Szenen einer Ehe: Sprudel Bad

Bekanntlicherweise befinden wir uns gerade in der Adventszeit. Und obwohl ich Prinzessin bin und ziemlich alles habe, was ich im Leben brauche, hatte eine super liebe Person aus meinem Freundeskreis die Idee, mir etwas zu schenken, dass ich zur Zeit nicht haben - nämlich einen Adventskalender.

 

Vor ein paar Tagen öffnete ich also meinen Kalender und fand etwas seehr Lustiges darin.

Als ich es zuerst so sah, wie auch dem Bild, dachte ich: Oh, cool, das sind so eine Art Badeperlen, die sprudeln, wenn sie ins Wasser geworfen werden.... (ich habe nie gesagt, dass ich besonders helle im Oberstübchen bin...)

Doch dann drehte ich es um: und verstand, was das "Sprudelbad" ist und wie es angewendet werden muss...

Als der einzigartigste Ehemann abends nach Hause kam, zeigte ich ihm stolz meine neue Errungenschaft und ja: er musste noch mehr lachen als ich..

Kurze Zeit später redeten wir über irgendwas anderes (keine Ahnung mehr was) und wahrscheinlich wollte ich ihn mit meiner Abwesenheit und damit verbunden seiner Zuständigkeit für unsere Thronfolgerin, erpressen, denn ich sagte:" Dann nehm ich jetzt halt mein Sprudelbad".

Bedeutungsvoll und um meine Drohung zu unterstützen, nahm ich dazu die Packung Bohnen in die Hand.

Der einzigartigste Ehemann schaute sich meine Getue gelassen wie immer an und meinte dann ganz trocken: "Schatz, die Dinger brauchst du auf keinen Fall - ein Sprudelbad bekommst du problemlos auch ohne Hilfsmittel hin". Damit lachte er und drehte sich um...

 

Laut furzend verliess ich die Küche, hmpf.....

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Koffer packen kann ich...

... schliessen danach auch, aber das mit dem wieder öffnen ist bei mir so eine Sache....

 

Vor drei Wochen nahm ich mir meine erste "richtige" Auszeit, seit die Thronfolgerin auf der Welt ist und flog zu meinem jährlichen verlängerten Frauen-ohne-Kind-Wochenende mit drei Freundinnen an die Ostsee. Eine chillige, lustige, unterhaltsame Auszeit von Donnerstag bis Sonntag. Der Plan stand fest, das Haus gemietet, ich wusste was ich mitnehmen muss, hatte so gepackt, dass ich mein Navi am Flughafen in Hamburg auch grad aus dem Koffer holen kann, damit ich schnell zum Endziel düsen kann. Soweit alles perfekt.

 

Ich schaute also zu Hause nochmal alles im Koffer durch - nichts rutscht, die schweren Sachen unten, alles dabei, Navi gut erreichbar oben - und dann schloss ich den Koffer mit dem Reissverschluss. Und weil man heute ja keinem Menschen mehr trauen kann, dachte ich: "Komm Pummelfee, schliess auch noch das TSA-Schloss... dann kannst du im Fall der Fälle der Versicherung sagen, dass du alles richtig gemacht hast.."

Gesagt getan - und Sekunden danach überlegt:"Hmmmmmmmmm, wie ist eigentlich die Nummer um es wieder zu öffnen???"

Jepp, ich hatte die Zahlen verdreht, ohne vorher zu schauen - und nein, ich wusste die Kombi nicht mehr....

Guter Start in die Ferien. Eine kurze Hitzewelle stieg in mir auf, leicht Panik, aber dann beruhigte ich mich etwas und machte eine fast nicht mehr hysterische Sprachnachricht an meine drei Freundinnen...

 

Sie reagierten voll süss und fragten gleich, ob sie mir Sachen einpacken sollten, es wurden Pläne zum Koffer aufknacken geschmiedet und dann hatte eine von ihnen eine tatsächlich gute Idee ohne Materialschaden oder kriminelle Tendenzen (z.b. einen anderen Koffer nehmen und hoffe, die Klamotten passen :D)

Sie meinte, dass ja der Zoll den Generalschlüssel hat, um in den Koffer zu schauen (das ist ja der Sinn dieser TSA-Schlösser. Ich solle doch einfach in Hamburg zum Zoll gehen und fragen, ob sie mir den Koffer öffnen. Super Idee.

 

Ich also völlig entspannt los geflogen, mir nochmal kurz überlegt, was genau wo drin war, um als Beweis dem Zollbeamten genau sagen können, was wo wie liegt, damit er mir glaubt, dass die Blümchenunterhosen auch wirklich mir gehören und die Bravo tatsächlich meine Lieblingslektüre ist....

 

Pummelfee kommt also in HH an, holt ihren Koffer, läuft happy zum Zoll und trifft auf einen wirklich netten Zollbeamten. Ich erklär ihm kurz die Situation und dann schaut er mich freundlich an und erklärt: "Ich würde Ihnen wirklich gerne helfen, aber wir haben den Schlüssel nicht"

 

Whaaat???? Echt jetzt??? Pummelfee:"Aber Sie sind doch der Zoll - Sie MÜSSEN den Schlüssel haben! In meiner Welt ist das einfach so!"

Der liebe Beamte erklärte mir dann, dass der Hamburger Zoll es tatsächlich überlegt hat und mit den USA (von dort kommt er wohl) auch über die Bedingungen des Generalsschlüssels gesprochen hat, aber es sei ihnen zu teuer, weshalb sie lieber bei der alten Methode (Röntgen und vom Besitzer öffnen lassen) bleiben...

 

Hallooooooo? Ich bin ja wirklich auch dafür, Gelder einzusparen, die unnötig ausgegeben sind, aber 200,- Euro im Jahr dafür, dass ich meinen Koffer jetzt geöffnet bekommen hätte ist doch wirklich ein Klacks und absolut nicht zuviel verlangt!!! Oder?

 

Er gab mir dann noch den Tipp, dass sich im Flughafen ein Koffer-Geschäft befindet - vielleicht könnten die weiterhelfen...

Ich verabschiedetet mich und sprintete auf Pummelfee-Art los - gemütlich gehend, mit Frustschokolade in der Hand - und kam selbstverständlich zu spät.. Der Laden hatte seit 30 Min geschlossen...

 

Toll, der ganze Plan dahin, die Panik kam wieder und überlegte schon, ob es echt keine andere Möglichkeit gäbe, als den Koffer gewaltsam zu öffnen.... Leider war das Navi drin, und ich brauchte es um an den Ort des Vier-Tage-Friedens zu kommen. Ein Navi beim Mietwagenverleih extra zahlen wollte ich selbstverständlich nicht, wenn schon der Koffer bei der ganzen Aktion drauf ginge...

 

Ich also gegoogelt, ob es eine andere Möglichkeit zum Öffnen des Schlosses gibt - und herausgefunden: Ja, es gibt sie: einfach die 999 verschiedenen Kombinationen ausprobieren und zack - Schloss offen...

 

Oh man, das würde Stunden dauern... obwohl: im Internet stand, dass wenn man pro Sekunde eine Zahl probiert man in ca 30 Min durch wäre. Natürlich nicht einberechnet, dass ich ca alle 30 Sekunden von der Frustschokolade essen müsste, ca alle 5 Min ein Angst-Pipi dran wäre (falls es nicht klappt) und ca alle 10 Min irgendeine Ablenkung kommt, der ich nicht widerstehen kann. Hinzu kommt, dass meine motorischen Fähigkeiten in einer solchen Paniksituation spät am Abend nicht unbedingt die besten sind und eine Sekunde pro Zahl sehr wohlwollend für mich gerechnet wäre... Ich kam schlussendlich auf eine Dauer von ca 3 Stunden...

