenz in Person, auf dem Formular gibt es ein Feld, in dem steht, dass die Gesuchsstellerin noch quellensteuerpflichtig war. Dort müssen Sie ihr Kreuzchen machen und meine erfüllte Quellensteuerpflicht damit dem Kanton bestätigen."

 

(kurzes Stammeln) "Oh, äh, warten Sie bitte schnell....." (ich sehe vor meinem geistigen Auge, wie sie wahrscheinlich das erste Mal das Formular genauer ansieht und liest....)

 

"Frau Pummelfee? Ja, dann mach ich das und sende es Ihnen zurück. Ade."

 

Kürzeste Verabschiedung ever... Ob sie wohl peinlich berührt war???

 

Ganz ehrlich, jeder macht mal Fehler, aber ist es zuviel verlangt, dass die Dame ihren Job macht??

Und dazu zählt u.a. das Formular lesen... Schwierige Aufgabe ich weiss.... Aber zudem gehe ich mal davon aus, dass ich nicht die erste Person in der Schweiz bin, die die erleichterte Einbürgerung beantragt hat und damit auch dieses Formular nicht das erste Mal bei Frau Inkompetenz auf dem Schreibtisch liegt.... Ich kann mich täuschen...

 

Nur zur Sicherheit - hier auch noch mal für euch, die schwierige Aufgabe zum Anschauen.... 

Frau Inkompetenz muss ein Kreuz machen (bei der sogar fett gedruckten quellensteuerpflicht) und will mir erklären, dass es nicht möglich ist, das Formular auszufüllen.... Wer lesen kann ist besser dran!

 

 

 

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Auf der Zielgeraden

Ja, wir haben einen Zeitpunkt erreicht, an dem man ohne Übertreibung behaupten darf, dass wir uns auf der Zielgeraden befinden.... Offiziell noch drei Wochen bis zum errechneten Geburtstermin - und das nach allem Drama um eine evtl. Frühgeburt. Wir haben lange durchgehalten.

 

"Früher" hab ich Frauen, die sich in den letzten Wochen der Schwangerschaft befanden immer etwas belächelt, wenn sie Dinge sagten wie "jetzt wird's anstrengend" oder "ich mag nicht mehr" oder "das Baby darf jetzt gerne kommen" oder "bitte, kann es nicht schon vorbei sein" usw....

 

Heute denke ich anders und belächle niemanden mehr: Es ist genauso schlimm wie sie immer behaupten!! :D Denn jetzt sag ich:

Ich mag nicht mehr, das Baby kann gerne kommen, bitte kann es nicht schon vorbei sein denn jetzt wird's richtig anstrengend!!!

 

Ja, die Prinzessin ist grad ziemlich am Jammern, dem Ehemann bleibt da nur, vermehrt TombRaider zu spielen :D Aber ich hab's auch nicht einfach.. 

 

Seit einer gefühlten Ewigkeit sehe ich an mir herunter und ausser Bauch sehe ich gar nichts mehr... Und nun gegen Ende ist er wirklich immer im Weg (also der Bauch, nicht der Ehemann....)

Schuhe binden? Keine Chance! Im Bett umdrehen? Eine Disziplin des Leistungssports! Vernünftig am Tisch sitzen um zu Essen? Fällt aus wegen is heut nicht! Vom Sofa aufstehen? Nur in absoluten Notfällen!

 

Und als wenn der Bauch nicht schon genug Probleme macht, kommen noch nette Kleinigkeiten wie dicke Füsse dazu... Hallo? Ich seh sie zwar nicht mehr, aber ich fühle sie - immer dann wenn ich versuche, sie in meine Schuhe zu zwängen... Passt nicht mehr! 

 

Rückenschmerzen und Beckenaua muss wohl gar nicht weiter erklärt werden... Ich laufe seit kurzem wie eine Gazelle durch's Haus: Eine alte Gazelle, eine uralte. Mit Hüftschaden. Und gebrochenem Bein. Ohne Gleichgewichtssinn. Im Entengang und verkleidet wie ein Nashorn. Aber es geht nicht anders.

 

Auch nicht zu vergessen: die Schlaflosigkeit.... Ich krjaeä jlekjr erb der fixer lj fewrj aä klllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll ups,bin eingeschlafen und mein Kopf ist auf die Tastatur geknallt... Ja, gute Vorbereitung für Babyzeit, aber so krass wach wie ich jetzt kann kein Baby sein - echt nicht!

 

Und dann wäre da noch Sodbrennen - mein kleiner liebster neuer Freind. Noch nie im Leben hatte ich Probleme mit sowas komisch Ekligem. Und jetzt erwischt es mich voll. Ich wache nachts um 3h von dem Brennen im Hals auf weil irgendein Essen oder Reste davon versuchen, meine Speiseröhre wieder rauf zu klettern... Hey, Gemüse und Co: ich hab euch nicht zum Spass geschluckt - das war Absicht und ist nicht zum Rückgängig machen gedacht! 

 

Ja, ihr seht: heute gehöre ich eindeutig zu den Personen, die ich "früher" immer belächelt habe.

Dafür möchte ich mich offiziell entschuldigen!! Ihr habt gelitten, ich weiss das jetzt! Und so sehr man sich auf das Baby freut, so sehr nerven die Begleiterscheinungen der letzten Wochen.

 

Von mir aus kann das Baby jetzt kommen... Vor allem, nachdem ich laaaange gelegen bin um eine Frühgeburt zu verhindern und jetzt wieder "aktiv" (sofern ein fettes Nilpferd mit Gehbehinderung aktiv sein kann) bin und trotzdem nichts passiert. Ganz fair empfinde ich das grad nicht.

 

Ich darf mir gar nicht ausmalen was passiert, wenn die Geburt tatsächlich erst in 3 Wochen stattfindet oder - oh du meine Güte - ich am Ende noch übertrage!!! Kann mein Körper das tatsächlich aushalten?

Gab es nicht schon Fälle von geplatzten dicken Wasserfüssen? Oder Durchdrehen wegen Schlafmangels in der Schwangerschaft? Drei weitere Wochen Sodbrennen und meine Speiseröhre ist vermutlich aufgelöst.... Bilder in meinem Kopf...

 

Wie auch immer: Bis zu Geburt werde ich weiter Jammern und den einzigartigsten Ehemann etwas in den Wahnsinn treiben (soll ihm ja nicht besser gehen als mir) Auch sollte ich mir noch schnell eine neue Waage zulegen. Die Alte "spinnt" seit kurzem etwas. Immer wenn ich drauf stehe, bittet sie mich, die Waage nur einzeln zu betreten und nicht in Gruppen von 10 Personen... tstststs...

Und dann bleibt nur warten und hoffen, dass mein alter, geschundener Prinzessinnen-Körper die letzte Zeit auch noch mitmacht...

 

Ihr werdet es erfahren! :D

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CH-Pass zum Dritten

Ich hab die Einbürgerung in der Schweiz beantragt - das habt ihr gelesen. Ich hab viel Geld und jeweils Porto extra zahlen müssen - das habt ihr auch gelesen. Aber wie es nach meinem Antrag weiterging, das lest ihr jetzt.

 

Eigentlich dachte ich, dass im nächsten Schritt irgendwann die Klingel läutet und die Polizei überprüft, ob der Ehemann und ich eine Prinzessinnen-Scheinehe führen.

Es gibt allerdings noch einen kleinen Zwischenschritt: Damit man weiss, dass die Unterlagen auch wirklich eingetroffen sind, bekommt der oder die Antragstellerin ein kurzes Info-Schreiben. Da steht drin, das das Gesuch um Einbürgerung eingegangen ist, bearbeitet wird und man doch bitte abwartet. Bei Fragen wird gebeten keinen telefonischen Kontakt, sondern ausschliesslich auf dem schriftlichen Weg Kontakt aufzunehmen. Und natürlich ist dann auch "nur" Fax und Postadresse, aber keine Telnr. angegeben.

Ich erhielt also diese Schreiben, öffnete dazu den Brief und zog den Inhalt heraus. Ich las die erste Seite, da ich aber merkte, dass noch weitere Seiten angehängt waren, legte ich diese weg, um die zweite Seite zu lesen.

Zu meinem Erstaunen war es komplett der gleiche Inhalt. Ich legte die zweite Seite weg und las die Dritte, die ebenfalls wieder den komplett gleichen Inhalt enthielt um zum Schluss auch noch - oh Wunder, was kommt jetzt - die vierte Seite mit gleichem Inhalt zu lesen.

 

Ich hatte vier Mal das gleiche Schreiben bekommen??? Hmm, ich schaute genauer hin - und siehe da: war nur fast komplett das gleiche Schreiben... Es gab einen wichtigen Unterschied - wollt ihr raten??

 

Kommt man gar nicht so leicht drauf. Der Unterschied von allen vier Schreiben lag in der Empfängeradresse. Ja ihr lest richtig.

 

Ich,  Prinzessin Pummelfee, hatte die Bestätigung für mein Einbürgerungsgesuch bekommen und gleichzeitig hatte eine Trantüte aus dem Büro dort mir die Bestätigungen für drei weitere Personen aus der Schweiz mitgeschickt. Datenschutz??? Kennen die nicht ;-)

 

Ich überlegte, ob es Absicht war und mir damit vielleicht was gesagt werden sollte... Und dann kam mir die Idee: Da ich ja für jedes Dokument bisher an jede einzelne Behörde zusätzlich zu den überteuerten DIN A4 - Preisen auch noch das Porto zahlen musste, wollten die sicher weiter sparen und hatten sich überlegt, dass ich (voll im Rhythmus) gleich die drei anderen Bestätigungen weiterschicken konnte.... Porto zahlen war ich jetzt ja gewohnt und so würde es mir sicher nichts ausmachen. Immerhin will ich ja den Schweizer Pass - dann kann ich auch was für die finanzielle Lage der Eidgenossenschaft tun, oder??

 

Ok, ich gebe zu, etwas ungewöhnlich, aber warum in aller Welt sollte man mir sonst diese Schreiben schicken?

Ich war echt erstaunt über diesen nicht ganz geringen Fehler und stand mit dem einzigartigsten Ehemann in der Küche um zu überlegen, wie sowas passieren kann. Ich mein, die Person, die die Info-Schreiben an die betreffenden Personen schickt, macht das ja sicher nicht erst seit gestern. Die muss doch gemerkt haben, dass statt einem Blatt Papier (wie gewohnt) grad mehrere in der Hand liegen und dann auch in den Umschlag gesteckt werden....?

 

Wir überlegten weiter, welche "Konsequenzen" das Ganze haben könnte... Ich mein, nur mal angenommen (und wir gingen davon aus) es war ein Versehen und keine Porto-Spar-Taktik, dann wüsste ja niemand ausser uns, dass wir die Schreiben von den anderen Personen hätten. Das öffnet Türen, die für so anders denkende Gehirne wie das vom Ehemann und mir nicht immer rechtlich ok sind.... :D

 

Wir überlegten z.B. was wohl mit dem Einbürgerungsbegehren passiert, wenn wir plötzlich im Namen der anderen Personen Käufe tätigten und die Rechnungen nicht zahlten?

Oder was wären, wenn wir sie anriefen, uns für das SEM ausgeben und Ihnen mitteilen, dass ihr Antrag auf Einbürgerung leider abgelehnt sei und sie sich doch bitte um die Rückreise in ihres Herkunftsland bemühen möchten...

Der Ehemann könnte mich schlagen und ich gebe dann bei der Polizei Name und Adresse einer der Pass-Willigen als Täter an... Ob die mit ner Vorstrafe noch eingebürgert werden?? Und eine Person wohnt nur 5 Autominuten von hier entfernt...

Eine andere Idee war, dass wir von den drei Adressen einen Mann und eine Frau anschwärzen und ihnen beiden eine Affäre unterstellen könnten, um zu "beweisen", dass sie jeweils eine Scheinehe mit den Angetrauten führten... wie gesagt, wohnen wir vier Antragsteller gar nicht so weit auseinander....

 

Ich sag euch, wir hatten eine lustige Zeit dabei, uns auszumalen, was wir mit diesen sensiblen Daten bezüglich dieses sensiblen Themas alles anstellen könnten.... 

 

Nachdem wir uns etwas beruhigt hatten und der Ehemann mich überzeugen konnte, nicht gleich Nägel mit Köpfen zu machen, überlegte ich, was ich jetzt tun sollte...

 

Eigentlich würde ich in so einem Fall anrufen, den Fehler mitteilen und mich über das weitere Vorgehen informieren. Da ja aber keine Telefonnummer vom Amt zu finden war (ich suchte auch noch im Netz) wegen "nur schriftlich Kontakt" hätte man jetzt ja ganz einfach sagen können: Falsch zugestellte Info-Briefe in einen Umschlag und ab ans SEM schicken.....

ABER: Dann hätte ich ja erneut Porto zahlen müssen!!!! Und das für etwas, an dem ich ausnahmsweise nicht Schuld bin... pfft, Leute, bei aller Liebe, aber nicht mit mir!! Ich mein überlegt mal: Ein Franken Porto kann ich auch super in Schokolade investieren und das ist mir nunmal lieber.

 

Also fragte ich den Ehemann, ob er es sehr deutsch und pingelig findet, wenn ich diesmal ausnahmsweise nicht bereit bin, das Porto zu zahlen.

Wie es sich für einen guten Ehemann gehört, stimmt er mir zu.

 

Also machte ich, frech wie ich bin, folgendes: Ich suchte mir das Kontaktformular im Internet raus (ist ja schriftlich und nicht telefonisch....) und schrieb den Damen und Herren, dass ihnen bei der Zusendung der Bestätigung ein Fehler unterlaufen ist und dass ich statt nur meinem Schreiben drei weitere Schreiben für andere Personen erhalten hätte.

Ich wäre gerne bereit, diese drei Schreiben direkt an die betroffenen Personen weiter zu leiten, bitte in dem Fall aber um die Zusendung von drei frankierten Briefumschlägen. Auch sende ich die drei Schreiben gerne wieder zurück ans Amt, bitte in dem Fall um Zusendung von einem frankierten Briefumschlag.

 

Ja, sooooo pingelig und frech war ist tatsächlich.

Ich hinterliess meine Mailadresse (diegeizigePummelfee@Schloss.xy) und recht schnell bekam ich eine Antwort.

Darin entschuldigte sich die schreibende Person für die Unannehmlichkeiten und erklärte mir, gerne ein frankiertes Couvert zukommen zu lassen, damit ich die falschen Schreiben zurück schicken kann....

 

Und tatsächlich: Prinzessin Pummelfee aka die geizige Nuss, hat den Porto-Kampf gewonnen und erhielt heute einen frankierten Umschlag :D :D :D

 

Ja, ihr dürft mich für so ein kindisches Verhalten auslachen und verpönen, aber ich hab mich echt über die Kleinkariertheit bei den Ämtern geärgert... Für ein Blatt Papier, das ausgedruckt wird, 40,- Franken zu verlangen und dann noch das Porto extra abzurechnen find ich echt bescheuert - vor allem weil ich nicht nur einmal etwas brauchte....

 

Und wenn dann so ein Amt einen Fehler macht, dann bin ich gern mal albern und kindisch und sende die Unterlagen, die gar nicht mir gehören, gerne zurück - sofern ich das Porto erhalte ;-)

 

Jetzt sind wir gespannt, ob ich mir damit den CH-Pass verspielt habe... :D Aber irgendwie wäre es das sogar wert gewesen :D

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CH-PASS ZUM ZWEITEN

Nachdem ich ja schon meinen kleinen Frust bezüglich der Extrakosten und des unnötigen Aufwands beim Besorgen der nötigen Unterlagen hier abgelassen habe, kommt heute etwas, über das ich mich doch sehr amüsiert habe....

 

Neben dem "Hauptantrags-Formular" gibt es bei den mitgesendeten Formularen ein Blatt, auf dem der/die AntragstellerIn und der schweizer Ehepartner unterschreiben müssen, dass sie bestätigen, keine Scheinehe zu führen....

 

Echt jetzt??? Also klar, Scheinehen sind Realität und dürfen von mir aus auch gerne geahndet und verfolgt werden. Auch Vorbeugen gehört dazu. Aber, im Ernst, bringt es tatsächlich etwas, die beiden Ehepartner durch ihre Unterschrift bestätigen zu lassen, dass die bestehende Ehe keine Scheinehe ist??

 

Wer würde denn ernsthaft (im Fall einer tatsächlichen Scheinehe) zugeben, dass es sich um eben solche handelt? 

Viele Menschen vor mir haben bereits dieses Prozedere durch und dabei wird auch die eine oder andere Scheinehe gewesen sein... Komisch, die haben das gar nicht auf dem Blatt vermerkt?!?

 

Ich musste jedenfalls sehr schmunzeln und hab mich erneut gefragt, wer sich solche Dinge ausdenkt und dafür evtl. noch Geld kassiert. In meinen Augen ist dies ein weiteres Detail unseres Lebens hier auf der Erde, dass ausser Geldverschwendung, Ressourcenverschwendung und unnützem administrativen Aufwand nicht wirklich viel bringt... Und dann wären da erneut die verschwendeten Bäume mit Tinte drauf für diese Blätter Papier plus die Tatsache, dass sie alle irgendwo gelagert werden müssen....

 

Ich sehe Potenzial für weitere Bereich ausser der Pass-Politik: Wäre es nicht sinnvoll, demnächst Politiker unterschreiben zu lassen, dass ihr Lebenslauf nicht gefälscht ist, sie tatsächlich Abitur haben und die Doktorarbeit auch selbst geschrieben wurde?

FC-Bayernpräsidenten und andere Leute aus dem Fussball/FIFA könnten unterschreiben, dass sie in ihrem Amt nicht vorhaben Steuern zu hinterziehen.

Auch Ärzte täten vielleicht gut daran, schriftlich zu hinterlegen, dass sie keine unnötigen, überteuerten Medikamente verschreiben werden und nur Therapien verschreiben/anbieten, die wirklich nötig sind und Sinn machen. 

 

Wie auch immer: Der einzigartigste Ehemann und die Prinzessin haben unterschrieben, dass wir keine Scheinehe führen (und nur nochmal zum Klarstellen: wir haben damit nicht gelogen :)) und ich bin jetzt gespannt wie es weiter geht....

Wenn ich richtig informiert bin, wird demnächst dann unangekündigt irgendwann die Polizei bei uns klingeln, um vor Ort zu überprüfen, ob wir tatsächlich keine Scheinehe führen.... Da frage ich mich wirklich warum das noch nötig ist: Wir haben das doch schon schriftlich bestätigt!! Glaubt ihr uns etwa nicht?

 

Ihr werdet hören, wie es weitergeht ;-) 

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Rezept für neue Loungekissen

Man kennt das ja: Mann und Frau leben zusammen. Mann wäre für immer glücklich so wie es ist. Frau sieht in regelmässigen Abständen (die Intervalle dafür variieren sehr individuell) Dinge, die im Leben, Haushalt, Kleidern usw. verändert, neugekauft und/oder ergänzt werden müssen.

 

Wie genau das bei allen abläuft kann unterschiedlich sein und ja, mir ist durchaus bewusst, dass es Paare/Familien gibt, bei denen es auch ganz anders läuft, aber häufig ist es ähnlich wie dies:

Frau: "Oh, Schatz, unsere Gläser haben schon erste Gebrauchsspuren und sind ja nun auch nicht mehr die Neuesten. Gehen wir am Weekend welche kaufen?" (mit den Augen blinzeln und sexy zwinkern)

Mann: "Wieso? Man kann ja noch draus trinken. Brauchen keine Neuen!"

 

Frau: "Du Schatz, ich hab beim Einkaufen gesehen, dass es bei XY gerade Vorhänge/Geschirr/Bettwäsche..... im Angebot gibt. Unsere sind doch schon sooooo alt. Die haben wir damals zur Hochzeit bekommen. Wäre es nicht schön, wir würden uns mal neue zulegen?"

Mann. "Nein, ist doch alles nicht kaputt und noch gut nutzbar."

 

Ihr wisst was ich meine...

Bei uns im Pummelfee-Schloss gibt es ähnliche Diskussionen.... Recht aktuell war das Thema Loungekissen, die durch neue ersetzt werden müssen. Da aber der Sommer jetzt bald vorbei ist, war die Prinzessin grundsätzlich damit einverstanden, dass es im nächsten Frühjahr soweit für den Kauf ist, aber manchmal kommt es anders - und nein, da konnte ich wirklich nichts dafür.... Echt fast nicht!

 

Deswegen hier das Rezept für neue Loungekissen per sofort:

Ihr braucht:

- Eine Lounge, die im Sommer nicht abgedeckt ist

- Alte Kissen

- Einen Mann zum diskutieren

- einen unbewachten Garten, durch den nachts Tiere laufen

- einen Internetanschluss

und eine gewisse schusselige Art, denn sonst glaubt man euch am Ende nicht, dass es ein "Unfall" war.

 

Und jetzt mischt ihr alles in der richtigen Dosis und Reihenfolge:

 

1. Ihr diskutiert mit dem Mann, dass die Kissen für die Lounge ersetzt werden müssen. Er sieht es vielleicht nicht so und ist mit den alten zufrieden. Ihr bringt verschiedene Argumente (z.B. Bezüge nicht abnehmbar aber dreckig, helle Farbe mit zukünftigen Baby nicht vereinbar, zu dünn und unbequem usw...) Weil er ein Mann ist und ihr pädagogisch wertvoll mit ihm redet und so tut als sei es am Ende irgendwie seine wunderbare Idee gewesen, stimmt er schlussendlich zu, dass im nächsten Frühling neue gekauft werden.

 

2. Ihr überlegt euch, ob ihr solange warten wollt....

 

3. Ihr wartet ein paar Tage. Genau genommen so lange, bis eines Nachts ein Tier durch euren Garten geschlichen ist und unbemerkt von allen sein Kot-Häufchen auf eure nicht abgedeckte Lounge gesetzt hat. Ihr schaut an dem Morgen nicht aus dem Fenster auf die Lounge.

 

4. Ihr freut euch über das schöne Wetter, holt die Loungekissen und wie jeden Morgen legt ihr sie auf die Lounge. Dabei nur nicht allzu genau auf die Sitzfläche der Lounge sehen, am besten gen Himmel starren während ihr die Kissen ablegt.

 

5. Ihr verbringt einen gemütlichen Tag im Garten auf der Lounge.

 

6. Es ist Abend und ihr räumt die Kissen wieder weg. Bei den Sitzkissen, die ihr anhebt seht ihr dabei plötzlich, dass etwas ekliges, braunes, zerquetschtes unten dran klebt....

 

7. Ihr überlegt kurz, ob ihr Schokolade draussen hattet - ja auf der Unterseite - ..... hm, nein.....

 

8. Ihr ruft voll Ekel nach dem Mann um Hilfe.....

 

9. Ihr stellt fest, dass die Kissen nicht mehr zu retten sind...


Und so bestellte ich am nächsten Tag neue Loungekissen, die am übernächsten Tag schon geliefert wurden und sitze jetzt gerade auf dieser Lounge mit dem Compi auf den Beinen ;-)

 

Wäre ich im Alltag nicht ständig so schusselig und würden mir nicht öfter solche "speziellen" Dinge passieren, hätte ich evtl. Probleme beim Erklären bekommen, warum ich einen fetten Kothaufen einfach so übersehen kann - aber weil ich eben so bin wie ich bin, hat es niemand in Frage gestellt und es war ganz klar, dass die Schussel-Art von Pummelfee schuld daran ist ;-) 

 

Zubereitungszeit komplett (inkl. Diskussion, Einkoten lassen und bestellen) ca 1 Woche :D

 

Allerdings: Wichtig zu beachten - zukünftig IMMER vorher auf die Sitzfläche schauen und abchecken, ob kein Tier drauf gemacht hat!!! Sonst wird's neben "teuer" auch unrealistisch, dass sowas zweimal in einer Woche passiert ( bei uns hatte tatsächlich in der gleichen Woche erneut ein Tier auf die Lounge gemacht....) :D

 

2 Kommentare

CH-PAss zum Ersten

Sodele, da ich gerade viel Zeit habe und sich ausnahmsweise etwas in meinem Leben tut, gibt es hier erneut einen kleinen Beitrag.

Die Prinzessin hat entschieden, dass sie multikulturell ist und dies auch irgendwie zeigen oder deutlich machen muss. Ausserdem will sie den einzigartigsten Ehemann mal wieder in irgendwas übertreffen, was nicht nur mit Gewichtszunahme zu tun hat...

Also ist die Entscheidung gefallen, dass ein zweiter Pass beantragt wird. 

Den Deutschen habe ich ja sowieso und den wird mir sobald wohl auch niemand wegnehmen (vorausgesetzt es bleibt für immer ein Geheimnis, wer meine wahre Familie ist.... ;-))

 

Nachdem ich nun schon seit 11,5 Jahren in der Schweiz herrsche und mein lieber Ehemann nur über einen Pass verfügt, habe ich also beschlossen, dass ich zukünftig zwei Pässe möchte. Mein D-Pass soll mit dem CH-Pass ergänzt werden.

Farblich passen die Zwei zwar gar nicht zusammen sondern beissen sich eher, aber durch meine Ehe weiss ich, dass Dinge, die sich manchmal "beissen", trotzdem auch ganz gut passen können ;-)

 

Neben dem Grund, dass ich dann meinen Mann auslachen kann, weil er nur einen Pass hat und ich ihn als "Ausländer" betiteln darf, sobald wir die deutsche Grenze überfahren haben, er mich aber auf dem Rückweg dann nicht mehr so betiteln darf, gibt es den weiteren Vorteil, dass ich dann endlich auch mal politisch in der CH mitreden darf.

Im Gegensatz zu Deutschland hat die Schweiz ja den Vorteil, dass das Volk tatsächlich noch seine Meinung kund tun darf und dies Auswirkungen hat. Und da möchte ich mitmischen. Bisher musste ich mir jedes Mal bei Abstimmungen eine neue Schandtat überlegen, wie ich es schaffe, die Wahlunterlagen meines Ehemannes ausfüllen zu können, bevor er die falschen Kreuze macht.... Da gab es dann halt mal KO-Tropfen ins Essen, ein neues Türschloss, angekündigte sexuelle Aktivitäten im oberen Stockwerk die dann mit Eingesperrtsein im Schlafzimmer endeten oder einen fingierten Ehekrach bei dem er ausziehen musste, damit ich die Wahlunterlagen für mich hatte...

 

Da es ja aber so nicht weiter gehen kann, möchte ich nun auf meinen eigenen Unterlagen die richtigen Kreuze machen. Also muss eine Einbürgerung her.

 

Folgender Satz berechtigt mich momentan dazu:

"Ausländische Ehepartner von Schweizerinnen oder Schweizern, die seit einem Jahr in der Schweiz wohnen, können die erleichterte Einbürgerung nach einer dreijährigen Ehedauer beantragen, sofern sie insgesamt fünf Jahre in der Schweiz gewohnt haben."

 

Und so kommt es, dass ich momentan in diesem Prozedere stecke.

Was durfte ich ziemlich als aller Erstes lernen: Wenn du den Pass willst, brauchst du neben dem Mann auch etwas Geld.

Es war mir klar, dass die ganze Sache nicht gratis ist, aber dass der Spass einige viele Hundert Franken kostet hat mich dann im ersten Moment doch erstaunt...

Aber: den einzigartigsten Ehemann alleinig als "Ausländer" in D betiteln zu dürfen ist es mir wert.

 

Womit ich nicht sofort gerechnet hatte, waren die kleinen Extrakosten, über die ich mich heute eigentlich aufregen möchte....

Neben dem Antrag, den ich ausfüllen muss, gibt es ein paar Unterlagen, die beizulegen sind. Dazu zählen z.B. ein Familienausweis und die Wohnsitzbescheinigung der letzen fünf Jahre.

Den Familienausweis musste ich im Geburtsort meines Mannes beantragen - und ja die Zustellung dieses DIN A 4 Blattes kostet 40,- Franken. Ist so ein Stück ehemaliger Baum mit Tinte drauf durchaus wert...

 

Bei der Wohnsitzbescheinigung hatte ich mir dann überlegt, kann es ja nicht so aufwendig sein. Ich ruf kurz auf meiner jetzigen Wohnsitzgemeinde an und bitte um die Zustellung meiner Wohnorte der letzten fünf Jahre (durch zwei Umzüge in der Zeit sind es in meinem Fall 3 verschiedene Wohngemeinden)

Die Dame am Telefon bestätigte mir dann auch sofort, dass sie mir die Bescheinigung für den jetzigen Wohnort seit dem Zuzug gerne bestätigen kann, dass ich für die Wohnorte davor aber jeweils auf der zuständigen Gemeinde anrufen muss. 

Sie teilte mir mit, welche beiden das waren (vielleicht hatte ich ja vergessen, wo ich vorher schon überall gewohnt habe)

Auf meine Nachfrage, warum sie nicht alle Wohnorte auf einem Blatt auflisten kann - vor allem wenn sie diese vor sich sieht - erhielt ich nur die Info, dass das nicht ihre "Zuständigkeit" sei...

 

Was für ein Blödsinn! Ich brauch nen Zettel, wo drauf steht, wo ich die letzten fünf Jahre Wohnt habe.. Das sind konkret 3 Zeilen:

von dann bis dann in xxxx

von dann bis dann in xxxx

seit dann in xxx

Und das kann sie nicht schnell erledigen, sondern darf nur den letzten Satz für mich tippen, ausdrucken und schicken????

Aber ok, ich will den CH-Pass, also halte ich mich an die Gesetze, auch wenn ich das nicht ganz verstehe.... Sie verspricht mir also, den ehemaligen Baum mit Tinte in DIN A4 Format sofort zu schicken - allerdings kostest dies 20,- CHF plus 1,- CHF Porto....

Klar, Pummelfee, nicht aufregen... DU wolltest ja den Pass...

Da mir in dem Moment klar wurde, dass auch die anderen Gemeinden jeweils für Baum und Tinte Geld wollen würden, machte mich das gewissermassen "unruhig" ok, sauer...!

Zumindest in meiner Wohngemeinde hätte diese Leistung gratis erwartet - immerhin zahle ich (auch ohne Pass) meine Steuern, die sicher auch diesen Teil mit abdecken.... Aber egal.

 

Anschliessend rief ich also die anderen beiden Wohngemeinden an, bei denen es ähnlich lief: jede für sich würde mir gerne die Bestätigung schicken - bei Gemeinde A kostet es 20,- CHF (das Porto ist gratis) bei Gemeinde B kostet es 30,- CHF (keine Ahnung ob die für ihr Papier Teak-Bäume nehmen....)

 

So kamen also schnell nochmal 100,- CHF zusammen für vier Stück Papier mit Infos drauf, die man auf zwei Stück Papier (Familienausweis und Wohnbestätigung) hätte machen können....

 

Soweit zum Thema CH-Pass und Wohnsitzbescheinigung... Es folgen dann noch andere Themen zu der ganzen Pass-Sache ;-)

 

 

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Meldung vom Krankenbett

Ok, Krankenbett ist etwas übertrieben, denn "krank" bin ich jetzt ja wirklich nicht.

 

Allerdings: an meiner Situation seit dem letzten Beitrag vor ziemlich genau einem Monat hat sich auch noch nichts verändert... Ich besetze nach wie vor das Bett oder Sofa - und ja bei diesem tollen Wetter auch die Lounge und übe mich geduldig im Liegen und der körperlichen Schonung.

Und auch nach dieser für mich schon langen Zeit ist bei meiner Gebärmutter immer noch nicht angekommen, dass wir durchaus noch Zeit bis zur Geburt hätten.... 

Aktueller Stand der Dinge ist: Es tritt leider keine Verbesserung ein, sondern ist eher schlechter geworden, aber nach wie vor darf ich zu Hause liegen und mich schonen und muss nicht auf so einer trostlosen Krankenstation liegen. Das macht die ganze Situation viel erträglicher ;-) Vor allem bei dem tollen Wetter.... 

Da sieht meine Schonung dann übrigens so aus...:

Bester Eiskaffee ever :D
Bester Eiskaffee ever :D

Bis zum Geburtstermin sind es eigentlich noch ca 9 Wochen und momentan sieht es so aus, dass ich die gesamte Zeit werde liegen dürfen. Aber es ist ja für einen guten Zweck und ich muss gestehen - ich komme besser damit zurecht als gedacht. Die Tage werden mir nicht zu lang, ich entdecke tolle Bücher aus der Bibliothek des einzigartigsten Ehemannes und freue mich über Freunde, die mich regelmässig besuchen und unterhalten ;-)

 

Ausserdem bringt so eine Erfahrung auch einige tolle, lustige Erlebnisse in der Ehe mit sich....

Da der Haushalt für mich momentan tabu ist, muss der einzigartigste Ehemann hinhalten... Nach den anfänglichen Schwierigkeiten (Pummelfee: "du siehst doch was zu tun ist - alles was dreckig ist - und sonst weisst du doch, was in so einem Haushalt alles erledigt werden muss, also mach es bitte" und Ehemann so: "nein, ich weiss das nicht, ich brauche eine To-Do-Liste, und seh das auch nicht....") und verschiedenen Versuchen, die nicht gerade geglückt sind, endeten wir wirklich mit einer wöchentlichen To-Do-Liste für den Ehemann, die er nun nach getaner Arbeit abhaken kann.

 

Unter anderem stand für letzte Woche drauf, dass die Böden feucht aufgenommen werden müssen. Ich hatte dazu erklärt, dass es wirklich nötig ist und ich die Flecken - vor allem im WC - nicht mehr am Boden sehen kann und möchte.

Also machte sich der fleissige Ehemann dran, feucht aufzunehmen. Bei der Mischung Wasser+Putzmittel und auch bei der Auswahl welches Mittel dafür geeignet ist, half ich ihm gerne und liess ihn dann völlig unkontrolliert walten.

Am Ende hakte er die Aufgaben auf der To-Do-List happy ab und ich ging happy ins Bad. Dort angekommen sah ich sofort, dass er wirklich feucht aufgenommen hatte: allerdings nicht am strahlenden Glanz, sondern an den Flecken, die sich etwas vertausendfacht hatten.... 

