FFF

Bei uns sind seit Neuestem die drei F's eingezogen. Es handelt sich dabei um eine kleine Änderung in unserem Ess-Alltag.

Bisher war es immer so, dass der Freitagabend für den einzigartigsten Ehemann und mich mit einem feinen, selbstgekochten Essen den Einstieg ins Wochenende darstellte. Ich hatte schon vor einigen Jahren aufgehört am Freitag zu arbeiten und so ergab sich dieser Abend irgendwann "zufällig" und wir lernten ihn lieben... Ganz in Ruhe, mit einem Gläschen Wein, wurde es eine kleine Tradition. Vielleicht sollte ich dazu erklären, dass wir sonst unter der Woche nie warm am Abend essen ;-) und der Mann sich dann nach einer Woche kaltem Food auf was Warmes freut ;-)

 

Was soll ich gross erklären: mit dem Auftauchen von der Thronfolgerin in unserem Leben änderte sich so einiges - auch das gemütliche Kochen am Freitag.... Wo ich bisher Zeit und Musse hatte, in der Küche zu stehen, alles vorzubereiten, auch mal was Neues zu probieren, drängelte sich plötzlich völlig unabgesprochen, so ein kleines Bündel dazwischen und fand, dass volle Windeln, Baby-Kotze, das Bedürfnis nach Nähe und den Wunsch nach Stillen viel wichtiger wären, als was Warmes zu Essen (oder überhaupt was zu Essen) für die Grossen auf dem Tisch.

 

Und so kam es, dass ich keine Chance mehr zum Kochen hatte. Gerade unsere Essenszeit zwischen 18/19h schnitt sich immer mit dem Stillen und Vor-Schlaf-Programm am Abend. Hinzu kam eine müde Mutter und da liess ich das Kochen sein.

Dann kamen langsam einfachere Zeiten und ab und zu klappte das Kochen wieder ganz gut oder zumindest besser.

Und dann wurde das Baby plötzlich mobil - und erneut ändert sich alles ;-)

Wo ich bisher wieder etwas Raum zum Kochen hatte, weil die Kleine in Ruhe auf der Decke oder im Kinderknast Laufstall spielte, jagt sie jetzt durch das ganze Haus und weil ihre Spielsachen ja nun mal so gar nicht interessant sind, räumt sie lieber alle Schubladen aus... 

Hinzu kommt, dass sie sich das Recht rausnimmt, auch mal Essen zu wollen und das ist immer während meiner eigentlichen Kochphase.

 

Ich jammerte also kürzlich vor dem Ehemann herum, dass es zur Zeit schier unmöglich sei, was einigermassen Vernünftiges zu kochen und mir tatsächlich die Zeit und Ruhe dafür fehlt und ich ja eh schon den Haushalt mit unserem Ausräum-Monster nicht mehr schaffe... hach ist mein Leben schwer.... und wollte ihn davon überzeugen, dass man freitags auch kalte Küche machen kann, doch da hatten wir im Gespräch eine andere Idee.

Was wäre es wenn es etwas Warmes, das ohne Aufwand gemacht werden kann, auf den Tisch kommt - und zack: ich hatte die Idee für den FFF = FastFoodFriday ;-)

Es würde nur noch schnelles, einfaches und schon (fast) fertiges Essen geben. Nicht unbedingt eine der gängigen Ketten wo man mit dem Auto vorfährt (aber vielleicht auch mal ab und zu) sondern schnelle Essen aus der Tüte, dem Karton oder von Subway ;-)))

Eine Packung Pommes mit TK-Gemüse und Nuggets, oder Schlemmerfilet mit Ofenkartoffeln, oder mal ne Fertigpizza, Würstchen im Teigmantel, Nudeln mit einer Fertig- oder sehr einfachen selbstgerechten Sosse usw..... eben ein schnelles Freitagsessen. Und so war er geboren, unser FastFoodFriday.

Wir sind - zumindest solange die momentan wieder etwas mehr fordernde Phase unserer Maus andauert - begeistert und gespannt was uns so einfällt für den FFF ;-) Letzten Freitag hatten wir Schlemmerfilet mit Rösti-Kroketten und Salat (selbstverständlich fertig aus der Tüte ;-))))))

Mama hatte keinen Stress, Papa was Warmes und Baby war auch glücklich und zufrieden mit der bekommenen Aufmerksamkeit. 

Und alle so:

Wieder da

Wir sind zurück in unserem Alltag - und es ist lange überfällig, dass hier mal wieder ein Lebenszeichen kommt ;-)

Wir haben die tollen Sommerwochen genossen und waren seehehr viel unterwegs. Zwei Monate am Stück kein Wochenende zu Hause, zwischendurch immer mal wieder Urlaub oder ein verlängertes Wochenende. Wie waren in Italien, im Hochsauerland, im Emsland, in meiner Heimat, auf der Comic Con in Stuttgart, am Bodensee, im Bündnerland....Viele schöne Erlebnisse, aber nun tut mir auch das Verschnaufen wieder sehr gut....

Unsere Kleine hat viele Fortschritte gemacht und nichts ist mehr sicher vor ihr.