 

Also ging ich jetzt erstmal zum Mietwagenverleih - und dort begrüsste mich eine gute Warteschlange. Ausserdem kamen ständig "Premium-Kunden" die stets sofort vorgezogen wurden... Mir gab diese Situation die Möglichkeit, mit Zahlen-Probieren anzufangen.

ich dreht also an meinem Schloss zuerst Zahlen, von denen ich glaubte, dass sie sein könnten... Geburi, die Zahl vom einzigartigsten Ehemann sein Koffer (ja, kurz mal Asi-Deutsch eingebaut... einfach so) idiotensichere Zahlen,  aber keine war es. Also dachte ich mir, es ist sinnvoller der Reihenfolge nach zu gehen.

Komischerweise hatte ich die ganze Zeit im Kopf, dass die dreistellige Zahl auf keinen Fall mit weniger als 5 beginnt. Ich verliess mich auf mein Gefühl und startet mit 500, 501, 502.... wer rechnen kann, weiss wie es weiter geht.

Mir kam dann in den Sinn, dass es ganz schön "verdächtig" aussehen müsste, wie ich da am Flughafen zu später Stunde an einem Schloss rumprobiere.... ich schaute mich (wahrscheinlich noch verdächtiger) um, ob mich jemand beobachtet und versuchte so unauffällig wie möglich weiter zu probieren. Habt ihr schon mal "Kevin allein zu Hause" gesehen... die Szenen mit den tollpatschigen Einbrechern?? Ich muss etwas so gewirkt haben...

Egal, mich kam niemand verhaften und sprach auch niemand auf mein Tun an - und oh Wunder - bei 630 hatte ich mein eigenes Schloss geknackt! ;D YEAH YEAH YEAH

 

Einen Freudentanz (der wohl am auffälligsten war) veranstaltend ging mein bis dahin angespannter Puls langsam wieder runter und ich sah endlich die Entspannung kommen....

 

Doch dann war ich an der Reihe mit dem Mietwagen und der Kerl braucht (neuerdings zwingend) die PIN von der Kreditkarte... )

Hallo?? Ich hatte gerade meinen eigenen Koffer geknackt, weil ich mir keine drei Zahlen merken kann, was glaubt ihr wohl, wie es mit vier Zahlen aussieht, die ich bisher noch nie gebraucht hatte???

No Chance..

Und ohne PIN: No Car...

Ich konnte es nicht glauben... Also den einzigartigsten Ehemann angerufen (der in Aussicht auf ein paar Tage allein mit Baby nicht unbedingt entspannt war und zudem bei seinen Zocker-Aktivitäten gestört wurde...) und ihn gebeten in meinem Ordner mit den wichtigen Unterlagen, die PIN rauszusuchen. Dies ging verhältnismässig schnell, denn aufgrund meines Systems, in dem alle Ordner angeschrieben sind, musst er nicht er erst alle durchprobieren wie ich die Zahlen und fand dann innert ein paar Min die PIN. 

Mietwagen also erhalten und - endlich! - konnte es losgehen.

 

Denkste, wenn du die Prinzessin Pummelfee bist...

Auto an, Navi an, losgefahren und nach 5 Min sagt das Navi "Bitte biegen Sie rechts ab auf die Autobahn"

Da ich nicht Rob Spence bin, der grundsätzlich das Gegenteil dessen macht, was das Navi sagt und für eine Fahrt nach Basel dann St. Gallen eingibt, wäre ich gerne rechts abgebogen, aber die bescheuerte Autobahneinfahrt war gesperrt... BOAHH, so langsam war ich echt genervt, Frustschokolade leer und das Gefühl, dass der morgige Wellnesstag nicht ausreichen würde, um diesen Tag wieder gut zu machen.

 

Ich kenn mich ja in meiner Heimat aus, aber Hamburg selbst ist nicht meine Heimat, mit Baustellen und gesperrten Strassen noch weniger und schon gar nicht bei nächtlich bedingter Dunkelheit und Regen....

Ich musste also "irgendwo" hin fahren und das Navi bat mich die ganze Zeit umzudrehen - ging nicht.

Also fuhr ich einfach mal drauf los - und Glück sei Dank - nach ca 20 Min kam ich irgendwo wieder auf die richtige Autobahn..... 

 

Drama fertig, oh yeah... Und die Moral von der Geschicht: schliess niemals einen Koffer nicht...

 

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FFF

Bei uns sind seit Neuestem die drei F's eingezogen. Es handelt sich dabei um eine kleine Änderung in unserem Ess-Alltag.

Bisher war es immer so, dass der Freitagabend für den einzigartigsten Ehemann und mich mit einem feinen, selbstgekochten Essen den Einstieg ins Wochenende darstellte. Ich hatte schon vor einigen Jahren aufgehört am Freitag zu arbeiten und so ergab sich dieser Abend irgendwann "zufällig" und wir lernten ihn lieben... Ganz in Ruhe, mit einem Gläschen Wein, wurde es eine kleine Tradition. Vielleicht sollte ich dazu erklären, dass wir sonst unter der Woche nie warm am Abend essen ;-) und der Mann sich dann nach einer Woche kaltem Food auf was Warmes freut ;-)

 

Was soll ich gross erklären: mit dem Auftauchen von der Thronfolgerin in unserem Leben änderte sich so einiges - auch das gemütliche Kochen am Freitag.... Wo ich bisher Zeit und Musse hatte, in der Küche zu stehen, alles vorzubereiten, auch mal was Neues zu probieren, drängelte sich plötzlich völlig unabgesprochen, so ein kleines Bündel dazwischen und fand, dass volle Windeln, Baby-Kotze, das Bedürfnis nach Nähe und den Wunsch nach Stillen viel wichtiger wären, als was Warmes zu Essen (oder überhaupt was zu Essen) für die Grossen auf dem Tisch.

 

Und so kam es, dass ich keine Chance mehr zum Kochen hatte. Gerade unsere Essenszeit zwischen 18/19h schnitt sich immer mit dem Stillen und Vor-Schlaf-Programm am Abend. Hinzu kam eine müde Mutter und da liess ich das Kochen sein.

Dann kamen langsam einfachere Zeiten und ab und zu klappte das Kochen wieder ganz gut oder zumindest besser.

Und dann wurde das Baby plötzlich mobil - und erneut ändert sich alles ;-)

Wo ich bisher wieder etwas Raum zum Kochen hatte, weil die Kleine in Ruhe auf der Decke oder im Kinderknast Laufstall spielte, jagt sie jetzt durch das ganze Haus und weil ihre Spielsachen ja nun mal so gar nicht interessant sind, räumt sie lieber alle Schubladen aus... 

Hinzu kommt, dass sie sich das Recht rausnimmt, auch mal Essen zu wollen und das ist immer während meiner eigentlichen Kochphase.

 

Ich jammerte also kürzlich vor dem Ehemann herum, dass es zur Zeit schier unmöglich sei, was einigermassen Vernünftiges zu kochen und mir tatsächlich die Zeit und Ruhe dafür fehlt und ich ja eh schon den Haushalt mit unserem Ausräum-Monster nicht mehr schaffe... hach ist mein Leben schwer.... und wollte ihn davon überzeugen, dass man freitags auch kalte Küche machen kann, doch da hatten wir im Gespräch eine andere Idee.

Was wäre es wenn es etwas Warmes, das ohne Aufwand gemacht werden kann, auf den Tisch kommt - und zack: ich hatte die Idee für den FFF = FastFoodFriday ;-)

Es würde nur noch schnelles, einfaches und schon (fast) fertiges Essen geben. Nicht unbedingt eine der gängigen Ketten wo man mit dem Auto vorfährt (aber vielleicht auch mal ab und zu) sondern schnelle Essen aus der Tüte, dem Karton oder von Subway ;-)))

Eine Packung Pommes mit TK-Gemüse und Nuggets, oder Schlemmerfilet mit Ofenkartoffeln, oder mal ne Fertigpizza, Würstchen im Teigmantel, Nudeln mit einer Fertig- oder sehr einfachen selbstgerechten Sosse usw..... eben ein schnelles Freitagsessen. Und so war er geboren, unser FastFoodFriday.