Dem lieben Mann hat niemand erklärt, dass es beim Feucht aufnehmen dazugehört, den Mop vor dem Aufnehmen auszuwringen und so hat er dies nicht unbedingt sehr stark gemacht. Übrig blieb ein halber See auf dem Boden, der natürlich tausende Wasserflecken hinterliess.. ;-)

Immerhin konnte ich darüber lachen - in dem Wissen, dass der Boden sauber ist, auch wenn er nicht so aussieht.

Den zweiten Lacher bekam ich dann im unteren Badezimmer. Als ich da so rumsitz, fällt mir auf, dass dieser Boden zwar auch (noch) Flecken hat, allerdings keine Wasserflecken, sondern die Dreckflecken von vorher.... Auf der Liste war aber doch das Bad als "erledigt" abgehakt....

Das kontrollsüchtige Weib also sofort zum völlig erschöpften Ehemann "Duuuu, Schatzzzz, hast du wirklich alles gemacht was du abgehakt hast???"

Er ziemlich verdattert aber eigentlich sicher "Ähmm, ja denk schon" Es stellte sich dann raus, dass er falsch gedacht und das untere Bad tatsächlich vergessen hatte.... Trotz To-Do-Liste... Was soll Frau dazu sagen?

Ich mein, im Ernst, wir erledigen die Aufgaben schnell, sauber und ohne Liste und Mann hat schon Schwierigkeiten nach Anleitung...

Aber ich hatte meinen Spass und es lässt mich auch heute noch "interessante" Seiten an meinem Mann entdecken :D

Ebenfalls interessant sind manche Reaktionen auf Dinge, die er völlig überflüssig findet oder "überrascht" ist, dass sowas auch im Haushalt zu tun ist.. Als würden sich gewisse Dinge von selbst erledigen :D

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Fertig Ferien

Auch wenn die einen oder anderen noch voll im Urlaubsmodus sind, gehen wir hier schon wieder dem Ende der Schulferien und damit meiner arbeitsfreien Zeit entgegen. Es ist unglaublich, wie schnell die fünf Wochen Sommerpause vorbei gegangen sind... Dass ich trotzdem nächste Woche nicht arbeiten werde hat andere Gründe, die später noch erwähnt werden. 

Der einzigartigste Ehemann ist natürlich schon wieder voll angekommen und arbeitet seit dieser Woche wieder - der Ärmste....

Aber: wir durften tolle Ferien haben und das ist ja entscheidend... meine Freunde und Familie wiedersehen, schöne Tage in Österreich und eine tolle Woche im Berner Oberland haben uns diese Wochen versüsst und Entspannung vom Alltag gebracht. Genial war das tolle Wetter, das wir haben durften! Sonne, Wärme und wenn Regen, dann abends/nachts - genauso wie es sein soll ;-)

 

Etwas "speziell" war für mich die jährliche Wanderwoche der königlichen Kernfamilie. Auf Grund meiner "besonderen Umstände" bin ich nicht mehr auf die Wanderungen mitgegangen, sondern habe mir Spaziergänge Wanderungen für Schwangere rausgesucht. (ja, ich kenn die Videos und Berichte von den Frauen, die auch im 9. Monat noch ihr Fitness machen, Bauchmuskeltraining, Joggen und Hardcorewandern, aber: ich bin die Pummelfee - und im Moment lockt mich nicht mal Schoki zu ausserordentlichen Leistungserbringungen)

D.h. während die Anderen sich in die Höhen wagten, beschwerliche Wege besiegten und grosse Höhenunterschiede meisterten, ohne das ein Krankenwagen gerufen werden musste, schaute ich mich auf den Rollstuhl- und Kinderwagengerechten Wegen um.... Genau, alles flach ohne Steigung, viel geteert und am besten noch ein Restaurant und WC für Pausen.... Wandern nach meinem Geschmack. ;-) Und erstaunlich aber wahr: auch dort gab es nette Aussicht und schöne Wege. (evtl. mit Hilfe von Gondelbahnen ;-))

Zur Belohnung auch mal Eiskaffee und Eiscreme :D

Das der einzigartigste Ehemann deutlich sportlicher war als ich, beweist dieses Foto... einen Tag kamen die harten Wanderer zurück und sowohl mein Mann als auch mein Schwager hatten sich die Wanderschuhe kaputt gelaufen.... der einzigartigste Ehemann beteuerte, dass die sich lösende Sohle schon noch etwas halten würde und zog die Schuhe am nächsten Tag erneut an.... tja, er hatte Unrecht: Die Sohle hielt nicht... Aber: die Schuhe wurden sehr lange und auf strapaziösen Touren gebraucht, deshalb ist ihr Ausscheiden absolut ok...

Zurück im heimatlichen Schloss, holte uns sofort der Alltag ein und trug dazu bei, dass ich meine nächste Schusselaktion startete...

Wir hatten den Geschirrspüler gefüllt und laufen lassen. Das Geschirr kam aber sehr belegt heraus. Also füllten wir Salz, Klarspüler auf und liessen es erneut laufen. Es sah schlimmer aus als beim ersten Mal. Kurz überlegt und gedacht: gut, erstmal mit Maschinenreiniger alles säubern und dann das Geschirr rein... Gesagt getan - und nach dem dritten Waschgang sah es erneut schlimmer aus....

Es blieb uns nichts anderes übrig, als alles per Hand zu waschen.... Wäre ja ok gewesen, aber die Rückstände auf dem Geschirr liessen sich mit dem normalen Spülmittel nicht lösen.... Prinzessin (inzwischen mehr als sehr genervt) also kurz überlegt und sich auf die grandiose Idee eines Essigabwasches für das Geschirr eingelassen. Gute Idee für das Geschirr: denn es wurde tatsächlich sauber und alle Rückstände liessen sich lösen.

Aber: schlechte Idee für die ungeschützte Hände im puren Essig..... 

Meine Haut veränderte sich die nächsten Tage, sah "nass" aus, begann zu spannen und ja, dann löste sich die äussere Hautschicht langsam und fühlte sich schrecklich trocken an. Creme und Intensivpflege half nicht wirklich.... drei Tage... und nun wird's langsam besser, da die kaputte Schicht langsam abfällt und darunter wieder heile Haut ist.... irgendwie typisch für die Prinzessin... Da fragt man sich, wofür man Hausangestellt hat tststs.

Nun ist es fast schon wieder gut, sieht aber doch immer noch so aus:

So, und zum Schluss jetzt noch die nicht ganz so tolle Nachricht, warum ich meine Sommerferien ungewollt in die Länge ziehe....

Obwohl wir ja noch einige Wochen Zeit haben, bis das kleine Thronfolgerkind unser Leben bereichern soll, hatte ich bereits erste Wehen, die auf den Muttermund gewirkt und diesen leicht geöffnet haben...

Da hilft momentan nur eines: Liegen und schonen, Magnesium und hoffen, dass es nicht weitergeht. Und genau das tue ich jetzt....

Statt Vorbereitung auf den Schulalltag, wechsel ich morgens das Bett mit dem Sofa, stelle den TV an und ertrage das Hartz IV Programm so lange, bis mein Gehirn streikt. Anschliessend greife ich zu einem Buch, bis meine Augen streiken und das Gehirn sich soweit erholt hat, die nächsten Hartz IV Sendungen zu sehen.... ja, der Kreislauf meines momentanen Asi-Lebens....

Es ist ja nicht so, dass ich gar keine Erfahrung damit hätte (nach meinen OP's war es ja ähnlich) aber es erstaunt immer wieder, dass es eher schlimmer als besser wird..... 

Und dann tauchen Fragen auf... Wie kann man das ernsthaft freiwillig machen? Wie kann man Hart IV und das dazugehörige Leben mit TV-Scheiss-Sendungen einer echten Arbeit vorziehen?? 

Ich werde es nie verstehen. Das Gute: ich weiss, meine Hartz IV-Zeit wird definitiv in absehbarer Zeit ein Ende haben - und dann muss ich mir den Kram nicht mehr allein ansehen, sondern darf das Thronfolgerkind in das wahre Leben einweihen ;-)

In dem Sinn: Macht was aus eurem Tag und verblödet nicht vor der Kiste wie ich ;-)

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Grüss gott

Diese zwei Worte haben wir die letzte Woche sehr häufig gehört. Ich hätte am liebsten immer gleich geantwortet: "Ja, werd ich machen, sobald ich ihn treffe", aber das wäre wohl doch etwas unhöflich gewesen.

Wir waren nämlich letzte Woche in Österreich im Urlaub. Und da ist es nunmal das deutsche "Moin" oder das Schweizer "Grüezi" - das wird nicht mit einer dummen Antwort kommentiert.

 

Dem einzigartigsten Ehemann und mir hatten zwar ursprünglich auch ganz andere Urlaubsziele vorgeschwebt, aber nach der Nachricht über die "anderen Umstände" planten wir um und raus kam die einfache Variante: eine Woche Tirol und anschliessend eine Woche Schweiz :D

 

Nun sind wir heute zu Hause bevor es morgen weitergeht in die Weltstadt Saanenmöser..... Wer hat noch nicht davon gehört??

Aber was haben wir aus Österreich mitgenommen, ausser der Begrüssung Gottes?

 

Erstmal: Tolles Wetter während unserer Zeit. Dann ein wunderbares Hotel in Hinterthiersee, dass voll gepunktet hat und natürlich viel Selbsterkenntnis (bei mir).

Fehlen darf dann auch nicht die tolle Natur und die Feststellung, dass Tirol (zumindest der Teil, den wir gesehen haben) voll inmitten vom Gebirge liegt... Für Urlaub super, zum Wohnen wäre es mir zu "eng" (klar, bin ich doch Schloss und Weite gewohnt...)

 

Wir gingen die Tage ruhig, aber nicht langweilig an. Am ersten Tag musste das Wetter erst noch merken, dass eine Prinzessin im Lande war und so reichte es "nur" für eine Erkundung vor Ort. Wir stiegen zu einem kleine "Gipfelkreuz" (dauerte nur 15 Min ;-), zu einer kleinen Kapelle in die andere Richtung und dann noch etwas durch den Wald.

Anschliessend brauchte die Prinzessin Erholung (waren wir doch immerhin 2 Stunden gelaufen) und so verbrachten wir eine gemütliche Zeit im SPA-Bereich des Hotels... Sauna, Pool, Snacks und Ruheliegen ;-) Ganz nach meinem Geschmack - nur die Massage fehlte... ;-)

 

Danach wurde das Wetter deutlich besser und wir nutzen die Tage neben Wellness für kleinere Touren. So fuhren wir z.B. nach Innsbruck, bestaunten die tolle Stadt und das goldene Dach, fuhren mit der Gondelbahn auf die Hohe Salve und verbrachten einen Tag in der Höhe (mit Versuch einer "Miniwanderung zum anderen Sessellift... war keine gute Idee mit schwangerer Prinzessin.... ;-)) und machten eine Vier-Seen-Wanderung am Hechtsee, wo die schöne Natur zu geniessen war....

 

Entspannung und schöne Eindrücke konnten wir also zu Hauf mitnehmen. 

Kulinarisch  testete ich den "Mohr im Hemd" was mir ausserordentlich gut schmeckte und lernte den Marillenknödel kennen, der ebenfalls mehr als super mundete...

Die lokalen Weine wurden dann vom einzigartigsten Ehemann bei einem 6-Gang-Dinner mit Weinbegleitung zu jedem Gang probiert und einige auch für gut befunden ;-)

 

Rundum dürfen wir also behaupten, dass es sehr schöne Tage in Tirol waren, und das Gebiet sehr empfehlenswert ist.

Das Essen war super, man kann einiges Neues aus der Ösi-Küche probieren, Tirol bietet ein tolles Programm an Möglichkeiten für jeden Geschmack für die Freizeit an und Preis-Leistung stimmten bei (fast) allem ;-)

 

Einzig hart war die Selbsterkenntnis, dass ich nun im fortgeschrittenen Stadium meiner "guten Hoffnung" sehr schnell an meine Grenzen komme...... Der Miniwanderversuch war enttäuschend für mich, nach der Vier-Seen-Wanderung war ich fertig und bekam geschwollene Beine und auch sonst lassen meine körperlichen Leistungen sehr zu wünschen übrig...

Schön, dass wenigstens im Pool eine rundherum einwandfreie Bewegung möglich war und ich für einmal nicht meckern musste ;-)

 

Grüss Gott - und bis  zum nächsten Mal, Österreich, wir kommen wieder ;-)

 

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Auf die Bahn ist Verlass

Ja, ihr hab richtig gelesen: "Auf die Bahn ist Verlass" Es behaupten zwar immer alle etwas anderes, aber man muss die Sache mit der Bahn von einer anderen Seite aus betrachten:

Es ist Verlass darauf, dass die Bahn nicht pünktlich sein kann, Klimaanlagenprobleme hat oder einen Reifenwechsel benötigt... was weiss ich..

Und darauf ist Verlass! Also ist auf die Unzuverlässigkeit der Bahn Verlass.

 

Ich selbst fliege ja meistens, wenn es in die Heimat geht. Und heute sollte es in die Heimat gehen. Dieser Urlaub zu meinen Fischkopffreunden im Norden ist schon lange geplant und aus verschiedenen Gründen habe ich mich diesmal für den Reiseweg per Bahn (ja, dumm von mir, ich weiss) statt per Flugzeug entschieden.

 

Die wenigen Male, die ich per Zug unterwegs war, liefen glaub ich nie problemlos; irgendwas war immer los... Das letzte Mal zu meiner Freundin nach Dresden wartete ich auf einen Zug, der immer wieder längere Verspätung anzeigte, bis es nach drei Stunden hiess: er fällt aus.. Ja, war sicher erst gerade bekannt geworden... Aber reden wir über die heutigen Erlebnisse.

 

Es war also geplant, dass ich mit dem Zug fahre. Das bedeutet für mich, dass ich je nach Verbindung von zu Hause aus laufen muss. Heute war so ein Tag. Machte mir aber nicht viel aus - denn: Mein liebender Ehemann hatte sich ausschliesslich meinetwegen den Tag frei genommen und brachte mich zum Zug (wie süss von ihm - auch wenn ich glaube, er möchte einfach ein frauenfreies, ganz langes Wochenende zum Zocken auf der PS4 haben... aber sei's drum - wie süüüssss von ihm) 

Der Weg zum Bahnhof war also ein gemütlicher Morgenspaziergang für mich und insgeheim freute ich mich über die Anderen, die um die morgendliche Zeit von 7.00 Uhr auf dem Weg zur Arbeit waren (es war eine Art Schadenfreude)

Am Bahnhof angekommen gab es die obligatorische Abschiedsszene zwischen uns (er heult mir nach und bittet um tägliche Anrufe, Info's und Bilder wie es mir geht, da er mich so vermisst und ich bitte um die unlimitierte Kreditkarte)

Mein Zug fuhr pünktlich ab und damit (mir noch unbekannt) dem morgendlichen Chaos entgegen....

Nach 10 Min kam ich am ersten Umsteigeort an.

Nur aus Gewohnheit schaute ich dort auf die Anzeigetafel für die nächsten Züge und da schwante mir nichts Gutes... viele Verbindungen hatten etwas hinten stehen und in rot markiert war eine Warnung unter der Tafel... Technische Probleme irgendwo auf der Strecke wo viele Züge durchmüssen. Mein Zug: unbekannte Verspätung... andere Züge zum nächsten Umsteigeort: unbekannte Verspätung...

Eigentlich nicht so schlimm, aber ich musste um 9.00 Uhr in Basel sein, um den ICE nach Hamburg zu bekommen.... Was also tun, wenn die Panik einen befällt: Klar, den einzigartigsten Ehemann anrufen, der wahrscheinlich schon glücklich am Gamen ist und die Frau bereits ausgeblendet hat, da sonst die Erinnerung an die herausgegebene Kreditkarte und die damit verbundenen ängstlichen Gefühle wieder aufflackern...

"Schatzi Hasi Mausi Pupsiiiiii....."

"Was los? Die Karte schon leer????"

"Nein, ein echtes Problem: Mein Zug fährt nicht - ich komm nach Hause! (immer eine gute Drohung von mir)

"WAS? Nein, warte, ich kümmere mich darum, ich ruf gleich wieder an - aber BLEIB ERSTMAL DA AM BAHNHOF!" ( meine Drohung hat funktioniert ;-)))

Kurze Zeit später ruft er mich an und teilt mir mit, was ich auch schon bemerkt hatte:

"Liebste Ehefrau von allen: Es läuft gerade gar nicht gut mit den Zügen... deswegen: Nimm ein Taxi, ich zahle auch!" 

Es sei mal dahin gestellt, ob er mir in liebender Hingabe von Herzen meinen Urlaub gönnte und dafür sämtliche Unkosten in Kauf nahm oder ob er einfach verhindern wollte, dass ich tatsächlich den Rückweg antreten könnte...

Und dann begann die Odyssee....  Dazu sei zu erwähnen:

Ich bin schwanger und meine Rundungen haben zugenommen. Abgenommen hat meine Fitness und die Bewegungsmöglichkeiten, die Langatmigkeit ist der Kurzatmigkeit gewichen und ich  hatte einen vollen Koffer im Schlepptau, den ich nun selbst ziehen musste.

Ausserdem: Meine sportlichen Zeiten liegen seit dem Schulabschluss hinter mir. Danach brauchte ich nur einigermassen "in shape" zu bleiben, bis ein dahergelaufener Ahnungsloser sich in mich verliebte und mich zur Frau nahm. Seit ich das geschafft habe, ist es mit dem Sport, der Fitness und dem Interesse dafür rapide zurück gegangen.... Gibt es doch so Erfindungen wie die Alimente usw...

Diese Tatsache plus die schwangeschaftsbedingten Einschränkungen machten mir die folgenden 45 Minuten zur Unfreude des Tages.

Wir hatten also festgestellt, dass ich mit dem Zug wohl nicht weiter kommen würde und so machte ich mich auf den Weg, ein Taxi zu finden. Vorher hatte ich mit Koffer und eigenem Körpergewicht noch an drei Gleisen versucht, doch in einen Zug zu kommen, aber da ich zur Stosszeit nicht die Einzige unterwegs war, kam ich gerade mal bis zur Hälfte der Treppe - so voll war es - und drehte atemlos wieder um Richtung Taxi.

Ausgesehen hab ich etwa so: ein übergewichtiges Nilpferd mit verkleinerte Lunge, einem gebrochenen Bein und ohne Navi zieht in fremdem Gefilden ein anderes übergewichtiges Nilpferd mit noch weniger Orientierungssinn hinter sich her....

Beim Taxistand war gerade kein Taxi da, also nutze ich die Zeit, einen Bankautomaten zu finden, um Geld für das Taxi zu besorgen. Ich "eilte" also zur nächsten Bank, die mir der unterstützende Ehemann am Telefon beschrieb, stellte mich ziemlich dämlich an, kam aber schliesslich rein und hob Geld ab. Dann "sprintete" ich zurück zum Taxistand, der zwar wartende Menschen mit der gleichen Idee, aber keine Taxis beherbergte...

Ich rief also ein Taxiunternehmen an (ok, erstmal holte ich 10 Min Luft und versuchte meinen Puls auf unter 300 zu bringen....) um zu erfahren, dass wegen der Zugausfälle alle Wagen bereits unterwegs seien... Echt jetzt?

Aber die Pummelfee gibt ja nicht so schnell auf - vor allem wenn ich auf Kosten des Ehemannes Taxi fahren kann - und ruft beim nächsten Unternehmen an. Pech, gleiche Aussage...

Ich rief vier Unternehmen an und alle erzählen mir, dass sie aufgrund der Zugausfälle bereits alle Wagen im Einsatz hätten... Na toll.

Ich sah meinen Urlaub schon dahin fliegen. Kein Zug, kein Taxi, kein Ehemann der mich zurückwill und bei weiterem Lauf keine Luft mehr zum Atmen, keine Kraft in den Armen und ein Baby das erbarmungslos auf die inzwischen gefüllte Blase tritt - so nach dem Motto "Na, Mutter, du denkst das war schon alles? Ich zeig dir, was in ein paar Wochen an Stress auf dich zukommt..."

Ich stand kurz von den Tränen... aber mir fehlte die Kraft, sie rauszudrücken.

Also rief ich wieder den Ehemann an, der inzwischen auch schon versucht hatte, mich zu erreichen, aber ich war ja mit den nutzlosen Taxiunternehmen beschäftigt....

Schatz, hol mich ab, ich kann nicht mehr, bin erschöpft und Taxis gibt es auch keine.

 

Doch Schatz hatte inzwischen herausgefunden, dass die Störung bei der Bahn behoben worden war und die Züge wieder fuhren. Und (wie sollte es auch anders sein) in wenigen Minuten fuhr der Zug, der die letzte Möglichkeit für mich bot, pünktlich nach Basel zu meinem Anschluss zu kommen.

Problem war, ich stand noch am Taxistand.... Für einen normalen Menschen wäre die Strecke mit einem Spurt zum Gleis in unter 1 Minute machbar gewesen... Ich bin aber zur Zeit kein normaler Mensch!!!

 

Und so teilte ich dem Ehemann mit, dass ich es mit Bauch, Gepäck und Fitnesslosigkeit im Nilpferdstil nicht zum Zug schaffen werde und nun aufgebe... Doch dann hatte mein Mann die rettende Idee:

Er erinnerte mich daran, dass ich ja (ausnahmsweise) in der 1. Klasse fuhr - und: in der 1. Klasse bekommt man im ICE immer gratis Snacks. Heute sei es Schokolade.....

Mein erschöpfter Körper hörte "Schokolade" und alle Mühsal war weggeblasen. Wo musste ich hin? Ich schnappte das übergewichtige Nilpferd, Bauch und spurtete auf meinen Nilpferdbeinen rüber zu den Gleisen (das Video dazu ist sicher schon bei YouTube hochgeladen...) und in letzter Minute wuchtete ich mich in den Zug.

Voller Vorfreude verflog die kurze Zeit bis Basel und schwupp sass ich tatsächlich gerade noch pünktlich im ICE. Ich starrte erwartungsvoll die Bahnangestellten im Zug an - und kurz nach Abfahrt erfüllte sich die Zusage vom Ehemann: das Personal kam "mit einer kleinen Aufmerksamkeit" herum: Schokolade!!!!!!!

 

Vergessen der Stress, die Schmerzen und die Unzuverlässigkeit der Bahn... Solange auf die Schokolade in der 1. Klasse Verlass ist, will ich mich nie wieder beschweren ;-)

 

Nun sitze ich im Zug, der bis HH durchfährt und von dort komme ich dann irgendwie weiter. Falls nicht: Hamburg hat viele Taxis und der Mann zahlt ja :D

Und: das Personal ist schon 2mal rumgekommen mit "einer kleinen Aufmerksamkeit"  :D

Auf die Bahn ist Verlass! :D

 

 

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Von Hosen und Geburten

Heute nur ein kurzer Beitrag zu einer wundervollen und einer lustigen kleinen Begebenheit.

Zuerst die wundervolle: Die Pummelfee und der einzigartigste Ehemann hatten letzte Woche das Vergnügen Besuch aus Deutschland bei uns im Schloss beherbergen zu dürfen. Neben netten Gesprächen, Ausruhen, der Teilnahme am Zürichfest und leckeren Essen gab es noch eine kleine Überraschung für mich (und irgendwie auch für den Ehemann...)

 

Die Frau unseres Besucherpaares ist eine ambitionierte und begnadete Näherin... Viele ihrer Klamotten, die sie trägt, hat sie sich selbst genäht... Ich bin seit Jahren Fan. Sie macht viel für Kinder und Verschiedenes rund um die Mutterschaft (wen es interessiert: www.tinoella.de - ich hab auch hier schon mal vor langem über sie berichtet)

 

Jedenfalls hat sie - völlig ohne königlichen Druck, Erpressungsversuche oder Mordandrohungen - ein paar selbstgenähte Hosen/Kleider (für jedes Geschlecht was dabei ;-)) für unser Baby mitgebracht :D Ohhhh, sind die süüüüüüsssssss :D

Ich hab mich wahnsinnig gefreut.

Wenn wir sonst zusammen unterwegs waren und ich in den Kaufhäusern die selbstgenähten Kinderklamotten gesehen habe, wie in Trance damit zur Kasse wollte, hat sie mir jedes Mal verboten, diese überteuerten Dinger zu kaufen - jetzt weiss ich warum :D Wir haben nun unsere selbstgenähten Klamotten für den Anfang ;-) Seht selbst...

Neben der Freude über selbstgenähtes Zeug, hatten der Ehemann und ich noch eine kurze, für uns lustige Begegnung...

Wir waren zur gynäkologischen Untersuchung im Krankenhaus. Der Mann war eigentlich nur dabei, um mal von jemand anderem zu hören, dass mein dicker werdender Bauch, (momentan) nicht auf meinen Schokoladenkonsum zurück zu führen ist, sondern tatsächlich dem Baby zuzuschreiben ist... Männer..tststs

Jedenfalls sassen wir (ich lag) so da rum, die Ärztin erzählte von ihren Entdeckungen im Ultraschall (hier ein Ärmchen, da ein Beinchen, dort ein Köpfen mit Gehirn (zum Glück!!) ein dicker Bauch....) die weder er noch ich immer so wirklich erkennen konnten (aber auf Grund ihrer medizinischen Ausbildung und ihres guten Rufes vertrauten wir darauf, dass tatsächlich ein Baby und nicht z.B. ein Schokoladenbaum oder ähnliches in mir wächst) als plötzlich das Telefon der Ärztin klingelt.

Von der letzten Untersuchung weiss ich, dass sie auf Grund ihrer Funktion als Chefärztin immer kurz abnehmen muss. So auch diesmal. Bisher telefonierte sie kurz und widmete sich dann wieder voll und ganz mir und meinen Bedürfnissen. 

 

Diesmal jedoch kam sie zum Ehemann und mir und fragte, ob es uns möglich wäre, den Termin "etwas" in die Länge zu ziehen und noch so eine halbe Stunde zu warten... Etwas verwirrt aber trotz unseres Alters spontan und flexibel antworteten wir mit "ja". 

Die Gute musste schnell zu einer Geburt - ja wirklich. Also spurtete sie raus, eiligst darum bemüht einer anderen Frau den dicken Bauch etwas zu verkleinern. 

Wir überlegten, wie lange so etwas wohl dauert.... "eine halbe Stunde" hatte sie gesagt.. Ich wischte mir also erstmal das Gel vom Bauch zog mich wieder an und dann sassen der Ehemann und ich im Untersuchungsraum und wussten nichts mit uns anzufangen. 

Wir überlegten, wie lange so Geburten dauern... von Sturzgeburten so bei einer Stunde bis zu drei Tagen.... wir hatten keine Verpflegung, keinen Fernseher (ausser dem, auf dem wir nichts erkennen konnte, ohne dass uns jemand genau erklärte, was man dort sieht...) und vor allem keine Schokolade.

 

Ich wollte gerade anfangen zu weinen (ja, wegen der Schokolade) als die Tür wieder aufgeht und unsere Ärztin zurückkehrt... Sturzgeburt????

Sie war nur ca 10 Minuten weg gewesen ( etwa so lange wie ich brauchte, um meinen dicker werdenden Bauch vom Gel zu befreien...).

Sie erklärte uns, dass es sehr schnell ging und sie erst am Schluss der Geburtsphase gerufen wurde... Ok, war eigentlich klar...

Sieht man auch im Fernsehen immer, dass die Ärzte nichts machen ausser in den letzten fünf Minuten dort zu stehen, den Ruhm einzusacken und mit jeder Geburt den "Erfahrungsanteil für ihre Lohnverhandlungen" etwas höher setzen können :-) Trotzdem ist es gut, sie anwesend zu wissen (neben dem völlig verzweifelten Ehemann, der die Strapazen seiner Frau kaum erträgt)

 

Wir fanden es jedenfalls lustig, dass während unserer Baby-Untersuchung die wichtigste Person rausrannte um ein anderes Baby auf die Welt zu bringen..

Mal sehen was uns noch so erwartet in Zukunft :D

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Eine teure Stunde

Die Prinzessin Pummelfee hat mal wieder erfahren dürfen, dass die Welt nur in ihrem eigenen Zuhause nach ihrer Pfeife tanzt... Der Welt da draussen ist es ziemlich egal was ich will... 

 

Wenn ich dem einzigartigsten Ehemann sage, was wie wann wo und warum gemacht wird, tut er dies selbstverständlich immer voller Liebe, ohne Murren und mit Hingabe. Dabei spielt die Tatsache, dass er angstvoll zittert und meine gebieterischen Ausbrüche fürchtet keine Rolle. Er macht das gern.

 

Inzwischen bin so verwöhnt davon, dass ich jeweils auch ausserhalb meiner vier Schlossmauern bei anderen mit diesen Verhalten rechne - ist aber nicht so.

Wenn ich nicht über mein Reich herrsche, gehe ich ja ab und zu in der Schule über meine SchülerInnen herrschen. Bisher konnte ich dafür mit meiner Kutsche zur Schule fahren, dort parken und nach Schulschluss wieder losfahren.

Nun muss der Kanton aber sparen und seit kurzem muss man Parkgebühren zahlen. Das System ist folgendermassen aufgebaut: Entweder man kauft ein Jahresabo, ein Monatsabo oder eine Tageweise Bewilligung. Für mich lohnte sich bis zu den Sommerferien die Tagesparkkarte. Dort gibt man im Internet das Datum ein, an dem man parkt und dann kann man dort einen ganzen Tag parken - für 5 CHF.

Nun musste ich ausnahmsweise am Mittwoch zu einem kurzem Meeting von einer Stunde in die Schule. Und dann kam das Problem: Für eine Stunde parken gibt es keine Möglichkeit. Und für eine lächerliche Stunden 5 CHF zahlen - dazu ist die Prinzessin zu geizig (überlegt mal wieviel Schokolade das ist, wenn man sie in Deutschland einkauft.....bestimmt 4-5 Tafeln!!!!)

 

Also was machen: Klar, auf die Uhr schauen (11.30 - 12.30 Meeting) logisch überlegen (das ist Mittagszeit, da kommt sicher keiner kontrollieren...) dementsprechend handeln (Pummelfee, du brauchst kein Ticket für diese Zeit) und dann zum Meeting gehen. 

Hat wunderbar geklappt - bis zu dem Zeitpunkt, als ich um 12.30 wieder am Auto stand....

Obwohl ich mit Lippenstift in Grossbuchstaben auf die Windschutzscheibe geschrieben hatte: bin gleich wieder da und obwohl ja eigentlich Mittagszeit ist, hat mich jemand kontrolliert und kurz vor 12.00 vollkommen herzlos einen Strafzettel für 40.00 CHF über meinen Lippenstift geklebt. Ausserdem fand ich noch die Notiz vor: Ich bin nicht dein einzigartigster Ehemann und habe keine Angst vor dir, höhöhö....

 

Na toll, danke! Das war eine sehr teuere Stunde für die Pummelfee - überlegt mal, wie lange der einzigartigste Ehemann dafür wieder arbeiten muss.... tststs

Aber ich habe draus gelernt: Zukünftig werde ich statt netter Lippenstift-Botschaften Bilder von Prügeleien ans Auto hängen - das wirkt sicher abschreckend.... 

 

Vielleicht zahl ich auch einfach 5 CHF....

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Die erste Enttäuschung

Jawohl, es ist soweit: ich habe die erste Enttäuschung während der Schwangerschaft hinter mir. Zum Glück hat sie nichts mit dem Kind direkt zu tun und ausnahmsweise auch nichts mit dem Blick auf die Waage (den kann ich nämlich immer noch wagen ;-))) Nein, es geht um einen Stuhl. Genau genommen um den Tripp Trapp.

Seit eh und je bin ich Fan des Tripp Trapp - nicht sperrig, aus Holz, in vielen Farben, robust, wächst mit und ist für Jahre nutzbar.... einfach rundum eine gute Erfindung.

 

Es war immer klar, sollte das Königreich von Prinzessin Pummelfee und dem Ehemann mal Nachwuchs erhalten, dann kommt das Schloss in den Genuss, einen Tripp Trapp zu den Möbeln zählen zu können.

 

Tja, und genau so bestellte ich dann in einem meiner Kauf-Anfälle auch einen solchen tollen Stuhl mit.

Voller Freude packte ich das Teil aus und schaute einmal, zweimal.... dreimal... hmm, da fehlt doch was???

Wo ist denn der tolle Holzbügel mit Lederband und vor allem wo sind die Löcher im Stuhl dafür...??

Alle Mamis oder ErzieherInnen wissen was ich meine - der praktische Schutz, damit die Kleinen sicher sitzen... Nichts zu sehen.

 

Pummelfee sich also auf die Suche nach der Lösung gemacht und beim Hersteller fündig geworden.... Obwohl ich seit mehr als 10 Jahren täglich mit diesen tollen Stühlen zu tun hatte, ist an mir vorbei gegangen, dass Stokke seit zwei Jahren den Holzbügel durch das "Babyset" ersetzt hat und es "nur" noch die Plastikversion gibt....

 

Stokke mag das ja toll finden und Vorteile darin sehen - und als Übergang finde ich das Babyset auch ok - aber ich will meinen Holzbügel zurück!!! Was soll das denn? Erstmal finde ich Plastik ätzend. Dann sind die Aussparungen für die Beine beim Babyset eben für Babys, aber nicht für viel ältere Kinder gemacht.

In der Praxis haben wir schon mit dem Babyset gearbeitet und ab einem bestimmten Alter wird es fast unmöglich das Kind aus dem Plastikbügel heraus zu ziehen. Also muss man es jedes Mal abnehmen. Und auch zum Sitzen ist es nicht mehr so bequem, da die Beinfreiheit eingeschränkt ist. Wie auch immer - ich bin enttäuscht von Stokke... Hätten sie nicht beides parallel lassen können. Gleich den Holzbügel einstellen ist doch doof... Hätte ich das gewusst, hätte ich sicher keinen neuen gekauft, sondern einen mit Holzbügel gebraucht gekauft....

