Koh Samui 

Nachdem wir in der ersten Woche auf dem Festland unterwegs waren, verbrachten wir die zweite Woche auf Koh Samui, um Ruhe und Strand zu geniessen. Ich las mal wieder ein Buch durch und begann ein Zweites (hat seit längerem Seltenheitswert, obwohl die Prinzessin ja gern mal liest) und es bot sich nach den vielen Eindrücken die Möglichkeit eben diese sacken zu lassen. 

Trotzdem konnten wir es uns nicht entgehen lassen, auch noch ein paar Sehenswürdigkeiten von Samui abzuklappern. Die Insel ist nicht sehr gross und je nach Verkehr ist es möglich in 1-2 Stunden komplett drumherum gefahren zu sein (ähnlich auf Madeira). Die Strasse drumherum ist etwa 55km lang  also gut machbar. 

Und so suchten wir einen deutschsprachigen Inselguide, der uns abholte und uns sowohl bekannte Ecken, als auch ein paar Geheimtipps zeigte, die man auf Samui gesehen haben sollte.

Da wäre zum Beispiel der "Big Buddha" - eine 12m hohe Statue im Tempel Wat Phra Yai an der Nordostspitze von Samui (genauer auf Koh Fan). Ich hätte während unsere Zeit dort manchmal das Gefühl, Thailand hat mehr Buddha-Figuren als Einwohner... :D Ein Touristenfang ist diese Statue sicher und grad unten dran versuchen Einheimische ihre Waren (Kleider, Essen, Souvenirs) an die Besucher zu verkaufen. Wenn man oben ist, hat man eine tolle Aussicht aufs Meer und kann den Bophut-Beach sehen, an dem wir auf Samui zu Hause waren.

Vieles in Thailand ist chinesisch geprägt. Hat mit der geschichtlichen/kriegerischen Vergangenheit zu tun. Zum Wat Plai Leam bzw. der Statue Yao Mae Khan Im wurde uns erzählt, dass sie im chinesischen ursprünglich 12 Arme hatte, die Thailänder dies aber überbieten "mussten" und der netten Dame (ja, es ist eine weibliche Figur) 18 Arme verpassten... Wie auch immer - imposant sind diese Statuen schon immer....

Der Tempel steht in einem kleinen See und wurde auf eine symbolisierte Lotusblüte gebaut. Gleich nebenan: der lächelnde Buddha

Eine auch sehr interessante Geschichte steckt hinter dem Tempel Wat Khunaram. Der Tempel selbst ist nicht sonderlich beeindruckend und sehr einfach, aber einer der Mönche (Luang Po Daeng) dort dafür umso mehr. Angeblich hat dieser Mönch zu Lebzeiten seinen exakten Todestag vorausgesagt und ebenfalls betont und berichtet, dass er anschliessend nicht verwesen wird. Und so soll es dann auch passiert sein.

Dieser Mönch starb 1973 beim Meditieren an dem von ihm prophezeiten Datum und wurde nach seinem Tod im Tempel hinter Glas aufbewahrt, da er wirklich nicht verweste.

Um die Augenhöhlen zu "verstecken" setzte man ihm eine Sonnenbrille auf und nun kommen täglich sowohl Touristen als auch gläubige Buddhisten um den mumifizierten Mönch zu betrachten bzw. verehren. Er hat tatsächlich noch Haare auf dem Kopf....

Anscheinend wurden verschiedene Untersuchungen gemacht, wobei u.a. die Haare am Kopf entfernt wurde. Diesen sollen in kurzer Zeit wieder nachgewachsen sein....

Ob und wieviel diesen Erzählungen geglaubt werden kann, muss wohl jeder für sich entscheiden. Ich finde einfach die Geschichten hinter solchen Dingen immer sehr interessant, auch wenn ich lange nicht alles glaube. Hier der mumifizierte Mönch von Samui

So, und zum Abschluss unseres Thailandurlaubs einfach noch ein paar Bilder... von Samui und Dingen die wir dort noch angeschaut haben und natürlich noch ein paar vom Festland....

Bleibt nur noch zu sagen: Frohes Neues Jahr :D

 

Alles in Allem war ein super Urlaub in Thailand. Den Norden konnten wir zwar nicht bereisen, aber so bleibt ein Grund zum Wiederkommen. Sowohl dem einzigartigsten Ehemann als auch mir, der Prinzessin, hat der Aufenthalt grandios gefallen. 

Es gibt Vieles, das absolut fremd und gewöhnungsbedürftig ist, aber genau das macht es ja auch interessant.

Ich selbst werde wohl nie begreifen, warum die Thai so stark in ihrem Glauben und auch Aberglauben leben.... Dinge, die passieren (Glück und Pech bringen), wenn bestimmte andere Dinge getan oder eben nicht getan werden... Aber das muss ich auch nicht. Wie gesagt, war es sehr interessant, einen Teil ihrer "Regeln" und Kultur zu erfahren und auch live gelebt zu erleben.

Über das verrückte Autofahren (vor allem Bangkok aber auch sonst) habe ich ja schon geschrieben.

Interessant ist auch, dass die (meisten) Thai nie zugeben würden, wenn sie etwas nicht wissen, nur um ihr Gesicht nicht zu verlieren. Lieber geben sie eine falsche Antwort, als zuzugeben, dass sie etwas nicht wissen...

Fragt als nie nach dem Weg, wenn es wirklich wichtig ist... :D

Ein anderes, evtl. dazu passendes Beispiel: Ich hatte dummerweise zu wenig von meinen täglich benötigten Medikamenten mitgenommen. Also gingen wir in eine Apotheke und fragten nach diesem. Wir bekamen die Auskunft, sie hätten das Medikament nicht, aber die Apotheke eine Strasse weiter wahrscheinlich. Also gingen wir dorthin, und bekamen die gleiche Antwort.. nach ca. 8 abgelatschten Apotheke dämmerte mir langsam, dass keine mein Medikamt hat, mich aber sicher noch Wochen jeweils zu anderen schicken wird, anstatt zu sagen: "Sorry, Pummelfee, du warst zu dumm zu rechnen, jetzt haste Pech. Das Zeug haben wir hier nicht. Falls überhaupt, frag mal im Krankenhaus nach.... und tschüss"

Nein, keiner sagt mir das, sondern schickt mich von A nach B. Cool war dann, als einmal B mich wieder nach A schicken wollte... Als ich dann sagte, dass wir grad von genau dort kommen, mit der Info das eben B mir jetzt helfen könnten, schauten sie erst blöd und schickten mich dann zu C.... :D Die lieben Thai....

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