Wir sind - zumindest solange die momentan wieder etwas mehr fordernde Phase unserer Maus andauert - begeistert und gespannt was uns so einfällt für den FFF ;-) Letzten Freitag hatten wir Schlemmerfilet mit Rösti-Kroketten und Salat (selbstverständlich fertig aus der Tüte ;-))))))

Mama hatte keinen Stress, Papa was Warmes und Baby war auch glücklich und zufrieden mit der bekommenen Aufmerksamkeit. 

Und alle so:

Wieder da

Wir sind zurück in unserem Alltag - und es ist lange überfällig, dass hier mal wieder ein Lebenszeichen kommt ;-)

Wir haben die tollen Sommerwochen genossen und waren seehehr viel unterwegs. Zwei Monate am Stück kein Wochenende zu Hause, zwischendurch immer mal wieder Urlaub oder ein verlängertes Wochenende. Wie waren in Italien, im Hochsauerland, im Emsland, in meiner Heimat, auf der Comic Con in Stuttgart, am Bodensee, im Bündnerland....Viele schöne Erlebnisse, aber nun tut mir auch das Verschnaufen wieder sehr gut....

Unsere Kleine hat viele Fortschritte gemacht und nichts ist mehr sicher vor ihr.

Der einzigartigste Ehemann und ich liefern uns weiter interessante Ehe-Szenen und hoffen, dass die Thronfolgerin keinen Schaden davon nimmt ;-)

 

Und ab nächster Woche darf ich wieder arbeiten.... Dann geht das Chaos wohl vollends los ;-) die Thronfolgerin wird gerade in der Kita eingewöhnt, was mir die Möglichkeit gibt, die Füsse hochzulegen. den Schulstoff vorzubereiten.

 

 

Und zack....

.... ist man nicht mehr "nur" Deutsche.

Ja, es hat geklappt - nach einigem Hin und Her ist es nun offiziell. Ich hatte ja bereits hier, hier, hier und hier über mein erleichtertes Einbürgerungsverfahren berichtet.

Und völlig im Ruhigen, ohne Tamtam, roten Teppich oder Presse kam heute der rechtskräftige Bescheid, dass Prinzessin Pummelfee aus Deutschland erleichtert eingebürgert wurde..

 

Ehrlich gesagt: ich hatte mir schon etwas mehr Aufmerksamkeit erhofft.... ich mein, wenigstens der Bürgermeister bzw. der Gemeindepräsident (ich bin jetzt ja Schweizerin, da muss ich mich auch so ausdrücken) hätte mir dazu gratulieren dürfen, dass ich diesen Schritt gewagt habe... Wo doch der Deutsche Pass zu den Top-Ten weltweit gehört (und wir besser nicht über den Rang des CH-Passes reden...) 

So ein kleiner Blumenstrauss zur Begrüssung gepaart mit einigen netten Worten nach dem Motto: "Schön, dass Sie jetzt dazu gehören... in einer Wohngemeinde mit 41% Ausländern... ja, da brauchen wir Leute wie Sie, Frau Pummelfee... Noch eine Schweizerin mit Migrationshintergrund (aber der von den besseren Hintergründen....)

 

Nun denn - obwohl ich mir in meinem Alltag durchaus was anderes gewohnt bin, füge ich mich und passe mich (ganz im Sinne meiner neuen Nationalität) an. Hello Landsleute, i bi etz drbi :D

 

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Szenen einer Ehe: Vergessen

Es ist mal wieder soweit... Ein "Eheproblem" steht vor der Tür...  Der einzigartigste Ehemann fühlt sich "vergessen" - Dramaqueen ohne gleichen kann ich da nur sagen 

Warum er sich so anstellt? Wegen so einer klitze kleinen Angelegenheit von gestern Abend - fast nicht 

erwähnenswert schreibenswert - und vor allem mit dem harten Wort "vergessen" übertreibt er masslos.... vielleicht eher: "nicht sofort an ihn gedacht" oder "für einen Moment mit den Gedanken woanders gewesen" oder "nur gaaaanz kurz abgelenkt".... irgendwas in der Art, aber "vergessen" tststs. Er tut fast so, als würde ich einen Männerschnupfen nicht ernst nehmen.... vergessen, pah, dass ich nicht lache....

 

Wir waren am Wochenende in Staufen/D. Da findet jedes Jahr das "Wein & Musik" statt. Ein nettes kleines Stadtfest mit Live-Musik auf drei Bühnen in der Fussgängerzone und dazu kann man von Winzern aus der Gegend meist sehr feinen Wein verköstigen. Es beginnt Fr am Abend und endet Sonntag am Abend. 

Wir sind sehr gerne dort und nachdem wir letztes Jahr mit der Thronfolgerin im Bauch dort waren, wollten wir ihr dieses Jahr mal "in echt" alles zeigen.

 

Also verbrachten wir das Wochenende in Staufen. Wir hatten ein nettes Hotelzimmer grad am Ende der Fussgängerzone und waren damit keine 60 Sek vom Fest entfernt.

Gestern begab es sich dann folgendermassen: Wir hatten einen wunderbaren Abend mit toller Musik, laut Ehemann feinem Wein und super Wetter genossen. Wir sassen gerade auf einer Bank nähe der Bühne, beobachteten die Menschen, hatten leckeres Essen von einem der Stände geholt und waren sowohl mit diesem als auch mit dem Trinken fertig, als ich wegen der kleinen Thronfolgerin schon mal ins Hotelzimmer musste.

Der einzigartigste Ehemann meinte: "Ich bringe noch die leeren Weingläser weg und komme dann gleich nach"

Dieser Satz bedeutet in Staufen: Die Entfernung zum Hotel (1 Minute bzw. 2 Minuten bei 5 Gläsern Wein) addiert mit der Wartezeit beim Gläser zurückgeben (gestern um 22h ca 3 Minuten) ergibt: Ehemann ist in ca 5 Minuten beim Hotel.

 

Ich war also vorgegangen und rechnete damit, dass der einzigartigste Ehemann auch "gleich" kommt. Oben im Zimmer angekommen überlegte ich, was ich bis dahin tun könnte, ohne die Thronfolgerin bei ihrem Schönheitsschlaf zu wecken. Ich entschied mich, auf's Handy schauend zu warten. Nach einer geraumen Zeit hatte ich allerdings alles gesehen, was es auf dem Handy gab und da der Ehemann noch nicht da war, musste eine andere Beschäftigung her. Ich überlegte, den TV anzumachen, hatte aber nicht so richtig Lust. Ich trank was, setzte mich auf's Sofa, lümmelte so rum, hing meinen Gedanken nach, schaute mal wieder auf's Handy und dachte: Mensch, der Ehemann braucht aber lange um Gläser weg zu bringen..... wahrscheinlich läuft grad gute Musik und er ist doch noch geblieben...

 

Und dann wollte ich mehr von der Musik hören und entschied mich, das Fenster zu öffnen und (falls möglich) einen Blick auf die Bühne unten zu erhaschen. Das war leider nicht möglich, da viele Büsche und eben 1 Minute laufen dazwischen lagen, aber es war trotzdem schön, am Fenster zu hängen, die Leute im Biergarten unten zu beobachten und einfach in die Nacht zu schauen.... zu schauen .... zu schau... oh, was ähh wer ist das denn da unten vor der Hoteltür????

 

Etwa der Ehemann??? Aber wenn der da unten rumsteht und ich hier oben warte, was ist dann falsch??

Ja, und dann konnte ich schemenhaft etwas von seinem Gesichtsausdruck erkennen... schemenhaft nur, aber es war etwa so:

Ich überlegte schnell wie schon lange nicht mehr, was der Grund dafür sein könnte... er hatte gegessen, getrunken, gerülpst, gefurzt... eigentlich sollte er zufrieden wie das Baby sein...

Und dann dämmerte mir, warum ich seit ca 15-20 min auf ihn wartete und er nicht kam bzw. warum er gleich Dramaqueen spielen würde...