 

Nun denn, nun ist es so. Pummelfee ist das erste Mal enttäuscht, lernt daraus, sich vorher besser zu informieren und dass Stokke doof ist und wird auf den Frust jetzt erstmal ne Tafel Schokolade essen...

 

Ja, vermutlich werde ich noch öfter von etwas enttäuscht sein ;-)

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Pummelfee wird pummelig

Jawohl - richtig gelesen: die Pummelfee hat beschlossen, ihrem Blognamen jetzt auch mal gerecht zu werden.... Ich mein, Pummelfee heissen, aber nicht pummelig sein, ist ja irgendwie inkonsequent. Also hab ich mit dem einzigartigsten Ehemann der Welt ein ernstes Wörtchen gesprochen und ihm mitgeteilt: "Schatz, ich werde jetzt fett"   Während des Sprechens, hingen mir Schokoreste zwischen den Zähnen, Kekskrümel an der Lippe und die Cola in meiner Hand.

 

Im ersten Moment war er nicht so begeistert und als ich die Scheidungspapiere unterschreiben sollte, machte ich ihm klar, dass es nicht für immer gedacht ist, sondern mehr eine Art "Experiment" für eine gewisse Zeit. Nun ist er einverstanden....

 

Ich hatte ja schon letzte Woche kurz erwähnt, dass die lange Ruhe hier im Blog nicht ganz grundlos ist... und ja, sie hat mit dem Experiment zu tun. Es begab sich nämlich folgendermassen:

 

Natürlich weiss jeder, dass ich Süsses liebe, nicht ohne leben kann und es mir ein Leichtes wäre, auf Grund des Essens eine ordentliche Pummelfee zu werden. Allerdings: ich glaub, ich bin nicht gerne pummelig und wenn man dann findet: "ach, ne, war alles gar nicht so doll...." ist die Anstrengung, die überschüssigen Pfunde wieder los zu werden, auch nicht gerade ein Traum und für Prinzessin Pummelfee nicht machbar.

 

Also musste ein anderer Weg her, pummelig auf Zeit zu sein, mit einer geringeren Anstrengung, die Pfunde wieder los zu werden. Und klar, da gab's so ziemlich nur eine Möglichkeit:

Schwanger werden, fett sein, Baby raus - und wieder rank und schlank wie vorher....

 

Und genau das haben wir getan: Die Prinzessin und der einzigartigste Ehemann haben einen oder eine Thronfolger/in im Anmarsch... Ja, uns ist bewusst, dass die Vorstellung Kind raus - Mama schlank nicht unbedingt ganz der Wahrheit entspricht, aber in meiner Welt geht das gedanklich erstmal so ;-)

 

Und genau das ist auch der Grund für die Ruhepause hier - Pummelfee war nämlich noch nie so erschöpft in ihrem Leben, wie die ersten 14 Wochen der Schwangerschaft.... Ausser schlafen war nicht viel... Und obwohl ich mich persönlich doch zu den fleissigen und arbeitswilligen Menschen zählen, war davon Wochen nichts zu spüren... 

Wäre ich nicht so kaputt gewesen, hätte ich sogar Mitleid mit dem einzigartigsten Ehemann der Welt gehabt... erst 10 Stunden Arbeit und dann kommt er nach Hause und die Frau liegt schlafend auf dem Sofa und will, dass er ihr Essen macht... 

 

Ja, ich war zu nichts fähig,  auch nicht zum bloggen...

 

Aber nun, nachdem wir inzwischen die Halbzeit der Schwangerschaft überschritten haben, bin ich wieder deutlich fitter. Mein alter Organismus hat sich an die Hormonumstellung gewohnt und ich kann wieder zwei Dinge mit einem Mal machen, z.B. Schokolade essen und atmen. Geht, ohne Probleme wieder ;-)

 

Und da zukünftig auch das kleine Würmchen zum Alltag von der Prinzessin und dem Ehemann gehört, gibt es eigens dafür natürlich eine neue Rubrik und hoffentlich lustige Alltagsgeschichten von uns Dreien ;-) 

Aber vorerst gibt es nur über die Schwangerschaft zu berichten. Dazu kurz und knapp ein paar Eckdaten: Bisher geht's mir gut, es gab Höhen und Tiefen, die nun vorbei sind, ich bin im 6. Monat und das Einzige was noch ausgeblieben ist, ist das richtige Fettsein. Aber das kommt wohl später... Ich passe noch in meine normalen Hosen, muss jetzt aber den Kopf offen lassen, wenn ich sitzen will ;-) Die Oberteile spannen inzwischen doch schon etwas durch den Bauch, aber mit "nur" 3 KG mehr auf der Waage hält sich alles noch in Grenzen. Ich denke, es wird dann nicht mehr allzu lange dauern, bis mein Experiment-Umfangs-Wunsch sich nähert ;-)

Das Kleine bewegt sich fleissig und auch der Ehemann kann es schon spüren, wenn er die Hand darauf legt.

Ob wir dann im Herbst eine Diva oder einen Prinzen beherbergen dürfen, wissen wir leider noch nicht. Das Kleine hält schön geheim, was es mal werden wird.... Aber wir hoffen auf jede Untersuchung und neue Erkenntnisse... immerhin muss ich wissen, ob ich die Schokolade und Kekse für das Kleine in rosa oder in blaue Schüsseln legen muss... 

 

Ja, soweit erstmal dazu. Es wird weiter gehen mit dem Fettwerden - und ihr werdet es hier live lesen ;-)

Und ja, das Kleine hat schon meinen Bauch :D

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Wie heisst das nochmal?

So, die letzten Wochen war es sehr ruhig bei der Pummelfee - dafür gibt es natürlich Gründe, aber die werden an anderer Stelle genauer erörtert werden. Heute will ich mit ein paar Dingen der Schüler starten...

Wir hatten vor 2 Wochen für alle Lernenden im dritten Lehrjahr die Abschlussprüfungen. Das läuft so, dass die sehr gut vorbereiteten und voll motivierten Schüler morgens um 7.45 Uhr zur Prüfung erscheinen und dann bis 12 Uhr vier grössere, schriftliche Prüfungen ablegen.

 

Ich selbst war "nur" dafür zuständig, ihnen beim konzentrierten Antworten zuzusehen und dafür zu sorgen, dass sie nicht betrügen. Auch eine Arbeit, irgendwie ;-)

 

Anschliessend hiess es dann für uns Lehrer: Jetzt beginnt der Spass, denn diese hunderte von Prüfungen müssen ja auch noch alle kontrolliert werden... Konkret bedeutet dies, drei Tage am Stück wurden Antworten gelesen, für richtig oder falsch befunden und Noten drunter gesetzt. Obwohl es viel zu lesen war, machte dies Arbeit in kleinen Teams doch recht Spass.

 

Was vor allem für Spass und Unterhaltung sorgte, waren mache Antworten der Prüflinge - und in deren Genuss dürft ihr heute auch kommen.

 

1. Ein Schüler erklärte den Begriff "Patchworkfamilie" damit, dass es sich um eine "zusammen gefickte" Familie handelt... - genau genommen hat er sogar recht, auch wenn er "zusammen geflickt" meinte :D

 

2. Jemand anderes schrieb davon, dass bei Klienten die Anatomie unterstützt werden müsste. Sagen wollte sie, dass die Autonomie unterstützt werden sollte.. Wir machten uns lachend Gedanken darüber, wie es wohl konkret aussehen würde, wenn man bei einem anderen Menschen die Anatomie unterstützt....

 

3. Wieder jemand schrieb, davon, dass die Aname ein schützenswertes Dokument sei.... hm, war der Name gemeint? Oder das Annehmen von etwas? Wir kamen dann drauf, dass die Person sagen wollte, die Anamnese  sei ein schützenswertes Dokument.. Ok..

 

4. Auch für sehr lachende Gesichter unter uns Lehrern sorgt die Antwort, dass man für diese Arbeit ein einfühlsames Vermögen  bräuchte... was sollte das denn sein? Wenn die Hunderternötli in der Geldbörse weinen? Oder wenn der Reichtum mit uns mitfühlt...? Gemeint war natürlich, dass man Einfühlungsvermögen für die Arbeit braucht.

 

5. Dann gab es noch kleinere Dinge wie: jemand schrieb kommon statt kommen und wir verfielen promt in Gangsterslang.  Jemand schrieb von einem Ornigramm und wollte eigentlich Organigramm schreiben und eine andere Person zählte bei einem Punkt den Endstand der Krippe auf - wir wissen bis heute nicht, was damit gemeint war, haben aber da dem Zeitpunkt nur noch davon geredet, dass wir selbst den Endstand erreicht hätten und eine Pause bräuchten. 

 

Und so gingen die Korrekturtage mit einiges an Unterhaltung vorbei. Es gab noch viele kleine lustige Beiträge, aber das würde hier sonst ausarten ;-) Und so wünschen wir den neuen Berufsanfängern alles Gute, viel einfühlsames Vermögen und eine gute Unterstützung ihrer Anatomie ;-)))

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Können Bügeleisen brennen?

Ja, wer hat sich diese Frage nicht schon öfter gestellt? Ok, zugegeben: ich hab mich das noch nie gefragt. Und trotzdem war es letzte Woche soweit, dass ich in einer meiner berühmten "Schussel-Aktionen" genau dies "testete".... Entzündet sich wohl ein Bügeleisen selbst, wenn man ihm (oder ihr?? ist ja mehrheitlich ein von weiblicher Hand benutztes Teil, was die weibliche Form erlauben würde..) etwas Zeit gibt?

Zu dem Test kam es folgerndermassen:

Der einzigartigste Ehemann hat grundsätzlichen einen Bürojob... mit allem was dazugehört: Faulenzen, Kaffee trinken usw... Sein normaler Arbeitstag beginnt mit Einstempeln im Geschäft gegen 7.00, anschliessend erstmal Kaffee durchlassen und den Körper damit versorgen. Gegen 8.00 schaltet er dann mal den Compi an und schaut, was es für den Tag so zu tun gibt. Erschlagen von diesen Infos braucht er erstmal ein Schläfchen und anschliessend einen neuen Kaffee. Meistens merkt er dann, dass ja schon Mittagspausenzeit wäre... usw.. aber ich schweife ab. ;-) Was ich eigentlich sagen wollte: Im Geschäft gibt es keine Kleiderordnung und da der einzigartigste Ehemann Anzüge genauso hasst wie ich Spinnen aus dem Haus zu treiben, geht er meist sehr leger in Jeans und Schlabberhemd.

Nun hatte es sich ergeben, dass der motivierteste Mitarbeiter der Firma auf eine Messe nach Stuttgart durfte - und die Wahl fiel natürlich auf meinen Gatten.

Anders als im Geschäft, war es dort angezeigt, im Anzug und Krawatte zu kommen (etwas, das mein Mann so sehr hasst, wie ich es hasse Spinnen aus dem Haus zu vertreiben) Aber er fügte sich - bekam er doch immerhin drei nagelneue Hemden für die Messe gestellt. Diese Hemden waren noch verpackt und es kam der Punkt, da wollten sie gebügelt werden. Diese Aufgabe fiel selbstverständlich mir zu. Allerdings störte mich dies überhaupt, denn im Gegensatz zu meinem Herrn Gemahl, liebe ich es unglaublich, ihn in Anzug zu sehen ;-) Voll Inbrunst, Vorfreude auf das Bild und natürlich innigster Liebe, machte ich mich also ans Bügeln.

Ich glättete die zerknautschen Hemden, streichelte sie, erzählten ihnen wie schön sie es am Körper meines Mannes haben würden und natürlich, dass das Deo an den Achselstellen auch sehr fein schmeckt.

Nach dem letzten Hemd schnappte ich mir die Drei und brachte sie voll Stolz zum einzigartigsten Ehemann, der sich nicht weiter darum kümmerte - warum auch, waren ja keine legeren Schlabberhemden....

Er fuhr am nächsten Tag zur Messe, ich hatte am Computer zu tun und schrieb den ganzen Tag an meiner Abschlussarbeit...

Ich genoss die sturmfreie Bude am Abend und hatte auch am nächsten Tag noch einiges zu tun mit der Abschlussarbeit.

Nachdem ich also viele Stunden am Compi geschafft hatte, kam mir die Idee, meine Körperhaltung in die Aufrechte zu wechseln und dabei (typisch Frau?) gleich etwas Sinnvolles zu erledigen. (Typisch Mann wäre wohl gewesen: Naja, ich kann ja eine Stunde im Stehen zocken.....)

So entschied ich mich, in den Wäschekeller zu gehen und die dortigen Wäscheberge anzugehen. Ich steh also dort, sortiere nach "waschen", "bügeln" und "fertig" als ich immer wieder ein leises Klicken höre.

Ich wundere mich - und plötzlich schiesst es mir in den Kopf: Das ist das Bügeleisen, das noch gar nicht eingesteckt ist - eigentlich!

Und tatsächlich dreh ich mich um, und das heisse Bügeleisen steht parat für mich auf dem Brett.

Ich überlege kurz, wann ich es zum letzten Mal benutzt habe und da dämmert es... Vor zwei Tagen beim Bügeln der Hemden...

Ich checke schnell ob irgendwas angebrannt ist, zu heiss, ob das Eisen noch geht und sonst schon was passiert sein könnte, aber alles sieht in Ordnung aus.

Das Adrenalin steigt nicht und ich komme langsam runter....

Obwohl das Ding zwei Tage dort angeschaltet war, ist nichts passiert. Ob das nun einfach Glück war oder die Tatsache, dass "nur" Stufe 2 eingestellt war - keine Ahnung, aber es ist hat nicht begonnen zu brennen. 

Vielleicht würde es das eh nicht, da ja immer wieder die Temperatur kurz abfällt und dann wieder ansteigt, aber ganz genau möchte ich das auch nicht wissen....  ;-)

Für uns ist es auf jeden Fall gut ausgegangen und ich weiss jetzt: Unser Bügeleisen brennt nicht so schnell :)

Ihr müsst es also nicht mehr selbst probieren - hab ich gerne für alle Welt getestet...

 

Übrigens hab ich das Gleiche vor Jahren mit dem Herd gemacht... Auf Stufe 4 über Nacht passiert auch da nichts :D

 

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Von Bierbäuchen und Lesben aka Gender

Das Schöne an meinem Beruf als Lehrerin sind natürlich die unterrichtsfreien Zeiten - so wie sie gestern erneut für zwei Wochen angefangen haben ;-) Allerdings, nur weil ich "frei" habe, habe ich nicht wirklich frei.... Tatsächlich arbeite ich diese Woche an Vorbereitungen - und dann ab nächster Woche habe ich auch frei ;-) Aber es ist schon schön, den Unterrichtsalltag für kurze Zeit nicht im Nacken zu haben.

 

Etwas, das ich gerade beenden konnte, war das Korrigieren von Soziologieprüfungen, die letzte Woche noch geschrieben wurden... Und wie öfter mal, haben mich einige - vor allem aber eine - Schülerin, so zum Lachen gebracht, dass mir die Tränen liefen.... Selbst der einzigartigste Ehemann musst schallend lachend, als ich ihm eine Antwort aus der Prüfung vorlas.... Und wenn Prinzessin und Mann es für lustig befinden, darf auch die Welt daran teilhaben...

 

Das Thema der Prüfung war "Gender". Wem das nichts sagt: Es geht grundsätzlich um "typisch Mann (Junge), typisch Frau (Mädchen)" und die Bewegung, dass die Geschlechterrollen heute gleichgestellt werden sollen, damit es eben diese Unterschiede nicht mehr gibt. Im Unterricht wurden dann Dinge besprochen, wie z.B. Gender im Hort oder in der Krippe aussehen kann. Wo ist es sinnvoll, typische Rollenbilder mal sein zu lassen und wo können sie aufrecht erhalten werden... Wir bezogen dies dann auf Aussagen, die von den Fachpersonen oft gemacht werden, auf Kleidung der Kinder, auch auf die Einrichtung (soll es "typische" Jungsecken und "typische" Mädchenecken geben, oder gemischte Spielräume usw...

 

Auf jeden Fall kam am Ende der Prüfung als "ResümeeFrage" die Aufforderung, seine eigene Meinung bezüglich der Gender-Thematik nochmals zu beschreiben. Gedacht war eine Antwort, die sich natürlich auf das Arbeitsfeld bezog, auf den Umgang mit den Betreuten.

Eine Schülerin hat das irgendwie nicht ganz mitbekommen und dann eine sehr ausführliche und vom Thema völlig wegschweifende Antwort vom Stapel gelassen... Sie kam über nackte Oberkörper in New Yorker U-Bahnen bei Männern und/oder Frauen zu Lesben, denen das evtl. gefallen würde. Bierbäuche wurde selbstverständlich ausgenommen - die will ja keiner sehen. Ihre Gedanken führten dann kurzweilig zum Thema Abtreibung und das Mitspracherecht für Männer, wobei sie zugegebnermassen selbst bemerkte, dass sie abschweift und dies auch so in der Prüfung festhielt...

Meine Güte, hab ich gelacht... Vieles davon hat nichts mehr mit Gender zu tun, aber da ich so gelacht und erheitert wurde, gab's trotzdem Punkte (ok, es lag eher daran, dass der erste Teil der Antwort besser war ;-) Aber nun - seht selbst:

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Kleine Auszeit auf Malta

Die Prinzessin und ihr Gatte haben sich eine kleine Auszeit über die Ostertage gegönnt. Wir wollten: Nicht zu lange fliegen, das Budget nicht überziehen, Wärme und Sonne und etwas, das wir noch nicht kannten - und zack war die Destination "Malta" gefunden.

 

Am Freitag ging es los und gestern, am Dienstag, kamen wir wieder zurück. Und: unsere Wünsche sind in Erfüllung gegangen ;-) Bis auf einen kurzen Regenschauer und Wolken am ersten Tag, war das Wetter toll. Viel Sonne (die auch viele verbrannte Hotelgäste mit sich brachte, über die wir uns amüsieren konnten) schöne Sehenswürdigkeiten, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis... genau was wir wollten.

 

Untergekommen sind wir in der Stadt Sliema mit Blick auf's Meer und Sonnenaufgang (herrlich!) Von dort aus konnten wir super ohne Auto agieren. (Die Pummelfee hat sich diesmal gewehrt im Urlaub Auto zu fahren.. Eigentlich "nur" weil ich es nicht sehr entspannend finde, als Alleinverantwortliche in fremden Ländern herum zu kutschieren,  aber als ich dann dahinter kam, dass Malta ja als ehem. britische Kolonie Linksverkehr hat, war ich grad doppelt so froh... No Chance!)

Es fuhren die tollen Hop on/off Busse - die ich immer recht gern nutze weil man einen tollen Überblick über die wichtigsten Dinge bekommt, praktische Infos und jederzeit etwas anschauen und danach weiter fahren kann.

Auch fuhren in guter Nähe zum Hotel die Fähre nach Valetta und andere Schiffe für Touren ab.

 

Was mich recht erstaunt hat auf Malta ist die absolut ähnliche bis gleiche Bauweise aller Gebäude. Schon rein farblich gibt es auf Malta keine Vielfalt, da so ziemlich alle Gebäude aus gelben/weissem Kalkstein erbaut sind und daher alle auch nur gelb/weiss sind.

Einige wenige Mutige haben dann zwischendurch mal Türen oder Rahmen bepinselt, aber alles in allem sieht die Insel sehr gleich aus.

 

Toll war, dass durch die zweite Amtssprache Englisch keinerlei Kommunikationsschwierigkeiten auftraten (anders als in Asien z.B. ;-)) und wir überall super durchkamen. Ausgenommen natürlich von den Sprachverständnisschwierigkeiten auf unserer Seite... So hatten wir uns z.B. auf die Terrasse gesetzt, wo wir etwas trinken wollten. Die Bedienung kam und fragte: "Are you served" und mein Gatte antwortete schnell wie eine Rennmaus "Yes" obwohl das gar nicht stimmte. Sie ging also weg und ich schaute den einzigartigsten Ehemann an.. "Mhmm, Schatz? Wieso sagst du ja, wenn sie fragt,  ob wir schon bedient werden, obwohl noch niemand bei uns war??? Doch keine Lust mehr auf ein frisches, kühles Bier???"

Schatz hatte etwas anderes verstanden - und zwar "Happy Sir?" - und war im siebten Himmel, dass die Bedienung sich nach seiner Befindlichkeit erkundigte....

Ich sprach sie dann nochmals an, dass es ein kleines Missverständnis gegeben hatte und wir gerne doch bestellen würden...

 

Der beste Snack war eine Kombi aus meinen Favoriten "Nutella-Crepes mit Pfefferminzeis" :) :) :) Yummy!

Typische maltesische Süssigkeiten wurden natürlich auch probiert, doch den traditionellen Hasen liessen wir aus.

 

Malta - ein nette Abwechslung für zwischendurch und auch durchaus länger machbar, da z.B. die beiden kleineren Inseln von uns gar nicht besucht wurden...

Hier ein paar Eindrücke aus Sliema, Valetta von der blauen Grotte, dem Fischerörtchen Marsaxlokk und unterwegs von der Bustour ;-)

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Wohin bloss mit den Tampons

So, nachdem es aus Gründen die letzten Wochen nichts zu lesen gab, ist heute mal wieder ein kurzer Beitrag aus der Schule dran...

Das Wichtigste zu erst: Die Prinzessin hat sich einen Pullover gekauft, der ihren beruflichen Status widerspiegelt:

Nun aber zu dem eigentlichen Grund meines Schreibens... Meine lieben Schülerinnen.

Am Donnerstag Unterrichte in einer ganz besonderen Klasse - nur vor-, voll- und nachpubertierende Girls ;-) 
Und wie alle Teenies haben dir ihre ganz eigenen Probleme, die jeder erfahren muss, die aber nur selten zu ihrer Zufriedenheit gelöst werden können.

Z.B. Der Junge, den sie süss finden, findet sie doof. Oder die Haare sind nicht richtig im Sitz. Oder die Lehrerin redet zu schnell und sagt nie was wichtig ist.... Gerade beim letzten Beispiel ist die Lösung: "Hören Sie mal fünf Minuten im Unterricht zu" nicht gerade eine beliebte Lösung...

 

Andere haben zu viel Schulmaterial, sich deswegen einen kleinen Reisekoffer zum Verstauen gekauft, aber den die Treppen schleppen finden sie dann auch doof und wollen sie nicht.

 

Wieder andere haben eindeutige Platzprobleme in ihren Handtaschen... Nicht, dass die Handtaschen klein wären - nein, das sind teilweise halbe Seesäcke, in die mein Wocheneinkauf passen würde - aber für die Ladies reicht der Platz nicht aus... Müssen sie doch 3x Wechselkleidung (vielleicht trifft man einen süssen Jungen) Schminksachen in doppelter Ausführung, 4 Bürsten und sonst noch Frauenzeug mitnehmen.

Und dann passiert es halt schon mal, dass man sich für die Dinge, die nun in der Handtasche keinen Platz mehr haben, einen neuen Aufenthaltsort suchen muss.

Ich geh heute also durch meine Klasse und schaue, wie sie vorankommen mit der äusserst anspruchsvollen Aufgabe von Lehrerin Pummelfee, als mein Blick auf etwas fällt und dort verdutzt, ungläubig und fragend hängen bleibt...

Die Schülerin sieht das Wechselbad der Fragen in meinem Gesicht, schaut mich an und erklärt völlig, aber wirklich völlig selbstverständlich: "Man, ich hatte keinen Platz mehr in meiner Handtasche.. ist ne gute, Idee, oder?"

Ich hab ihr dann nett und teilweise belustigt erklärt, dass ich die Idee eher suboptimal finde, aber froh bin, dass nur die Frischen und nicht schon Benutzten dort deponiert werden :D (ja, die Lehrerin wieder....)

Dass es auch Orte wie Hosentasche, Zigi-Packung oder Federtasche gäbe, wollte ich ihr dann nicht erklären - vielleicht hat sie auch mal keinen Platz mehr für Schokolade oder so, dann sehe ich das grad und kann mich bedienen...

 

Und hier nun noch das Bild zu dem Objekt meines Erstaunens: Die Schülerin hat ihre Tampons in den Ringordner mit ihren Notizen gesteckt und dort sehr offensichtlich für alle aufbewahrt :D Und ja, es wurden weniger mit der Zeit :D

Oh, man ich bin echt zu alt für sowas.... hoffentlich liegt nächste Woche ein Schokostängel drin...!

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Wenn ich mal alleine unterwegs bin.... 

... dann geht sicher irgendwas schief :D

 

Das war so am Donnerstag... ich bin nämlich nach Ewigkeiten mal wieder mit den Öffentlichen gefahren.

Normalerweise tue ich das nur zusammen mit meiner Gefolgschaft (in Form des einzigartigsten Ehemannes). Dann muss ich nämlich gar nichts tun: Der Mann sucht die Strecke raus, die Zeiten, kauft die Tickets für die 1. Klasse ;-) und nimmt mich dann an die Hand bis wir am Ziel sind. Das ist ein sehr gutes Vorgehen, wenn man mit mir verheiratet ist und weg will - da kann (fast) nichts schief gehen.

 

Wenn ich nicht mit meiner Gefolgschaft unterwegs bin, düse ich mit meiner Kutsche meinem Auto durch die Gegend - damit komme ich sehr gut zurecht. :D

 

Nun war ich am Donnerstag zum gemütlichen Käffchen um 9.30 in Zürich verabredet. Da ich diese morgendliche Zeit immer mit viel Verkehrt in Zürich in Verbindung bringe, entschied ich mich dafür, ausnahmsweise mal mit den Öffentlichen zu gehen - vor allem da ich m 11.30 einen Termin in Zürich-Affoltern hatte und die Zugverbindung besser ist, als die Autostrecke ;-) (zumindest für mich ;-)))

 

Ich bereitete mich also eine Woche vorher zusammen mit meinem Psychiater, 50 verschiedenen Tabletten und dem guten Zureden meines Mannes darauf vor, alleine mit den ÖV nach Zürich zu fahren - und was soll ich sagen: ich habe überlegt :D Meine Nerven wurden strapaziert, aber ich habe überlebt..

 

Es find schon beim Ticketkauf an: Erst noch ganz einfach, wollte die App wissen, wann ich wohin fahren will - das ging noch gut, doch dann schlug mir die App 3 Möglichkeiten des Reiseweges vor - und schon war es vorbei. Woher soll ich denn wissen, welche Strecke die Richtige ist... Ob über Lenzburg, oder Mellingen oder Zürich??? Und dann waren etliche Zonen angegeben, die man durchfahren würde...

 

Ich hatte keine Ahnung und entschied mich dafür, es so zu machen wie beim Einkaufen immer: Das Teuerste wird schon passen :D

 

Nach dem Kauf der Tickets, schaffte ich es dann fast problemlos, zeitig loszugehen, den richtigen Bus und die richtigen Züge zu nehmen und mein Ziel zu erreichen. Ich war stolz auf mich, hatte den Kaffee und das nette Treffen wirklich verdient und genoss den Vormittag.

 

Der Rückweg war dann nicht ganz so leicht... Ich tat mich erneut schwer mit der Strecke und entschied mich wie vorher ;-) Dann wollte die App wissen, ob ich eine Tageskarte oder ein Einzelbillette möchte. Da ich nur noch nach Hause musste, wählte ich "Einzelticket" (zumindest dachte ich das) und wunderte mich am Anschluss, wie sehr die SBB die Preise doch erhöht hatte, seit ich nicht mehr im ÖV unterwegs bin.. Ich stolperte aber nicht weiter über den tatsächlich sehr hohen Preis und kaufte das Ticket... Irgendwann viel später (ich nervte mich immer noch über die Preise der SBB) kam eine Kontrolle und ich zeigte mein Ticktet vor - und schwups, da sah ich, dass ich die Tageskarte für den doppelten Preis gekauft hatte... kein Problem, wir haben's ja.

 

Nachdem der Kontrolleur weg war, las ich weiter in meinem Buch. Ich las, und las, der Zug stoppte, ich las, und las, die Leute stiegen aus und ein, ich las und las, die neuen Leute setzten sich, ich hatte genug vom Lesen und klappte das Buch zu, ich schaute aus dem Fenster und streifte mit meinem Augen das Schild "Lenzburg", die neuen Leute hatten fast alle Platz genommen, und dann schoss er mir durch den Kopf - der Gedanke: "Scheisse, Lenzburg, da war doch was....??? Pummelfee, ich glaub, du musst hier raus!!!

Ich sprang auf, schnappte Buch, Tasche, Jacke, Handy und Ladegerät und hechtete aus meinem Viererabteil. Dummerweise hatten sich erst fast alle neuen Leute gesetzt und ein älterer Herr stand noch im Gang herum. Ich hatte keine Zeit mehr für Höflichkeiten und anständiges Benehmen und so begab es sich, dass der sicher nette Herr Opfer meiner Hechtattacke wurde und nicht gerade sanft meinen Astralkörper "streifte"... Ich hörte dann ein etwas empörtes, erstauntes und fragendes "Entschuldigung????" Musste aber unbedingt noch die sich bereits schliessende Tür erwischen.

 

Und was soll ich sagen - mit der Grazilität eines Elefanten beförderte ich meinen eben noch so gemütlich dasitzenden Körper in letzter Sekunde aus dem Zug bevor dieser anfuhr... 

 

Erst das überteuerte Ticket und dann völlig vergessen zu schauen wo/wann ich umsteigen muss...

 

Naja, nach der Aufregung war ich dann sehr aufmerksam und schaffte es heil (sowohl ich als auch meine Mitreisenden) nach Hause.. Es ist eindeutig entspannter, wenn mein Kerl dabei ist und mir immer pünktlich sagt: wir müssen dann die Nächste raus.. - aber meins war dafür aufregender :D

 

Ich werd trotzdem erstmal wieder Auto fahren ;-)

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Moin...

Die Prinzessin hat gerade Urlaub, genau genommen sind Sportferien und da muss die Lehrerin in mir nicht viel arbeiten... Nun habe ich die Zeit genutzt war einige Tage in Deutschland. Es wurde die Familie besucht, die Freunde aus der Heimat getroffen und einfach gut entspannt.

 

Was ich nicht bedachte... manchmal kann es sein, dass das Zusammensein mit meinen deutschen Freunden und Familienmitgliedern über einen längeren Zeitraum als nur ein Telefonat sprachliche Folgen bei mir hinterlassen könnte.... Das äusserte sich heute.

 

Normalerweise kann mein Gehirn gerade noch die Denkleistung erbringen, richtig einzuschätzen, wo wir uns gerade befinden und in welchem sprachlichen Kontext ich mich zu bewegen habe (mein Hirn unterscheidet dabei 1. Schweizerdeutsch 2. Hochdeutsch und 3. Assideutsch)

Wenn mich dann jemand anspricht oder ich jemanden treffen, bin ich in der Lage, im sprachlich korrekten Kontext zu antworten oder zu reagieren. Nur eben heute nicht.

 

Ich sass gerade auf dem Sofa, meine Freunde - Cola, Chips, Schokolade und die Fernbedienung - um mich herum, als es an der Tür klingelt... Etwas erstaunt, wer mich schon morgens um 13.30 beim Aufstehritual stört, taumelte ich zur Tür, versuchte auf dem Weg dorthin die Essensreste von meinen Klamotten zu lösen und öffnete dann die Türe. 

 

Völlig selbstverständlich erkannte ich die Person als eine von den "Guten", trällerte ein fröhliches "MOIN" heraus und lächelte den DHL-Boten an. Dieser schien etwas verwirrt über mein "komisches Wort" und schaute sicherheitshalber nochmals auf das Namensschild, dann zu mir und antwortete etwas irritiert mit dem hier üblichen "Grüezi".

Sein Blick verriet eindeutig, dass er überlegte, ob ich ihm gerade meinen Namen zur Begrüssung gesagt, nach dem Weg gefragt hatte oder ihm Drogen verkaufen wollte und dass er alle drei Optionen nicht sonderlich toll fand.... 

In dem Moment dämmerte mir, dass irgendetwas "komisch" war und mir wurde bewusst, dass ich gerade meine beste und liebste deutsche Begrüssung hinaus posaunt hatte - und das leider nicht in meiner Heimat sondern hier in der Schweiz, wo man ja eh schon so erbaut und erfreut über die "netten, freundlichen und gar nicht arroganten Deutschen" ist..... 

 

Tja, nun, passiert. Der DHL-Bote gab mir das Paket, schaute nochmals etwas ängstlich-verwirrt und verabschiedete sich dann mit einem eher fragenden "Ade?"

Fast hätte ich gesagt "Mached jut, du alte Furzbacke" (ein Mix aus Plattdeutsch und Assideutsch) aber ich sagte nur leise, angepasst ebenfalls "Ade"

 

Wird Zeit, dass die Schule wieder anfängt...  ;D

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Szenen einer Ehe: Der Kickertisch

Wenn der Mann etwas möchte, die Frau damit einverstanden ist, aber weder Mann noch Frau vor der Anschaffung die zweite Kellertüre ausmessen....
Dann steht der Kicker halt im Durchgang zur Garage 😁
Problem konnte aber zwischenzeitlich gelöst werden - und auch gekickert wurde schon :D

Ma'a SALAMI deutsche Sprache

Ja, heute wird die Prinzessin mal "politisch"... das bin ich sonst ja überhaupt nicht und will es auch nicht gross werden. Aber ein "Aufreger" der letzten Tage beschäftigt mich doch so sehr und fordert seinen schriftlichen Tribut, dass ich eben diesem nachgebe und ausnahmsweise bereit bin, aus meiner eher finanziell geprägten Denkweise (wie kann ich heute am besten das vom Ehemann verdiente Geld verprassen) heraus zu kommen...