Der einzigartigste Ehemann und ich liefern uns weiter interessante Ehe-Szenen und hoffen, dass die Thronfolgerin keinen Schaden davon nimmt ;-)

 

Und ab nächster Woche darf ich wieder arbeiten.... Dann geht das Chaos wohl vollends los ;-) die Thronfolgerin wird gerade in der Kita eingewöhnt, was mir die Möglichkeit gibt, die Füsse hochzulegen. den Schulstoff vorzubereiten.

 

 

Und zack....

.... ist man nicht mehr "nur" Deutsche.

Ja, es hat geklappt - nach einigem Hin und Her ist es nun offiziell. Ich hatte ja bereits hier, hier, hier und hier über mein erleichtertes Einbürgerungsverfahren berichtet.

Und völlig im Ruhigen, ohne Tamtam, roten Teppich oder Presse kam heute der rechtskräftige Bescheid, dass Prinzessin Pummelfee aus Deutschland erleichtert eingebürgert wurde..

 

Ehrlich gesagt: ich hatte mir schon etwas mehr Aufmerksamkeit erhofft.... ich mein, wenigstens der Bürgermeister bzw. der Gemeindepräsident (ich bin jetzt ja Schweizerin, da muss ich mich auch so ausdrücken) hätte mir dazu gratulieren dürfen, dass ich diesen Schritt gewagt habe... Wo doch der Deutsche Pass zu den Top-Ten weltweit gehört (und wir besser nicht über den Rang des CH-Passes reden...) 

So ein kleiner Blumenstrauss zur Begrüssung gepaart mit einigen netten Worten nach dem Motto: "Schön, dass Sie jetzt dazu gehören... in einer Wohngemeinde mit 41% Ausländern... ja, da brauchen wir Leute wie Sie, Frau Pummelfee... Noch eine Schweizerin mit Migrationshintergrund (aber der von den besseren Hintergründen....)

 

Nun denn - obwohl ich mir in meinem Alltag durchaus was anderes gewohnt bin, füge ich mich und passe mich (ganz im Sinne meiner neuen Nationalität) an. Hello Landsleute, i bi etz drbi :D

 

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Szenen einer Ehe: Vergessen

Es ist mal wieder soweit... Ein "Eheproblem" steht vor der Tür...  Der einzigartigste Ehemann fühlt sich "vergessen" - Dramaqueen ohne gleichen kann ich da nur sagen 

Warum er sich so anstellt? Wegen so einer klitze kleinen Angelegenheit von gestern Abend - fast nicht 

erwähnenswert schreibenswert - und vor allem mit dem harten Wort "vergessen" übertreibt er masslos.... vielleicht eher: "nicht sofort an ihn gedacht" oder "für einen Moment mit den Gedanken woanders gewesen" oder "nur gaaaanz kurz abgelenkt".... irgendwas in der Art, aber "vergessen" tststs. Er tut fast so, als würde ich einen Männerschnupfen nicht ernst nehmen.... vergessen, pah, dass ich nicht lache....

 

Wir waren am Wochenende in Staufen/D. Da findet jedes Jahr das "Wein & Musik" statt. Ein nettes kleines Stadtfest mit Live-Musik auf drei Bühnen in der Fussgängerzone und dazu kann man von Winzern aus der Gegend meist sehr feinen Wein verköstigen. Es beginnt Fr am Abend und endet Sonntag am Abend. 

Wir sind sehr gerne dort und nachdem wir letztes Jahr mit der Thronfolgerin im Bauch dort waren, wollten wir ihr dieses Jahr mal "in echt" alles zeigen.

 

Also verbrachten wir das Wochenende in Staufen. Wir hatten ein nettes Hotelzimmer grad am Ende der Fussgängerzone und waren damit keine 60 Sek vom Fest entfernt.

Gestern begab es sich dann folgendermassen: Wir hatten einen wunderbaren Abend mit toller Musik, laut Ehemann feinem Wein und super Wetter genossen. Wir sassen gerade auf einer Bank nähe der Bühne, beobachteten die Menschen, hatten leckeres Essen von einem der Stände geholt und waren sowohl mit diesem als auch mit dem Trinken fertig, als ich wegen der kleinen Thronfolgerin schon mal ins Hotelzimmer musste.

Der einzigartigste Ehemann meinte: "Ich bringe noch die leeren Weingläser weg und komme dann gleich nach"

Dieser Satz bedeutet in Staufen: Die Entfernung zum Hotel (1 Minute bzw. 2 Minuten bei 5 Gläsern Wein) addiert mit der Wartezeit beim Gläser zurückgeben (gestern um 22h ca 3 Minuten) ergibt: Ehemann ist in ca 5 Minuten beim Hotel.

 

Ich war also vorgegangen und rechnete damit, dass der einzigartigste Ehemann auch "gleich" kommt. Oben im Zimmer angekommen überlegte ich, was ich bis dahin tun könnte, ohne die Thronfolgerin bei ihrem Schönheitsschlaf zu wecken. Ich entschied mich, auf's Handy schauend zu warten. Nach einer geraumen Zeit hatte ich allerdings alles gesehen, was es auf dem Handy gab und da der Ehemann noch nicht da war, musste eine andere Beschäftigung her. Ich überlegte, den TV anzumachen, hatte aber nicht so richtig Lust. Ich trank was, setzte mich auf's Sofa, lümmelte so rum, hing meinen Gedanken nach, schaute mal wieder auf's Handy und dachte: Mensch, der Ehemann braucht aber lange um Gläser weg zu bringen..... wahrscheinlich läuft grad gute Musik und er ist doch noch geblieben...