 

Ich hatte für einen kurzen Moment nicht an die klitze kleine Tatsache gedacht, dass das Hotel ab 21 Uhr nicht mehr besetzt war. D.h.: die Tür unten war verschlossen und da wir nur einen Schlüssel hatten und ich bereits in der Wohnung war, dürft ihr jetzt mal Sherlock spielen.....

 

Ja, die Frage, warum er mich nicht einfach anrief, mag im ersten Moment klug erscheinen, aber: da wir in Deutschland waren und das Roaming sehr teuer ist, hat der Ehemann kein Handy dabei gehabt....

 

Also, Sherlock? Genau: Er stand die ganze Zeit dort unten vor verschlosseneren Türen während ich oben nichtsahnend auf ihn wartete und ihm weiteren Weingenuss unterstellte. 

Fleissig Luftküsse zuwerfend schmiss ich ihm den Zimmerschlüssel runter, in der Hoffnung, der vorher genossene Wein würde zu seinem Vergessen beitragen...

Die Hoffnung war vergebens...

Ich meine: nicht, dass der Ehemann nichts vergessen könnte, nein im Gegenteil: er kann fleissig vergessen; z.B. den Müll rauszubringen, meine Füsse zu massieren, das Baby zu baden oder den Abwasch zu machen... Aber einen winzigen, nur 20ig Minuten dauernden Fehltritt von mir, den kann er natürlich nicht vergessen, während er die Treppen zum 4. Stock zu unseren Zimmer rauf trampelt....

 

Kaum angekommen, muss ich mir also Szenen darüber anhören, dass ER mich ja noch NIE irgendwo vergessen hätte, aber ICH hätte ihn einfach so unten vergessen... Wie er denn wohl reinkommen sollte, nachdem ich ihm den Schlüssel abgenommen hätte....ob man mich echt noch daran hätte erinnern müssen, dass die Tür verschlossen ist, obwohl ich selbst ja auch nur mit Schlüssel rein bin, er hätte doch bescheid gesagt, dass er auch jetzt sofort kommt....... bla bla ihr wisst schon wie er war: Männerschnupfen mal anders....

 

Ja, zugegeben, evt. hätte ich unter bestimmten Umständen ein ganz klein wenig schneller reagieren können... evtl.. und nur unter bestimmten Umständen...

 

Tststs, so ein Aufstand wegen 20 Minuten vor der Tür.. Ich mein, hallo - es war bestes Wetter, super Musik und überall Weinausschank und essen. Selbst Schuld, wenn Mann sich dann nicht die Kante gibt.

 

 

Ok, vielleicht hab ich ihn unten vergessen - wer weiss - oder ich wollte es so :D

Und wer weiss, vielleicht tut es mir auch ein ganz klein wenig leid - oder auch nicht ;-)

Und wer weiss, vielleicht findet der Ehemann das Ganze auch nicht ganz so schlimm wie oben dargestellt.... wie auch immer: eine Eheszene mehr, die wir mal unseren Enkeln erzählen können :D

Warum unsere Tochter vielleicht bald ohne Eltern aufwächst...

Dass der einzigartigste Ehemann auch einen einzigartigen, oft tiefschwarzen Humor hat, dass wissen die meisten, die uns kennen. Doch für Aussenstehende mag diese Art von Lustigkeit manchmal gar nicht so lustig erscheinen und wenn man dann nicht einschätzen kann, wie es gemeint ist, wirkt der einzigartigste Ehemann eben manchmal seewehr speziell... Das hat er heute einmal mehr unter Beweis gestellt - und damit sehr wahrscheinlich dafür gesorgt, dass unser Thronfolgerkind ohne Eltern aufwachsen muss; denn: Ich werde jetzt meinen Schweizerpass wohl nie erhalten, dem Ehemann werden sie ihn sehr wahrscheinlich wegnehmen und dann sperren sie uns beide in den Knast...

 

Warum? Wegen eines Briefchens - und das kam so:

Aus bisher noch nicht geklärten Gründen, kam der Ehemann auf die Idee, mir via Fleurop einen grandiosen Blumenstrauss zu schicken.

Die meisten Frauen würden sich sehr darüber freuen, es annehmen, Bilder aus sämtlichem Positionen bei FB, Twitter usw. hochladen, ihre beste Freundin anrufen und davon erzählen und dann alle fünf Minuten über die Blüten streicheln, ein liebevolles "hmmm" fallen lassen und abends ihrem Mann freudig, gut gelaunt und mit einem feinen Essen auf dem Tisch in die Arme fallen.

Die meisten Frauen......

Die sind ja auch nicht mit meinem Mann verheiratet... Also überlegte ich, was passiert sein könnte?

Warum in aller Welt bekomme ich einfach so Blumen? Hab ich was wichtiges vergessen (erstes Treffen, erster Kuss, Hochzeitstag????) Hat ER was wichtiges vergessen und will sich entschuldigen?

Ist seine neue Assistentin doch mehr als nur die neue Assistentin und ihn plagt das schlechte Gewissen?

Ich hatte keine Ahnung, aber da stand jetzt ein objektiv gesehen wunderschöner Blumenstrauss...

Und dann öffnete ich die Karte und wusste: Er brauchte einfach einen unauffälligen Grund, um die Behörden auf uns aufmerksam zu machen... ich vermute, es ist ihm gelungen, denn dies hier ist die Karte dazu:

Ich las die Karte und ziemlich der erste Gedanke war: Pummelfee, das hat auch noch jemand anders gelesen - wenigstens die Person, die es ausgedruckt hat... kommt jetzt gleich die Polizei??? Deinen CH-Pass kannst du vergessen...

 

Ich bedankte mich kurz beim Ehemann, der erneut ungewöhnlich reagierte. Anstatt zu fragen, ob mir der Strausse gefällt oder zu beichten, warum ich ihn bekomme, wollt er nur wissen ob eine Karte dabei ist.

Ich dachte mir, er fragt das, weil ich nicht auf seine Humor reagiert hatte, den wahren Grund dafür sollte ich erst abends erfahren...

Wir sitzen also vorhin beim Essen, dass ich ihm dann doch noch gekocht hatte und verdrehe einmal mehr die Augen wegen der Karte, tue meine Vermutungen kund, was die Leute jetzt wohl über uns schwatzen, die die Karte gelesen haben und da erzählt er mir, warum er gefragt hat, ob eine Karte dabei war....

Nachdem er online den Strauss für mich bestellt und den nicht ganz alltäglichen Text für die Karte eingetippt und abgeschickt hatte, klingelte kurz darauf sein Telefon.

Ein Mitarbeiter von Fleurop war am Telefon, um mit ihm über den gewünschten Text zu sprechen...

 

Ob er sicher sei, dass das der Text für die Karte ist, der sei ja nun wirklich seehehr spezielle und er wäre nicht sicher, ob er das so drucken kann usw.... :D :D :D

 

Der einzigartigste Ehemann hat dann versucht zu erklären, dass das nunmal "unser" (seit wann das auch meiner ist, weiss ich gar nicht) Humor ist.

Es gab ein kurzes Gespräch aber am Ende war nicht so deutlich geworden, ob die Karte nun gedruckt werden würde oder nicht... ;-)

 

Ich will nicht wissen, was bei den Mitarbeitern heute zu Hause am Tisch diskutiert wird... In Zeiten, wo ja leider tatsächlich Kinder im Keller weggesperrt werden und Kinderarbeit ein Problem ist, schreibt irgend so ein Ehemann eine "Liebes-Karte" an seine Frau....

 

Wir sind sicher: SO einen Text hatten die gewiss noch nicht.... Und ob nicht doch (noch) die Behörden informiert werden, bleibt abzuwarten... Armes Thronfolgerkind.

 

Etwas Gutes hat dieses Briefchen: Wenn ich das nächste Mal bei uns im Ort Blumen in dem Laden kaufe, der heute den Strauss ausgeliefert hat, werden die alle mich ansehen, mir sagen, dass alles für mich gratis ist und ich gern reinkommen darf, sofern mein Mann nicht in der Nähe ist und ich kein Messer hinterm Rücken verstecke....