 

Welchen "Aufreger" meine ich - wo es doch der Tage genügend davon gibt? Ich meine den Vorschlag eines deutschen Professors, in deutschen Schulen arabisch als Pflichtsprache in den Lehrplan aufzunehmen und alle Kinder von der Grundschule bis zum Abitur arabisch lernen zu lassen - gleichberechtigt mit dem Deutschunterricht... (Hier der Link zum Zeitungsartikel)

 

Sag mal, geht's eigentlich noch??? Was ist los in Deutschland? Die nächste Idee ist also, dass wir arabisch lernen, damit ein "Zugang zur arabischen Welt möglich ist"... echt jetzt? Ich kann das kaum glauben...

 

Schauen wir uns Deutschland von heute mal an.... 

Das Schulsystem an sich zeigt schon viele Mängel, aber das soll hier nicht Gegenstand sein... Wir lernen bereits einige Fremdsprachen, die ich für sinnvoll halte. Englisch, Französisch allen voran. Dann gibt es je nach Bundesland, Schulart usw weitere Angebote: Latein, Spanisch, Griechisch, chinesisch und ja, auch arabisch gibt es bereits an einigen Schulen als freiwilliges Wahlfach! 

Für uns Erwachsene gibt es unzählige Möglichkeiten, auch im Nachhinein noch eine Sprache zu lernen.

Wer dann also noch arabisch lernen möchte, kann dies gerne tun.

 

Aber wieso kann man ernsthaft den Gedanken erwägen, den "Kleinen" neben all den Dingen, die sie eh schon in ihre Denkapparate reindrücken müssen, nun auch noch eine neue Sprache, die meines Erachtens nach lange nicht an erster Stelle steht, aufzwingen zu wollen... Ja, Kinder lernen leichter eine neue Sprache, das ist so, aber wieso dann ausgerechnet arabisch??? 

 

Wäre dann nicht, wenn überhaupt, erstmal z.B. türkisch dran?? Die Anzahl der Türken in Deutschland ist so hoch, dass dies doch vielleicht ein besserer Vorschlag zum "Zugang zur türkischen Welt" wäre?!?

Oder russisch?? Ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit, als in den 90ern die riesige Welle von Russland-Deutschen zu uns kam und unsere Schulklassen teilweise geteilt und dann zur Hälfte mit Russland-Deutschen aufgefüllt wurden.... Die leben heute noch in Deutschland, sind nicht ganz Wenige und hätten doch auch ein Recht darauf, dass wir Deutschen uns um einen besseren "Zugang zur russischen Welt" bemühen - oder nicht??

 

Wirtschaftlich gesehen bietet sich dann sicher chinesisch an, davon gibt's nämlich auch den einen oder anderen auf der Welt und die stehen in wichtigen Beziehungen weltweit für Import/Export... Lieber Herr Strothotte, klingelt da was???

 

Und allen voran, sogar dem wichtigen Englisch-Unterricht voran, plädiere ich absolut dafür, in Deutschland wieder besser Deutsch zu lernen! Schaut euch mal um, wie unsere eigene Sprache teilweise verkommt... Der Genitiv stirbt aus, Fremdworte sind immer unbekannter und Sätze wie Schakkeline komma bei die Omma und mach dat Mäh mal ei! oderSchakkeline!! Wenn du dat kaufen wills, tuse ers ma fragen wie teuer dat kostet!   sind leider nicht nur witziger Kevinismus (wahrscheinlich müsste ich sogar "Kevinismus" erklären, da viele das Wort nicht kennen/verstehen) sondern weit verbreitete Tatsache in der deutschen Sprache.

 

Wie wäre es, statt arabisch also erstmal wieder deutsch  zu lernen... Mein Vorschlag: Jedes Kind, das in Deutschland die Schule mit einem Abschluss verlässt (egal mit welchem) ist in der Lage einen grammatisch richtigen Satz mit Subjekt, Prädikat , Objekt zu bilden, Zeiten zu kennen und mit etwas Glück, Ahnung davon zu haben, dass Schakkeline, Schäson, Tschastin keine Vornamen sind.... Herr Strothotte - wie wäre das???

 

Und unabhängig von den Deutschkenntnissen, dem Fremdsprachenwissen und Schullehrplänen bin ich sowieso dafür, dass endlich mal eine Wendung im Verhalten der Deutschen passiert, was die Kultur angeht.

Es kann doch nicht sein, dass wir immer mehr versuchen, unsere Kultur abzulegen, nur damit sich Einwanderer nicht gestört fühlen... Nein, ich bin kein Nazi, aber ja, ich bin dafür, dass sich Migranten unserer Kultur soweit anpassen, dass ein Zusammenleben gut möglich ist... Der deutsche Staat kommt schon in sehr vielen Dingen entgegen, die deutsche Bevölkerung ebenso, wenn dann die Forderungen immer weiter gehen, kann einem auch mal der Geduldsfaden reissen, ganz ehrlich...

 

Wer kennt nicht noch die Diskussionen um die Entfernung von Kruzifixen aus den Schulzimmern... Oder selbst erlebt in einem Hotel: Eine Diskussion darum, warum auf den Wurstplatten beim Frühstücksbuffet auch Schweinefleisch zu finden ist... Jetzt könnten einige der Gäste nichts von der gesamten Platte essen.... Und das sind nur zwei winzige Beispiele.

Deutschland ist ein christliches Land mit christlich geprägten Werten und Traditionen, die zum Teil selbst von den Deutschen nicht mehr bewusst wahrgenommen werden oder bekannt sind... Warum feiern wir nochmal Weihnachten und Ostern?? Ja, genau, damit es Geschenke gibt....

 

In Deutschland leben wohl so um 100.000 Hindus - habt ihr schon mal von Demonstrationen oder Forderungen gehört, dass Kühe schlachten verboten werden sollte? Ich nicht, und das find ich gut... Hindus ist die Kuh heilig und sicher sind sie nicht glücklich über unsere Kuhliebe beim Essen, aber schliessen sie sich deswegen zusammen und fordern "ein anständiges Kuhleben" für ihre Kultur? Nein, sie passen sich an an. 

 

Wenn also so ein Uni-Professor meint, jetzt müssen wir alle auch noch arabisch lernen, kann ich echt nur den Kopfschütteln und dabei versuchen meinen Würgreflex zu unterdrücken... 

Ausserdem hätte ich noch einen guten Vorschlag: Herr Strothotte, gehen Sie doch bitte mal in ein arabisch sprechendes Land, und versuchen Sie dort, das Fach "Deutsch" bzw. die Sprache "Deutsch" in den Lehrplan einzubauen, damit die arabisch sprechenden Menschen, die demnächst zu uns kommen einen "besseren Zugang zur deutschen Kultur" haben können! Wenn Ihnen das gelingt, können wir ja nochmals über "arabisch als Fremdsprache an deutschen Schulen" diskutieren!

 

So, genug politisches von der Pummelfee - nach all dieser Aufregung muss ich nun was schokoladiges essen und dann unbedingt Geld ausgeben gehen, das tu ich nämlich können ;-)

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Wie man in Deutschland noch günstiger isst als sowieso schon...

Es war mal wieder soweit: Alle paar Jahre muss der Mann mit in meine Heimatstadt nach Deutschland und die liebe Schwiegermutter besuchen. Für ihn fühlen sich die Besuchsabstände sicher nur wie ein paar Wochen an, aber tatsächlich fliege/fahre ich meistens ohne ihn.

Dass es nicht an der Schwiegermama, sondern an der verpflichtenden Arbeit liegt, ist ja wohl allen klar ;-)

Jedenfalls war es letzte Woche nach Jahren wieder soweit: Am Donnerstag zwang ich den einzigartigsten Ehemann mit mir nach Deutschland um dort bis Montag zu verweilen. Er trug sein Schicksal wie immer mit Fassung und die Aussicht, alleine ins Kino zu gehen, wenn ich meinen "Frauen-Abend" hatte, erhellte ihn doch mit Freude ;-)

Einen Nachmittag verbrachten wir in Hamburg und auf dem Rückweg hatten wir beide die Idee, das Abendessen in Elmshorn in der "Scheune" einzunehmen. Ich gehe dort immer wieder gern essen und wenn man schon in der Nähe ist...

 

Für uns ist es jedes Mal aufs Neue ein kleines "Highlight" in Deutschland essen zu gehen. Das liegt für mich daran, dass es dort Kiba und Spezi gibt (für den Ehemann ist gerade Kiba eher abschreckend..) und

natürlich ist der zweite Grund das Preisverhältnis... Wenn man in der Schweiz lebt und essen geht, ist ein Restaurantbesuch in meiner Heimat preislich gesehen immer wie ein Einkauf im Sozial-Kaufhaus.... Es kostet einfach nichts ;-) 

Ich meine, für ein "normales" Essen wie z.B. Pizza oder Nudeln mit einem kleinen Salat vorher, einem Getränk und evtl einem Glas Wein, kostet schnell mal 40-50 Franken pro Person. Wenn ich das in meiner Heimat bestelle, bin ich bei 40 Euro für beide zusammen und je nachdem ist dann sogar noch ein Dessert dabei.. Es ist also jedes Mal ein erfreuliches Erlebnis in Deutschland essen zu gehen - sowohl preislich als auch geschmacklich.

 

Wir waren also in der Scheune essen und hatten zufällig beide Lust auf Burger. Unserer Lust folgend bestellen wir je einen "Spezial-Burger" mit Pommes, der Mann hatte eine Spezi und ich zwei Kiba und damit waren wir glücklich ;-)

 

Dann kam der Zeitpunkt, an dem wir die Rechnung bestellten - im Gegensatz zur Schweiz, etwas, das wir in Deutschland durchaus gerne machen ;-)))

Wir bekamen sie auch sehr flott und freudig zückte der Ehemann seine Geldbörse um den fälligen Betrag zu zahlen. Ich sass einfach nur zufrieden und satt strahlend daneben und war einmal mehr erstaunt über die tiefen Preise... über die sehr tiefen Preise.... hmm, als ich die Rechnung sah, kam mir das doch etwas komisch vor... Wir sollten nur 19,- Euro für alles zahlen, krass wie günstig Deutschland ist... mit soo wenig hatte ich nun auch nicht gerechnet, aber ganz nach Prinzessinnen-Manier dachte ich mir "Was soll's" und himmelte weiter meinen tollen Ehemann mit verliebten Blicken an. 

 

Dieser jedoch hatte nur Blicke für die eben bezahlte Rechnung und stellte ganz praktisch in mein Verliebtsein fest: "Schatz, wir haben eine falsche Rechnung bekommen"

 

Dahin war die Romantik und ich konzentrierte meine Blicke ebenfalls auf die Rechnung... Jepp, da konnte etwas nicht stimmten.... Apfelschorle, Suppe und Salat - so gesund würden wir niemals bestellen!

 

Und jetzt war auch klar, wieso ich kurz den Gedanken hatte, dass es heute extrem günstig sei, selbst für Deutschland... Ein Blick in die Speisekarte bestätigte dies: Pommes und Burger waren schon 9,- Euro pro Person, dann noch die Getränke.... da würden 19,- nicht langen...

 

Also, nett wie wir sind, machten wir uns nicht einfach aus dem Staub, sondern die Bedienung auf den Fehler aufmerksam. Und: die Ehrlichkeit wurde belohnt..

Nachdem wir mitgeteilt hatten, dass die Rechnung nicht von uns gewesen sein kann und wir einiges mehr zahlen müssten, checkte die Bedienung schnell durch und kam zu uns zurück, um uns mitzuteilen, dass wir in diesem Fall Glück gehabt hätten. Unsere Rechnung wurde mit der vom Nebentisch vertauscht. Der Nebentisch hatte schon bezahlt und war gegangen... Da also in der Kasse kein Geld fehlen würde, könnten wir entweder den Betrag des anderes Tisches zahlen oder aber alles von der Bedienung ausrechnen lassen und dann unseren Betrag zahlen...

 

Selbstverständlich übernahmen wir die Rechnung des anderen Tisches und zahlten noch ein Trinkgeld, denn wir sparten satte 10 Euro ;-)) So kamen wir deutlich günstiger davon als sowieso schon in Deutschland..

 

Das "besondere" an der Situation war: Die Beiden sassen schon vor uns im Restaurant. Nachdem wir uns gesetzt hatten und die Bedienung unsere Bestellung aufgenommen hatte, fragte der Herr des anderes Tisches, ob er nun denn auch mal endlich bestellen könnten.... Sie warteten also schon länger ;-)

Als dann drüben bei ihnen abkassiert wurde, teilte der Mann mit, dass der Salat ja nun mal gar nichts gewesen sei. Es folgte eine kurze Diskussion in der die Bedienung mitteilte, dass sie nun am Preis nichts mehr machen könnte, da der Herr sich sofort hätte beschweren. Er teilte dann mit, dass er gar nicht weniger zahlen wolle, sondern einfach die Info geben möchte, dass der Salat überhaupt nicht essbar sei... Die Bedienung entschuldigte sich und versprach es an die Küche weiter zu geben...

 

Nun hatte also ein Paar, das lange warten musste und dessen Essen nicht schmeckte auch noch deutlich zuviel bezahlt.... Nicht, dass es uns gestört hätte, aber wer nicht darüber stolpert, dass eine Apfelschorle, eine Suppe und ein Salat 30 Euro kosten sollen, hat auch etwas selbst Schuld ;-) 

 

Wir zogen satt, gut gelaunt und dankbar (ich mein, die Bedienung hätte auch einfach nochmal von uns abkassieren können und damit ein Trinkgeld von 10 Euro gemacht...) von dannen... Scheune, wir kommen wieder ;-)

 

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Wie aus einem geplanten Computer eine Küchenmaschine wurde...

Ich bin stolze Besitzerin einiger Apple-Produkte. Sie überzeugen nicht unbedingt im Preis, aber für mich in Leistung und absolut im Design. So habe ich auch schon seit Jahren ein Mac-Book. Nachdem mein zuletzt Gekauftes nun auch auch schon wieder ein paar Jahre auf dem Buckel hat und die ersten Alterserscheinungen auftauchen, die mich doch das eine oder andere mal zu Weissglut bringen, hatte ich dem einzigartigsten Ehemann mal in einer ruhigen und entspannten Stunde erzählt, dass es evtl. Zeit für einen Neukauf würde. Vor allem, da ich beruflich darauf angewiesen bin und es bei täglicher Nutzung ja nun auch nicht besser wird.... 

Es war immer mal kurz Thema, dann schaute ich mir mal eines an, aber der "Druck" war noch nicht gross genug, da mein Altes ja noch arbeitet.... und so blieb es ohne "Folgen" im Gespräch. Wahrscheinlich bis gestern, denn dann passierte etwas anderes....

Ein ebenfalls sehr teures Gerät kam als Gesprächsthema auf den Tisch - eine Küchenmaschine. Eine die es zwar schon laaange gibt, aber immer mehr in den Gesprächsfokus rückt, inzwischen "Lovers" und "Haters" hat und in der Lage ist langjährige Freundschaften auf die Probe zu stellen ;-)

Ich rede vom Thermomix (ja, jetzt habe ich das böse Wort gesagt...)

 

Es kam auch in meinem Leben der Punkt, als ich vor einigen Monaten das erste Mal mit diesem Ding in Berührung kam bzw davon hörte, als ich mich mit Freundinnen traf, von denen eine den TM31 bei sich stehen hatte. Auf Grund der Reaktionen der anderen (lautes Kreischen, in Tränen ausbrechen, die BH's ausziehen und dem Thermomix zuschmeissen bevor die Ohnmacht folgte) ahnte ich, dass es sich bei dem Ding vielleicht nicht nur um einen Mixer oder sowas handelte... 

 

Ich fragte also nach, was genau sooo toll an dem Teil ist, dass die Ladies sich vor meinen Augen barbusig zeigen und in Ekstase verfallen. Ihre Antwort "DER kann kochen, mahlen, Eis machen usw..." half mir nicht gross weiter - denn, oh Wunder: das kann ich auch! Zwei Hände, ein Herd und ein paar Töpfe und Pfannen befähigen mich tatsächlich auch dazu...

 

Jedenfalls konnte ich ihr Ausrasten nicht ganz nachvollziehen. Allerdings ich kam seitdem öfter mit dem Teil in Berührung, sah ihn bei der einen Freundin, hörte Gutes von der anderen und wollte mir dann schlussendlich ein eigenes Bild machen.

 

Ich erfuhr, dass die "Lover" gibt - für sie geht der Thermomix über alles, ist eine Art Wunderding und wäre es menschlich, wären sie sicher schon mit ihm verheiratet - und dass es die "Hater" gibt - sie können das Wort "Thermomix" nicht mehr hören, bekommen Tobsuchtsanfälle, wenn einer ihrer Freunde davon erzählt und brechen auch mal einen gemeinsamen Abend ab, wenn bei einem Essen wieder jemand anfängt... "also, mein Thermomix kann das und mit meinen Thermomix schmeckt das viel besser, geht das viel schneller...." Bezüglich dessen gibt es nette YouTube-Videos ;-)

 

Weiterhin erfuhr ich, dass das Teil aber wirklich so ein paar Dinge kann, die zwar als Arbeit an sich nicht neu sind, aber alle relativ einfach und vor allem in einem Gerät machbar sind... Ich bekam Interesse an dem Teil und wollte mehr wissen...

Und dann kam es schliesslich soweit, dass ich eines Abends mit dem Ehemann auf dem Sofa sass, und die Worte "Du, Schatz, es gibt da so eine Küchenmaschine... " sagte... Weiter kam ich nicht, denn der einzigartigste Ehemann kennt mich, unterbrach und fragte: "Wieviel???"

Als ich ihm den Preis sagte, etwas sauer, das meine erotisch geplante Überleitung zur Vermeidung dieser Frage nicht geklappt hatte, war unser Gespräch dann auch beendet :D Ok, hatte ich mit rechnen können. Aber: es standen ja noch Urlaubswochen in Thailand und - und ich wusste, dann ist der Kerl entspannter, erholter und offener.. wenn ich dann mit einer erotischen Überleitung.....

Soweit kam es gar nicht, denn noch vor unserem Urlaub kam eine Anfrage, ob ich Lust hätte, bei einer Thermomix-Vorführung mitzumachen - und klar, da konnte ich dann nicht nein sagen. Sich ein eigenes Bild machen, wichtige Fragen klären, die nicht in Internetforen "verfälscht" wären, das Teil selbst erleben, testen und damit gekochtes Essen probieren - ja, das wollte ich.

 

Also sagte ich dem Mann, dass ich ganz unverbindlich und nur mal um zu gucken an eine Thermomix-Vorführung gehen würde.

Er war einverstanden - wohlwissend was mein ganz unverbindlich und nur mal gucken im schlimmsten Fall bedeuten könnte und nun, ja, gestern war es soweit.

 

Voller Vorfreude und sehr gespannt machte ich mich auf den Weg um dieses kleine Wunderteil kennen zu lernen. Natürlich hatte mich noch intensiver damit beschäftigt, Berichte gelesen, Vergleiche gemacht und neutrale Bewertungen angeschaut - und ja, ich gebe zu, vielleicht habe ich mich dabei schon ein ganz klein wenig verliebt... nur ein bischen, aber eben ein bischen ;-)

 

Tja, und dann ging die Sache ganz schnell: die Vorführerin erklärte uns kurz das Gerät und ohne viel Umschweife durften wir dann selber ran und unser Mittag zubereiten... Ja, es machte Spass, wir machten coole Sachen, die schmeckten und ich war überzeugt.

 

Nun musste ich mich entscheiden.. Eigentlich bräuchte ich demnächst einen neuen Compi... wie gesagt, hat meiner nach ca 6 Jahren täglichem Betriebs erste Gebrechen... aber nun stand da dieses Ding vor mir, hatte mir ein geniales selbstgerechtes Beeren-Eis gezaubert, leckerstes Foccacia und Rohkostsalat und damit einen inneren Kampf herbei geführt.... Ok, um ehrlich zu sein, ein richtiger Kampf war es nicht.... Essen gegen Maschine bei Prinzessin Pummelfee?? Ist doch klar, wer gewinnt :D Und plötzlich, ohne dass ich es merkte oder bewusste beeinflussen konnte war der Kaufvertrag unterschrieben, ups... :D Ehrlich, ich wollte mich wehren, ich hatte versprochen "nur mal zu schauen" aber das war irgendwie aus meinem Hirni gelöscht worden... naja, gibt Schlimmeres ;-)

 

Und so kam es, dass aus einem geplanten Computer eine Küchenmaschine wurde....

Ich freue mich sehr drauf, demnächst zu den stolzen Besitzern eines Thermomix zu gehören, werde aber nicht so eine typische "Loverin"... Mir ist natürlich bewusst, dass das Teil viel, aber eben nicht alles kann. Und mit diesem Wissen werde ich ihn auch nicht ständig in den Himmel loben, meine Freunde damit nerven oder als Gesprächsthema nur noch diese Maschine haben - aber: wenn er kommt, wird er erstmal fürstlich begrüsst, geküsst, gebadet und verhätschelt ;-)))))

 

Und mein Compi bekommt mal ne richtige Ansage, dass er noch länger halten muss ;-)

TM5 - ich freue mich auf dich :D

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Szenen einer Ehe: "Aufräumen"

Hey Ladies da draussen, die ihr auch mit einem lieben Kerl Mann zu Hause das Leben teilen dürft. Vielleicht kennt ihr ja ähnliche Szenen aus eurem Paar-Alltag und wisst sie nicht ganz einordnen...

Absicht? Unvermögen? Pure Bosheit? Oder wirklich das oft geäusserte und evtl. Wahre: "aber-Schatz-das-war-doch-keine-Absicht-und-ich-weiss-gar-nicht-wie-das-passieren-konnte" inklusive unschuldigem Blick. Ich bin mir bei einigen Szenen nicht ganz sicher - so auch bei dieser :D

 

Ja, zugegeben, es ist nur eine klitzekleine Kleinigkeit und spielt tatsächlich keine grosse Rolle, aber sollte es nicht ganz unabsichtlich passiert sein, um zu testen, was passiert, muss ich zukünftig umdenken und den männlichen "ich-krieg-meine-Frau-schon-dazu-mich-aus-dem-Haushalt-rauszuhalten-Gedanken" besser die Stirn bieten :D

Es war nämlich so: im Haushalt von meiner Wenigkeit Prinzessin Pummelfee und dem Prinzen aka einzigartigster Ehemann der Welt, gibt es eine Schublade, in der alle Tüten/Tragetaschen aufbewahrt werden. Von Klein bis Gross, von Plastik über Papier bis zu Stoff, von stabil bis zu reisst schon beim Anschauen - alles dabei. 

Und dann sind da auch noch meine Lieblingstragetaschen drin: nette Grösse, sehr stabil und einfach praktisch. Sie sind vom meinem Optiker (nein, das spielt keine grosse Rolle, soll einfach noch etwas ausschmücken ;-)) und haben so eine süsse Katze drauf "Katzenseh"

Jedenfalls - um das nochmals zu betonen und damit die Wichtigkeit dieses Details hervor zu heben: Es sind meine Lieblingstragetaschen! Ich hatte ca 5-6 von ihnen gesammelt (nein, ich bin kein Messi) da ja immer mal was sein könnte.. Wer weiss: Diebe brechen ein, finden diese tollen Taschen und nehmen eine mit, dann hätte ich wenigstens noch 4... Oder man verschenkt mal was und bringt es in dieser Tasche. Die Beschenkten sehen die Tasche, nehmen das Geschenk heraus, geben es uns zurück und behalten die Tasche, dann hätten ich noch welche zu Hause... Oder die Prinzessin ist mal wieder schusselig und vergisst irgendwo eine Tasche. Ihr seht, was ich sagen will: Wir hatten genügend, um auch mal einen Verlust in kleiner Menge zu vertragen...

 

Womit die Prinzessin leider nicht gerechnet hatte.... der einzigartigste Ehemann der Welt.... Den hatte ich dummerweise aus meinen "was-wohl-alles-passieren-könnte-Szenarien" rausgelassen und das bekomme ich jetzt zu spüren..

 

Wir haben einen Haushalt - und der will von Zeit zu Zeit geführt werden. Und auch wenn das überhaupt nicht standesgemäss ist, aber ja: die Prinzessin macht das voll alleine...  Allerdings: in unbestimmten Zeitabständen bitte ich den einzigartigsten Ehemann, mir doch kurz, wenn's keine Umstände macht und evtl. gerade möglich wäre, mir zur Hand zu gehen. Etwa so. "EY, wo biste schon wida????? Komm` ma bei mich und helf ma bei die Arbeit!!!"

Sich seines Schicksals bereits ergeben, schlürft dann der Gatte ran und fragt meist sehr motiviert wie er mich denn unterstützen kann.

Also hab ich ihn letztens gebeten, die Taschenschublade kurz aufzuräumen. Ich wusste, das ist kein grosses Ding: schnell sortieren, aufeinander packen und gut ist.

Und so war es auch. Der einzigartigste Ehemann hat ohne Murren (er hat mir erklärt, dass die aus ihm heraus stossenden Laute von einer Magen-Darm-Verstimmung kamen) die besagte Schublade aufgeräumt. Prinzessin war zufrieden, Haushalt erledigt, alle glücklich....

Bis vor ein paar Tagen, genau genommen war es schon letztes Jahr, denn es war kurz vor unserem Urlaub.

Ich musste ein paar Dinge einpacken und hatte klar vor Augen, in welche Tasche die am besten passen würden: keine Frage - in die Katzenseh-Tasche, ganz klar. Also hüpfte ich glücklich meines Lebens an die Schublade, schon voller Vorfreude, gleich mein Objekt der Begierde in den Händen halten und der Welt zeigen zu dürfen, als ich etwas stutzte, weil mich nicht sofort beim Öffnen etwas katzenmässiges anfunkelte. Aber ja, Monsieur hatte ja aufgeräumt, sicher waren sie jetzt nur an einem anderen Platz in der Schublade.

Also wühlte ich etwas, doch mein Gatte hatte seine Sache gut gemacht: Er hatte so gut aufgeräumt, dass ich die Taschen trotz mehrmaligem Wühlen nicht finden konnte.... Aus Zeitgründen gab ich auf und nahm kurzerhand so eine Tasche, die niemand lieb hat um meinen Frust loswerden zu können.

Später sprach ich ihn dann darauf an, ob er wohl die Güte hätte, mir mitzuteilen, was er mit meinen Lieblingstaschen angestellt hätte... ihr wisst schon "EY...."

Er blieb trotz meiner eher subentspannten Stimmung recht gelassen. "Oh, sind sie nicht in der Schublade? Dann wohl im Keller. Ich geh mal schauen."

Im KELLER??? Hallo, geht's noch? Womit haben meine lieben Taschen das bitte verdient? Ich stell seine Bücher ja auch nicht in den feuchten Keller, wo sie verrotten würden?

Ich fand das ziemlich schlimm und dachte, schlimmer kann's nicht mehr kommen, aber es kam und zwar als er wieder hochkam.... "Hm, Schatz, irgendwie sind die nicht im Keller." Jetzt mag man meinen, das sei ja ein gutes Zeichen, immerhin nicht im Keller. War es aber nicht, denn wie sich herausstellte, waren die Taschen "komischerweise" nicht mehr aufzufinden. ALLE.. WEG... Und nein, er machte keine Witze. 

 

Wie ja hinlänglich bekannt ist, sprechen Männer und Frauen nicht immer eine Sprache, also frage ich: "Was genau verstehst du darunter, wenn ich sage `aufräumen`?" "Nicht in den Müll schmeissen, Schatzi, wirklich nicht, falls du das denkst, aber ich weiss einfach nicht mehr, wo die Dinger sein könnten...."

 

Naja, was soll ich sagen: ich würde ihm ja glauben, wenn wir nicht schon mal so eine ähnliche Situation gehabt hätten. Da hatte ich ihn auch gebeten, etwas "aufzuräumen" und anschliessend waren meine Studienunterlagen von der Hochschule Luzern verschwunden, die ich dringend brauchte.... nach sehr vielem Suchen, Beteuerungen auf meiner Seite, dass sie wirklich hier im Haus sind (denn zuerst wurde natürlich bei der Schusselkönigin nach dem Fehlverhalten gesucht) und noch mehr Überlegungen, fiel meinem Männe plötzlich ein, dass er sie evtl. in den Keller und dort in einem Schrank versteckt deponiert haben könnte... wo sie dann auch lagen...

 

Und nun drängt sich natürlich der Verdacht auf, dass da eine gewisse Absicht oder Berechnung hinter steckt :D Denn jedes Mal, wenn ich ihn bitte mir zu helfen, und danach etwas unvorhergesehenes Dramatisches passiert, könnte es ja sein, dass ich ihn lieber gar nicht mehr frage...

Wer weiss schon genau, was Gott sich beim Erschaffen des männlichen Hirns und der Logik genau gedacht hat :D 

 

Ein ehemaliger Vater aus der Kita hat mir einmal erzählt, dass, immer wenn seine Frau ihn früher bat im Haushalt zu helfen, für ihn die erste Überlegung war, was er kaputt machen könnte. Beim Abwaschen/Abtrockenen hat er Geschirr "fallen" lassen, beim Staubsaugen "aus Versehen" die teure Vase am Boden umgefahren und beim Fensterputzen war hinterher mehr Dreck als vorher... Seine Taktik hatte Erfolg: nach einigen demolierten Dingen, brauchte er nie mehr helfen...

Damals hab ich drüber gelacht.. Inzwischen bin ich nicht mehr sicher, ob ich dem selben Prinzip zum Opfer fallen könnte... 

Die Studiensachen sind zwar wieder "aufgetaucht" - und sie waren auch echt wichtig - aber die Taschen, alle Taschen, sind bis heute unauffindbar. Ich vermute sie sind in einer Müllsammelstelle gelandet und vermissen mich sehr...

 

Tja, und jetzt bleibt die Frage offen: Was mache ich in Zukunft?? Den Mann bitten mir zu helfen? Lieber drauf verzichten? Kleine fiesen Fallen stellen, die ihn dabei überführen, wenn es Absicht sein sollte und dann Folter androhen, wenn mir als Wiedergutmachung nicht die Füsse massiert werden?

Ich bin mir noch nicht sicher, aber da ich zur Zeit noch um meine Taschen trauere auch mit anderen Gedanken beschäftigt ;-)

 

Aber eines steht mit Sicherheit fest: Niemals, wirklich nie, werde ich ihn bitten, den Süssigkeitenschrank "aufzuräumen" !!:D

 

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Szenen einer Ehe - die Spinnen

Eine kleine (aber deswegen nicht weniger fiese) Erinnerung aus dem Urlaub in Thailand darf noch mit euch geteilt werden. Diesmal allerdings weniger die Gegend oder Unternehmungen beschreibend, sondern eher die fast königliche Beziehung von Prinzessin Pummelfee und dem einzigartigsten Ehemann der Welt betreffend.

Wer meinen Gatten kennt (die anderen erfahren es heute hier und jetzt), der weiss, dass Herr Prinz an einer Spinnenphobie leidet. Gäbe es Stärkegrade in Spinnenphobie, so wäre er wahrscheinlich recht nah an der grössten Stärke. Spinnen und mein Herr Gemahl - das passt mal so gar nicht...

Um es an einem kleinen Beispiel deutlich zu machen: Der einzigartigste Ehemann ist eher von der gemütlichen, teils liebevollen-trägen Sorte. Schnelle Bewegungen könnten ja Schaden anrichten. Dazu zählt auch das Rennen. Der Herr würde nur unter sehr wenigen Umstände die schnelle um nicht zu sagen rasante Art der Fortbewegung nutzen. Wozu rennen? ist eines seiner Mottos. Der Bus kommt auch in einer Stunde nochmal, warum also rennen. Die Ampel wird ja alle halbe Stunde grün - warum also rennen. Man kann ruhig mal zu spät kommen - warum also rennen....

Es hat seehehr lange gedauert, bis ich meinen Mann mal hab rennen sehen. Einmal hatte mit einer Spinne zu tun. Wir sassen abends auf dem Sofa - und zack, so schnell, dass ich es nicht mal gesehen habe, war der einzigartigste Ehemann verwunden... vom Sofa, aus dem Zimmer, aus der Wohnung, aus dem Haus, aus der Stadt.... ok, soweit dann doch nicht, aber in für ihn angemessener Entfernung vom Sofa. Leise, vorsichtig hauchend kam dann eine warnende Info an mich: da ist eine Spinne auf dem Sofa... Und tatsächlich, zwischen den Kissenritzen schaute eine kleine, ob so rasanten Bewegungen des Hausherrn verschreckte Spinne hervor.... Ihr seht, es gibt sehr ausgewählte Gründe, die Herrn zum Rennen bringen und das sind Spinnen... Damit seht ihr auch: seine Spinnenphobie ist sehr gross ;-)

 

Sowas muss in einer Ehe auch mal zu seinem eigenen Vergnügen nutzen ;-) das ergibt dann immer nette Szenen einer Ehe :-)

Wir waren also gerade in Thailand unterwegs. Dort können teilweise recht "komische" Dinge käuflich erworben werden. Unter anderem echte Spinnen, die verstorben sind und dann in einem mit Watte (oder ähnliches) gefüllten Rahmen gepackt werden. Und es sind ziemlich grosse Spinnen....

Wir sind also auf einem Markt unterwegs, haben uns getrennt und schauen verschiedene Dinge an... Und da entdeckte ich sie zum ersten Mal - diese Spinnen:

Da der Herr Ehemann diese tollen Dinger noch nicht entdeckt hatte, blieb nur eines zu tun. Ich rannte (im Gegensatz zu ihm mache ich sowas nämlich) zu ihm, erntete komische Blicke der Thais und Touristen, und bat meinen Mann, seine Augen zu schliessen, da ich ihm etwas ganz Besonderes zeigen wollte.

In seinem vollen Vertrauen zu seiner ihn über alles liebenden und immer wohlwollenden Gattin, schloss er seine Augen und liess sich von mir führen. 

Ziemlich gradlinig steuerte ich direkt vor das grosse Regal mit der Spinnenauswahl. Ich positionierte ihn mittig (damit der Fluchtweg zu beiden Seiten gleich lang ist) und sagte dann sehr zuversichtlich:" Schatz, jetzt darfst du die Augen offen..."