 

Und dann wollte ich mehr von der Musik hören und entschied mich, das Fenster zu öffnen und (falls möglich) einen Blick auf die Bühne unten zu erhaschen. Das war leider nicht möglich, da viele Büsche und eben 1 Minute laufen dazwischen lagen, aber es war trotzdem schön, am Fenster zu hängen, die Leute im Biergarten unten zu beobachten und einfach in die Nacht zu schauen.... zu schauen .... zu schau... oh, was ähh wer ist das denn da unten vor der Hoteltür????

 

Etwa der Ehemann??? Aber wenn der da unten rumsteht und ich hier oben warte, was ist dann falsch??

Ja, und dann konnte ich schemenhaft etwas von seinem Gesichtsausdruck erkennen... schemenhaft nur, aber es war etwa so:

Ich überlegte schnell wie schon lange nicht mehr, was der Grund dafür sein könnte... er hatte gegessen, getrunken, gerülpst, gefurzt... eigentlich sollte er zufrieden wie das Baby sein...

Und dann dämmerte mir, warum ich seit ca 15-20 min auf ihn wartete und er nicht kam bzw. warum er gleich Dramaqueen spielen würde...

 

Ich hatte für einen kurzen Moment nicht an die klitze kleine Tatsache gedacht, dass das Hotel ab 21 Uhr nicht mehr besetzt war. D.h.: die Tür unten war verschlossen und da wir nur einen Schlüssel hatten und ich bereits in der Wohnung war, dürft ihr jetzt mal Sherlock spielen.....

 

Ja, die Frage, warum er mich nicht einfach anrief, mag im ersten Moment klug erscheinen, aber: da wir in Deutschland waren und das Roaming sehr teuer ist, hat der Ehemann kein Handy dabei gehabt....

 

Also, Sherlock? Genau: Er stand die ganze Zeit dort unten vor verschlosseneren Türen während ich oben nichtsahnend auf ihn wartete und ihm weiteren Weingenuss unterstellte. 

Fleissig Luftküsse zuwerfend schmiss ich ihm den Zimmerschlüssel runter, in der Hoffnung, der vorher genossene Wein würde zu seinem Vergessen beitragen...

Die Hoffnung war vergebens...

Ich meine: nicht, dass der Ehemann nichts vergessen könnte, nein im Gegenteil: er kann fleissig vergessen; z.B. den Müll rauszubringen, meine Füsse zu massieren, das Baby zu baden oder den Abwasch zu machen... Aber einen winzigen, nur 20ig Minuten dauernden Fehltritt von mir, den kann er natürlich nicht vergessen, während er die Treppen zum 4. Stock zu unseren Zimmer rauf trampelt....

 

Kaum angekommen, muss ich mir also Szenen darüber anhören, dass ER mich ja noch NIE irgendwo vergessen hätte, aber ICH hätte ihn einfach so unten vergessen... Wie er denn wohl reinkommen sollte, nachdem ich ihm den Schlüssel abgenommen hätte....ob man mich echt noch daran hätte erinnern müssen, dass die Tür verschlossen ist, obwohl ich selbst ja auch nur mit Schlüssel rein bin, er hätte doch bescheid gesagt, dass er auch jetzt sofort kommt....... bla bla ihr wisst schon wie er war: Männerschnupfen mal anders....

 

Ja, zugegeben, evt. hätte ich unter bestimmten Umständen ein ganz klein wenig schneller reagieren können... evtl.. und nur unter bestimmten Umständen...

 

Tststs, so ein Aufstand wegen 20 Minuten vor der Tür.. Ich mein, hallo - es war bestes Wetter, super Musik und überall Weinausschank und essen. Selbst Schuld, wenn Mann sich dann nicht die Kante gibt.

 

 

Ok, vielleicht hab ich ihn unten vergessen - wer weiss - oder ich wollte es so :D

Und wer weiss, vielleicht tut es mir auch ein ganz klein wenig leid - oder auch nicht ;-)

Und wer weiss, vielleicht findet der Ehemann das Ganze auch nicht ganz so schlimm wie oben dargestellt.... wie auch immer: eine Eheszene mehr, die wir mal unseren Enkeln erzählen können :D

Warum unsere Tochter vielleicht bald ohne Eltern aufwächst...

Dass der einzigartigste Ehemann auch einen einzigartigen, oft tiefschwarzen Humor hat, dass wissen die meisten, die uns kennen. Doch für Aussenstehende mag diese Art von Lustigkeit manchmal gar nicht so lustig erscheinen und wenn man dann nicht einschätzen kann, wie es gemeint ist, wirkt der einzigartigste Ehemann eben manchmal seewehr speziell... Das hat er heute einmal mehr unter Beweis gestellt - und damit sehr wahrscheinlich dafür gesorgt, dass unser Thronfolgerkind ohne Eltern aufwachsen muss; denn: Ich werde jetzt meinen Schweizerpass wohl nie erhalten, dem Ehemann werden sie ihn sehr wahrscheinlich wegnehmen und dann sperren sie uns beide in den Knast...