 

Blumen von meinem Mann? Bekomme ich immer gern! ;)

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Hallo, ich bin deine Escort-Dame

Wenn der einzigartigste Ehemann und die Pummelfee alleine sind, kann es vorkommen, dass sie auf ziemlich blöde Ideen kommen. Also blöd nicht für uns, sondern für die Anderen ;-)

Auch heute gab es da wieder so eine Situation, in der eine andere Person ganz schön in Verlegenheit kam - ganz zu unserem Vergnügen. Und das kam so:
Der einzigartigste Ehemann ist diese Woche von Di-Do geschäftlich in Stuttgart. Verschiedene Umstände haben dazu geführt, dass auch die Thronfolgerin und ich diesmal dabei sind - allerdings mit einem Unterschied: Während der Papa tagsüber arbeitet, geben die Mama und die Tochter in der Zeit das Geld in der City aus, das der Papa verdient.
Mit dabei aus dem Betrieb des Ehemannes sind zwei weitere Personen: Max* und Moritz" ("Name von der Redaktion geändert)
Wir Fünf übernachten in einem Hotel und so begab es sich, dass heute morgen zusammen gefrühstückt werden sollte.
Allerdings: Dass die Thronfolgerin und ich dabei sind, wussten Max und Moritz bis heute morgen noch nicht, da sich dieser Umstand erst sehr spontan ergeben hat und sie mich gestern, bei unserem Eintreffen nicht mehr zu Gesicht bekamen. Der Ehemann schlug dann vor, es dabei zu belassen und die beiden Männer morgen beim Frühstück zu überraschen.
Nun ist es so, dass ich Max noch nicht persönlich kennen gelernt, Moritz aber schon häufig getroffen haben.
Diese Umstände (Max kennt mich nicht und niemand weiss, dass ich dabei bin) brachten uns auf eine Idee.... Was wäre wenn Max zufällig noch allein beim Frühstück sitzen würde wenn wir reinkommen und uns nicht gleich sieht (Moritz ist notorischer Zuspät-Kommer)??? Könnte man dann nicht einfach den lieben Max etwas auf die Schippe nehmen... Ja klar...
Also marschierten wir heute zum Frühstücksraum und der einzigartigste Ehemann sah gleich beim Reinkommen, dass Max und sogar Moritz schon anwesend sind. Schade, dachten wir zuerst, doch dann: Max setzte sich alleine an den Tisch um auf Moritz zu warten, der noch am Buffet beschäftigt war. Gesehen hatte uns noch keiner von beiden. Mein Mann zeigte mir, wer Max ist und wir trennten uns. Ich "schlich" mich von der einen Seite her zum Tisch von Max, während der Ehemann sich zum Buffet und Moritz gesellte um "guten Morgen" zu sagen.
Ich ging wie selbstverständlich zu Max an den Tisch, setzte mich ihm gegenüber und schaute ihm direkt in die Augen. Etwas verdattert schaut er mich an, doch bevor er mich freundlich darauf hinweisen konnte, dass dieser Platz bereits besetzt sei, sagte ich meinen Satz:
"Guten Morgen, Max (beim Nennen seines Namens trat ein echt fettes Fragezeichen in sein Gesicht, da er mich ja noch nie gesehen hatte) ich bin Sophie, deine Lumtech*-Escort-Dame!" (*Lumetech ist der erfundene Firmenname der Firma meines Mannes, Max und Moritz)
Ohne eine Miene zu verziehen, sehe ich ihm in die Augen, die jetzt recht gross geworden sind und noch verdatterter als vorher (sofern das überhaupt möglich ist)
Ungläubig des eben Gehörten fragt er nochmals nach: "Entschuldigung, wer bist du???"
Ich: "Ich bin Sophie, deine Lumtech-Escort-Dame. Ich wurde extra für dich bestellt."
Total entgeistert schaut er mich an und man sieht wieviel Mühe er hat, das alles so schnell einzuordnen und wie unangenehm die Situation für ihn mitten im Frühstücksraum des Hotels ist, in dem ja noch viele andere Personen anwesend sind... ;-) :-) :-)
Max: "Also, ähh... (schaut sich unsicher, nach einer Antwort und den Fluchtweg suchend um) ich weiss gar nicht, was ich jetzt sagen soll... (Pause) .... also, will mich da jemand verarschen? Ich kann mir das gar nicht vorstellen..."

Ich hätte noch gut Zeit gehabt, dieses Spielchen weiter zu treiben, da mein Mann und Moritz zwischen Brötchen und Kaffee beschäftigt waren, aber Max sah so erbärmlich und verunsichert aus, dass ich dem armen Kerl zur Hilfe kam:
"Ja, Max, jemand will dich verarschen, nämlich der einzigartigste Ehemann.... Ich bin Pummelfee, seine Frau." ;-)

Bei der Nennung meines Namens verflog die Besorgheit mit einem Schlag und ein Lachen trat auf sein Gesicht. Gehört hatte er natürlich schon viel von mir, aber mich eben noch nicht gesehen ;-))))) Er reichte mir seine Hand und sagte: "Hallo, ich bin Max" - vermutlich war die mir schon bekannte Namensnennung immer noch ein Produkt der Erleichterung... Selbstverständlich kannte ich doch seinen Namen - wären wir doch vor einer Minute von fast auf sein Zimmer gegangen.... oder so ähnlich :D :D

Tja, der Ehemann und ich hatten eine Menge Spass und Max wird dieses Frühstück sicher nicht so bald vergessen :-) Anschliessend assen wir Vier gemeinsam und ich hatte meine "gute Tat des Tages" getan ;-)))

Wenn das Callcenter anruft...

... und der einzigartigste Ehemann dann das Telefon abnimmt, kann es zur Zeit vorkommen, dass der oder die CallcenteragentIn sich einen neuen Job wünscht....

 

Ja, wir sind genervt von diesen Anrufen zu nicht immer ganz legalen Zeiten. Auch wir wollen mal Feierabend und Ruhe haben, was für uns ab 18h von geschäftlichen Anrufen der Fall ist. Da die Callcenter normal arbeitende Menschen dann oft noch nicht erreichen, rufen sie auch gern mal erst um 19.30 oder am Samstag beim Frühstück an.

 

Bisher haben wir einfach immer aufgelegt, doch das reicht dem Ehemann jetzt nicht mehr. Ganz neu fängt er an, die Leute zu beschimpfen oder zu verarschen - je nachdem wie ihm gar zumute ist und wann die Leute stören.

 

Die letzten beiden Anrufer hat er verarscht und ja, ich gebe zu, obwohl ich weiterhin für die "einfach-auflegen-Methode" bin, musste ich doch recht lachen.

 

Nummer eins: Callcenter ruft an, Ehemann geht ran: "Ja???" (Er sagt schon keinen Namen mehr ;-)))

Frau aus dem Callcenter fängt an zu reden....

Ehemann wartet gar nicht bis sie geendet hat sondern beginnt ebenfalls einfach zu reden: "Jetzt schreit das Baby, hören Sie das? Das Baby schreit, denn weil Sie anrufen wurde jetzt das Baby geweckt und nun schreit es. Hören Sie wie das Baby schreit, das Sie mit dem Anruf aufgeweckt haben. Haben Sie eigentlich kein schlechtes Gewissen so spät noch anzurufen und Babys zu wecken."

 

Bis hier hatte er ohne Pause und fast ohne Luft zu holen einfach am Stück geredet. Jetzt machte er eine kleine Pause um zu sehen, was am anderen Ende los ist - und unglaublich, aber sogar ich hörte, dass die Frau auch immer noch am Reden war :)))))

 

Also machte der Ehemann auch weiter: "Oh nein, warten Sie. Das Baby schreit gar nicht, weil es geweckt wurde. Es schreit, weil es vom Wickeltisch gefallen ist. Ich musste nämlich Ihren Anruf entgegen nehmen und dann bin ich weggegangen und das Baby ist vom Wickeltisch gefallen und schreit jetzt. Sie sind Schuld, dass das Baby vom Wickeltisch gefallen ist. Wissen Sie das eigentlich? Sie haben das Baby zum Schreien gebracht. Schämen Sie sich."