Er rannte zwar nicht - was der Tatsache zuzuschreiben ist, dass er sofort erkannte, die Spinnen sind "eingepackt" - aber er machte einen guten, grossen Schritt rückwärts, schüttelte sich und gab Laute der Abscheu von sich :D

Er hatte gedacht, dass ich ihm etwas von den vielen, total kitschigen Sachen dort zeigen möchte... mit so etwas, in seinen Augen perversen, hätte er natürlich nie gerechnet....

Ich liebe unsere kleinen, fiesen "Szenen einer Ehe" und bin schon gespannt, was er mir demnächst wieder mal "antut" :D

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Koh Samui 

Nachdem wir in der ersten Woche auf dem Festland unterwegs waren, verbrachten wir die zweite Woche auf Koh Samui, um Ruhe und Strand zu geniessen. Ich las mal wieder ein Buch durch und begann ein Zweites (hat seit längerem Seltenheitswert, obwohl die Prinzessin ja gern mal liest) und es bot sich nach den vielen Eindrücken die Möglichkeit eben diese sacken zu lassen. 

Trotzdem konnten wir es uns nicht entgehen lassen, auch noch ein paar Sehenswürdigkeiten von Samui abzuklappern. Die Insel ist nicht sehr gross und je nach Verkehr ist es möglich in 1-2 Stunden komplett drumherum gefahren zu sein (ähnlich auf Madeira). Die Strasse drumherum ist etwa 55km lang  also gut machbar. 

Und so suchten wir einen deutschsprachigen Inselguide, der uns abholte und uns sowohl bekannte Ecken, als auch ein paar Geheimtipps zeigte, die man auf Samui gesehen haben sollte.

Da wäre zum Beispiel der "Big Buddha" - eine 12m hohe Statue im Tempel Wat Phra Yai an der Nordostspitze von Samui (genauer auf Koh Fan). Ich hätte während unsere Zeit dort manchmal das Gefühl, Thailand hat mehr Buddha-Figuren als Einwohner... :D Ein Touristenfang ist diese Statue sicher und grad unten dran versuchen Einheimische ihre Waren (Kleider, Essen, Souvenirs) an die Besucher zu verkaufen. Wenn man oben ist, hat man eine tolle Aussicht aufs Meer und kann den Bophut-Beach sehen, an dem wir auf Samui zu Hause waren.

Vieles in Thailand ist chinesisch geprägt. Hat mit der geschichtlichen/kriegerischen Vergangenheit zu tun. Zum Wat Plai Leam bzw. der Statue Yao Mae Khan Im wurde uns erzählt, dass sie im chinesischen ursprünglich 12 Arme hatte, die Thailänder dies aber überbieten "mussten" und der netten Dame (ja, es ist eine weibliche Figur) 18 Arme verpassten... Wie auch immer - imposant sind diese Statuen schon immer....

Der Tempel steht in einem kleinen See und wurde auf eine symbolisierte Lotusblüte gebaut. Gleich nebenan: der lächelnde Buddha

Eine auch sehr interessante Geschichte steckt hinter dem Tempel Wat Khunaram. Der Tempel selbst ist nicht sonderlich beeindruckend und sehr einfach, aber einer der Mönche (Luang Po Daeng) dort dafür umso mehr. Angeblich hat dieser Mönch zu Lebzeiten seinen exakten Todestag vorausgesagt und ebenfalls betont und berichtet, dass er anschliessend nicht verwesen wird. Und so soll es dann auch passiert sein.

Dieser Mönch starb 1973 beim Meditieren an dem von ihm prophezeiten Datum und wurde nach seinem Tod im Tempel hinter Glas aufbewahrt, da er wirklich nicht verweste.

Um die Augenhöhlen zu "verstecken" setzte man ihm eine Sonnenbrille auf und nun kommen täglich sowohl Touristen als auch gläubige Buddhisten um den mumifizierten Mönch zu betrachten bzw. verehren. Er hat tatsächlich noch Haare auf dem Kopf....

Anscheinend wurden verschiedene Untersuchungen gemacht, wobei u.a. die Haare am Kopf entfernt wurde. Diesen sollen in kurzer Zeit wieder nachgewachsen sein....

Ob und wieviel diesen Erzählungen geglaubt werden kann, muss wohl jeder für sich entscheiden. Ich finde einfach die Geschichten hinter solchen Dingen immer sehr interessant, auch wenn ich lange nicht alles glaube. Hier der mumifizierte Mönch von Samui

So, und zum Abschluss unseres Thailandurlaubs einfach noch ein paar Bilder... von Samui und Dingen die wir dort noch angeschaut haben und natürlich noch ein paar vom Festland....

Bleibt nur noch zu sagen: Frohes Neues Jahr :D

 

Alles in Allem war ein super Urlaub in Thailand. Den Norden konnten wir zwar nicht bereisen, aber so bleibt ein Grund zum Wiederkommen. Sowohl dem einzigartigsten Ehemann als auch mir, der Prinzessin, hat der Aufenthalt grandios gefallen. 

Es gibt Vieles, das absolut fremd und gewöhnungsbedürftig ist, aber genau das macht es ja auch interessant.

Ich selbst werde wohl nie begreifen, warum die Thai so stark in ihrem Glauben und auch Aberglauben leben.... Dinge, die passieren (Glück und Pech bringen), wenn bestimmte andere Dinge getan oder eben nicht getan werden... Aber das muss ich auch nicht. Wie gesagt, war es sehr interessant, einen Teil ihrer "Regeln" und Kultur zu erfahren und auch live gelebt zu erleben.

Über das verrückte Autofahren (vor allem Bangkok aber auch sonst) habe ich ja schon geschrieben.

Interessant ist auch, dass die (meisten) Thai nie zugeben würden, wenn sie etwas nicht wissen, nur um ihr Gesicht nicht zu verlieren. Lieber geben sie eine falsche Antwort, als zuzugeben, dass sie etwas nicht wissen...

Fragt als nie nach dem Weg, wenn es wirklich wichtig ist... :D

Ein anderes, evtl. dazu passendes Beispiel: Ich hatte dummerweise zu wenig von meinen täglich benötigten Medikamenten mitgenommen. Also gingen wir in eine Apotheke und fragten nach diesem. Wir bekamen die Auskunft, sie hätten das Medikament nicht, aber die Apotheke eine Strasse weiter wahrscheinlich. Also gingen wir dorthin, und bekamen die gleiche Antwort.. nach ca. 8 abgelatschten Apotheke dämmerte mir langsam, dass keine mein Medikamt hat, mich aber sicher noch Wochen jeweils zu anderen schicken wird, anstatt zu sagen: "Sorry, Pummelfee, du warst zu dumm zu rechnen, jetzt haste Pech. Das Zeug haben wir hier nicht. Falls überhaupt, frag mal im Krankenhaus nach.... und tschüss"

Nein, keiner sagt mir das, sondern schickt mich von A nach B. Cool war dann, als einmal B mich wieder nach A schicken wollte... Als ich dann sagte, dass wir grad von genau dort kommen, mit der Info das eben B mir jetzt helfen könnten, schauten sie erst blöd und schickten mich dann zu C.... :D Die lieben Thai....

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Schwimmender Markt und alte Hauptstadt

Der Besuch eines "schwimmenden Marktes" war auch sehr interessant und spannend für uns. Klar ist dies inzwischen wie vieles andere auch sehr touristisch, deswegen aber nicht weniger spannend für uns. Ca 80 km entfernt von Bangkok gibt es den "Damnoen Saduak" - einen der noch wenigen existierenden schwimmenden Märkte. 
Bevor Bangkok all seine Straßen hatte, war der Verkehrsweg über den Chao Phraya Fluss und seine vielen Kanäle gegeben und die Waren wurden dort transportiert. Doch mit den Jahren wurden immer mehr Wasserstraßen zugeschüttet und durch Straßen ersetzt. 

Wir wurden wieder in einem Boot auf dem Chao Phraya herum gefahren und konnte das Leben der einfachen Leute am Fluss etwas betrachten, bis wir nach vielen kleinen Kanälen plötzlich in einem Markt auf dem Wasser eintrafen. Vor allem Frauen steuerten ihre Boote und verkauften direkt von dort ihre Waren: Obst, Gemüse, Fleisch und andere Spezialitäten. Es gab dann die Möglichkeit auszusteigen und weitere Marktstände an Land zu begehen, wobei am Rand immer wieder Boote festgemacht waren, die vom Boot runter verkauften. Dort wurde teils auch gekocht und gegrillt :D wir klapperten den Narjt ab, aßen typische Thai-Dessets, dessen Name ich nicht mehr weiß und probierten "Sticky Rice with Mango" absolut LECKER :D

Bevor Bangkok die Hauptstadt Thailands wurde, war dies Ayutthaya. 
Auch diesem Ort wurde selbstverständlich ein Besuch abgestattet und der zerstörte Tempel besucht. Wir erfuhren, wie im Krieg zur Schwächung Thailands den dortigen Buddhafiguren jeweils die Köofe abgetrennt und die Tempelanlage zerstört wurde. Der Mensch wütet wenn er wütend ist... Oder oft auch ohne wütend zu sein... Die Zerstörung ist groß. 

River Kwai

Ein Ausflug führte uns zu sogar einem mir bekannten Stück Zeitgeschichte :D es ging zum River Kwai bzw der Brücke am Kwai. 
Wir fuhren ca 3 Std von Bangkok aus zu einem Anlegesteg für die hiesigen Speedboote. Das Boot fuhr uns ca 10-15 Min auf dem River Kwai herum bis wir an der Brücke ankamen. Es war schön, die aus dem Fernsehen bekannte Brücke live zu sehen, aber letztendlich doch nicht ganz so eindrücklich, wie ich gedacht hätte. 
Mehr "beeindruckt" hat mich die traurige Geschichte dahinter, wieviel Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene beim Bau der Zuglinie und Kwai-Brücke gestorben sind (40.000-90.000) und einen Nachbau der Unterkünfte für diese Arbeiter zu sehen.
Auch besuchten wir den Friedhof von Kanchanaburi (das Gebiet in dem wir zur Besichtigung der Kwai-Brücke waren) auf dem ein Teil der Verstorbenen beerdigt ist. 

Nachdem wir auf der Brücke herum spaziert waren, ging es weiter mit dem Death-Railway-Train (der seinen Namen auf Grund der hohen Todeszahl beim Bau der oben erwähnten Linie hat) der uns für 1,5 Std durch typische Thai-Gegenden brachte - sehr ländlich. Am Ziel angekommen bezogen wir ein tolles Quartier direkt am River Kwai... Ein Bungalow im "Dschungel" sozusagen: sehr abgeschieden, direkt am Wasser und im Grünen. Herrliche Ruhe, um die Eindrücke zu verarbeiten. 

Wat Pra Kaew, Klongs und anderes

Neben dem liegenden Buddha hatten wir am ersten Tag die Möglichkeit eine 1-stündige Bootstour durch die Klongs (Kanäle) von Bangkok zu machen. Sehr eindrücklich... Eine Art asiatisches Venedig... Ewig schienen wir die Wasserstraße zu befahren, bewunderten schöne oder auch nicht so schöne Häuser an den Ufern und bekamen einen kleinen Enblick in das Leben der Einwohner am Fluss... Toll :D
Nach der Bootstour besuchten wir den großen Palast und den dazu gehörigen Tempel Wat Pra Kaeo. 
Die Bauten sind wirklich alle sehr eindrücklich. Die tiefe Verehrung von Buddha und auch der Königsfamilie und sämtliche Rituuale oder Verhaltensregeln wirkten hingegen ab und zu etwas befremdlich aber auch spannend. Schuhe ausziehen vor Betreten war Pflicht, außerdem gab es Dresscodes für die Frauen zu beachten:
Die Schultern mussten bedeckt sein, wenn Rock überhaupt erlaubt war (nur einmal der Fall) dann musste er die Knie bedecken und wenn Shorts erlaubt war, mussten sie ebenfalls die Knie bedecken.
In diesen "Türmchen" wird übrigens Asche von Kremierten aufbewahrt. Wenn die Angehörigen sie nicht in den Fluss streuen, ist dies eine andere Alternative. 

Ebenfalls eindrücklich war für uns der Besuch von Wat Arun (Wat bedeutet übrigens Tempel) der zur Zeit einen neuen Anstrich bekommt und deswegen leider nicht betreten werden durfte. Aber auch drum herum gehen fanden wir schön :D 

Sawasdee

Oder "Hallo/Guten Tag" wie es an unserem derzeitigen Aufenthaltsort heisst :)
Der einzigartigste Ehemann und ich haben der Schweiz den Rücken gekehrt und sind seit dem 20.12.15 in der "Stadt der Engel" im "Land des Lächelns"

Na? Erraten wo?
Mit dem Land des Lächelns ist natürlich Thailand gemeint und unser erstes Ziel war Bangkok, was in Kürze "Stadt der Engel" bedeutet. Die ausführliche Beschreibung des Namens bräuchte einen Roman :)

Wir verbringen hier unseren Weihnachtsurlaub in besten Temperaturen und aufregenden Unternehmungen. Zwei Wochen Wärme hellen das Gemüt einfach auf :)
Der Plan besteht darin, erst einen Teil des Landes und der Leute kennen zu lernen und uns danach mit gutem Gewissen ja bereits etwas für den kulturellen Hintergrund getan zu haben, mit der Plautze in die Sonne am Strand von Koh Samui zu hauen :D

Bisher geht dieser Plan auf - wir haben schon einiges unternommen, um als "kulturell im Minimum weitergebildet und mit fremden Kulturen vertraut" zu gelten :D
Obwohl wir Zwei zwar nicht ganz unerfahren im Reisen und im Umgang mit fremden Menschen/Kukturen sind, haben wir uns dieses Mal aber doch für die "Special-Variante" entschieden und uns die Unterstützung durch Guide und Fahrer für den kulturellen Teil gegönnt.
D.h. Wir werden jeden Morgen von unserer Guidefrau Jenny empfangen, die uns tolle Orte zeigt, Infos gibt, Fragen beantwortet und bei Problemen hilft, und dann von unserem
Fahrer John an die tollen Orte gefahren :D

Diese Entscheidung war super, denn mal abgesehen davon, dass hier Linksverkehr herrscht, ist das Fahrverhalten auch sonst nicht ganz "sauber" :)
Nur zur Info: 
Aus den bestehenden 3-4 Fahrspuren wird grundsätzlich eine mehr gemacht, der Pannenstreifen ist auch eine Fahrspur, Tempolimits sind immer mit dem Faktor 2 zu multiplizieren, Fährräder, Mofas und Fussgänger dürfen sich auf der Autobahn in verkehrter Richtung auf dem Pannenstreifen fortbewegen, es darf jederzeit von allen Seiten überholt werden  und zu guter Letzt gibt es die Möglichkeit für U-Turns auf den Autobahnen/Schnellstraßen... No Problem for Prinzessin Pummelfee...
Klar, dass wir da unbedingt einen Fahrer brauchen!!!
Aber egal - kommen wir zu den tollen Dingen, die wir schon sehen/erleben durften:
Da wäre zuerst der riesige liegende und mit Blattgold überdeckte Buddha im Tempel "Wat Pho" 
Eindrücklich den zu sehen, auch ohne Buddhist zu sein. Er ist zwar einer von Vielen (95% der Thai sind Buddhisten und das merkt man) aber die Ausmasse sind schon enorm im Vergleich zu den anderen Buddha-Figuren

Ein Teil des liegenden Buddhas
Ein Teil des liegenden Buddhas
Weitere Sehenswürdigkeiten unserer Tour im nächsten Beitrag..

Huhu

Ja, uns gibt's noch - auch wenn es jetzt länger wieder mal ruhig war. 

Was soll ich sagen: als Prinzessin ist man einfach viiiiiiel beschäftigt, ihr kennt das ja ;-) Und dann ist seit kurzem Advent - der Freifahrtsschein zu völlig unkontrolliertem Essen :D Das muss man mir also nicht zweimal sagen *schmatz* Unser Sofa steht seitdem in der Küche, direkt vor den Keksdosen und nahe dem Kühlschrank.... dann ist der Weg nicht soweit :D


Wie auch immer; ausser Essen gab's natürlich auch noch die eine oder andere freudige Begebenheit. So bin ich z.B. meinen Gips los und kann wieder wie eine elegante (Pummel)Fee herumhüpfen, den einzigartigsten Ehemann der Welt mit meinen Engelsgleichen Füsschen malträtieren und bei Null-Bock auf Haushalt schnell Schmerzen vortäuschen, die noch von der OP herrühren...


Ich war an meiner ersten "Putz-Party" (ja, Männer so was gibt's und wir Frauen gehen sogar freiwillig dahin) und fand es irgendwie ganz amüsant ;-) Mich konnte nicht alles überzeugen, aber das eine oder andere ist doch auch auf meiner "Muss-ich-unbedingt-haben-sonst-geht-mein-Leben-nicht-weiter-Liste" gelandet und wurde gekauft. Ich warte auf die Lieferung und bin gespannt auf das Ergebnis. Ach und nur zu Info für die Unwissenden: Auf so einer Party wird nicht wirklich geputzt; es ist eher wie eine Tupperparty, einfach mit Putzsachen statt Tupper ;-)


Meine Schüler halten mir weiter auf Trab. Eigentlich wollte ich ja die Postion einnehmen, dass sie mir aus den Händen fressen, tun und lassen was ich möchte... Das funktioniert noch immer nicht ganz. Sie schaffen es regelmässig mich zu verarschen... Gerade letzte Woche: Schülerin A,B und C kommen in den Raum, gehen zu ihren Plätzen, tuscheln und wenden sich dann an mich: A: Frau Pummelfee, ich bin schwanger.

Um das Gesagte zu untermauern, strich sie den Pulli ganz flach über den Bauch und ja, es war eine klein Wölbung zu erkennen. Ob Baby oder Adventszeitbauch unklar. Ich schaute etwas kritisch....

Dreht sich eine Schülerin D, die die ganze Zeit auf ihrem Platz sass um und schaut die anderen drei an: "Weiss Frau Pummelfee es? Du hast es ja nicht mal unser Klassenlehrerin erzählt..."

A: "Ja, wir haben es ihr grad gesagt"

Ich immer noch etwas ungläubig "Wollen Sie mich jetzt hochnehmen oder wirklich?"

B: "Sie müssen es nicht glauben, sehen es dann in ein paar Monaten" und dreht sich weg zu A.. "Und, was hat dein Freund gesagt?"

A: "Wir wollen es behalten und er freut sich"

Ok, da hab ich es geglaubt und natürlich der Schülerin A herzlich gratuliert bla bla bla - als plötzlich ein schallendes Gelächter durch die Klasse geht.... reingelegt! 

Sie schaffen es immer wieder.. :D


Noch 1,5 Wochen, dann sind Ferien :D Und ich freu mich drauf! Eine kurze Pause vom Schulalltag wird mir sicher gut tun. Ausserdem haben der einzigartigste Ehemann und ich entschieden, die Feiertage unter heisser Sonne zu verbringen. Am 20.12. werden wir zu einem langen Flug in die Sonne aufbrechen, hach da wird mir ganz warm ums Pummelherz ;-)


Vorher darf ich aber noch meine beiden Patensöhne besuchen, Weihnachtsessen von der Schule geniessen und natürlich ein vorgezogenes Weihnachtsfest mit meiner angeheirateten Familie feiern... Danach habe ich mir den Urlaub auch redlich verdient :D






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Heimatbesuch

Die Prinzessin hat ihr derzeitiges Volk verlassen und ist kurzzeitig in ihre Heimat zurück gekehrt ;-)

Seit Donnerstag bin ich in meinem Geburtsort unterwegs und erschrecke Menschen, die ich noch von früher kenne, die mich aber nicht mehr erkennen ;-)

Ich war shoppen in unserer "Einkaufsstadt" habe meinen Eltern einen Besuch abgestattet und mich mit "meinen Ladies" getroffen. Heute und morgen stehen noch weitere, schöne Begegnungen an, auf die ich mich schon sehr freue. 
Und das erste "Mitbringsel" gibt es auch schon... Unter "meinen Ladies" ist eine "Kreativ-Lady" wenn man das mal so sagen darf. Und oft, wenn wir uns treffen, wird nach ihrer Anleitung etwas produziert. Gestern natürlich auch. Nachdem die wichtigsten News ausgetauscht und für das leibliche Wohl gesorgt war machten wir uns an die Arbeit: Pullover mit einem Schriftzug versehen - natürlich alle den gleichen, der zu unserem Beruf passt ;-) Und das ist dabei heraus gekommen:

Sieht ziemlich cool aus, ich hab wieder was dazu gelernt und will jetzt auch so eine Maschine - dann könnte ich Leuten ständig meinen Sprüchen für sie auf T-Shirts oder so auf die Nerven gehen ;-)

So, ich muss weiter geniessen ;-)

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Projekt Magnetwand

Vor etwas mehr als einem Jahr sind der einzigartigste Ehemann der Welt und ich in unser derzeitiges Zuhause gezogen.

Eine Tatsache im Bereich unserer Küche ist eine runde Wand. Eigentlich nicht schlimm, denkt man zuerst. Aber: Sobald man etwas aufhängen möchte, bemerkt man - das ist gar nicht so leicht.

Es darf nicht sehr lang sein, da durch die runde Wand sofort alles "übersteht".

Runde Bilder gibt es nicht oder sie kosten wahrscheinlich ein Vermögen und so beschlossen wir damals, dass wir einfach Karten/Fotos usw an einer von diesen magnetischen "Leinen" aufhängen.

War aber irgendwie auch nicht das Wahre für uns und so kam vor einigen Wochen die Idee, dass wir einfach eine Magnetwand aus dem runden Ding machen.

Magnetfarbe kaufen, weiss drüber streichen, Spezialmagnete bestellen und fertig.

Gesagt getan. Der Mann klebte ab, die Frau malte an und dann musste das Ganze erstmal trocknen. Das Anmalspiel wiederholte sich noch dreimal, damit genug Magnetkraft vorhanden war und anschliessend beschlossen wir, dass es reicht. So sah es aus:

Dann wurde die weisse Farbe genommen und nun durfte der Mann ran ans Streichen (natürlich nicht ohne ständige Kommentare von seiner geliebten Frau, wie er es besser, richtig und anders machen muss, damit das Ganze klappt...)

Wir mussten zweimal drüber, damit die graue Magnetfarbe überdeckt war. 

Tja, und nachdem der Spass dann trocken war, konnten wir unsere Karten, Bilder und die To-Do-Liste für den Mann am Wochenende nun schön chaotisch "aufhängen" ;-)

Jepp, wir sind zufrieden ;-)

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Apfelmuskuchen und Geburtologie

Auf den ersten Blick mag man meinen, die beiden Worte aus der Überschrift haben ja nun gar nichts miteinander zu tun.

Und das stimmt ;-) Denn ich erwähne heute kurz zwei verschiedene Sachen. 

Zuerst geht es um den Apfelmuskuchen, der überraschenderweise heute aus meiner Langeweile resultierte. Ich sass so auf unserem Lesesessel und hatte Langeweile.. Ja, wirklich, so was gibt es bei mir.... Nicht, dass es nichts zu tun gäbe, aber ich war in dieser Stimmung, in der man sich trotz verschiedener Möglichkeiten zu nichts so richtig aufraffen kann... Selbst der einzigartigste Ehemann hatte meine "Rastlosigkeit" (wie er es nannte) schon bemerkt. Und Dinge, die ich toll gefunden hätte (z.B. auf dem Markt in Bremgarten fahren) fallen auf Grund meines Gips-Fusses immer noch aus... 

Also sitz ich so im Sessel und was passiert oft, wenn Prinzessin Pummelfee Langeweile hat - sie denkt an Essen :) Und im nächsten Schritt denkt sie nicht mehr nur dran, sondern hat es im Mund :D 

Doch nichts im Kühlschrank oder drumherum machte mich so richtig an, denn meine Gedanken waren zum Langeweile-Killer "Kuchen" gewandert... Ich wollte Kuchen. Aber keiner war da - also half nur eines: Auf und Kuchen backen. Ich überlegte kurz, ob es Reste gab, die aufgebraucht werden sollten und da kam mir das Apfelmus in den Sinn. Gestern gab es Älplermagronen und von dem grossen Glas Apfelmus war noch viel übrig.

Also war klar: jetzt gibt's Apfelmuskuchen. Damit war die Langweile gelaufen. Ich sprintete in die Küche, holte die paar Zutaten und dann machte ich einen Apfelmus-Kuchen. Und was soll ich sagen: Er ist lecker geworden, die Langweile war besiegt und das Genusszentrum voll befriedigt ;-) Damit euch das Wasser im Mund zusammen läuft ;-)

Nun noch zum zweiten Wort. Geburtologie... 

Ja, der eine oder die andere mag sich jetzt fragen: Was soll das denn bitte sein??? So in etwa ging mir das auch, als ich das Wort las.

Ich sass im Klassenraum und korrigierte Prüfungen, während eine Schülerin, die letztes Mal gefehlt hatte, eine Prüfung nachholte. Sie schrieb im Fach Pädagogik, ich korrigierte im Fach Berufsrolle.

Als ich nun bei den Berufsrolleprüfungen für die Frage, in welchen Arbeitsfeldern/bereichen man als Fachfrau Betreuung mit Weiterbildungen arbeiten könnte, die Antwort las: "Geburtologie" musste ich doch sehr lachen. Ich wusste zwar nicht genau, was das sein sollte, hatte aber eine Vorstellung und fand diesen Neologismus doch recht amüsant.

Als ich auf den Namen der "Erfinderin" schaute, sah ich, dass es genau die Schülerin war, die gerade die Pädagogik-Prüfung nachholte.

Also unterbrach ich sie und fragte, was sie mir mit dieser Antwort mitteilen wollte. Sie lachte auch und sagte, sie meint damit die Frauen, die anderen Frauen bei der Geburt helfen. :D Ich fragte ob sie Hebamme meinte und sie bestätigte lachend. Kreativitätslosigkeit kann man ihr sicher nicht vorwerfen und sollte sich im Pummelfeen-Königreich mal Nachwuchs ankündigen, weiss ich jetzt, dass ich eine Geburtologin brauche ;-)








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Packen?? Können wir!!

Moin Moin, ihr Lieben

Bevor ich zum eigentlichen Grund meines Beitrages komme, kurz die guten "Krankennews": Vor ca 1,5 Wochen hat mir mein Lieblingsorthopäde meine Gipsschiene entfernt und mir einen Gehgips verpasst. Freudig strahlend erzählte er mir, dass ich ab jetzt laufen dürfte und den Fuss voll belasten könnte.

 

Freudig strahlend nahm ich diese Info entgegen, stand auf meinen Fuss und das "freudige Strahlen" verschwand auch sofort wieder... Schmerzerfüllte Züge traten stattdessen in mein Gesicht und Herr Orthopäde meinte verständnisvoll lächelnd, dass ich mir schon noch 2-3 Tage Zeit geben müsste, da die OP erst kurz her sei....  aber eben: ab jetzt dürfte ich, sobald es ginge... Aus dem "sobald" wurde dann doch noch eine Woche, bis ich freudig strahlend nach dem einzigartigsten Ehemann rief und meine ersten tapsigen Laufversuche zeigte. 

Und nun "kann ich laufen" :D Ok, als "laufen" darf man meine herumgewackle dann vielleicht doch noch nicht bezeichnen. Aber immerhin ich komme vorwärts, kleine Strecken und langsam, aber vorwärts. 

Der einzigartigste Ehemann bezeichnete meine Gangart gestern als die "des Glöckners".... soviel dazu, wie es in etwa aussieht ;-) Also nehmt euch in Acht, die Prinzessin ist wieder on tour :)

 

Nun aber zum eigentlich Grund meines Schreibens. Ich hab was bestellt, im Internet. Hab gewartet, mich auf die Ankunft gefreut und Freitag war es dann soweit... Der Paketbote klingelte. Da war ich schon etwas erstaunt, denn der Inhalt meiner Bestellung war nicht sehr gross und hätte eigentlich normal mit der Post kommen können/sollen und auch in den Milchkasten gepasst. 

Ich öffnete also, nahm das Paket entgegen, schwatze kurz mit den Paketboten, wenn er schon unnötigerweise zu mir kommen musste und machte mich anschliessend an das Paket.

Ich überlegte, ob es noch etwas anderes sein könnte, denn mein bestelltes Teil konnte da nicht drin sein. Sicher nicht.

Folgendes Pakte bekam ich:

Folgenden Inhalt hatte ich bestellt:

Noch Fragen? Oder ist der Unterschied offensichtlich? Ok, für alle, die Probleme mit der räumlichen Vorstellungskraft haben:

Ja, gut erkannt: Mein bestellter Inhalt passt ganze 6!!!!! Mal in das Paket, mit dem er verpackt wurde....

Echt jetzt?? Ich glaub ich spinne... Verpacken?? Können die gut! Oder???

Naja, nachdem ich dann auch mal gecheckt hat, dass das wirklich mein bestelltes Pakte in XXXXL-Format war, schaute ich mir mal den Karton genauer an: Tausend mal verklebt (der einzigartigste Ehemann hat die Krise bekommen, denn er ist bei uns für die Kartonabfuhr/Kartonbindung zuständig) wahrscheinlich schon mehrmals verschickt, da viele Gebrauchsspuren und dann DER Aufkleber schlechthin, bei dem ich wirklich einen  kleinen Lachanfall bekam... Seht ihn euch an:

"Mit Liebe gepackt" ?? Mit Liebe wozu/wofür frag ich mich da? Mal sicher nicht mit Liebe zur Umwelt!! Auch nicht mit Liebe zur Natur, denn für die Menge an Papier, die zum Schutz des kleinen Päckchens drum herum gestopft wurde, mussten sicher 3 Bäume sterben.... 

Mit Liebe zum Empfänger kann auch nicht sein... Auf Grund dieser Bestellung wird gerade die Liebe von Pummelfee und Ehemann auf eine harte Probe gestellt, da er wie gesagt für die Entsorgung zuständig ist.. Mit Liebe zur Post kommt auch nicht hin, da der schon voll beschäftigte Paketbote extra den Gang zu meinem Prinzessinnenschloss unternehmen muss, obwohl völlig überflüssig....

Naja, und besonders "liebevoll" gepackt sah der Inhalt nun wirklich auch nicht aus... klein Glitzer, keine Feenstaub in verschiedenen Farben, keine Schoggibeilage als Überraschung nichts... einfach eine MENGE Papier in einem überdimensionalen Karton und ein darin verschwindend kleines Päckchen....

 

Naja, eine kleine Idee hätte ich da noch: Die Bestellung habe ich bei einem Montessori-Versand gemacht. Vielleicht lassen die ihre Paket von den Kids packen - im Rahmen der Selbständigkeitserziehung - dann könnte ich nachvollziehen, warum so eine derartige Verschwendung statt gefunden hat.. Noch mal zu Erinnerung: Mein Päckchen passt 6 Mal in den Karton...

 

Wie auch immer: Verpacken können sie nicht - auch nicht mit Liebe :D

 

 

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News vom Krankenbett

Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, habe ich es vorgezogen, meine Schulferien statt mit tollen Erlebnissen in der Welt, lieber mit tollen Erlebnissen aus dem Krankenhaus zu füllen. 

Am 30.09.15, sprich letzte Woche Mittwoch, hatte ich meine OP am Fuss. Grundsätzlich keine grosse Sache (ein paar Bänder zusammen nähen und eine Sehne wieder an Ort und Stelle bringen) aber doch verbunden mit ein paar Tagen Krankenhausaufenthalt und danach strikter Bettruhe.


Die OP ist laut operierendem Arzt gut verlaufen, meine Schmerzen halten sich meistens in Grenzen und ganz im Gegensatz zu meinem Krankenhausaufenthalt vor einem Jahr, hatte ich wirklich tolle Zimmergenossinnen ;-) 

Eine rüstige Dame von 93 Jahren, noch total fit und nett, ruhig, so wie man es sich wünscht, und eine Bettnachbarin fast gleichen Alters von der Kantonspolizei, mit der ich immer gleich allen ungebetenen Besuchern oder dem einzigartigsten Ehemann der Welt drohen konnte ;-) Wir haben uns ebenfalls sehr gut verstanden :)


Die Schwestern waren nett, das Essen gut und damit kann ich diesmal gar keine Horror-Geschichten aus dem Krankenhaus bringen... ;-)

Inzwischen liege ich zu Hause auf dem Sofa, lasse mich vom einzigartigsten Ehemann pflegen und freue mich auf morgen, wenn endlich der die jetzige Gipsschiene durch einen Gehgips ersetzt wird und ich wieder laufen darf :D


Leider sind dann auch schon wieder die Ferien vorbei und ab Montag wird gearbeitet, aber im Dezember ist schon wieder frei ;-)


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Und, Frau Pummelfee, wohin fliegen Sie in die Ferien?

Wenn ich etwas in meiner noch recht kurzen Zeit als Lehrerin gelernt habe, dann, dass alle Welt glaubt, wir haben 12-13 Wochen Urlaub im Jahr. Das Umfeld, meine Schüler und der einzigartigste Ehemann der Welt glauben das. 

Ist aber gar nicht so. Wir, an unserer Schule, haben genau wie alle anderen 4 Wochen Urlaub im Jahr und der Rest ist "unterrichtsfreie Zeit" in der man Zeit hat zum Vorbereiten, korrigieren, Unterricht planen usw...

Klar, es ist ohne Frage angenehm und die einen oder anderen haben weniger/mehr zu tun, aber es ist kein Urlaub. ;-)


Letzte Woche am letzten Schultag, fragten natürlich einige, "Und, Frau Pummelfee, wohin fliegen Sie in den Urlaub?", völlig überzeugt davon, dass ich natürlich wegfliege.

Tu ich aber nicht.

Ich bereite aber auch nicht die ganze Zeit vor...

Ich bin Spital! (so würde mein Mann es auf Grund von Erlebnissen im letzten Jahr ausdrücken)


Grammatisch falsch, inhaltlich richtig: ich gehe ins Spital. Eine OP, die gemacht werden muss, aber nicht dringend ist, da es nur ein kleinerer Eingriff am Prizessinnenfuss ist, wurde von mir persönlich auf die Herbstferien gelegt, damit ich während der Schulzeit nicht fehle...  Und die steht jetzt morgen an. 