 

Warum? Wegen eines Briefchens - und das kam so:

Aus bisher noch nicht geklärten Gründen, kam der Ehemann auf die Idee, mir via Fleurop einen grandiosen Blumenstrauss zu schicken.

Die meisten Frauen würden sich sehr darüber freuen, es annehmen, Bilder aus sämtlichem Positionen bei FB, Twitter usw. hochladen, ihre beste Freundin anrufen und davon erzählen und dann alle fünf Minuten über die Blüten streicheln, ein liebevolles "hmmm" fallen lassen und abends ihrem Mann freudig, gut gelaunt und mit einem feinen Essen auf dem Tisch in die Arme fallen.

Die meisten Frauen......

Die sind ja auch nicht mit meinem Mann verheiratet... Also überlegte ich, was passiert sein könnte?

Warum in aller Welt bekomme ich einfach so Blumen? Hab ich was wichtiges vergessen (erstes Treffen, erster Kuss, Hochzeitstag????) Hat ER was wichtiges vergessen und will sich entschuldigen?

Ist seine neue Assistentin doch mehr als nur die neue Assistentin und ihn plagt das schlechte Gewissen?

Ich hatte keine Ahnung, aber da stand jetzt ein objektiv gesehen wunderschöner Blumenstrauss...

Und dann öffnete ich die Karte und wusste: Er brauchte einfach einen unauffälligen Grund, um die Behörden auf uns aufmerksam zu machen... ich vermute, es ist ihm gelungen, denn dies hier ist die Karte dazu:

Ich las die Karte und ziemlich der erste Gedanke war: Pummelfee, das hat auch noch jemand anders gelesen - wenigstens die Person, die es ausgedruckt hat... kommt jetzt gleich die Polizei??? Deinen CH-Pass kannst du vergessen...

 

Ich bedankte mich kurz beim Ehemann, der erneut ungewöhnlich reagierte. Anstatt zu fragen, ob mir der Strausse gefällt oder zu beichten, warum ich ihn bekomme, wollt er nur wissen ob eine Karte dabei ist.

Ich dachte mir, er fragt das, weil ich nicht auf seine Humor reagiert hatte, den wahren Grund dafür sollte ich erst abends erfahren...

Wir sitzen also vorhin beim Essen, dass ich ihm dann doch noch gekocht hatte und verdrehe einmal mehr die Augen wegen der Karte, tue meine Vermutungen kund, was die Leute jetzt wohl über uns schwatzen, die die Karte gelesen haben und da erzählt er mir, warum er gefragt hat, ob eine Karte dabei war....

Nachdem er online den Strauss für mich bestellt und den nicht ganz alltäglichen Text für die Karte eingetippt und abgeschickt hatte, klingelte kurz darauf sein Telefon.

Ein Mitarbeiter von Fleurop war am Telefon, um mit ihm über den gewünschten Text zu sprechen...

 

Ob er sicher sei, dass das der Text für die Karte ist, der sei ja nun wirklich seehehr spezielle und er wäre nicht sicher, ob er das so drucken kann usw.... :D :D :D

 

Der einzigartigste Ehemann hat dann versucht zu erklären, dass das nunmal "unser" (seit wann das auch meiner ist, weiss ich gar nicht) Humor ist.

Es gab ein kurzes Gespräch aber am Ende war nicht so deutlich geworden, ob die Karte nun gedruckt werden würde oder nicht... ;-)

 

Ich will nicht wissen, was bei den Mitarbeitern heute zu Hause am Tisch diskutiert wird... In Zeiten, wo ja leider tatsächlich Kinder im Keller weggesperrt werden und Kinderarbeit ein Problem ist, schreibt irgend so ein Ehemann eine "Liebes-Karte" an seine Frau....

 

Wir sind sicher: SO einen Text hatten die gewiss noch nicht.... Und ob nicht doch (noch) die Behörden informiert werden, bleibt abzuwarten... Armes Thronfolgerkind.

 

Etwas Gutes hat dieses Briefchen: Wenn ich das nächste Mal bei uns im Ort Blumen in dem Laden kaufe, der heute den Strauss ausgeliefert hat, werden die alle mich ansehen, mir sagen, dass alles für mich gratis ist und ich gern reinkommen darf, sofern mein Mann nicht in der Nähe ist und ich kein Messer hinterm Rücken verstecke....

 

Blumen von meinem Mann? Bekomme ich immer gern! ;)

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Hallo, ich bin deine Escort-Dame

Wenn der einzigartigste Ehemann und die Pummelfee alleine sind, kann es vorkommen, dass sie auf ziemlich blöde Ideen kommen. Also blöd nicht für uns, sondern für die Anderen ;-)