 

Er hört auch und oh - sie hat es bemerkt und aufgelegt  ;-)

 

Eine andere Frau hat er gestern noch cooler verarscht und die hat echt lange durchgehalten:

Ich selbst hab grad das WC geputzt und höre nur, wie der einzigartigste Ehemann am Telefon ist und den Satz sagt:"... einen Schlüssel für die Haustür und den Briefkasten bräuchte ich noch"

 

Ich wunder mich, weil wir keine Schlüssel brauchen und hör ihm zu... Zu Ergänzung: am Telefon ist eine Frau, die ihm eine Sicherheits-Plakette für den Schlüssel verkaufen möchte, falls wir ihn mal verlieren.

Als die Frau am anderen "Schlüssel" gesagt hat, ist der Ehemann ihr ins Wort gefallen und hat einfach drauf los geredet: "Ah ja, Schlüssel könnte ich noch gebrauchen und zwar von der Haustüre und vom Briefkasten von unseren Nachbarn."

Pause - Frau redet

Ehemann:" Nein, können Sie mir einen Schlüssel von meinem Nachbarn machen, damit ich rein komme, wenn er im Urlaub ist.

Pause - Frau redet

Ehemann: "Aber ich brauche einen Schlüssel vom Nachbarn sonst komme ich ja nicht in die Wohnung, wenn er im Urlaub ist."

Pause- Frau redet

Ehemann: "Aber wie soll ich denn beim Nachbarn einbrechen, wenn ich keinen Schlüssel hab. Können Sie mir einen Schlüssel machen, damit ich nachts dort einsteigen kann, wenn er weg ist."

Pause - Frau redet

Ehemann: "Ja und wie soll ich dann dort einbrechen? Soll ich durch's Fenster steigen, oder was???"

Ende - Frau verabschiedet sich mit den Worten, dass sie jetzt wohl besser das Telefonat beendet...

 

Wie geil ist das bitte? Ich stand da und glaubte meinen Ohren nicht. Er redete total "nett", fast schon verzweifelt mit der Callcenterfrau und versucht an einen Schlüssel für den Nachbarn zu kommen. Und anstatt aufzulegen, redet sie voll weiter mit ihm ;-)))

 

Ich glaube, die Callcenterdamen- und Herren, die zukünftig den einzigartigsten Ehemann am Telefon haben, wünschen sich demnächst nen anderen Job ;-)

Und ich kann was lernen, wenn das nächste Mal einer was von mir will ;-))))

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OHne Worte

... denn die fehlen mir gerade irgendwie...

 

Warum? Das will ich euch erklären ;-)

Den Lesern dieses Blogs dürfte nicht entgangen sein, dass ich im Verfahren für die Einbürgerung in der Schweiz stecke - darüber war hier ja schon ein paar Mal zu lesen.. Nun der nächste Witz

Vorfall, der mich eigentlich nicht mehr erstaunen sollte, es aber doch wieder tut..

 

Im Zuge der Einbürgerung bekam ich im Oktober letzen Jahres ein Schreiben, in dem ich vom Migrationsamt gebeten wurde, verschiedene Unterlagen einzusenden. Kein Problem für Pummelfee, denn ich kann nicht nur Aufträge erteilen, kontrollieren und bewerten, nein ich kann auch ab und zu mal welche Ausführen.

Also sammelte ich die benötigten Unterlagen zusammen, packte sie in einen Umschlag und schickte sie (nach kurzem Überlegen) ohne Einschreiben weg. 

Danach hörte ich nichts mehr vom Amt, was mich aber nicht weiter verwunderte, da in einem anderen Schreiben mal der Hinweis kam, dass wir Gesuchsteller nicht über den aktuellen Stand des Verfahrens informiert werden und uns bitte auch nur in dringenden Fällen melden sollen. Also tat ich nichts, wartet und liess die langsamen Mühlen der Verwaltung mahlen....

 

Bis heute erneut ein Schreiben von der Einbürgerungsabteilung des Kanton Zürichs kam. Genauer gesagt eine Mahnung. Ich staunte nicht schlecht. In der Mahnung wiesen sie mich daraufhin, dass ich im Oktober 2016 gebeten wurde, Unterlagen einzureichen und diese noch nicht eingetroffen seien. Wenn sie nicht binnen 3 Wochen nachgereicht werden, geht das Amt davon aus, dass ich die Einbürgerung nicht mehr möchte und schickt alles unbearbeitet dem Migrationsamt zurück...

Na toll, ich dachte ich spinne.

 

Nicht nur, dass wir eigentlich fest damit gerechnet hatten, dass nun dann mal bald mein Pass geholt werden darf, nein, es war noch nicht mal in Bearbeitung, weil angeblich Unterlagen fehlten...

 

Ja, ich gebe zu, ich verlor für einen kurzen Moment meine gute Prinzessinnen-Manieren und schimpfte nicht schlecht im Haus rum... Dann rief ich die zuständige Sachbearbeiterin an und erklärte ihr, dass ich gleich Anfang November alle benötigten Unterlagen eingeschickt hatte. Ich könnte ihr sogar die Rechnungen für die angeblich fehlenden Unterlagen (Bescheinigung vom Steueramt und Betreibungsregisterauszug) vorlegen, die ich bereits bezahlt hatte.

 

Ich muss sagen, sie war sehr nett am Telefon, aber erklärte mir, dass sie die Unterlagen nicht hätte und ich diese bitte erneut schicken müsste... Dass ich es dann auch erneut zahlen muss, ist wohl selbst erklärend.

Der Witz: Ich hatte alle Unterlagen in einem Briefumschlag verschickt. Aber zwei Zettel fehlten angeblich... Es kann also nicht die Post gewesen sein, denn angekommen ist der Umschlag ja, sonst hätte sie kaum die anderen Bestätigungen..

Ja, das konnte sie sich jetzt auch nicht erklären.

Auf mein Nachfragen, verneinte sie, dass ich es eingeschrieben schicken muss und auf erneutes Nachfragen, wie ich denn sicher gehe, dass sie die Unterlagen beim nächsten Mal erhält, versprach sie mir, sich zu melden, wenn sie die nächsten zwei Wochen nichts von mir bekommt. 

 

Das regte mich ja schon sehr auf... Noch eine Schippe obendrauf kam kurz darauf: Ich füllte also gleich das Formular für das Steueramt aus, damit ich es morgen abschicken kann und bestellte dann online den Betreibungsregisterauszug... Nur kurze Zeit nach meiner Online-Bestellung kam ein Mail der zuständigen Sachbearbeiterin: Sie könne mir den gewünschten Auszug so nicht schicken, da ich einen Auszug vom Jahr 2011 bis Juni 2012 möchte, die Betreibungsregisterauszüge aber nur für die letzten fünf Jahr ausgestellt werden können. Sie kann mir also nur vom 21.3.2012 - Juni 2012 etwas senden.

 

Erneut fehlten mir die Worte - das Amt, das den Auszug wünscht, sollte doch wissen, dass diese nur für die vergangenen fünf Jahre ausgestellt werden können, bittet mich aber, es darüber hinaus zu bestellen.. *grml*


Na, ich bin ja gespannt was als nächstes passiert, wenn jetzt Unterlagen ankommen, die nicht den Wünschen entsprechen (stellt euch hier den Smiley mit den verdrehten Augen vor...) und die ich bereits zum zweiten Mal bezahlen, weil irgendeine Nase im Amt die Zettelchen nicht abheften kann..

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Was ist schlimmer als Babygeschrei??

Klar, da gibt es tausende Dinge...allen voran, wenn die Lieblingsschoki ausverkauft ist, keine Weihnachtsguetzli im Haus sind und es am Bremgartener Weihnachtsmarkt regnet....