Bin ich nicht vorbildlich? Ich kann mich gleichzeitig wie eine verwöhnte Prinzessin und wie eine verantwortungsvolle Lehrerin benehmen.. :D


Ja, ich werde die erste Woche der Schulferien als im Krankenhaus verbringen und sollte Ende der Woche alles gut sein, dürfte ich am Wochenende sogar nach Hause und dort weiter den Fuss hochlegen. Und da ich dann eh ans Bett gefesselt bin, werde ich die Zeit dann zum Vorbereiten im Computer nutzen ;-))


Mitgliedskarten richten an: Ärmste Prinzessin der Welt, Schloss-Spital Gipsbein ;-)

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Verschlafen

Dass Schüler kreativ sein können, was Ausreden angeht ist ja nicht unbekannt. Bisher blieb ich in meiner kurzen Zeit als Lehrerin auch noch davon verschont. Wenn die Lernenden fehlten, dann immer nur wegen "hab verschlafen", ohne weiteren Kommentar.

Ist für uns an der Schule auch ok, denn die Lernenden müssen uns nicht begründen, warum sie gefehlt haben. Es gibt keinen Unterschied zwischen entschuldigten und unentschuldigten Absenzen.  Jede Absenz wird eingetragen und am Ende der Woche bekommt der Lehrbetrieb eine Info über die Absenzen. Dort müssen die Lernenden sich dann verantworten, da der Schulbesuch bezahlte Arbeitszeit ist.


Wir als Lehrer haben den Lernenden mitgeteilt, dass es für uns natürlich nett ist, falls sie sich bei uns abmelden - einfach zur Information und ohne Angabe vom Grund.


Am Montag hab ich in der ersten Lektion eine Prüfung schreiben lassen. Mir war klar, dass nicht alle kommen würden - und natürlich fehlten vier Lernende. Einer hat über die Klasse mitteilen lassen, er hätte verschlafen (ja, ist klar) und eine andere Person hat sich bei mir per Mail gemeldet - mit der gleichen Ausrede "verschlafen" allerdings mit einer Begründung für das Verschlafen... Da musste ich doch etwas Schmunzeln und frage mich, ob die mich eigentlich für komplett bescheuert halten....


In der Mail hat die Person mir beschrieben, dass sie leider am Morgen nicht in der Schule sein konnte, da  sie am Abend vorher Kopfweh bekommen hat.  Die Person ist dann plötzlich eingeschlafen (durch das Kopfweh) und hatte dadurch den Wecker nicht gestellt und deswegen ist sie heute erst später aufgestanden und konnte nicht an der Prüfung teilnehmen....  


Jo, wenn das mal keine Lüge ist.. Eine fast erwachsene Person... Hätte mir auch schreiben können, im Wohnort sei ein Erdbeben passiert. Dadurch war die Strasse aufgesprengt, und der Bus konnte nicht fahren, da die Strasse kaputt sei und zudem die Reifen geplatzt sind, nachdem Ratten aus Angst vor dem Erdbeben in die Reifen gebissen hatten. Die Fabrik, die die Reifen herstellte, hat schlechtes Material benutzt, weswegen diese sofort beim Kontakt mit den Rattenzähnen geplatzt sind... Der Geschichte hätte ich etwa gleichviel Glauben geschenkt... ;-) Und dabei müssen sich die Lernenden ja nicht mal begründen.. tsts. Bin gespannt, ob sie nach den Ferien zum Nachholtermin kommen, oder erneut "verschlafen"

P.S. Natürlich reichte die Zeit, zum nachfolgenden Unterricht da zu sein  ;-) aber was soll's ich war ja kein Stück besser :D

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Nationalpark Schweiz zum 2.

Unsere Tage sind gezählt - zumindest war die Wanderferien angeht ;-) Morgen geht's weiter im Alltag als Prinzessin bei der Arbeit ;-) Hier noch ein paar letzte Eindrücke aus dem Nationalpark und solltet ihr dieses Gebiet mal selbst in Betracht ziehen - Folgendes hat mir super gefallen:

Die Tour Val Mingèr: Da lauft ihr zwar ca 2 Stunden ohne Unterbruch ca 600-700 Höhenmeter bergauf (von Pradatsch nach Sur il Foss) aber es lohnt sich, macht Spass und bietet Abwechslung zwischen Waldwegen, weiten Landschaften und ein tolles Panorama ;-)

Wer danach geschafft ist, muss den gleichen Weg wieder zurück, da es keine Rundwanderung ist, aber das störte uns nicht ;-) Und natürlich kann man auch weiter laufen - Stunden ;-))

Auch sehr schön ist die Route Margunet (Naturlehrpfad) bei der man ca 450 Höhenmeter raufsteigt und später auf der anderen Seite des Berges wieder runter läuft, mit einer herrlichen Aussicht :D Zwischendurch laden Infotafeln zum Lesen ein (Naturlehrpfad)

Eine leichte Tour mit fantastischer Aussicht vom Rastplatz und spielenden Murmeltieren nebendran war für uns der Rundwanderweg zur Alp Grimmels. Die Tour startet mit einer guten Steigung, geht danach aber sehr entspannt und auch nicht sehr lang weiter. Etwa auf der Hälfte (reine Vermutung einer Frau) kommt man an einen herrlichen Rastplatz mit bester Weitsicht - der Rest des Weges läuft sich dann wie von selbst.

Gefallen hat auch die Route Alp Trupchun, wobei der Wind an unserem Tag sehr stark war, so dass die Picknick-Pause eher kurz ausfiel und wir uns lieber wieder warm liefen ;-) Eine angenehm zu laufende Tour mit ca 400 Höhenmetern und abwechslungsreichen Ausblicken in Waldgebieten und über offene Pfade ;-)

Insgesamt kann ich nur sagen: Der Nationalpark gefällt und damit war die Wanderwoche ein Erfolg ;-)

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Nationalpark Schweiz

Am Samstag war es wieder soweit: die jährliche Wanderwoche des Familienclans begann.

Jedes Jahr auf's Neue wagen wir uns zu Viert in ein vermeintlich schönes Gebiet der Schweiz und erwandern es frohen Mutes, mit viel Ausdauer und komplett ohne Gejammer (zumindest die drei Familienmitglieder, die nicht angeheiratet sondern von Natur aus "Familie" sind).

Dieses Jahr darf uns ein wunderschönes, grosses Ferienhaus ganz in der Nähe von Zernez beherbergen und den Alltag vergessen lassen. ;-) Funktioniert bisher sehr gut.

Das Wetter spielt super mit, die bisherigen Wandertouren waren eine gute Mischung aus Herausforderung (körperlich gesehen aus Prinzessinnensicht) und erleichternder Genugtuung sobald wir am Ziel waren. Als Ziel haben wir den Schweizer Nationalpark, den wir die Tage bewandern - und ich kann ihn nur empfehlen ;-)

Ich freue mich noch auf einige weitere Tage Ruhe und Erholung und lass euch noch an einigen wenigen Eindrücken teilhaben ;-)

Prinzessinnenhafte Grüsse

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Sie, Frau Pummelfee, Ihr Rock ist offen....

Eigentlich war diese Rubrik dafür gedacht, dass ich von Zeit zu Zeit lustige, spannende, interessante oder einfach erwähnenswerte Erlebnisse, Missgeschicke oder Antworten meiner SchülerInnen weitergebe.

Nun ist es so wie nicht anders zu erwarten war: ich muss eine Peinlichkeit meinerseits bekanntgeben.... Was soll's :D

Ich bin recht gut gestartet - ich will nicht sagen entspannt und stressfrei - aber gut :D

Am Donnerstag darf ich den ganzen Nachmittag die gleiche Klasse unterrichten und es sind wirklich coole Schülerinnen. Ich mag die Klasse und auch nach dieser kurzen Zeit, haben wir es schon recht gut miteinander (noch hab ich keine Prüfung schreiben lassen, vielleicht liegt es daran...)

Evtl. ist das auch der Grund für die Offenheit bei meiner Peinlichkeit und der im Nachhinein betrachtet lockere Umgang damit.

Am letzten Donnerstag bin ich wie immer mit meinem Unterricht gestartet und hab erstmal abgeklärt, ob alle Schüler interessiert dasitzen oder ob jemand die wichtigsten Schullektionen der Woche verpassen will und abwesend ist. Freudig bemerkte ich, dass niemand schwänzte...

Also startete ich; erzählte, fragte, vermittelte Wissen und ging dabei im Klassenraum umher. Natürlich nur, um in Bewegung und damit nicht so monoton zu sein, niemals um zu schauen, ob heimlich Zettel geschrieben, SMS getextet oder unterm Tisch Filme von mir gedreht werden...

Als ich so am Erzählen bin, ruft plötzliche eine Schülerin von hinten: "Sie, Frau Pummelfee, Ihr Rock ist offen!"

In einer ersten Reaktion schaute ich vorne an mir runter, drehte mich dann zu der Schülerin und sie informierte gleich weiter: "Nicht da vorne, an der Seite." 

Und tatsächlich, der komplette Reissverschluss seitlich stand weit offen. Freier Blick auf meine cellulite-geplagten, vollschlanken (ja, fett ist auch ein Wort dafür ;-) Oberschenkel und meine Unterwäsche, die schön in der typisch weiblichen "Einbuchtung" sass, die Frauen mit vollschlanken Oberschenkeln nun mal haben - der Bereich zwischen Oberschenkel und Hüftspeck :D 

Da gab's nichts schön zu reden - ich stand halb nackt vor meiner Klasse. Da der Rock oben von einem Gurt gehalten wurde, hatte ich bisher nichts bemerkt.  Also was blieb mir übrig, als professionell und mit einem Spritzer Humor zu reagieren? Nichts, und so tat ich genau das: ich lief schreiend, die Hände über den Kopf werfend und mit Tränen überströmt aus dem Raum, fuhr nach Hause, schrieb mein Testament und checkte Youtube minütlich nach neu hochgeladenen Videos meiner Schülerinnen...

Ok, tatsächlich gelang mir das professionelle Verhalten mit einem Spritzer Humor glaub ich ganz gut, denn ich tänzelte einmal um mich selbst herum und sagte zur Klasse: "Dies ist der einmalige Moment, in dem Sie als ausgewähltes Publikum meine durchaus sexy Unterwäsche zu Gesicht bekommen. Nutzen Sie den Moment, denn das wird sobald nicht wieder vorkommen."

Die Klasse lachte lautschallend und ich bat um Verständnis, dass ich kurz den Raum verlassen würde, um doch noch angemessen angezogen den Unterricht weiter führen zu können.

Draussen stellte ich dann fest - wie sollte es anders sein - der Reissverschluss war kaputt, so richtig, nichts mehr zu machen.... Da es sehr heiss war, hatte ich auch keine Strickjacke oder ähnliches dabei und das Erste-Hilfe-bei-offenen-Röcken-Set war zu Hause geblieben.

Mir blieb also nichts weiter übrig, als etwas herumzuziehen, um den Schlitz zu verkleinern und dann weiter zu machen. Ganz nach dem Motto: Hinfallen, Krone richten, aufstehen, weitergehn.

Und das tat ich. Als ich wieder in die Klasse kam, teilte ich ihnen die freudige Nachricht mit, dass sie heute mit einer exhibitionistisch veranlagten Lehrperson vorlieb nehmen müssten und bat sie mir mitzuteilen, falls jemand sich durch meine nackte Haut belästigt fühlte. Mit einem Lacher taten sie ab und der Unterricht ging tatsächlich völlig normal weiter.

Natürlich wäre es mir anders lieber gewesen, aber das Verhalten der Schülerinnen war super und auch ich fühlte mich besser als gedacht...

Einzig peinlich war, als ich mich erinnerte, dass mein Chef und Vizechef mich beim Mittag so gesehen haben mussten - und wohl noch viele andere, an der Schule Herumgeisternde, die alle nichts gesagt haben.... Tja, so spielt das Leben in meiner Welt :D :D :D

Mal sehen ob es in dieser Rubrik bei meinen Peinlichkeiten bleibt, oder doch auch noch Inhalten mit Schülerkram kommen ;-)


Inzwischen ist das vergessen (hoffe ich) :D

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Sie, Frau Pummelfee

Ja, es ist soweit: die Prinzessin hat eingesehen, dass nur Prinzessin spielen im Leben nicht alles sein kann und sich auf neue Wege begeben. 

Ich bin jetzt Lehrerin bzw. besser gesagt: ich arbeite als eine Solche ;-)

Am vergangenen Montag war mein erster offizieller Tag (seit Juni laufen zwar schon Vorbereitungen, Mentorentreffen und solche Dinge, aber noch ohne SchülerInnen).

 

Und es war klasse :-) Es war die Einführungswoche, in der die Lernenden ganz ruhig starten konnten (Schule kennen lernen, Lehrpersonen kennen lernen, Regeln, Hausordnung usw....)

Am Donnertag war dann mein erster "richtiger" Unterricht vor einer Klasse :) Und ich habe überlebt (ja, die Schülerinnen auch) :-)

 

Ich habe insgesamt 4 Klassen, in denen ich Fächer wie "Pädagogik, Entwicklungspsychologie, Soziologie, Ernährung, Berufsrolle" usw unterrichte. Es sind fast ausschliesslich Schülerinnen mit wenigen männlichen Ausnahmen, was evtl. am Ausbildungsberuf liegen könnte ;-) und mit 23 Personen recht grosse Klassen. 


Es war zwar eine kleine Umstellung, nicht mehr (wie zu Hause gewohnt) mit "Eure Hoheit, Prinzessin" angesprochen zu werden, aber "Sie, Frau Pummelfee" ist auch ganz ok ;-) Und das Sagen habe ich ja trotzdem, was will man mehr :D

 

Durch meine letzte Auszubildende, die ich die letzten drei Jahre in der Kita begleitet habe, hatte ich eine "Idee" bekommen, wie ich den Unterricht mit Kennenlernen starten könnte....

Ihr wisst schon, so total pädagogisch werden in den ersten Tagen/Unterrichtslektionen immer Kennenlernspiele gemacht... Da gibt's verschiedenste Methoden von Aufstellungen über Fragerunden, über Ratespiele oder Black Stories usw..... 

Doch meine Auszubildende hatte mir von einer ihrer Lehrerinnen erzählt, die vor drei Jahren mal was ganz anderes gemacht hatte und das fand ich recht cool: Anstatt (wie alle anderen) den Text runterzuleiern: Ich heisse... bin .. Jahre... verheiratet oder nicht und habe .... Kinder.... meine Hobbys sind... und bei Regen mach ich gern.... bla bla bla .. hat diese Lehrerin die Schüler gebeten zur raten, was bei ihr alles sein könnte... 

Und das hab ich am Donnerstag ebenso gemacht. Bis auf meinen Namen "Frau Pummelfee" wussten sie nichts über mich. Also gab ich ihnen zu Beginn der Stunde kurz Zeit, sich mit ihrem Tischnachbarn mal Gedanken und Notizen zu machen, was sie über mich zu glauben wissen bzw vermuten.... Ich war selbst gespannt und als alle fertig waren, sammelte ich die Zettel ein und pinnte sie vorne an die Wand. Wir gingen dann häufig genannte oder einfach lustige Punkte durch und schon am Anfang entstand eine fröhliche, mit Lachen gespickte Atmosphäre... Z.B. als ich las, dass auf 2 Zetteln vermutet wurde, ich sei 40 Jahre alt!!! Ich schaute böse in die Klasse und fragte mit tiefer, langsamer Stimme "Wer von euch hat da Viiiieeerrrzig Jahre aufgeschrieben???? Ihr könnt jetzt meinen Unterricht verlassen - durchgefallen!

 

Auch amüsant war, dass mir zu wiederholten Male "unterstellt" wurde, ich käme aus den Niederlanden (das war im Urlaub schon Thema und auch vorher mal....) Schweden hingegen als Herkunftsland liess ich mir wieder gerne gefallen.

Dass ich einen kleinen Fiat fahren würde musste ich dann vehement verneinen und gab zu bedenken, dass ich bei einem Unfall nicht gleich drauf gehen wollte... Auffallend oft wurde mir eine Katze angedichtet, aber auch Schildkröte und Hund verbunden mit 2 Kindern waren unter den Vermutungen... Mit einem Mann verheiratet traf dann wieder ganz gut (was vermutlich auch am Ring an der Hand lag.... aber egal) Dass ich Sport machen würde, brachte mich - die faulste aller Prinzessinnen - dann doch zum Lachen und so ging das Vorstellen dann ganz locker und lachend zu Ende.

 

Damit ich auch noch etwas über die Schülerinnen erfahren konnte, das nicht unbedingt "alltäglich" ist, hatte ich Kärtchen mit verschiedensten Fragen mitgebracht von denen jede Schülerin eine beantworten sollte. Ich wurde überrascht, als eine auf die Frage "würdest du 10 Jahre ins Gefängnis gehen, wenn du danach 10 Mio Franken erhalten würdest?" voll mit "ja" antwortete. Eine andere brachte mich sehr zum Lachen, als sie auf die Frage "Wer ist deiner Meinung nach die am meisten überschätzte Person der Welt? mit "Na, der Ronaldo" antowortete :D und so war auch das "Vorstellen" der Lerndenden eine witzige Sache.


Morgen habe ich erneut zwei Klassen, die ich noch nicht kenne, und werde die Vorstellung so wiederholen, bin schon jetzt gespannt auf die neuen Antworten :D Und danach beginnt der dann "Alltag als Lehrerin" von dem ich hoffe, er bringt die eine oder andere spannende, lustige oder einfach erwähnenswerte Geschichten für diesen Blog :-)


 

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Last but not Least...

... führte uns unser Urlaub auf einen Campingplatz in Münsingen in der schwäbischen Alb. Nun mag man meinen: "Hmm, Campingplatz, na toll - so macht also eine Prinzessin Urlaub... Da bleib ich lieber bürgerlich.."

Aber: Es war ein ganz besonderer Campingplatz, den ich nur wärmstens empfehlen kann. Ca 2,5 - 3 Stunden vom Aargau entfernt (je nach Navi vermuten wir auf Grund von komischen Erfahrungen ;-)) liegt dieser Platz in herrlicher Natur, erhoben mit Blick ins Tal. Einfach schön. 

Und: Zusätzlich zu dem "normalen" Camping mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil, bietet dieser familiär geführte Platz noch spezielle Unterkünfte an. So kann man z.B. Appartements mieten, in einer Jurte oder einem Tipi übernachten oder in Zirkuswagen, die ausrangiert wurden.

Das mit dem Zirkuswagen war für den einzigartigsten Ehemann dann doch sehr interessant, so dass er sich genauer damit beschäftigte und herausfand, dass es diese in verschiedenen Grössen und mit verschiedenem Comfort zu mieten gab. Wir hatten einen für 2 Personen, mit WC (viele waren ohne,  aber ihr glaubt doch nicht, dass die Prinzessin Pummelfee des Nachts von ihrem Lager aufsteht und zur Überprüfung der Leistungen des Reinigungsteams der WC-Anlage über den gesamten Platz maschiert... ne ne... das WC muss minimum im Wagen sein ;-)) und einer kleinen Holzterrasse vorne dran. Die Aussicht war super, das Inventar minimal aber das Nötigste vor Ort und damit es noch etwas mehr Luxus für mich gab, war das Frühstück ebenfalls mitgebracht und konnte in der Festscheune eingenommen werden. Dass ich für's Duschen die Gesamtduschen nutzen musste, ertrug ich mit königlicher Fassung ;-)

Unser Zirkuswagen gehörte mal zum Zirkus Krone und liess uns die Abende über die Wohn- und Lebensverhältnisse der Schausteller diskutieren.. Ist schon interessant, was es in einem auslösen kann, mal völlig anders zu übernachten ;-)

Jedenfalls: Unser Urlaub ging damit sehr schön zu Ende und sollten unter meinen Lesern Camper versteckt sein: Diesen Platz kann ich nur empfehlen ;-)


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Würzburg und Bamberg

Nach Köln hat es uns ins beschauliche aber auch sehr schöne Würzburg verschlagen.

Die Stadt ist "süss" bietet aber alles was man braucht und hat zudem herrliche Plätze direkt am Fluss. Biergärten laden ein zum Trinken und Snacken am Wasser und eine ganz besondere Besonderheit gibt es seit diesem Jahr auf der schönen "alten Main-Brücke": dort  gibt es den "Brücken-Schoppen", dh, man holt sich ein leckeres Getränk (im Normalfall ein gutes Glas Wein) und "hängt* damit bei grandioser Abendstimmung einfach irgendwo auf der Brücke ab, blickt auf den Main, oder sitzt neben einer der Statuen, hat vielleicht noch einen Snack dabei und geniesst dann einfach seinen Wein. Bei Bedarf kann man Nachschub holen und sonst bleibt man ohne Flüssiges sitzen ;-) 

Wer den einzigartigsten Ehemann etwas näher kennt, der weiss: er war gestern kaum vom Brücken-Schoppen weg zu bekommen :D


Neben Würzburg haben wir uns auch noch Bamberg angeschaut und erkundet... Bei heissen Temperaturen und den ersten Erschöpfungsanzeichen auf meiner Seite kein einfaches Unterfangen für den Herrn Gatten, aber ein halber Liter Wasser und zwei Kugeln Eis geben neue Kraft ;-)


Was genau heute ansteht (Fulda oder auf Grund der Temperaturen doch "nur chillen" wird noch entschieden ;-)

Einblicke in Würzburg und Bamberg:

glücklich beim Brücken-Schoppen :D
glücklich beim Brücken-Schoppen :D
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Rätseln in Köln

Unser Deutschlandtrip hat uns am Freitag nach Köln gebracht und es galt, einen ersten (und hoffentlich guten ;-)) Eindruck von der Stadt am Rhein zu bekommen.

Dies ist uns gelungen ;-) Wir starteten mit einer der typischen Stadtrundfahrten und genossen dabei für ca 1,5 Stunden die Sicht von oben aus dem Touri-Bus. Und ja, wir haben uns auch wirklich die Ansagen über Kopfhörer angehört :D Es war teilweise recht spannend - nicht dass ich mich noch an vieles erinnern kann, aber es hat mir gefallen ;-)


Um 17h hatten wir dann einen ganz besonderen Termin: Wir waren bei "Adventure Rooms" - für alle Rätselrater ein unbedingtes MUSS :D

Prinzip ist ganz einfach: Man wird in einen Raum gesperrt und muss es schaffen innert einer Stunde durch lösen verschiedener Aufgaben an den Schlüssel für die nächste Tür/Schloss/Schrank... was auch immer zu kommen, damit man irgendwann den Schlüssel für die Tür nach draussen findet.

Absolut cool. Der Typ erklärte uns ein paar Regeln, dann brachte er uns in den Raum, kettete uns mit Handschellen an ein Gitter, schmiss die Schlüssel hinter das Gitter und verliess den Raum ohne weitere Infos. Und die Zeit lief los... ;-)

Als erstes mussten wir also an den Schlüssen für die Handschellen kommen, schafften wir, befreiten uns und im Anschluss sahen wir uns erstmal im Zimmer um. Bald war klar, wir müssen durch das Gitter, welches mit 4 Zahlenschlössern versehen war. Also mussten wir 4 Codes heraus bekommen. Dazu untersuchten wir alle Gegenstände, die im Raum sind, probierten herum und bekamen schliesslich die Codes... und so ging es weiter. Wir arbeiteten uns durch die Gegenstände, öffneten Schlösser, kombinierten und gelangten immer ein Stück weiter... 

Leider gehörten wir am Ende nicht zu den 30% die die Flucht innert einer Stunde aus dem  Raum schaffen, ABER: wir waren sehr nah dran - nämlich schon am letzten aller Rätsel und einer kleiner Teil davon war auch schon gelöst... aber dann war eben doch die Zeit etwas zu schnell um... noch 10 Min und wir wären sicher draussen gewesen ;-)

Egal, wir hatten eine Menge Spass und wollen bald mal wieder gehen.. ;-) Einfach ein cooles Erlebnis.

Gestern schauten wir dann Köln zu Fuss an: Dom, Hohenzollernbrücke, Brunnen, Innenstadt, wir fuhren mit der Gondelbahn, waren im Comicladen, Park und natürlich durfte ein Eis nicht fehlen und abends hingen wir mit 100ten von anderen Menschen im Szeneviertel bei Bier und Baileys rum ;-) 

Nun geht es weiter nach Würzburg.....

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Cochem an der mosel

Nach einem guten Einstieg im Europapark ging es für unseren Sommerurlaub am Dienstag weiter nach.... *Trommelwirbel*....... *Spannung*...... und *Erlösung* nach "Cochem an der Mosel.

Was? Das sagt euch nichts??? Solltet ihr unbedingt ändern, denn: es ist ziemlich schön hier.


Wer Natur mag, mit alten Städtchen und einem grösseren Fluss nicht überfordert ist, gern läuft oder Fahrrad fährt und dann evtl. noch zwischendurch ein gutes Glas Wein schätzt, wird hier sein kleines Paradies finden.


Mitten in herrlichster Natur gelegen, direkt an der schönen Mosel, bietet Cochem neben einer tollen Altstadt viele Möglichkeiten für Mobile... Sei es mit dem Auto in die Umgebung, zu Fuss zum Wandern oder mit dem Fahrrad herum cruisen - alles ist möglich. Und natürlich direkt vor der Tür: verschiedenstes Schifffahrten (kurz und lang, mit Programm oder ohne) die ebenfalls zum Verweilen einladen.


Wir haben hier am Dienstag die Zeit genutzt und uns Cochem selbst angeschaut. Wir mögen es ;-) Am Mittwoch sind wir dann zur Burg Eltz gefahren (eine der bekanntesten Burgen in Deutschland, die sich dadurch auszeichnet, dass sie zu einer jener Befestigungsanlagen in der Eifel zählt, die niemals eingenommen werden konnten) und haben uns anschliessend das total süsse Örtchen Beilstein angeschaut.

Am späten Nachmittag ging es dann mit dem Schiff 2 Stunden die Mosel hoch/runter. Hach, also Naturliebhaber, plant mal eine Stopp hier ein.

Heute nutzten wir die Möglichkeit und fuhren mit dem Auto ins gar noch sooo weit entfernte Trier - die älteste Stadt Deutschlands. Deutlich grösser als das beschauliche Cochem ;-) aber natürlich auch sehr beeindruckend. Wir lernten ein paar Details durch einen typischen Hopp ON/OFF Bus und besuchten das Amphitheater der Stadt, wo wir die Möglichkeiten hatten, unter die Arena in den Arenakeller zu gehen. Das war echt cool ;-)

Morgen geht es nun weiter nach Köln, was ebenfalls von uns angeschaut werden möchte ;-) Hier noch einige Eindrücke aus Cochem, Beilstein und Trier, sowie der Mosel ;-)

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Gemeinsamkeiten und so

Der einzigartigste Ehemann und ich haben Gemeinsamkeiten. Das sind Dinge, die wir gern zusammen machen. Es gibt auch Dinge, die wir nicht gern (zusammen) machen. Dazu zählen z.B. Das Auto von innen aufräumen und putzen, die Spinnen in der Wohnung entfernen oder unter der Woche früh aufstehen, damit wir zur Arbeit können.


Deswegen konzentrieren wir uns lieber auf die Dinge, die wir gern zusammen machen. Dazu zählen z.B. Urlaub machen, über Beate und Irene lachen, auf der Lounge rumhängen und: wir verarschen auch mal sehr gern uns und unsere Umwelt ;-) Besonders im Urlaub. 


Diese wunderbare Kombi ergab sich gestern... Wir sind seit Sonntag im Europapark und haben hier - wie man das halt so macht - mal alle interessanten Bahnen ausprobiert. Schnell, hoch, verdreht sind sie und dann noch wild, gefährlich und spannend. Aber wir haben keine Angst.


Sicher kennt ihr solche Bahnen. Ihr wartet eine Ewigkeit in der Warteschlange, damit ihr dann für ca 1-2 Minuten den ultimativen Kick habt. ;-) Macht Spass, bringt Adrenalin und das Warten ist im Moment des Fahrens dann auch schnell wieder vergessen - ähnlich wie die Schmerzen vor und während der Geburt sofort nach eben dieser wieder vergessen sind (hab ich mir sagen lassen).


Jedenfalls gibt es an so Bahnen auch Kameras und teure Fotogeräte, die kurz vor dem Ende ein Bild von einem schiessen, das man dann für gar nicht ganz so wenig Geld käuflich erwerben kann.

Wenn man die Bahn das erste Mal gefahren ist, weiss man ungefähr, wann es blitzt und man fotografiert wird.


Der einzigartigste Ehemann und ich haben während unserer Zeit hier beschlossen, dass "Blue Fire" die coolste Bahn ist, dicht gefolgt von "Silver Star" und "Wodan" und haben gestern ingesamt drei Mal die lange Wartezeit für "Blue Fire" auf uns genommen. Da wir auch schon am Sonntag damit unterwegs waren, wussten wir ziemlich genau, wann es "blitzt. 

Und da hatte der einzigartigste Ehemann der Welt eine Idee: "Komm Schatz, lass uns beim nächsten Mal für das Foto so richtig "Schiss haben", den puren Angstblick aufsetzen, ok?" 


Klar, dass ich dafür zu haben bin. Also angestanden, reingesetzt und losgefahren. Während unserer Wartezeit "lernten wir die beiden Ladies vor uns kennen" bzw. wir fanden sie doof ;-) Durch die Sitzaufteilung ergab es sich so, dass die beiden Ladies genau die Plätze vor uns bekamen - und dann ging es los - in 2,5 Sek von 0 auf 100 - was für ein Spass!


Wir genossen die rasante Fahrt und dann kam der Punkt an dem es blitzte. Wie besprochen, setzten der Ehemann und ich ein wahnsinnig gutes "Angstface" auf (wir hatten während der Wartezeit ja genug Raum zum üben..

Nach dem Ausstieg gingen wir direkt zum Fotos ansehen - und natürlich waren wir beide mit den beiden Ladies vor uns zusammen abgelichtet.

Im Gegensatz zu uns hatten die Zwei sich echt Mühe gegeben, nett lächelnd drein zu schauen. Das Coolste war dann aber, als sie auch das Foto sahen und die eine meinte: "Schau mal, die beiden hinter uns hatten voll Schiss..." :D :D :D :D


Der einzigartigste Ehemann und ich lachen immer noch darüber ;-) Wir, schiss? Wir eher die Ladies voll verarscht :D

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Trink mal wieder

Ihr denkt also, trinken ist einfach? Kein Problem? Machen wir doch täglich? (nein, ich rede nicht von Alkohol, sondern einfacher Flüssigkeit) ;-)

 

Ich sag euch mal was: Trinken kann grausam sein! Hinterhältig! Gemein(gefährlich)! Trinken kann euch in die Knie zwingen! Ziemlich sogar! Echt! (nein, ich rede immer noch nicht von Alkohol, sondern einfach von Flüssigkeit)

 

Trinken kann euch dazu bewegen komische Sachen zu machen: betteln, mit Gegenständen reden und verhandeln usw...

 

Trinken kann die grösste Herausforderung des Tages sein.

Bei mir war das so am Freitag....

 

Ihr wisst, ich als Prinzessin, bin es gewohnt, dass die Dinge nach meinem Kopf laufen, meine Wünsche erfüllt werden und ich immer an erster Stelle stehe.

In der Ehe klappt das ganz gut (einzigartigster Ehemann der Welt: Keine Kommentare von deiner Seite aus zu dieser Tatsache, sonst.....+%“T+“(+(=*I“)

 

In meinem gesellschaftlichen Leben wage ich diese Behauptung ebenfalls – und sollte es mal nicht nach mir gehen, weiss ich mich sehr wohl in Szene zu setzen (vergl. Blogbeitrag zur abgetrennten Fingerkuppe – war nur für Aufmerksamkeit und so... ;-))

 

Aber es gibt Situationen (selbst in meinem Leben) denen bin ich einfach wehrlos ausgesetzt, keine Chance auf Gegenwehr... und so eine war am Freitag:

 

Einige meiner treuen Begleiter wissen, dass ich letztes Jahr eine grössere Darm-OP hatte.  Und da nach so einer OP der Körper immer etwas Zeit braucht, bis er sich wieder ganz erholt hat (ich bin ja ansonsten eine ziemliche Schnelle – vor allem mit dem Mund - ;-)) ist auch bei mir noch nicht alles ganz so wie es wieder sein sollte.

 

Also war es nötig, dass ich mich am Freitag einer Darmspiegelung zu unterziehen hatte. Schon allein diese  Tatsache spricht ja gegen meine Haltung „Alle tun was ich will“ denn nun musste die liebe Pummelfee „tun, was die anderen wollen“.

Aber nun gut. Die Darmspiegelung an sich ist ja auch kein Problem: hinlegen, Schlafmittel, aufwachen, noch mal laut furzen, fertig.

 

Das Problem bei der Darmspiegelung beginnt einige Stunden vorher: Wenn man gezwungen wird, das Abführmittel zu trinken... brrrrrrrbrrrrrbrrrr ;(

 

Vielleicht habt ihr schon davon gehört, vielleicht habt ihr es schon selbst dramatisch durchleben müssen, vielleicht seid ihr noch jungfräulich auf diesem Gebiet... (falls ihr zu „vielleicht kennt ihr es und findet es fein“ gehört: verschwindet aus meinem Hoheitsgebiet ;) )wie auch immer: ihr könnt dem Thema nicht ewig aus dem Weg gehen. Denn selbst wenn ihr nicht drunter leiden musstet, tröstet alle anderen!

 

Für mich war Freitag der schlimmste Tag des Jahres... Genaugenommen schon der Donnerstag, denn mein einziger Gedanke war „Oh nein, morgen ist Freitag“ 

Wie soll man sich entspannen, wenn am nächsten Tag solche Grausamkeiten auf einen warten?