Auch heute gab es da wieder so eine Situation, in der eine andere Person ganz schön in Verlegenheit kam - ganz zu unserem Vergnügen. Und das kam so:
Der einzigartigste Ehemann ist diese Woche von Di-Do geschäftlich in Stuttgart. Verschiedene Umstände haben dazu geführt, dass auch die Thronfolgerin und ich diesmal dabei sind - allerdings mit einem Unterschied: Während der Papa tagsüber arbeitet, geben die Mama und die Tochter in der Zeit das Geld in der City aus, das der Papa verdient.
Mit dabei aus dem Betrieb des Ehemannes sind zwei weitere Personen: Max* und Moritz" ("Name von der Redaktion geändert)
Wir Fünf übernachten in einem Hotel und so begab es sich, dass heute morgen zusammen gefrühstückt werden sollte.
Allerdings: Dass die Thronfolgerin und ich dabei sind, wussten Max und Moritz bis heute morgen noch nicht, da sich dieser Umstand erst sehr spontan ergeben hat und sie mich gestern, bei unserem Eintreffen nicht mehr zu Gesicht bekamen. Der Ehemann schlug dann vor, es dabei zu belassen und die beiden Männer morgen beim Frühstück zu überraschen.
Nun ist es so, dass ich Max noch nicht persönlich kennen gelernt, Moritz aber schon häufig getroffen haben.
Diese Umstände (Max kennt mich nicht und niemand weiss, dass ich dabei bin) brachten uns auf eine Idee.... Was wäre wenn Max zufällig noch allein beim Frühstück sitzen würde wenn wir reinkommen und uns nicht gleich sieht (Moritz ist notorischer Zuspät-Kommer)??? Könnte man dann nicht einfach den lieben Max etwas auf die Schippe nehmen... Ja klar...
Also marschierten wir heute zum Frühstücksraum und der einzigartigste Ehemann sah gleich beim Reinkommen, dass Max und sogar Moritz schon anwesend sind. Schade, dachten wir zuerst, doch dann: Max setzte sich alleine an den Tisch um auf Moritz zu warten, der noch am Buffet beschäftigt war. Gesehen hatte uns noch keiner von beiden. Mein Mann zeigte mir, wer Max ist und wir trennten uns. Ich "schlich" mich von der einen Seite her zum Tisch von Max, während der Ehemann sich zum Buffet und Moritz gesellte um "guten Morgen" zu sagen.
Ich ging wie selbstverständlich zu Max an den Tisch, setzte mich ihm gegenüber und schaute ihm direkt in die Augen. Etwas verdattert schaut er mich an, doch bevor er mich freundlich darauf hinweisen konnte, dass dieser Platz bereits besetzt sei, sagte ich meinen Satz:
"Guten Morgen, Max (beim Nennen seines Namens trat ein echt fettes Fragezeichen in sein Gesicht, da er mich ja noch nie gesehen hatte) ich bin Sophie, deine Lumtech*-Escort-Dame!" (*Lumetech ist der erfundene Firmenname der Firma meines Mannes, Max und Moritz)
Ohne eine Miene zu verziehen, sehe ich ihm in die Augen, die jetzt recht gross geworden sind und noch verdatterter als vorher (sofern das überhaupt möglich ist)
Ungläubig des eben Gehörten fragt er nochmals nach: "Entschuldigung, wer bist du???"
Ich: "Ich bin Sophie, deine Lumtech-Escort-Dame. Ich wurde extra für dich bestellt."
Total entgeistert schaut er mich an und man sieht wieviel Mühe er hat, das alles so schnell einzuordnen und wie unangenehm die Situation für ihn mitten im Frühstücksraum des Hotels ist, in dem ja noch viele andere Personen anwesend sind... ;-) :-) :-)
Max: "Also, ähh... (schaut sich unsicher, nach einer Antwort und den Fluchtweg suchend um) ich weiss gar nicht, was ich jetzt sagen soll... (Pause) .... also, will mich da jemand verarschen? Ich kann mir das gar nicht vorstellen..."

Ich hätte noch gut Zeit gehabt, dieses Spielchen weiter zu treiben, da mein Mann und Moritz zwischen Brötchen und Kaffee beschäftigt waren, aber Max sah so erbärmlich und verunsichert aus, dass ich dem armen Kerl zur Hilfe kam:
"Ja, Max, jemand will dich verarschen, nämlich der einzigartigste Ehemann.... Ich bin Pummelfee, seine Frau." ;-)

Bei der Nennung meines Namens verflog die Besorgheit mit einem Schlag und ein Lachen trat auf sein Gesicht. Gehört hatte er natürlich schon viel von mir, aber mich eben noch nicht gesehen ;-))))) Er reichte mir seine Hand und sagte: "Hallo, ich bin Max" - vermutlich war die mir schon bekannte Namensnennung immer noch ein Produkt der Erleichterung... Selbstverständlich kannte ich doch seinen Namen - wären wir doch vor einer Minute von fast auf sein Zimmer gegangen.... oder so ähnlich :D :D

Tja, der Ehemann und ich hatten eine Menge Spass und Max wird dieses Frühstück sicher nicht so bald vergessen :-) Anschliessend assen wir Vier gemeinsam und ich hatte meine "gute Tat des Tages" getan ;-)))

Wenn das Callcenter anruft...

... und der einzigartigste Ehemann dann das Telefon abnimmt, kann es zur Zeit vorkommen, dass der oder die CallcenteragentIn sich einen neuen Job wünscht....

 

Ja, wir sind genervt von diesen Anrufen zu nicht immer ganz legalen Zeiten. Auch wir wollen mal Feierabend und Ruhe haben, was für uns ab 18h von geschäftlichen Anrufen der Fall ist. Da die Callcenter normal arbeitende Menschen dann oft noch nicht erreichen, rufen sie auch gern mal erst um 19.30 oder am Samstag beim Frühstück an.