(allerdings kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Babygeschrei kann echt anstrengend sein... leider müssen wir das grad mit der Thronfolgerin erleben, aber das ist was anderes...)

 

Bis gestern dachte ich: Oh man, Babygeschrei ist echt das Schlimmste.... und dann dachte ich mir: Gut, Pummelfee, wenn das Baby schreit und du es mit nichts beruhigen kannst, dann hilft nur eines: tu dir selbst was Gutes.

 

Also setzte ich mich auf das Sofa, nahm die Fernbedienung und schaltete das TV-Gerät ein. Die Lautstärke auf Maximum, um das Baby zu übertönen, doch nichts passierte....

Dann kam eine Meldung - irgendwas bla mit Verbindungsproblem bla... Gut, denkt sich Pummelfee, rufen wir den Ehemann auf der Arbeit an. Ich mein, das hat was mit Technik zu tun und ausser die richtige Technik zum Süssigkeiten kaufen, verstecken und heimlich essen, kann ich damit nicht viel anfangen.

 

Ich nehme also den Telefonhörer und wähle die Nummer von Ehemann, doch wieder passiert nichts..??

Ok, TV kaputt, Telefon kaputt... Was nun? 

 

Pummelfee's Intelligenz schlägt an und ich denke mir: schaun wir mal im Internet, ob es Störungen bei der Swisscom gibt. Doch, ihr werdet es raten... nix Internet.

Na toll: Kombi-Angebot TV+Internet+Telefon schockt ja richtig.... :D

 

Gut, dass wir im 21. Jahrhundert leben und Handy's unabhängig sind. Ich also mit dem Handy beim Mann angerufen und einfach aus Spass mal das Baby 5 Min in den Hörer schreien lassen.

Das ist Taktik, weil: dann denkt der Mann: oh, nein, die Frau will, dass ich heim komme und das Baby beruhige..

Wenn ich dann ran geh und sage: wir haben ein technisches Problem, ist er Feuer und Flamme um das für mich zu lösen :D (Taktik kann ich - Technik nicht)

 

Ich also den Mann vom Geschrei erlöst und das wahre Problem geschildert und wie erwartet hat sich der Mann gleich an einen Check gemacht (ja, hat auch was mit Technik zu tun, die ich nicht verstehe... irgendwie hat er vom Geschäft aus, unseren Anschluss "gecheckt" und konnte mir sagen, dass das W-LAN/Internet nicht geht) mit dem Ergebnis, dass ich die Hotline anrufen muss.

 

Na toll, was für ein Morgen: schreiendes Baby, Müdigkeit, keine Frustguetzli im Haus und nun auch noch alles an Technik tot im Haus.... boah, was hab ich verbrochen um das zu verdienen??

 

Pummelfeee also bei der Hotline angerufen und zack: Jawohl, es gibt ein Problem mit unserem Anschluss. Das muss sich ein Techniker anschauen.

 

Und dann bekam ich langsam Panik... Es ist Freitag Morgen, kurz vor dem Weekend, ähhh kurz vor DEM Weekend. Ihr wisst nicht welches besondere Weekend?? Na, DAS grosse Finale!! Finale von Schwiegertochter gesucht!!! Der einzige Lichtblick neben Nebel und schreiendem Baby und natürlich kommt was kommen muss:

Hotline-Typ:" Also, Sie brauchen einen Techniker, ich schau mal nach einem möglichen Termin.................................................................................................................................................

.....................................................

Es gibt noch einen Termin am DIENSTAG nächste Woche!

Ich:" WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAASSSSSSSSSSSSSS?

Er:" Naja, heut ist alles voll, dann ist Wochenende und Montag ist auch schon alles voll. Wollen Sie den Termin am Dienstag zwischen 8-10?"

Was ich will, sag ich jetzt besser nicht, aber wenn es nur dann geht, nehm ich den Termin....

 

Und nun ist es offiziell: Geräte sind tot (ja, jetzt dürft ihr gern mal überlegen, wie ich diesen Beitrag geschrieben hab - hat nämlich was mit Technik zu tun, die der Ehemann mir am Laptop ermöglich hat....)

Techniker kommt erst Dienstag und ich kann mich nicht mal mit TV ablenken....

 

Was schlimmer ist als Babygeschrei? Der Service der Swisscom wenn man das Finale von SG schauen möchte... ;-)

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Die Polizei im Haus

Nun wissen es auch die Nachbarn - im königlichen Haus gibt es Probleme.....

 

Warum sonst sollte an einem Sonntag um 11 Uhr vormittags die Kantonspolizei in voller Montur und mit fetten Polizeiauto bei der Prinzessin und dem einzigartigsten Ehemann vorfahren????

 

Da uns ziemlich egal ist, was die Nachbarn denken, haben wir keine Aufklärung betrieben - dafür nutzen wir lieber diesen Weg. Es hatte nämlich ganz "natürliche" Gründe...

Der eine oder die andere erinnert sich vielleicht noch, dass die Prinzessin den CH-Pass möchte und in diesem Zusammenhang gespannt auf den Besuch der Polizei wartet, die überprüfen möchte, ob Prinzessin und Ehemann eine Scheinehe führen.

 

Und dieser Besuch war vor zwei Wochen. An einem Sonntag um 11 Uhr.

Es klingelt an der Tür, die Prinzessin öffnet und zwei grosse, in voller Montur gekleidete Kantonspolizisten stehen vor der Tür.

Sie seien auf der Suche nach Frau Prinzessin Pummelfee.

 

Ich bat sie in Schloss und sie setzten sich an den Tisch. Sie erklärten mir, dass sie ein paar Fragen stellen müssten, die vorgegeben sind. Kein Problem für Pummelfee - hat sie sich doch vorbereitet und politische Dinge nochmals gepaukt, Wissen über den Wohnkanton angeeignet und immer wieder den Satz geübt "ich lieben meinen Mann und wir führen keine Scheinehe".

 

Sie wirkten beide freundlich und entspannt und als sie reinkamen und das Laufgitter von und mit der Thronfolgerin darin entdeckten, waren sie gerade erstaunt und verzückt.

Ich erzählte auf Nachfrage, dass wir gerade erst mit ihr aus dem Krankenhaus gekommen sind und Polizist 1 war noch verzückter. Er ging zur Kleinen und schaute sie ganz genau an, gab dann den Kommentar "Jöh, die ist ja noch ganz klein"

 

Wir setzten uns an den Tisch: Polizist 1 gen Raum gerichtet und Polizist 2 direkt mir gegenüber.

Polizist 2 begann mit den Formalitäten und während er schrieb, stellte mir Polizist 1 ausschliesslich private Fragen und erzählte auch Privates. Er fragte, wie die Geburt ging, erzählte von seinen Kids und seinem Erlebnis im Gebärsaal und die Veränderungen der Frau...

Zwischendurch fragte immer wieder Polizist 2 seine Dinge und begann dann mit dem "offiziellen Fragebogen"

Zu meiner Enttäuschung gab es keinerlei Politik oder Wissen über die Schweiz..... Meine Fragen waren z.B.: Sind Sie oder Ihr Mann im Drogenmilieu tätig? Haben Sie im Rotlichtmilieu was zu tun? Führen Sie eine Scheinehe? Gibt es Scheidungsabsichten? Wo haben Sie vorher gewohnt?.... Es war nichts "besonderes" und so führte ich mal ein kurzes privates Gespräch mit Polizist 1, dann antwortete ich wieder den Fragen von Polizist 2 und dann kam irgendwann die Frage der Fragen:

 

Ist eigentlich Ihr Mann auch zu Hause?????

Und wie typisch für uns: Nein, der einzigartigste Ehemann war nicht zu Hause!!!! Ca 5 Minuten bevor die Polizei klingelte, hatte ich ihn zum Bahnhof geschickt, um ein paar Dinge einzukaufen. Da wir erst frisch aus dem KH zurück waren, fehlten einige Dinge und so war er log gezottelt...