 

Mein Auftrag laut Arzt war:

Morgens um 6h das Pulver in einem Liter Wasser auflösen und innert einer Stunde trinken.

Morgens um 10h erneut Pulver in einem Liter Wasser auflösen und innert einer Stunde trinken.

Darm währenddessen fleissig entleeren und nachmittags zur Spiegelung kommen.

 

Hört sich leicht an – war es aber nicht!

Ich stand also pünktlich auf, schlenderte in die Küche (ja, es hört sich gerade cooler an, als es war... eigentlich ging ich geduckt, zitternd und mit feuchten Augen in die Horror-Küche) entnahm das Pulver aus der Packung und vermengte es mit einem Liter Wasser. Kurz warten – und los mit der Tortur.... Ich würgte das erste Glas Abführmittel runter und schüttelte mich am ganzen Köper.

 

Ihr findet jetzt vielleicht: Was ist los? Ist doch nur Wasser mit Orangengeschmack?

 

Für mich nicht! Wer mich kennt, weiss, dass ich schon so Sachen wie normale Brausetabletten, Vitaminpräperate in Pulverform usw, absolut nicht runterbringe. Was viele als lecker empfinden ist für mich der Horror. Ja, Cola trink ich noch, Spezi sogar gern, aber Dinge wie Fanta, Sprite usw.... sind für mich schon kein Genuss mehr... Wenn’s dann Richtung Pulver mit Geschmack aufgelöst in Wasser geht, hört es bei mir ganz auf...

 

Und das hat nicht mal was mit Wollen zu tun  - ich kann einfach nicht, mein Körper rebelliert dagegen.

 

Also könnt ihr euch vielleicht vorstellen wie ich da Freitag in der Küche stand....

Zitternd, das Glas anschauend, mit meinem Schicksal hardernd.. aber ich hatte keine Wahl: Der Arzt wollte mein Popöchen sehen und dafür musste es nun mal heraus geputzt werden.

 

Ich hatte mir einen Plan zurecht gelegt: Wenn ich alle 10-15 ein Glas exte, wäre der Spuk in vier bis fünf Gläsern für’s Erste erledigt. Beim ersten Glas schien es zu funktionieren: ich hielt mir die Nase zu, mischte Sirup unter das Gebräu und exte das Glas. Anschliessend schüttelte ich mich, verzog das Gesicht zu den schlimmsten Grimassen, bekam eine Gänsehaut und legte mich nach dem Motto „Ärmste Person der Welt“ auf’s Sofa um TV zu schauen.

10 Min später versuchte ich das gleiche Vorgehen, aber es war schon nicht mehr so einfach.. Mein Körper wollte das Zeug nicht und begann dem Schluckreflex zu sagen: „ach, lass mal, schluck mal nicht...“ und so musste ich mich echt zwingen das Zeug zu schlucken... Das Gehirn meldete den Lippen „macht euch mal schön schmal, dann kommt nicht soviel rein“ und da mein Körper mit den grössten Anstrengungen des reinen Überlebens kämpfte, konnte ich mich kaum auf das weitere Öffnen meiner Lippen konzentrieren.. Es wurde ein hartes Glas-leer-trinken, aber nach ein paar Minuten mit Unterbrüchen hatte ich auch die zweite Trinkdosis drin...

Langsam kamen mir Zweifel, wie das Enden würde...

 

Die Zeit schien auch gegen mich zu arbeiten, denn kaum lag ich total erschöpft wie nach einem Marathonlauf wieder auf dem Sofa, zeigte die Uhr weitere vergangene 10 Min an..... ich schleppte mich zum Glas und versuchte nun mit Mini-Schlucken den Inhalt in mich zu bekommen... aber alles in mir sträubte sich und erneut wurde es ein harter Kampf...

Beim vierten Glas war es dann soweit: Ich hatte mir vorgenommen, erneut die „Ex-Methode zu versuchen, da die Minischlucke nicht viel besser gingen und die Tortur nur in die Länge zogen. Also Nase zu und Ex...kotz.... ja, mein Körper zeigte mir mit allen Mitteln, was er von dem Abführmittel hielt und spie das letzte Glas wieder raus...

Da ich mich kenn und mit so was gerechnet hatte, stand ich schon passend vor der Spüle...

Ich beschloss, dass es nun halt so sei, ich auf dieses Glas verzichten und dann in 10 Min das Letzte trinken würde...

Aber auch das brachte ich nur noch zur Hälfte runter und musste dann mit Würgreiz die weisse Flagge hissen..... Das Abführmittel hatte mich geschlagen und ich befand, es sei jetzt sinnvoller bis 10h zu warten, und dann mit der zweiten Dosis voll durch zu starten...

 

Wie naiv ich doch bin, tststs

 

Wie ich die Zeit zwischen 7h und 10h verbrachte könnt ihr euch ja denken ;-)

Wie gross mein psychischer Schaden war, eher nicht. Es war so schlimm, dass ich einmal, als ich vom WC kam und in die Küche blickte sofort Würgereiz bekam, nur weil ich den „bösen“ Krug dort stehen sah... also sperrte ich ihn weg, bis es 10h war.

 

Der Gong in die zweite Runde begann und trotz Pause war ich nicht gewappnet dafür.

Ich schlurfte in die Küche, mit feuchten Augen und schaute den Krug an....

Ich ging in die Knie, senkte meinen Kopf und betete „Herr, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch an mir vorbei ziehen...“ Ich schaute hoch und ein hämisch grinsender Krug blickte mir tief in die Augen...

Ich begann zu betteln: „Hör zu Krug, hier ist der Deal: Du fällst jetzt aus Versehen von der Arbeitsplatte, entleerst sämtliche Flüssigkeit und wirst zukünftig nur noch mit den teuersten Weinen gefüllt! Aber statt sich mit Weinen füllen zu lassen, brachte er mich zum Weinen, indem er ruhig aber dominant den Henkel verneinend schüttelte....

Ich wurde mir bewusst, dass ich mit einem Krug zu verhandeln versuchte, stand auf, straffte meinen eingeknickten Körper und goss mir ein Glas ein. Diesmal vermischte ich es mit Brühe und hatte Tee für das sofortige Nachtrinken bereit.

Pummelfee, fertig mit Jammern und runter damit: ich exte – und erstaunlicher Weise blieb das erste Glas drin und war vielleicht 0,0000000000001% weniger schlimm im Geschmack was an der Brühe lag....

 

Neuen Mutes wartet ich 10 Min – und dann war auch alle Hoffnung wieder weg.... Ich ging in die Küche und mein Würgreflex meldete sich ohne, dass ich was getrunken hatte... der blosse Gedanke war schon genug. Exen würde nicht mehr klappen...

Also würde ich jetzt minütlich einen kleinen Schluck trinken.

Ja, ich stellte mir tatsächlich den Timer und alle 30 Sekunden nahm ich einen Minischluck... Ich brauchte für ein Glas 20 Minuten!! So würde das nichts werden.

Ich zwang mich grössere Schlucke zu nehmen, und würgte den Würgreflex weg und das Gebräu runter. Es war schlimm...

Die ersten Tränen des Selbstmitleids liefen mir runter, ich überlegte, den Termin abzusagen und aufzugeben, doch dann entschied ich mich dafür, mich noch weiter zu quälen...

Unter lautem Jammergeschrei arbeitete ich mich Schluck für Schluck weiter, unterbrochen von WC-Forderungen und Brechreiz – und dann gab ich auf...

Ich konnte nicht mehr, war am Ende meiner Kräfte und entschied: wenn der Darm jetzt nicht sauber ist, dann ist das halt so... Ich kann nicht mehr!

 

Und so war es dann: ich hatte vom zweiten Liter vielleicht knapp die Hälfte geschafft (in 1,5 Stunden!!!) und entsorgte sofort alles... Ich konnte das Zeug nicht mehr rumstehen und mich fies anlächeln sehen. Ich gab zu, dass ich doch nicht die Stärkste von der Welt bin und machte eine tiefe Verbeugung vor dem Abführmittel. Ich war besiegt und wie ein geschlagener Hund verzog ich mich auf’s Sofa... Dort wartete ich bis es Zeit war zu gehen und hoffte, niemand würde merken, dass ich geschummelt hatte...

 

Niemand hat es gemerkt! Und damit ging der bisher schlimmste Tag des Jahres seinem Ende zu...

 

Abends erzählte ich dem einzigartigsten Ehemann der Welt, wie problemlos der Tag und das Trinken war – und wunderte mich nicht weiter, als er einen Lachanfall bekam... er kennt mich halt... Und während ich alles dafür geben würde so ein Zeug nicht trinken zu müssen, muss man ihn schier davon abhalten, es nicht zu trinken, denn unglaublicherweise findet er es fein.....  arghhhh...... und wir sind verheiratet????

 

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Sind sie Handmodel?

So, dass es im Leben der Prinzessin Pummelfee nie, aber wirklich nie, langweilig wird und dass ich irgendwie auf Krankenhausatmosphäre stehe, beweist der heutige Tag...


Eigentlich war ich heute morgen zur Arbeit gefahren, um zu arbeiten... Doch dann kam was dazwischen - meine Schusseligkeit....

Ich befand mich gerade in der Küche um dort das Mittagessen weiter zu kochen. Dazu war es nötig, Kartoffeln zu raffeln. Kartoffeln raffeln? Kann ich!!! Und wie! Ich raffelte, und raffelte und raffelte und plötzlich war aus mir unerfindlichen Gründen statt der Kartoffel mein kleiner Finger drin.... und das nicht zu wenig...


Sofort schrie ich auf "Au, Aua, Auuuuaaa" obwohl es ehrlich gesagt im ersten Moment gar nicht weh tat. Das war wohl mehr so ein "Jetzt-brauch-ich-gleich-gaaanz-viel-Aufmerksamkeit-Refelx"

Aber im zweiten Moment sah ich dann sofort das Malheur: ich hatte mir die Fingerkuppe des kleinen Fingers weg geraffelt und sie hing nur noch einem seidenen Hautfetzen...$


Mein Team, das zwar meine Aua-Rufe gehört, aber nicht so ernst genommen hatte (Prinzessinnengetue usw...) reagierte nicht. Da fiel mir die Regel ein "Sprich die Leute persönlich an..." also rief ich den Namen einer Mitarbeiterin, aber wieder ignorierte sie mich (kennt ihr die Geschichte von Peter und dem Wolf.... ich hatte wohl zu oft um Hilfe gerufen wenn gar nichts los war....)

Jedenfalls blutete ich wie verrückt und rief jetzt sehr eindringlich ihren Namen und übertrieb dazu, ich hätte mir gerade den Finger abgeschnitten.... Gut, ganz so schlimm war es nicht, aber bei der Menge von Blut hätte es auch stimmen können ;-)$


Nun rannte meine Mitarbeiterin runter zum Verbandskasten - und gut, dass wir in dem Momente feststellen, dass wir keine Gaze mehr haben. Nicht lange fackeln war die Devise: ich legte die Fingerkuppe wieder an den ursprünglichen Ort, schmiss viel Papier drum, sie klebte alles fest - und sofort fuhr mich unsere Lehrfrau zum Arzt. 

Dort angekommen wurde ich endlich wieder wie eine echte Prinzessin behandelt: Sie schickten die Dame im Behandlungszimmer schnell wieder raus und nahmen mich direkt rein! (Lag evtl. auch daran, dass unser provisorischer Verband erneut komplett durchgeblutet war und ich tropfte ;-)))


Die Ärztin schaute sich meine vollbrachte Tat an und machte..... Nichts! Sie entschuldigte sich, aber das müsste ein Handchirurg sich ansehen und sehr wahrscheinlich wieder annähen.... Also Druckverband drauf und ab ins Krankenhaus.


Dort durfte ich mich auf der Notfallstation melden, was ich auch tat...

Ich kam sofort in ein Behandlungszimmer - aber ab da ging es schleppend... Ja, die Wunde musste versorgt werden und ja, die Kuppe müsste wieder dran genäht werden, aber es gab gerade dringendere Fälle... 

also sass ich da so rum, gar nicht prinzessinnenlike und wartet. zwischendurch kam immer mal wieder ein Arzt, schaute sich das an und ging wieder ohne jemals erneut gesehen zu werden.


Nach drei Stunden kam dann plötzlich etwas Leben in mein "Zimmer": Ich bekam eine Betäubung in den Finger gespritzt und der Assistenzarzt sollte mich dann wieder zusammen nähen... Der Assistenzarzt nickte mir zu, verschwand dann mit den Worten"ich bin gleich wieder da" und für die nächste Stunde kam niemand mehr....


Als dann endlich doch jemand kam, um mich wieder ganz zu machen, meinte ich nur "Naja, die Betäubung wirkt nicht mehr, kann ich nochmal so eine total unangenehme und schmerzhafte Spritze bekommen?"

Die bekam ich dann und ach, jetzt ging auch endlich das Nähen los... Die Ärztin stellte sich war zwar mehr als blöd an, vergass das Blut zu stoppen, hatte keine Schere parat usw. aber sie nähte.... 


Ich sah zu und wurde erst stutzig, als sie mich fragte "Sie sind nicht zufällig Handmodel von Beruf? Weil selbst mit 1000 feinsten Stichen bekämen wir das nicht mehr schön hin...lach"

Ach, wie motivierend ;-)))


Aber als Prinzessin bin ich ja nicht auf Modeljobs angewiesen ;-) und so habe ich jetzt einen frisch genähten, eingebundenen Finger, bin um eine Erfahrung im Krankenhaus reicher und weiss: ich werde niemals mehr Handmodel werden ;-))))

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es blüht

Bei uns im Garten blüht's - und da haben der einzigartigste Ehemann und ich schon recht Freude ;-) Gerade jetzt, wo man gemütlich und lange draussen sitzen kann, ist es herrlich auf die bunte Blütenpracht zu schauen... Ein DANKE an die beste Schwiegermama der Welt, die das so möglich gemacht hat - mit beherztem Einsatz, viel Mühe und Arbeit. Das Ergebnis ist toll ;-) Hier ein paar Eindrücke ;-)

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Jazzascona

Ich habe einen Ehemann - und der ist, wie Ehemänner eben sind: Er mag Bier und Grillfleisch :D Aber meiner mag auch noch was anderes... 

Seit einiger Zeit (ich weiss gar nicht, wann das genau begonnen hat) nimmt er gerne an allen möglichen Gewinnspielen teil. (Das er den Hauptgewinn seines Lebens schon mit mir gemacht hat, scheint er vergessen zu haben..)


Anfangs belächelte ich diese neue Eigenschaft noch mit einem gewissen Abstand und ja, ich dachte, was soll denn dieses sinnlose Verschenken von unserer Adresse an Werbefutzis. Aber ich liess den einzigartigsten Ehemann walten, denn man soll den lieben Kleinen ja ihr Lieblingsspielzeug nicht wegnehmen. ;-)


Inzwischen musste ich meine Meinung leicht revidieren: denn soooo sinnlos scheint das gar nicht zu sein, was der junge Herr dort macht. Immerhin kann er schon einige "Erfolge" vorweisen... 

So hat er z.B. schon 3 T-Shirts gewonnen (und eines von seinem geliebten Batman). Auch durften wir uns schon über 8 Gutschein für Kino und Openairkino freuen sowie wie einen Gutschein für eine deutlich vergünstigte Hotelübernachtung.

Doch den Vogel hat diese Woche abgeschossen: Es gab Eintrittskarten für das JazzAscona!!


Ich LIEBE das JazzAscona und wollte schon soooo lange mal wieder hin, aber es hat sich nie ergeben. Letztes Jahr waren wir zwar am Jazzfestival in Montreux, was mir auch gut gefallen hat, aber JazzAscona ist für mich noch etwas spezieller. 

Zugegeben: Die Acts, die Montreux an Land zieht, sind Spitze! Letztes Jahr sahen wir Amy McDonald live, aber die Atmosphäre in Ascona, am Lago Maggiore, mit den 5 Bühnen, der Stimmung, den coolen Bands, den Restaurants usw.. das ist einfach MEINS ;-)


Und als der einzigartigste Ehemann mir dann fast schon beiläufig per SMS mitteilt, wir hätten ja Eintrittkarten für Ascona gewonnen, dachte ich im ersten Moment, er nimmt mich auf den Arm.

Dem war dann aber nicht so. Zwei Karten für dieses WE.


Es war zwar sehr kurzfristig, wir waren eigentlich auch schon verplant und verabredet, aber wir (wahrscheinlich vor allem ich) wollten unbedingt hin.

Und so sagten wir unser Treffen und unsere Vorhaben ab und fuhren recht spontan ins Tessin.


Es gab zwar in Ascona keine freien Hotels mehr in unserer Preisklasse, aber Locarno hatte noch und damit stand nichts mehr im Wege.


Dort angekommen, begrüsste uns schönstes Wetter, herrliches Wasser und gut gelaunte Menschen. 

Am Samstag liefen wir von Locarno nach Ascona (Aussage Ehemann: das sind nur ca 30 Min, Aussage Maps: das sind 45 Min.   Erfahrung: Es sind 1,5 Std in den falschen Schuhen und damit not nice!) was eine kurzzeitige Krisenstimmung bei mir brachte, aber in Ascona angekommen verflog diese schnell. Wir genossen, Schlendern, Eis, feines Essen, und tollste Jazz-Musik mit dem Motto "New Orleans" :D


Es war bis spät sehr warm, die Atmosphäre voll für mich und heute Morgen ging es so schön weiter ;-)

Wir schlenderten in Locarno herum, am See, in der Stadt, genossen Eis, Sonne und See und liessen die Seele baumeln. Herrlich.


Inzwischen sind wir wieder zurück und am liebsten würde ich grad für nächstes Jahr schon buchen ;-)

Aber: erstmal geht's nächstes Wochenende zum Jazzfestival in Montreux, das war schon lange gebucht und ohne Gewinn ;-)


Vorerst darf der einzigartigste Ehemann also weiter an Gewinnspielen teilnehmen - mal sehen, wann sein "kleines Glück" dabei nachlässt ;-)




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Ausgesperrt durch Geisterhand

Dass ich "besondere Situationen" "spezielle Krankheiten" und "nicht alltägliche Probleme" anzuziehen scheine, ist ja inzwischen gemeinhin bekannt.

Wen wundert's also, dass ich heute mal wieder vor einem nur "fast-alltäglichen" Problem stand:


Die letzten Wochen habe mein Auto von innen etwas verloddern lassen und heute stand auf dem Programm: Das Auto muss wieder besser aussehen. Also bin ich in unseren Keller gegangen (noch nichts Besonderes) habe die Kellertüre, die direkt in die Tiefgarage führt aufgeschlossen (auch noch nichts Besonderes), den Schlüssel stecken lassen,  bin durch die Tür gegangen und habe die Türe hinter mir zufallen lassen (auch bis hier noch nichts Ungewöhnliches).

Ich räumte mein Auto aus, sammelte Müll, sortierte Klamotten (ja, es gab saubere und schmutzige in meinem Auto, obwohl ich einen festen Wohnsitz mein Eigen nennen darf....) und kramte herum.

Als ich fertig war, nahm ich die Taschen, ging die 2 Meter vom Auto zur Kellertüre und drückte die Türklinke herunter - und nun kommt das "Besondere": Die Türe ging nicht auf!

Ich schüttelte den Kopf, drückte erneut die Klinke und war ziemlich verwirrt, denn: die Türe ging nicht auf. 

Ja, genau die Türe, die ich kurz zuvor durchschritten, nicht wieder abgeschlossen und nun erneut öffnen wollte...

Ich war mehr als verwirrt und brachte die Taschen zurück zum Auto. Da mir ja öfter mal schusselige Sachen passieren, wollte ich sicher gehen, dass es diesmal anders war - ich rüttelte, trommelte und trat gegen die blöde Tür, aber sie bewegte sich nicht einen Millimeter. Also bettelte ich, machte ihr Angebote, sie werde die beste Ölung ihres Lebens bekommen, nie mehr zugeschlagen werden und oben drauf noch einen neuen Anstrich erhalten - aber sie blieb stur!


So stand ich da in der Tiefgarage - nur mit Klamotten am Leib (und in der Tasche von Auto) FlipFlops an den Füssen  - ohne Ausweis, Geld, Handy, Hausschlüssel... nichts, nada, niente. Allein gelassen von der Welt.


Mein Plan A: Ich fahre zu Schwiegermama und hole den Ersatzschlüssel, dann gehe ich oben durch die Haustür. Aber: ich konnte ja nicht anrufen und fragen ob sie da ist, und Donnerstags hat sie Tennis. Also_


Mein Plan B: Ich fahre (ja mit FlipFlops und ohne Ausweis/Führereschein) zum einzigartigsten Ehemann der Welt ins Geschäft, klaue seine Hausschlüssel und gehe durch die Haustür.


Und so fuhr ich los. Beim einzigartigsten Ehemann angekommen, erklärte ich ihm den Sachverhalt (Schlüssel klauen durchschaute er viel zu schnell..) und hatte einen etwas ungläubig dreinblickenden Mann vor mir..


Klar, was auch sonst, klingt ziemlich bescheuert, wenn man erklärt, dass man von der gemeinen, hinterhältigen und sehr berechnenden Kellertüre ausgesperrt wurde....

Problem an der ganzen Situation war: Im Gespräch mit dem einzigartigsten Ehemann stellen wir fest, dass in der Haustüre oben ebenfalls ein Schlüssel steckte und da wir keinen Doppelzylinder haben, würde ich nicht durch die Haustüre reinkommen.

Ich realisierte: Pummelfee, du bist komplett ausgeschlossen und hast nicht mal was falsch gemacht - na erzähl das mal der Presse, da bist du ganz schnell für verrückt erklärt.


Es blieb nur eine Möglichkeit: Heim fahren, ein letztes Mal ein Eindringen versuchen und dann dem Schlüsseldienst mitteilen, dass zwar niemand im Haus ist, aber beide Türen von innen verschlossen sind und die Schlüssel dazu stecken. Und klar, dass eine Frau das erklären muss, kein Kerl....


Ich nahm meinem Gatten also Schlüssel (zur Sicherheit) und Handy ab - fuhr wieder nach Hause gab erneut mein bestes um irgendeine Türe zu öffnen und scheiterte kläglich. 

Also rief ich den Aufsperrdienst, schilderte ganz neutral die Situation "Guten Tag, ich habe mich ausgesperrt, können Sie kommen?"  und er kam


Als der Schlüsseldienst dann vor Ort war, kam ich natürlich nicht ganz so leicht davon. Er wollte genau wissen was passiert sei - und zu meinem Erstaunen fand er es weder komisch noch speziell, sondern hatte grad eine Erklärung bereit: Durch das Zuschlagen der schweren Türe, hat sich der Schlüssel im Schloss gedreht und die Türe von innen verschlossen, er hätte das schon öfter erlebt. Punkt. Ganz einfach. Ohne Drama.


Daraufhin zog er an der verwirrten Prinzessin vorbei, hantierte an der Tür herum und bekam sie ohne Bohren geöffnet!! 

Immer noch etwas baff, holte ich meinen Ausweis (den wollte er vorher sehen, aber der lag ja eingesperrt im Haus...) kam rein, erledigte den Rechnungskram und zog von dannen.


Ich kann's immer noch nicht glauben, aber die Türe hat mich selbständig ausgesperrt. Wem sonst, ausser mir, passiert das wohl wieder???? Klar, dass es immer mich trifft :D

Nun ist alles wieder ok, aber ich kann sagen: Das war der teuerste Gang in den Keller ever... und Türen bleiben in Zukunft offen!! (hast du gelesen einzigartigster Ehemann :D)


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Knast oder Altersheim

Prinzessin Pummelfee hat eine Mutter und auch einen Vater. Nichts besonderes soweit. Doch gestern hat sich aus Gründen ergeben, dass die Mama von Prinzessin Pummelfee (so ist ihr offizieller Name) von mir wissen wollte, wo sie denn - sollte es einmal soweit sein - im Alter besser aufgehoben wäre: Im Knast oder im Altersheim.

Und als gute Tochter, war ich gerne bereit, ihr bei dieser nicht ganz einfachen Frage Auskunft zu geben. Ich antwortete ihr per Mail auf ihre Frage und teile nun heute gern meine Ausführungen dazu mit euch ;-) Deswegen hier mein Mail an meine Mutter:


Ihr wollt den Unterschied zwischen Knast und Altersheim wissen? Unglaublich, aber zufällig kann ich da weiterhelfen!

Sollte in den nächsten 20 Jahren bei euch die Entscheidung für eines von beiden anstehen, so kann ich ganz klar KNAST empfehlen. Wie ihr da rein kommt ist ja auch kein Problem: Da Grossmutter die Einzige in der ganzen Familie war, die nicht mal das Finanzamt beschissen hat, liegt klar auf der Hand, was für euch zu tun ist: Zum Finanzamt gehen, eure Vergehen in finanzieller Hinsicht gestehen (ausser von den Auslandskonten, bei denen ich evtl. mal erblich profitieren kann – die dürft ihr weiter geheim halten) und schon landet ihr ihm Knast! Zack – erledigt!

 

Jetzt denkt ihr vielleicht: Scheisse man, Knast, da hört man immer soviel Schlechtes.... Hallo? Habt ihr mal hingehört, wenn die Leute sich vom Leben im Altersheim erzählen?? DAS ist Knast, kann ich euch sagen....

 

Zur Verdeutlichung einige gängige „Vorurteile“

1.     Im Knast ist man eingesperrt:

Ja, das hat gewissermassen einen kleinen Wahrheitsanteil, ABER: im Knast hast du auch mal Hofgang und da darfst du innerhalb des Hofes, ganz nach Belieben herumspazieren. Solange du nicht nackig durch die Gegend rennst (weiss ich aus eigener Erfahrung) Drogen verkaufst (weiss ich von meinen Knastfreunden) oder sexuelle Handlungen in der Öffentlicheit ausführst (weiss ich aus der Zeitung) lassen dich die Wärter in Ruhe (ausser denen, die dich mit sexuellen Handlungen zu einem besseren Knastleben erpressen)

D.h. du kannst beim Hofgang tun und lassen was du willst. Sogar rauchen! Und lachen! Spässe machen! Mit Freunden reden!

 

Versuch das mal im Altersheim: „Hofgang“ kennen die nicht. Du hast deine Zelle äh Zimmer nennen die das, aber da kommst du nicht so einfach raus. Wenn du raus spazierst, steht sofort eine „Schwester Brunhilde, oder Gabi oder Annemarie“ vor der Tür und fragt in der dritten Person (als ob sie auch mit gehen wollte: „Na, Herr Soundso, wo wollen wir denn jetzt schon wieder hin.?

Wenn man dann schlau ist, sagt man: ups, ich hab mich wohl verlaufen, ich will wieder in mein schönes Zimmer, ganz allein sein und mich ruhig verhalten.

Wenn man dumm ist, sagt man: ich will raus!

Wenn man mit einer gewissen frechen Art antwortet, sagt man: wo Sie hinwollen weiss ich nicht,  Sie alte Schrappnelle, aber ich wollte schauen, ob eine von euch tollen Schwestern hier wieder rumspioniert und meinen Versuch der Flucht oder aber ins Nachbarzimmer zu der hübschen Frau Sowieso zunichte macht – und ja, das haben Sie soeben geschafft... Mist!

Doch egal wie man antwortet: das Resultat ist immer gleich: Es gibt keinen Hofgang. Du wirst wieder in deine Zimmer geschickt und hast ruhig zu sein.

 

Ich hatte ja geschrieben, dass man im Knast während des Hofganges rauchen, lachen, Spässe machen und reden darf... pft, mach das mal im Altersheim:

Herr Müller, Sie können doch hier nicht rauchen! Das ist für Ihre Gesundheit überhaupt nicht gut! Und die Luftverschmutzung und die gelblichen Zimmerwände! Tststs, Herr Müller, machen Sie sofort den Glimmstengel aus.  (Herr Müller ist 98 Jahre alt, hat einen Mix aus verschiedenen Krankheiten und wird in 2 Monaten voraussichtlich das Zeitliche gesegnet haben, was soll also das mit der „Gesundheit“??) Daraufhin geht die garstige Schwester ins Schwesternzimmer, erstmal eins Rauchen.... immer dieser Stress mit den aufmüpfigen Alten!

Wenn die Alten im Heim lachen oder Spässe machen, geht das sofort weiter: die garstige Schwester Esther kommt vorbei: Herr Lustig, Sie können doch hier nicht so lachen und Spässe machen! Denken Sie doch nur an Ihr Herz und das der anderen. Ihr Blutdruck ist eh schon so hoch.... da müssen wir den doch nicht noch zusätzlich puschen, Herr Lustig, nun ist aber Schluss mit Lustig, entweder Sie sind sofort ruhig oder sie gehen ohne Abendbrot ins Bett!

Beim Reden mit Freunden sieht es ähnlich aus: Herr Runz, Ihr Freund Herr Sauri versteht Sie doch sowieso nicht, der ist taub und wir haben ihm das Hörgerät geklaut, weil er nachts immer ins Bett macht. Strafe muss sein. Und ausserdem, Herr Runz, niemand versteht Sie, sie haben Ihr Gebiss nicht drin, denn das haben wir auch geklaut, weil Sie gestern beim Abendbrot darüber gemeckert haben, dass die Hefekleie Ihren Mund verbrannt hat. So, das haben Sie jetzt davon – und nun, ab in Ihr Zimmer....

 

Ihr seht, Altersheim ist kein Spass. Das liegt daran, dass dort nur Frauen arbeiten, die ihre Erlebnisse als Kinder mit ihren Eltern nun an andere zurück geben, auch wenn die anderen gar nicht ihre Eltern sind... Scheisse man!

 

Im Knast dagegen darfst du beim Hofgang, rauchen, lachen, Freunde treffen.

1:0 für den Knast.

 

2.    Vorurteil: Im Knast ist das Essen scheisse:

Alter, habt ihr schon mal Essen vom Altersheim gehabt!! DAS ist Scheisse, aber echt!

Im Knast gehen sie davon aus: da sitzen harte Kerle, die brauchen hartes Essen! Im Altersheim meinen sie, da sitzen weiche Kerle, die brauchen weiches Essen – und das kriegen die dann auch! Es wird gekocht, aber nicht nur das: es wird VERkocht – und zwar so weich, wie die Haut der Altersheimbewohner – und das ist sehr weich. Und weil die netten Schwestern Gudrun, Hildegard und Violetta (es hat inzwischen auch viele Russen die dort arbeiten) es nicht wichtig finden, wie das Essen aussieht, da sie meinen, dass die Alten das eh nicht mehr erkennen können, wird einfach alles in einen Topf geschmissen (und ich rede hier nicht vom Eintopf – nur damit es keine Verwechslungen gibt)

Kartoffeln, Gemüse und Fleisch landen in einem Topf, Sosse drüber, fertig. Und weil die Alten es eh nicht merken und die nettendf Schwestern ja sowieso zu wenig Zeit haben, werden der Salat und der Nachtisch auch noch grad mit reingeworfen in den einen Topf, der kein Eintopf ist. Zack, Essen schmeckt (da die Alten das je eh nicht mehr schmecken) Zeit gespart und Schwester Oxana kann noch schnell eine rauchen gehen.

 

Im Knast geben die sich da schon mehr Mühe, denn: die Bewohner des Knast werden noch erst genommen. Und sollten die mal auf die Idee kommen, sich zu beschweren, hat der Knast gleich Amnesty International an der Backe – und das will ja niemand, denn die können ganz schön lästig sein. Zumindest lästiger als anständiges Essen kochen. Also werden dort die einzelnen Lebensmittel getrennt, bissfest gekocht und Salat gibt es vorher, Nachtisch hinterher. Keiner kann sich beschweren.

Im Altersheim muss niemand Angst vor Amnesty Internation haben, denn wenn sich dort ein Insasse beschwert, wird einfach die Akte gefälscht und schon steht da, Herr Knutzen hat Demenz und ist sowieso auch ganz tüdelig im Kopf. Erledigt.

 

2:0 für den Knast

 

Falls ihr immer noch nicht überzeugt seid, dass Knast die bessere Alternative ist, hier

 

3.    Im Knast sind die Besuchszeiten scheisse:

Ja, auch hier muss ich gestehen, gibt es einen kleinen Wahrheitsanteil, ABER, ihr müsst die Vorteile sehen, die damit im Knast herrschen.

Ich mein sind wir mal ehrlich: Wer hat schon gross Bock auf Besuch? Die wollen reden, alles wissen, bedient werden und am Ende wohlmöglich noch nen Kaffee oder so. Im Knast kein Thema: Da werden die erstmal untersucht, ob die eigentlich rein dürfen (können also keine bescheuerten Geschenke mitbringen, die werden gleich konfisziert) und dann ist klar geregelt: IN 1 STUNDE SEIT IHR WIEDER RAUS HIER.

Beusch im Knast ist absehbar, da gibt’s feste Zeiten und ihr müsst die nicht mal rausschmeissen, das machen die Aufseher für euch ;-) Und Kaffee müsst ihr auch nicht servieren, gibt’s nicht und fertig. Und wenn ihr mal keine Lust zu reden habt, lasst ihr euch von einem Knastfreund einfach eine reinhauen, damit die Lippe geschwollen ist, drei Zähne fehlen und schwupps: perfekte Ausrede, dass ihr leider nicht an der spannenden Unterhaltung teilnehmen könnt und zusätzlich noch Mitleid plus ne 1000er Euronote als Schutzgeld erhaltet.

Ein weiterer Vorteil: ihr müsst eure Zimmer nicht extra aufräumen und Putzen, da dürfen die nämlich gar nicht rein, sondern nur in den Besucherraum.

 

Von einem Besucherraum könnt ihr im Altersheim hingegen nur träumen, pahhh. Da habt ihr den Besuch gefälligst mit in eure Zelle zu nehmen, damit niemand gestört wird, und natürlich müsst ihr dann vorher putzen und aufräumen, sonst kommt Schwester Margrit und schimpft, denn alles muss nach aussen hin gut und perfekt und sauber wirken... sonst hat man plötzlich mal die Aufsicht am Hals.... und das will ja niemand, oder???