 

Bisher haben wir einfach immer aufgelegt, doch das reicht dem Ehemann jetzt nicht mehr. Ganz neu fängt er an, die Leute zu beschimpfen oder zu verarschen - je nachdem wie ihm gar zumute ist und wann die Leute stören.

 

Die letzten beiden Anrufer hat er verarscht und ja, ich gebe zu, obwohl ich weiterhin für die "einfach-auflegen-Methode" bin, musste ich doch recht lachen.

 

Nummer eins: Callcenter ruft an, Ehemann geht ran: "Ja???" (Er sagt schon keinen Namen mehr ;-)))

Frau aus dem Callcenter fängt an zu reden....

Ehemann wartet gar nicht bis sie geendet hat sondern beginnt ebenfalls einfach zu reden: "Jetzt schreit das Baby, hören Sie das? Das Baby schreit, denn weil Sie anrufen wurde jetzt das Baby geweckt und nun schreit es. Hören Sie wie das Baby schreit, das Sie mit dem Anruf aufgeweckt haben. Haben Sie eigentlich kein schlechtes Gewissen so spät noch anzurufen und Babys zu wecken."

 

Bis hier hatte er ohne Pause und fast ohne Luft zu holen einfach am Stück geredet. Jetzt machte er eine kleine Pause um zu sehen, was am anderen Ende los ist - und unglaublich, aber sogar ich hörte, dass die Frau auch immer noch am Reden war :)))))

 

Also machte der Ehemann auch weiter: "Oh nein, warten Sie. Das Baby schreit gar nicht, weil es geweckt wurde. Es schreit, weil es vom Wickeltisch gefallen ist. Ich musste nämlich Ihren Anruf entgegen nehmen und dann bin ich weggegangen und das Baby ist vom Wickeltisch gefallen und schreit jetzt. Sie sind Schuld, dass das Baby vom Wickeltisch gefallen ist. Wissen Sie das eigentlich? Sie haben das Baby zum Schreien gebracht. Schämen Sie sich."

 

Er hört auch und oh - sie hat es bemerkt und aufgelegt  ;-)

 

Eine andere Frau hat er gestern noch cooler verarscht und die hat echt lange durchgehalten:

Ich selbst hab grad das WC geputzt und höre nur, wie der einzigartigste Ehemann am Telefon ist und den Satz sagt:"... einen Schlüssel für die Haustür und den Briefkasten bräuchte ich noch"

 

Ich wunder mich, weil wir keine Schlüssel brauchen und hör ihm zu... Zu Ergänzung: am Telefon ist eine Frau, die ihm eine Sicherheits-Plakette für den Schlüssel verkaufen möchte, falls wir ihn mal verlieren.

Als die Frau am anderen "Schlüssel" gesagt hat, ist der Ehemann ihr ins Wort gefallen und hat einfach drauf los geredet: "Ah ja, Schlüssel könnte ich noch gebrauchen und zwar von der Haustüre und vom Briefkasten von unseren Nachbarn."

Pause - Frau redet

Ehemann:" Nein, können Sie mir einen Schlüssel von meinem Nachbarn machen, damit ich rein komme, wenn er im Urlaub ist.

Pause - Frau redet

Ehemann: "Aber ich brauche einen Schlüssel vom Nachbarn sonst komme ich ja nicht in die Wohnung, wenn er im Urlaub ist."

Pause- Frau redet

Ehemann: "Aber wie soll ich denn beim Nachbarn einbrechen, wenn ich keinen Schlüssel hab. Können Sie mir einen Schlüssel machen, damit ich nachts dort einsteigen kann, wenn er weg ist."

Pause - Frau redet

Ehemann: "Ja und wie soll ich dann dort einbrechen? Soll ich durch's Fenster steigen, oder was???"

Ende - Frau verabschiedet sich mit den Worten, dass sie jetzt wohl besser das Telefonat beendet...

 

Wie geil ist das bitte? Ich stand da und glaubte meinen Ohren nicht. Er redete total "nett", fast schon verzweifelt mit der Callcenterfrau und versucht an einen Schlüssel für den Nachbarn zu kommen. Und anstatt aufzulegen, redet sie voll weiter mit ihm ;-)))

 

Ich glaube, die Callcenterdamen- und Herren, die zukünftig den einzigartigsten Ehemann am Telefon haben, wünschen sich demnächst nen anderen Job ;-)

Und ich kann was lernen, wenn das nächste Mal einer was von mir will ;-))))

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OHne Worte

... denn die fehlen mir gerade irgendwie...

 

Warum? Das will ich euch erklären ;-)

Den Lesern dieses Blogs dürfte nicht entgangen sein, dass ich im Verfahren für die Einbürgerung in der Schweiz stecke - darüber war hier ja schon ein paar Mal zu lesen.. Nun der nächste Witz

Vorfall, der mich eigentlich nicht mehr erstaunen sollte, es aber doch wieder tut..

 

Im Zuge der Einbürgerung bekam ich im Oktober letzen Jahres ein Schreiben, in dem ich vom Migrationsamt gebeten wurde, verschiedene Unterlagen einzusenden. Kein Problem für Pummelfee, denn ich kann nicht nur Aufträge erteilen, kontrollieren und bewerten, nein ich kann auch ab und zu mal welche Ausführen.