 

Ich verneinte also und erklärte, dass er aber demnächst wieder da sei... 

Sie notierten kurz etwas und das Gespräch ging weiter und dann, ca 15 Min später, war es auch schon vorbei. 

Polizist 2 bedankte sich und sagte, dass sie damit fertig seien. Auf meine etwas erstaunte Nachfrage, ob sie nicht noch auf meinen Mann warten wollten oder etwas sehen, verneinten sie und meinten, sie glauben nicht, dass eine Scheinehe vorliegt und man sieht, dass hier zwei Personen wohnen...

 

Sie gingen und kurz darauf war der Ehemann zurück....

 

Nachdem was ich so für Geschichten gehört hatte, waren meine Erwartungen an den Besuch der Polizei ganz anders, aber so ist es mir natürlich recht ;-) 

 

Die Zwei waren freundlich, ruhig und ich vermute die abwechselnde Gesprächsführung zwischen privat und Drogenfragen war sicher etwas Taktik, aber keinesfalls doof/schlimm oder sowas.

 

Wir hatten uns zwar sehr gefreut, dies zu Zweit zu erleben aber nun hat der Ehemann es halt verpasst...

 

Ich warte auf den Pass :D

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Wer lesen kann...

... ist besser dran! 

Klar im Vorteil ist, wer diese Fähigkeit nicht nur beherrscht, sondern zusätzlich auch zu nutzen weiss und konsequent anwendet.

 

Wer dies nicht tut (oder kann) muss sich dann halt zwischendurch von so einer besser wissenden Prinzessin den eigenen Job oder eine Aufgabe innerhalb eben diesem erklären lassen...

 

Und das sieht dann so aus:

Verfolger des Alltags von der Pummelfee haben hier erfahren, dass ich den CH-Pass beantragt habe.

 

Nun bekam ich diese Woche erneut Post, die mich "etwas" in Aufregung und Ungläubigkeit versetzte.

Die Einbürgerungsabteilung des Kanton ZH sendete mir ein Schreiben, teilte mir dort mit, dass sie vom SEM mit der Bearbeitung meines Gesuchs beauftrag wurden und dass dafür wiederum Unterlagen benötigt werden, die "fehlen"

 

WAS??? Unterlagen fehlen?? Also echt Leute! Ja, ich kann im Alltag manchmal etwas neben der Spur wirken, neige zu schusseligen Aktionen und man mag mir die eine oder andere "spezielle" Handlung unterstellen, ABER: in Dingen, die wichtig sind, bin ich zu einem ziemlich hohen Prozentsatz sehr zuverlässig....

Natürlich hatte ich genauestens gelesen und angestrichen, welche Unterlagen für mein Gesuch nötig sind, diese besorgt und lückenlos eingesendet... Und nun "fehlen" Unterlagen? 

 

Das muss dann wohl daran liegen, dass das Bedürfnis nach eben diesen Unterlagen in keinem Dokument festgehalten war.... Bleibt die Frage offen, wer Schuld an dem Versäumnis trägt....

 

Konkret handelt es sich um einen Auszug aus dem Betreibungsregister von vor 5 Jahren und um eine Bescheinigung vom Steueramt von vor 5 Jahren....

 

Egal, nachdem ich zur Kenntnis genommen hatte, dass mein Gesuch erst dann weiter bearbeitet werden kann, wenn diese Unterlagen "lückenlos" (im Schreiben des Kantons sogar fett gedruckt...) und innert 30 Tagen vorhanden sind und mich darüber geärgert hatte, machte ich mich an die Arbeit.

 

Für den Betreibungsregisterauszug war dies kein Problem. Ich schrieb dem zuständigen Amt meines damaligen Wohnortes eine Mail und bekam unverzüglich die Info, dass sie es noch am selben Tag abschicken. Erledigt.

 

Für die Bescheinigung vom Steueramt sah dies etwas anders aus. Hierfür hatte mir der Kanton ZH ein Formular gesendet, das ich mit meinen persönlichen Daten ausfüllen und dann zum weiteren Ausfüllen an das zuständige Steueramt von vor 5 Jahren senden soll, damit diese von verschiedenen Möglichkeiten die Richtige für meine damaligen Verhältnisse ankreuzen.

 

Pummelfee also das Formular ausgefüllt, ein Begleitschreiben erstellt, einen frankierten Rückumschlag beigepackt und alles an meinen damaligen Wohnort gesendet.... Zum Glück mit Telefonnummer..

 

Denn gestern klingelt das Telefon: Steueramt meines damaligen Wohnortes, Frau "Ich-hab-zwar-diesen-Job-aber-wie-der-genau-geht-muss-ich-noch-lernen" am Apparat.

 

"Guten Tag, Frau Pummelfee, Sie haben uns ein Formular wegen Ihrer Steuern aus dem Jahr 2011 gesendet. Dies kann ich leider nicht ausfüllen."

 

"Guten Tag Frau Inkompetenz in Person, ja, warum können Sie den denn nicht ausfüllen? Der Kanton ZH braucht Ihre Bestätigung und hat mir schriftlich mitgeteilt, dass es ohne nicht geht."

 

"Ich erkläre Ihnen das kurz, Frau Pummelfee. Im Jahr 2011 waren Sie noch quellensteuerpflichtig. Im 2012 sind Sie dann nach XY gezogen. Sie müssen sich also dort melden, damit die das ausfüllen"

 

"Ja, es ist richtig, dass ich damals noch quellensteuerpflichtig war. Darüber braucht der Kanton die Bestätigung von Ihnen - für das Jahr 2011! Und da ich dann noch bei Ihnen wohnte, müssen Sie und nicht Gemeinde XY das Formular ausfüllen."

 

"Aber aufgrund der Quellensteuerpflicht kann ich Ihnen keine Bescheinigung geben!" (die Tonlage so nach dem Motto: ey du dicke Pummelfee.... bist du auch noch dumm???)

 

Zum Glück hatte ich mir vorher das Formular genau angesehen und wusste, dass die einzige Aufgabe für Frau Inkompetenz in Person darin bestand, ein Kreuz (oder einen Haken) an die Stelle zu setzen, an der steht: ...... "dass die oben genannte Person quellensteuerpflichtig ist." Also entschied ich mir, ihr das freundlicherweise mitzuteilen und damit ihren Job zu machen.

 

"Frau Inkompetenz in Person, auf dem Formular gibt es ein Feld, in dem steht, dass die Gesuchsstellerin noch quellensteuerpflichtig war. Dort müssen Sie ihr Kreuzchen machen und meine erfüllte Quellensteuerpflicht damit dem Kanton bestätigen."

 

(kurzes Stammeln) "Oh, äh, warten Sie bitte schnell....." (ich sehe vor meinem geistigen Auge, wie sie wahrscheinlich das erste Mal das Formular genauer ansieht und liest....)

 

"Frau Pummelfee? Ja, dann mach ich das und sende es Ihnen zurück. Ade."

 

Kürzeste Verabschiedung ever... Ob sie wohl peinlich berührt war???

 

Ganz ehrlich, jeder macht mal Fehler, aber ist es zuviel verlangt, dass die Dame ihren Job macht??

Und dazu zählt u.a. das Formular lesen... Schwierige Aufgabe ich weiss.... Aber zudem gehe ich mal davon aus, dass ich nicht die erste Person in der Schweiz bin, die die erleichterte Einbürgerung beantragt hat und damit auch dieses Formular nicht das erste Mal bei Frau Inkompetenz auf dem Schreibtisch liegt.... Ich kann mich täuschen...

 

Nur zur Sicherheit - hier auch noch mal für euch, die schwierige Aufgabe zum Anschauen.... 

Frau Inkompetenz muss ein Kreuz machen (bei der sogar fett gedruckten quellensteuerpflicht) und will mir erklären, dass es nicht möglich ist, das Formular auszufüllen.... Wer lesen kann ist besser dran!

 

 

 

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