 

Naja, und wenn der Besuch dann erstmal in eurer Zelle ist, mit Kaffee und Kuchen versorgt wurde, dann werdet ihr den auch nicht mehr so schnell los.

Die Schwestern sind froh, wenn sie euch beschäftigt wissen und gehen erstmal heimlich eine im Klo rauchen. Da kommt sicher niemand nach einer Stunde und schmeisst die raus. Also müsst ihr euch die langweiligen Geschichten von „Leben draussen“ anhören, Kindergequake von den Enkeln ertragen und im dümmsten Fall noch unnütze Geschenke entgegen nehmen. Und sollte überraschenderweise mal was Sinnvolles als Geschenk kommen (z.B. eine Stahlpfeile um die Gitterstäbe, die ja nur zu eurem Schutz vor den Fenstern montiert wurden, aufzuschleifen) kommt am Abend mit 100%iger sicherheit Schwester Alice mit ihrem siebten Superriecher und konfisziert eure letzte Hoffnung während sie eure hoffentlich noch nicht letzte Waschung an euch vornimmt.

 

3:0 für den Knast

 

Ich könnte Stunden so weitermachen, aber das Ende ist immer gleich: Solltet ihr jemals vor der Wahl „Knast oder Altersheim“ stehen, nehmt den Knast! Eindeutig, und wenn ihr es da mal nicht mehr aushaltet, ist auch die Sache mit der aktiven Sterbehilfe dort ganz leicht: Einfach eurem Zimmernachbarn, die letzten Zigaretten für die Woche klauen und runterspülen oder selbst rauchen – Thema erledigt!

 

 

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es ist traurig

aber wahr:

Mein Urlaub in Damp an der Ostsee ist morgen schon wieder vorbei :(

Nach einer Woche täglicher Sonne und dem Laufen am Strand, fällt mir der Abschied gewissermassen schwer... Nicht zu vergessen, dass mich auch Sauna, Massagen und leckere Cocktails verbunden mit dem Blick auf das endlose Meer in ihren Bann gezogen haben und mich eigentlich bei sich behalten möchten. Hach, was soll ich sagen: Am liebsten würde ich ja sofort nachgeben aber: die Freude namens "Arbeit" ruft mich wieder.

Es war eine wunderbare Woche, mit den liebsten Frauen der Welt, einem Besuch bei der Familie und noch anderen Annehmlichkeiten und Freuden ;-) Gerne komme ich wieder aber für heute bleibt mir nur: den letzten Abend geniessen und morgen gut nach Hause kommen ;-)

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Ein paar Eindrücke

Ich treibe mich immer noch am Meer rum, geniesse bestes Wetter, viel Sonne, sehr viel Ruhe, ein gutes Buch, leckere Brötchen und Tage ohne Termine, Zwänge oder Stress. Es ist sowohl schön im Ferienhaus, als auch am Strand oder im Wellnessbereich ;-)

Heute habe einen Fast-nur-am-Ferienhaus-Tag gemacht, gelesen und auf der Gartenliege in der Sonne entspannt. Allerdings bin ich doch immerhin zu einem Milchkaffee und leckerem Eis an die Strandpromenade und hab auch einen längeren Spaziergang mit Fussbad im Meer und ein paar Fotos schiessen gemacht. Und diese dürft ihr euch jetzt auch anschauen ;-)

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schnell mal nach Damp

Die Prinzessin Pummelfee hat Urlaub und ist gestern in ihrem Wochendomizil angekommen.

 

Gedacht hatte ich mir ja: Komm, Pummelfee, sei diesmal nicht so umweltschädlich und flieg mal mit vielen Leuten im Flugzeug, statt alleine mit dem Auto zu fahren... Die Fahrt ist so lang, kostet Benzin, Verschleiss und Nerven, also mach mal auf gaaaanz entspannt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln...

Das war gedacht...(und von vielen Leuten in mich eingetrichtert, denn mich stört das ja alles nicht ;-))

 

Passiert in echt: "Entspannt mit öffentlichen Verkehrsmitteln" - DAS geht nicht!!!

 

Zum einen hatte ich meinen Koffer noch im "ich-fahr-mit-Auto-und-kann-mitnehmen-was-ich-will-Modus" gepackt ohne zu bedenken, dass ich den Koffer, dann zum Bahnhof schleppen, in den Zug bugsieren, zum Platz bekommen, in den nächsten Zug und nochmal in den nächsten Zug kriegen muss, dann im Flughafen zum Check-In und dann auf dem Heimweg alles wieder zurück kriegen muss....

 

Leute, ich bin zwar angekommen - aber ihr wollt nicht wissen wie... alter Schwede, war das Schwerstarbeit!!  Und was soll ich sagen: der Unterschied zum Autofahren war nicht mehr sehr gross... bzw. Autofahren eigentlich besser:


"Die Fahrt ist lang" - das war sie mit ÖV und Flugzeug auch - von Tür zu Tür hab ich fast genau 8 Std gebraucht ( da sind ca 11 Std mit dem Auto auch nicht mehr sooo viel mehr)

"Kostet Benzin" - unglaublich aber wahr: für das Fahren mit Bus und Flugzeug musste ich auch Geld zahlen.. krass, was... das Argument zählt also auch nicht

"kostet Verschleiss und Nerven" - das hat auch der Trip mit ÖV gekostet: Verschleiss am Koffer und meinen Gelenken! Das Scheiss-Ding war so schwer, dass ich es alle drei Meter auf den Boden geschmissen hab, drauf und gegen getreten bin und es auf Übelste beschimpft habe; Verschleisserscheinungen: Beulen, Kratzer, Lackschäden am Koffer und meinen Füssen - von meinen Gelenken, die solche Schwertbelastungen nicht gewohnt sind, wollen wir hier gar nicht sprechen.

Naja, und die Nerven wurden ebenfalls keineswegs geschont - weder meine noch die der mitfahrenden Personen in meiner Umgebung: Mein Gestöhne und Gejammer beim Transport des Schwerstguts, meine Schimpftiraden und bösen Blicke waren für niemanden leicht zu ertragen! Und als dann noch alle drei Minuten meine pädagogisch sehr sinnvollen köfferlichen Züchtigungen dazu kamen, wussten die Leute nicht, ob sie mir helfen oder die Männer in dem weissen Kittel rufen sollten.... Aber als sie dann durch diese ungewohnte körperliche Betätigung meine Kurzatmigkeit und mein Fast-Ersticken erkannten, überwog bei den meisten das Mitleid (alle anderen waren mit Leib und Seele Kofferverkäufer, vermute ich)

Und als ich dann im Flugzeug neben der einzigen Schnapsleiche weit und breit sitzen musste, war es gänzlich um mein zartes, nervliches Kostüm geschehen... Der Kerl hatte super vorgeglüht, und über sein Verhalten (schlafen während des ganzen Fluges) kann ich mich keineswegs beschweren, aber seine Ausdünstungen waren nicht zu ertragen... mir stiegen langsam Tränen in die Augen, doch ich hatte mein Ziel vor Augen - und...

 

...ich kam tatsächlich irgendwann in Damp an der Ostsee an! 

Belohnt mit bestem Wetter und Sonnenschein, Abendessen an der Sonne im Garten und in netter Gesellschaft.

Den Koffer musste ich vorher noch im Krankenhaus abholen, da Mitarbeiter des Flughafens Mitleid mit ihm hatten und ihn zuerst ärztlich untersuchen liessen, nachdem Kofferverkäufer mit Leib und Seele mich bei Flughafenpersonal angeschwärzt hatten.... tstststs..

 

Naja und jetzt werde ich eine wundervolle Woche geniessen, nicht an die bevorstehenden Strapazen des Rückwegs denken und mir das nächste Mal genau überlegen, ob ich nicht doch lieber mit dem Auto fahre... denn: ÖV sparen weder Zeit (je nach Ziel) noch Geld (je nach Ziel) noch Nerven (je nach Koffergewicht) noch Verschleiss (ja nach Koffergewicht) :D

 

 

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Das Bummelfeeleben hat begonnen

Das Pummelfee-Leben bekommt für die nächsten Wochen einen neuen "Drive" - denn gewissermassen startet heute mein "Bummelfee-Leben": ich arbeite vorübergehend nur noch zwei Tage die Woche... viel Zeit zum Rumbummeln :D 

Hach, ich sag euch, das ist herrlich :D

Und obwohl ich heute bis in die Puppen hätte schlafen können, danach TV anmachen, Chips aufmachen und Haushalt nichtmachen gedurft hätte, bin ich fleissige Biene, um 6.20 Uhr aufgestanden, hab Wäsche gewaschen, hier und da geputzt, neuen Salat gesät, die Küche aufgeräumt und werde am Mittag noch so richtig fleissig bei einem Umzug helfen gehen. 

Aber jetzt für diesen Moment geniesse ich das grandiose Wetter auf unser schönen und ruhigen Terrasse bei einer Tasse Kaffee und viel Vogelgezwitscher ;-)

Was für ein Lebensgefühl :)

Und damit wünsche ich der vollarbeitenden Bevölkerung einen sonnigen Tag (ja, ich weiss, dass ich selbst ab August auch wieder dazu gehöre ;-))

PS: Jeder, der die nächsten Wochen hier mit mir geniessen möchte, ist herzlich auf ein Käffchen eingeladen :-)

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typisch...

Es ist mal wieder typisch für mich: Pummelfee hat - wie schon so oft in ihrem Leben - ganze, aber wirklich ganze Arbeit geleistet. Nicht, dass es nicht gut ist, "ganze Arbeit" zu leisten, aber es gibt Bereiche im Leben, da bedeutet dies eher das Gegenteil....

Heute mir passiert. Mal wieder!


Ich nehme mal an, dass ihr Leser dieses Blogs mit den "neuen Medien" vertraut seid. Die einen oder anderen werden Smartphones haben, minütlich ihre Facebook-Seite checken (könnte ja was WICHTIGES passiert sein), regelmässig Mails abrufen, twittern, yasnin und linkedinen und was weiss ich noch alles... 


Und vielleicht gibt es unter auch die Leute, die nicht nur Social-Media-mässig mit dem Handy/Compi unterwegs sind, sondern mit der Zeit auch mehr und mehr andere "Funktionen" nutzen, wie z.B. Apps, die das tägliche Leben erleichtern... Terminkalenderapps, Einkaufslistenapps, to-do-listen-apps, wen-ich-nicht-mehr-mag-listen-apps usw......


Also ich muss gestehen: meine Papier-Agenda hab ich schon lange zu Gunsten einer iPhone-App an den Nagel gehängt - und ich bin sehr zufrieden damit. Handy (und damit alle Daten) hab ich immer dabei, kann jederzeit neue abmachen oder absagen und gleichzeitig synchronisiert mein Computer alle Daten, sobald ich zu Hause bin. Toll! Tolle Sache! Pummelfee findet das richtig gut!


Wenn ich z.B. zu Hause am Compi sitze und meine Termine in den Kalender eintrage (Mo: 13 Uhr, Schokoladenpause, Mi 17.45 Uhr Süsskram einkaufen, Do 11.15 Uhr Treffen mit Stickers usw...) dann werden diese direkt auch im Handy gespeichert... und wenn ich dann später unterwegs bin und nicht mehr weiss, was ich vorhabe, muss ich nur aufs Handy schauen - und schon ist der Fall klar.

Klasse Erfindung.


Ebenso funktioniert die Synchronisierung mit Terminen, die man wieder streicht/löscht. Egal auf welchem Gerät ich einen Termin ändere/lösche - es wird auf allen anderen Geräten ebenso geändert. Praktisch, keine extra Arbeit. Findet Pummelfee toll, denn wer mag schon extra Arbeit???


Seit ca 30 Min weiss ich aber: SO toll, ist gar nicht (immer)!

Denn wenn man von Natur aus schusselig ist (und ja, das bin ich sehr) dann können einem manchmal Dinge passieren - Dinge, die nicht so gut und toll und wunderbar sind... Und dann bräuchte es eine Art "Sicherheit"

Mir ist vorhin sowas Schusseliges passiert...

Ich sitze zu Hause am Compi, trage ein paar Termine ein und komme auf die glorreiche Idee, etwas am Kalender zu ändern: Ich habe für verschiedene Kalendereinträge auch verschiedene Farben (rot=arbeit, blau=privat, grün=fake-termine, falls jemand meinen Kalender heimlich liest.. usw) 

Und als nun gerade am Compi alles eintrage, kommt mir in den Sinn, dass ich ja für die gleiche Sache zwei verschiedenen Namen aber gleiche Farbe habe. Also, was macht man in dem Fall: 


Man löscht einfach einen Kalender - DEN FALSCHEN! Mit allen richtigen privaten Daten!!!! Und ja, da ich zu Hause sitze, wird das Ganze direkt auf dem Handy synchronisiert....!!
Eben noch "viel zu tun" und plötzlich "eine Menge Freiiiiiiizeit" 


Wäre ich keine Prinzessin würde ich jetzt wüsteste Schimpfwörter von mir geben, aber das schickt sich nun mal nicht für eine Prinzessin, also verzichte ich auf diese Möglichkeit und greife stattdessen zum anderen Stressabbau in Form von Chips, Hamburger und Schokolade soweit der Haushalt her gibt...


Momentan leide ich noch unter Schockstarre... ich hab echt alle Termine gelöscht... alle.... vielleicht unwiderruflich.. das weiss ich aber nicht so genau, denn als Prinzessin gehört Computerwissen nicht zu meinen Stärken (das sind mehr so: mit Geld wedeln, den Ankleidern Befehle geben, dem Koch Tipps für meine Wunschernährung zukommen lassen usw...) Evtl, gibt es ja noch eine Chance, dass diese Termin sich "irgendwo" befinden... Ich warte mal ab, bis der einzigartigste Ehemann der Welt nach Hause kommt, der hat vielleicht noch Geld, damit wir jemanden zahlen können, damit dieser jemand meine Daten zurück holt...


Und solltet ihr in nächster Zeit mit mir verabredet sein oder als Arzt einen Termin mit mir haben - ruft mich nochmal zur Sicherheit an, denn ich glaube nicht, dass ich kommen werde.... Mist!



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In ihrem Alter...

So, meine lieben Freunde, ich muss hier mal was klarstellen:

Frauen sind nicht alt! Niemals! Never! 

Der intelligente Leser unter euch mag meinen: Frauen reden einfach nur nicht über Alter, aber das stimmt nicht, denn wo nichts ist, da gibt't auch nichts zu reden - Frauen sind nicht alt. Ich auch nicht. Punkt. Prinzessin Pummelfee ist eine junge Blüte, die vom Wind durch die Luft getragen wird.

Leider haben das noch nicht alle Menschen in einem Umkreis von 100km um mich herum mitgeschnitten und so kommt es, dass ich innerhalb 2 Wochen gleich dreimal mit meinem angeblichen "Alter" konfrontiert wurde.. Unverschämtheit.

 

Frauen gehen ab und zu, je nach Lust und Laune, mal zum Gynäkologen. Auch die Pummelfee macht das.

Untersuchung läuft so, wir sprechen hier und da, als die Gyni mir sagt: "wir könnten noch die und die Untersuchung machen - das ist in Ihrem Alter möglich und würde sich anbieten. Hallo? Was heisst hier in meinen Alter? Ich bin eine junge Blüte, die vom Wind durch die Luft getragen wird!! Trotzdem lass ich die Untersuchung machen - denn die kann man ja auch mit 25 machen, oder?

 

Wer mein altes Blog gelesen hat weiss, dass ich vor etwas 6 Monaten eine grössere OP hatte. Danach war die Sache gut und nun meldet sich seit ein paar Wochen diese Gegend im Pummelfee-Körper wieder, weshalb ich vor ein paar Tagen zu einer Untersuchung im Krankenhaus war. Dort stand die Frage im Raum, teures MRI ja oder nein aka "Schieben wir Prinzessin Pummelfee in die Röhre, auf die Gefahr hin, dass sie stecken bleibt, oder nicht?"

 

Tja, und was sagt die dritte Ärztin, die mich an diesem Tag untersuchte: "Sie sind 25, oder?" Erst fühlte ich mich sehr geschmeichelt und wollte schon bestätigen, doch im gesundheitlichen Kontext kann ja unter Umständen auch das nicht vorhandene Alter mal eine Rolle spielen, weshalb ich mich zur Wahrheit entschloss und meinte "Ach was bis 25 hab ich aber noch viel Zeit, tsts.

Nicht ganz, Sie haben sich nur um klitzekleine 10 Jahre vertan, Prinzessin Pummelfee waltet schon 35 Jahre lang ihres Amtes.... Nach einer Denkpause seitens der Ärztin, diese dann so:" Also, in Ihrem Alter kann man da schon mal legerer mit der Untersuchung umgehen und da ist das teure MRI in Ordnung. Wären sie erst 25 Jahre hätten wir das nicht gemacht, aber mit 35 darf mal das ruhig mal machen."

Hallo??? Selbst mir verschlug es daraufhin die Sprache und ich drehte mich hilfesuchend zum einzigartigsten Ehemann der Welt (der mich selbstverständlich zu solchen Anlässen begleitet) herum. Er schaute mich mitleidig an, schüttelte leicht mit dem Kopf um mir zu signalisieren, dass ich mal gar nicht alt bin und zauberte zwischen seinen Fingern aus der Tasche einen Schokoriegel hervor - die Welt war wieder in Ordnung....

 

Trotzdem regte ich mich später über diese offensichtliche Frechheit auf, dass ich eine Untersuchung zugesagt bekommen, die nur für "Alte" ist... Kann doch nicht sein, dass Leute mit Beschwerden auf Grund ihrer noch vorhandenen Jugend einfach nicht untersucht werden...

Tztz, jedenfalls war dies das zweite Mal innert kurzer Zeit, als jemand mich auf Grund meines Alters zu einer Untersuchung liess (übrigens: Ergebnis: Sissi, nichts los im Bauch ;-))

 

Tja und das dritte Mal war gestern. Ich bin ebenfalls seit einigen Wochen mit Fussschmerzen in Behandlung bei einem Orthopäden. Nachdem die bisherigen Übungen nicht sehr viel Erfolg brachten, sass ich nun gestern wieder bei ihm und wir diskutierten meinen Fall, was etwa so aussah: Er redete und ich nickte.. gute Diskussion.


Fazit war: Auf Grund meiner Vorgeschichte mit dem Fuss (sämtliche Bänder im Sprunggelenk gerissen und anschliessend schlechteste Physio ever) und der Tatsache, dass ich schon ein gewisses Alter erreicht habe, könnten Verschleisserschungen an Knochen/Knorpel bla bla bla... Den Rest hab ich leider nicht mehr mitbekommen, ich war nämlich bei "ein gewisses Alter erreicht haben" hängen geblieben...


Boah ey, da ist man jung wie ein Neugeborenes und innert 2 Wochen erzählen einem die Götter in Weiss, wie alt man einentlich schon ist.. na toll, die haben wohl verpasst, dass 35 das Neue 20 ist - zumindest fühl ich mich so und sehe auch so aus! 

Und nur weil ich ständig Wehwehchen hab und alle paar Tage jammernd zum Doktor laufe, heisst das noch lange nicht, dass ich älter werde!

 

Liebe Ärzte, Freunde und Familie - sollte ich demnächst mit einem von euch zusammentreffen, dann tut mir einen Gefallen: Egal was ist, begründet meine Schmerzen, mein Verhalten oder was auch immer nicht mit meinem Alter sondern mit meinen körperlichen Anstrengungen, die ich jeden Tag vollbringe. Sucht den Grund in meinem Fleiss, in meiner fixen Art und meinem Turbogang, der nunmal mit sich bringt, dass mein ständig geforderter Körper auch mal Ruhe braucht. Das wäre Balsam für meine alte geschundene Seele, denn Frauen sind nicht alt!

 

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Terror-Krümel im Zug ;-)

Neulich im Zug, durfte ich einmal mehr miterleben, wie "existenziell" die lieben Mütter doch auf dieser Welt sind - oder anders ausgedrückt: wie sehr die Kinder die Eltern beherrschen :P Mama, Papa und Tochter (ca. 2-2,5 Jahre jung) betreten den Zug (noch ist die Welt in Ordnung) Schnell ein Blick nach unten ins Zugabteil - voll (aber trotzdem ist die Welt noch in Ordnung ;-)) Mama sagt: "Mir gönnt uffe go luege, da isch volle ( Für die Deutschen unter euch: Unten voll - oben sitzen gehen :D)

Auch das tut der Familienidylle noch keinen Schaden an und die Welt ist "rosarot" Doch dann ganz plötzlich ein Wechsel der idyllischen Szene. Papa mit Tochter gehen Richtung Treppe nach oben, als Mama unerwartet sagt, sie käme gleich nach. Der "ich-bin-die-liebste-Tochter-der-Welt-Blick" erlischt auf der Stelle, die Brauen ziehen sich zusammen und Tochter setzt den "das-meinst-du-jetzt-nicht-Ernst-Blick" auf. (Welt scheint nicht mehr ganz in Ordnung - zumindest aus Sicht der Tochter) Mama scheint dies aber ernst zu meinen, dreht sich um und geht die Treppe runter, Richtung WC. Grober Fehler!!! Die Welt (gar  NICHT mehr in Ordnung) und ich kommen in den Genuß das "schauspielerische Talent" kleiner "Zicken" live mitzuerleben. Im Gesicht der "süßen, kleinen" Tochter findet ein letzter "Ausdruckswechsel" statt. Sie setzt den "Das-laß-ich-auf-keinen-Fall-zu-Blick" kombiniert mit dem "Das-wirst-du-bereuen-Blick" auf und beginnt unvermittelt zu schreien. "UAAAAAAAAHHHHHHHHAAAAUUUAA, MAMAAAAAAAA!!!!!" 

Sämtliche Blicke im Zug richten sich plötzlich auf den kleinen Engel, was unser Supergirl noch anzuspornen scheint... Sie setzt den "Wow-jetzt-hab-ich-Publikum-Blick" auf und legt erst richtig los: MAMA, MAMIIIIIIIIII, MAAAAAMAAAAAA, heul, schluchtz, schrei, quengel... Nachdem sich die "Zuschauer" langsam überzeugt haben, dass dem Mädchen kein Unrecht angetan wird, wandern die Blicke gemächlich aber stetig zum Vater (der bisher noch keinen großen Anteil in dieser Story hatte) Also: Alle Augen auf PAPA: Na Alter, was wirst du jetzt tun??? Kannst du dein Girlie beruhigen?? Noch handelt es sich um interessierte und neugierige Blicke, die das Geschehen gespannt mitverfolgen.

Papa nimmt sein armes Töchterchen auf den Arm (verstehend, dass sie doch jetzt traurig ist, wo die Mama gegangen ist). Doch diese wehrt sich mit aller Macht (und Kids haben davon schon ganz schön viel - auch in körperlicher Stärke ausgedrückt) und letztendlich läßt der Vater sie wieder runter. Er ist im oberen Abteil angelangt, hat einen Sitz ergattert und möchte mit der Tochter auf die heftig ersehnte Wiederkehr der Mutter warten... Nicht so die Tochter, sie schreit weiter - in einer Lautstärke, die in den Gesichtern der Zuschauer langsam den "Schalt-das-Kind-endlich-ab-Blick" hervorzaubert. Der Vater versucht sein Bestes mit Kuscheln, Ablenken, Singen, doch das Kind verweigert alles.

Plötzlich von der anderen Seite des Abteils die Stimme der Mutter "Ich chumme grad,(Name des Mädchens), wart bitte gschnell" und damit verschwindet das geliebte Wesen Mutter...klar, welche Reaktion nun vom Kind kommt, oder?? Da hatte sie kurz die Mutter gehört, gehofft, und dann war sie doch ins WC verschwunden.... Nun legt die kleine den TurboBoost ein - und weder Vater noch Zuschauer haben eine Chance zu entkommen, denn der Zug bewegt sich inzwischen. Die Blicke der Zuschauer ändern sich rapide schnell, die "Ach-ist-die-Kleine-süß-Blicke" die schon in die "schalt-das-Kind-endlich-ab-Blicke" gewechselt hatten gingen nun über in die "wenn-du-nicht-gleich-was-machst-dann-mach-ich-was-Blicke", die den Vater hart aus allen Richtungen trafen. Er tat mir fast etwas leid, denn er versuchte wirklich alles.

Ich fand das ganze recht amüsant, erlebe ich es doch im Arbeitsalltag immer wieder, und wartete gespannt auf die weiteren Reaktionen des Vaters, aber auch die Rückkehr der Mutter. Innerlich hatte ich schon Wetten mit mir abgeschlossen, wie die Reaktion des Kindes bei der Rückkehr der Mutter sein würden und wollte dies selbstverständlich bestätigt sehen....Also lag ich entspannt in meinem Sitz und beobachtete belustigt den weiteren Verlauf. Die Tochter gab alles - und wie fast zu erwarten - gab der Vater nach und ging mir ihr Richtung "Da-ist-Mama-verschwunden" oder "WC".  Selbstverständlich schrie das Girlie auch während des Weges, denn noch hatte sie ihr Ziel (Papa bloßstellen??) nicht genügend erreicht ;-) Die Blicke der am nächsten sitzenden Personen zeigten Dankbarkeit und ihre angespannten Gesichtszüge entspannten sich langsam (zu cool das zu beobachten ;-)) Als der Vater dann endlich mit der Kleinen am Ende des Abteils angekommen war, kam die Mutter aus dem WC, nahm (etwas genervt) ihre Kleine auf den Arm - und in dem Moment: STILLE - fast schon quälende Stille... "Wie-hatte-sie-das-so-schnell-geschafft????? war in den Augen der meisten zu lesen, sie hat sie doch "nur" auf den Arm genommen - wie der Vater zuvor auch schon.... Ich grinste amüsiert und wurde einmal mehr darin bestätigt, dass Kinder einfach eine außergewöhnliche "Macht" haben können.... ;-) Ruhe war eingekehrt und hielt an  - alle waren zufrieden und die Welt wieder in Ordnung - oder nicht??

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Am Bahnhof

Es war einmal: Ich war im HB bei den Schließfächern und hatte gerade meine Sachen rausgeholt, wollte mich gemütlich auf den Weg zu den Gleisen machen, als neben mir ein jüngeres, endpubertierendes Mädchen einen halben Zusammenbruch bekommt. Schnell atmend und aufgeregt fragt sie mich, ob ich kurz auf "ihr Schließfach" schauen könnte, sie käme gleich wieder... Was genau ihr Problem war, konnte ich in ihren "Gehaspel" nicht entschlüsseln. Nett, wie ich ja nunmal bin, wartete ich also mit meinen Habseligkeiten vor "ihrem" Fach, als mir auffiel, dass dieses verschlossen war. Was genau machte ich also hier??? Wer außer ihr, sollte denn da heran kommen (ausgenommen die Panzerknacker natürlich)??? Aber meine gute Erziehung hielt mich davon ab, meinen derzeitigen Standort zu verlassen.

 

So stand ich pfeiffend und Leute beobachtend da, als das besagte endpubertierende Mädchen wiederkam. Ich dachte: Oh, wie schön, Schluß mit dieser "speziellen" Begegung der besonderen Art.... Doch: getäuscht. Sie wollte unvermittelt von mir wissen, wie sie denn an die zuständigen Personen für die Schließfächer kommt. (Wo war das "Danke" für meine (nutzlose?!?) Hilfe??? Und viel wichtiger: Woher sollte ich das wissen?????

 

Naja, ich sagte ihr, dass ich auch nicht sicher sei, aber vielleicht hätte sie eine gute Chance unter der Servicenummer, die auf einem Schild gegenüber von uns, überdimensional angebracht war (vielleicht war die Größe der Grund, warum sie dies noch nicht gesehen hatte....) Sie hielt kurz inne und rief dann die zuständige Nummer. Nachdem niemand ranging, empfahl ich ihr, sich doch (wie weiter auf dem Schild angegeben) bei dem Personal am Servicepoint um die Ecke zu melden..... So schnell wie sie gekommen war, war sie auch wieder verschwunden - und ich stand (immer noch pfeiffend und pflichtbewußt) weiter vor ihrem Fach.

 

Während ich wartete, sprach mich eine andere Frau an, ob ich ihr einen Schein in Kleingeld wechseln könnte.... Klar mach ich auch gerne auf "Wechselstube".... aber immerhin hatte ich etwas zu tun. Nun, irgendwann kam dann endlich meine "Freundin" wieder, ruhiger und mit einem Schlüssel in der Hand, als ich sie konkret fragte, was eigentlich los sei. (Verständlich, nachdem ich nun doch meine Hilfsbereitschaft deutlich bewiesen hatte ;-)) Die Erklärung war ganz einfach:

Sie wollte über das Weekend auf ein Konzert und hatte morgens vor der Schule, Zelt und andere, benötigte Materialien im Schließfach gelassen, jedoch vergessen abzuschließen und war so zur Schule gefahren. Als sie nun wieder kam, hoffte sie, das Schließfach unverändert vorzufinden, doch jemand hatte es abgeschlossen und der Schlüssel war weg. Dieser "Jemand" mußte charakterlich mein Verschnitt sein, denn wie sich herausstellte, hatte sie/er das unverschlossene Fach mit den Sachen drin gefunden, daraufhin alles verschlossen und den Schlüssel beim Service abgegeben... Nun ja, ich hatte meine gute Tat getan, wußte, daß ich nicht der einzig nette Mensch auf Erden bin, und das endpubertierende Mädchen konnte auf sein Konzert ohne größeren Schaden erlitten zu haben

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ein neues fenster bitte

So, es ist Zeit für den ersten Eintrag auf Pummelfee's Blog, denn etwas hat meine herrliche Prinzessinnen Welt zutiefst erschüttert - und damit meine ich ausnahmsweise nicht meinen Blogwechsel.... ;-)

Es war so: Vor ca 2 Monaten mussten der einzigartigste Ehemann der Welt und ich festellen, dass es bei uns durch das Dachfenster regnet.

Also reagierten wir entsprechend darauf: Wir rannten schreiend durch das Haus, riefen nach Hilfe und versteckten uns unter dem Bett...

Nach der Feststellung, dass dieses Verhalten nicht unbedingt hilfreich war, informierten wir total erwachsen unsere Vermieter. Anschliessend kam ein Schreiner in unser kleines Prinzessinnen-Schloss, schaute sich die Misere an und seitdem ward nichts mehr von ihm gehört.

 

Am Montag dieser Woche wiesen wir unsere Vermieter freundliche darauf hin, dass wir immer noch mit Schüsseln und Eimern versuchen, den Regen vom Boden ferzuhalten und bekamen darauf hin die Info, dass das Fenster gerade geliefert worden sei und nun beim Schreiner liege.. (ja klar... Leute, die Prinzessin Pummelfee ist dick - nicht dumm! Das andere Wort mit "d".... aber egal)

 

Soweit so gut, nichts mehr gehört....

Gestern, nachdem es mal wieder geregnet hat, ging ich zu Hause in besagtes Zimmer um die Schüsseln zu kontrollieren und blieb in der Türe stehen...

Der Boden (im Normalfall sauber und ordentlich) war voller Dreck, unter dem Fenster stand eine Leiter und die Schüsseln waren verschoben, ausserdem war das Fenster leicht offen...?????

Im ersten Moment wollte ich genauso reagieren, wie damals, als wir den Regen im Zimmer feststellten, besinnte mich dann aber, dass das nicht sehr geholfen hatte. Also machte ich es diesmal besser. Ich rief den einzigartigsten Ehemann der Welt an (wohlwissend, dass er es HASST im Zug telefonieren zu müssen) und heulte ins Telefon: "Schaaahaaaatz, hier waren Einbrecher oder Monster oder sooo....*heul* und ich glaub, sie haben die gaaaanze Schokolade geklaut...*heul+kreisch*

Der einzigartigste Ehemann der Welt beruhgite mich, in dem er mir versprach, mir ein Kilogramm Schokolade auf dem Weg zu kaufen und erkundigte sich, ob sonst noch was ernsthaftes passiert sei...

Und da fiel mir ein, dass ich keine Ahnung hatte, was eigentlich genau passiert war...

 

Und das weiss ich auch bis jetzt noch nicht, aber wir haben eine Idee:

Wahrscheinlich ist der Schreiner gekommen, hat das Fenster von aussen ausgebaut, ist dann über die Leiter (die zwar im Zimmer, aber an anderer Stelle stand) reingekommen, hat das neue Fenster eingebaut ist dann wieder durchs Fenster rausgegangen, wobei er es offen gelassen hat (beim Dachfenster ja nicht so schlimm - solange es nicht regnet..) und hat sich weder um den Dreck oder sonst was gekümmert.. Zumindest hoffen wir Letzters, denn sollte er sich um "sonstwas" gekümmert haben, könnte es ja sein, dass er Prinzessin Pummelfee's Unterwäsche gesehen hat, oder am Süssigkeitenschrank war, oder die Bücher vom einzigartigsten Ehemann der Welt berührt hat oder am Süssigkeitenschrank war, oder in meinem Tagebuch gelesen hat oder am Süssigkeitenschrank war... oder oder oder...

 

Wir wissen es nicht, aber ein komsiches Gefühl ist es schon - und korrekt finde ich es auch absolut nicht!

Man geht doch nicht in/an ein Haus ohne eine Erlaubnis zu haben oder wenigstens die Info zu geben, dass man an dem Tag kommen und das Fenster einabauen möchte (dann hätte ich den Süssigkeitenschrank abschliessen könnnen) Aber das ist ihm wohl nicht bewusst, er ist einfach in unser Haus maschiert, hat das neue Fenster eingebaut und wieder gegangen... Wann das war, wissen wir nicht, wer das war, wissen wir nicht, aber wer den Dreck sauber machen darf - ist klar!!

 

Immer noch pikiert werde ich mich jetzt auf das Kilo Schokolade stürzen.... Schokolade macht glücklich - und falls nicht, immerhin fett genug um den nächsten Einbrecher für den Schreiner büssen zu lassen und ihn umzuhauen ;-)

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