Also sammelte ich die benötigten Unterlagen zusammen, packte sie in einen Umschlag und schickte sie (nach kurzem Überlegen) ohne Einschreiben weg. 

Danach hörte ich nichts mehr vom Amt, was mich aber nicht weiter verwunderte, da in einem anderen Schreiben mal der Hinweis kam, dass wir Gesuchsteller nicht über den aktuellen Stand des Verfahrens informiert werden und uns bitte auch nur in dringenden Fällen melden sollen. Also tat ich nichts, wartet und liess die langsamen Mühlen der Verwaltung mahlen....

 

Bis heute erneut ein Schreiben von der Einbürgerungsabteilung des Kanton Zürichs kam. Genauer gesagt eine Mahnung. Ich staunte nicht schlecht. In der Mahnung wiesen sie mich daraufhin, dass ich im Oktober 2016 gebeten wurde, Unterlagen einzureichen und diese noch nicht eingetroffen seien. Wenn sie nicht binnen 3 Wochen nachgereicht werden, geht das Amt davon aus, dass ich die Einbürgerung nicht mehr möchte und schickt alles unbearbeitet dem Migrationsamt zurück...

Na toll, ich dachte ich spinne.

 

Nicht nur, dass wir eigentlich fest damit gerechnet hatten, dass nun dann mal bald mein Pass geholt werden darf, nein, es war noch nicht mal in Bearbeitung, weil angeblich Unterlagen fehlten...

 

Ja, ich gebe zu, ich verlor für einen kurzen Moment meine gute Prinzessinnen-Manieren und schimpfte nicht schlecht im Haus rum... Dann rief ich die zuständige Sachbearbeiterin an und erklärte ihr, dass ich gleich Anfang November alle benötigten Unterlagen eingeschickt hatte. Ich könnte ihr sogar die Rechnungen für die angeblich fehlenden Unterlagen (Bescheinigung vom Steueramt und Betreibungsregisterauszug) vorlegen, die ich bereits bezahlt hatte.

 

Ich muss sagen, sie war sehr nett am Telefon, aber erklärte mir, dass sie die Unterlagen nicht hätte und ich diese bitte erneut schicken müsste... Dass ich es dann auch erneut zahlen muss, ist wohl selbst erklärend.

Der Witz: Ich hatte alle Unterlagen in einem Briefumschlag verschickt. Aber zwei Zettel fehlten angeblich... Es kann also nicht die Post gewesen sein, denn angekommen ist der Umschlag ja, sonst hätte sie kaum die anderen Bestätigungen..

Ja, das konnte sie sich jetzt auch nicht erklären.

Auf mein Nachfragen, verneinte sie, dass ich es eingeschrieben schicken muss und auf erneutes Nachfragen, wie ich denn sicher gehe, dass sie die Unterlagen beim nächsten Mal erhält, versprach sie mir, sich zu melden, wenn sie die nächsten zwei Wochen nichts von mir bekommt. 

 

Das regte mich ja schon sehr auf... Noch eine Schippe obendrauf kam kurz darauf: Ich füllte also gleich das Formular für das Steueramt aus, damit ich es morgen abschicken kann und bestellte dann online den Betreibungsregisterauszug... Nur kurze Zeit nach meiner Online-Bestellung kam ein Mail der zuständigen Sachbearbeiterin: Sie könne mir den gewünschten Auszug so nicht schicken, da ich einen Auszug vom Jahr 2011 bis Juni 2012 möchte, die Betreibungsregisterauszüge aber nur für die letzten fünf Jahr ausgestellt werden können. Sie kann mir also nur vom 21.3.2012 - Juni 2012 etwas senden.

 

Erneut fehlten mir die Worte - das Amt, das den Auszug wünscht, sollte doch wissen, dass diese nur für die vergangenen fünf Jahre ausgestellt werden können, bittet mich aber, es darüber hinaus zu bestellen.. *grml*


Na, ich bin ja gespannt was als nächstes passiert, wenn jetzt Unterlagen ankommen, die nicht den Wünschen entsprechen (stellt euch hier den Smiley mit den verdrehten Augen vor...) und die ich bereits zum zweiten Mal bezahlen, weil irgendeine Nase im Amt die Zettelchen nicht abheften kann..

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Was ist schlimmer als Babygeschrei??

Klar, da gibt es tausende Dinge...allen voran, wenn die Lieblingsschoki ausverkauft ist, keine Weihnachtsguetzli im Haus sind und es am Bremgartener Weihnachtsmarkt regnet....

(allerdings kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Babygeschrei kann echt anstrengend sein... leider müssen wir das grad mit der Thronfolgerin erleben, aber das ist was anderes...)

 

Bis gestern dachte ich: Oh man, Babygeschrei ist echt das Schlimmste.... und dann dachte ich mir: Gut, Pummelfee, wenn das Baby schreit und du es mit nichts beruhigen kannst, dann hilft nur eines: tu dir selbst was Gutes.

 

Also setzte ich mich auf das Sofa, nahm die Fernbedienung und schaltete das TV-Gerät ein. Die Lautstärke auf Maximum, um das Baby zu übertönen, doch nichts passierte....

Dann kam eine Meldung - irgendwas bla mit Verbindungsproblem bla... Gut, denkt sich Pummelfee, rufen wir den Ehemann auf der Arbeit an. Ich mein, das hat was mit Technik zu tun und ausser die richtige Technik zum Süssigkeiten kaufen, verstecken und heimlich essen, kann ich damit nicht viel anfangen.

 

Ich nehme also den Telefonhörer und wähle die Nummer von Ehemann, doch wieder passiert nichts..??

Ok, TV kaputt, Telefon kaputt... Was nun? 

 

Pummelfee's Intelligenz schlägt an und ich denke mir: schaun wir mal im Internet, ob es Störungen bei der Swisscom gibt. Doch, ihr werdet es raten... nix Internet.

Na toll: Kombi-Angebot TV+Internet+Telefon schockt ja richtig.... :D

 

Gut, dass wir im 21. Jahrhundert leben und Handy's unabhängig sind. Ich also mit dem Handy beim Mann angerufen und einfach aus Spass mal das Baby 5 Min in den Hörer schreien lassen.

Das ist Taktik, weil: dann denkt der Mann: oh, nein, die Frau will, dass ich heim komme und das Baby beruhige..

Wenn ich dann ran geh und sage: wir haben ein technisches Problem, ist er Feuer und Flamme um das für mich zu lösen :D (Taktik kann ich - Technik nicht)

 

Ich also den Mann vom Geschrei erlöst und das wahre Problem geschildert und wie erwartet hat sich der Mann gleich an einen Check gemacht (ja, hat auch was mit Technik zu tun, die ich nicht verstehe... irgendwie hat er vom Geschäft aus, unseren Anschluss "gecheckt" und konnte mir sagen, dass das W-LAN/Internet nicht geht) mit dem Ergebnis, dass ich die Hotline anrufen muss.

 

Na toll, was für ein Morgen: schreiendes Baby, Müdigkeit, keine Frustguetzli im Haus und nun auch noch alles an Technik tot im Haus.... boah, was hab ich verbrochen um das zu verdienen??

 

Pummelfeee also bei der Hotline angerufen und zack: Jawohl, es gibt ein Problem mit unserem Anschluss. Das muss sich ein Techniker anschauen.

 

Und dann bekam ich langsam Panik... Es ist Freitag Morgen, kurz vor dem Weekend, ähhh kurz vor DEM Weekend. Ihr wisst nicht welches besondere Weekend?? Na, DAS grosse Finale!! Finale von Schwiegertochter gesucht!!! Der einzige Lichtblick neben Nebel und schreiendem Baby und natürlich kommt was kommen muss:

Hotline-Typ:" Also, Sie brauchen einen Techniker, ich schau mal nach einem möglichen Termin.................................................................................................................................................

.....................................................

Es gibt noch einen Termin am DIENSTAG nächste Woche!

Ich:" WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAASSSSSSSSSSSSSS?

Er:" Naja, heut ist alles voll, dann ist Wochenende und Montag ist auch schon alles voll. Wollen Sie den Termin am Dienstag zwischen 8-10?"

Was ich will, sag ich jetzt besser nicht, aber wenn es nur dann geht, nehm ich den Termin....

 

Und nun ist es offiziell: Geräte sind tot (ja, jetzt dürft ihr gern mal überlegen, wie ich diesen Beitrag geschrieben hab - hat nämlich was mit Technik zu tun, die der Ehemann mir am Laptop ermöglich hat....)

Techniker kommt erst Dienstag und ich kann mich nicht mal mit TV ablenken....

 

Was schlimmer ist als Babygeschrei? Der Service der Swisscom wenn man das Finale von SG schauen möchte... ;-)

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Die Polizei im Haus

Nun wissen es auch die Nachbarn - im königlichen Haus gibt es Probleme.....

 

Warum sonst sollte an einem Sonntag um 11 Uhr vormittags die Kantonspolizei in voller Montur und mit fetten Polizeiauto bei der Prinzessin und dem einzigartigsten Ehemann vorfahren????

 

Da uns ziemlich egal ist, was die Nachbarn denken, haben wir keine Aufklärung betrieben - dafür nutzen wir lieber diesen Weg. Es hatte nämlich ganz "natürliche" Gründe...

Der eine oder die andere erinnert sich vielleicht noch, dass die Prinzessin den CH-Pass möchte und in diesem Zusammenhang gespannt auf den Besuch der Polizei wartet, die überprüfen möchte, ob Prinzessin und Ehemann eine Scheinehe führen.

 

Und dieser Besuch war vor zwei Wochen. An einem Sonntag um 11 Uhr.

Es klingelt an der Tür, die Prinzessin öffnet und zwei grosse, in voller Montur gekleidete Kantonspolizisten stehen vor der Tür.

Sie seien auf der Suche nach Frau Prinzessin Pummelfee.

 

Ich bat sie in Schloss und sie setzten sich an den Tisch. Sie erklärten mir, dass sie ein paar Fragen stellen müssten, die vorgegeben sind. Kein Problem für Pummelfee - hat sie sich doch vorbereitet und politische Dinge nochmals gepaukt, Wissen über den Wohnkanton angeeignet und immer wieder den Satz geübt "ich lieben meinen Mann und wir führen keine Scheinehe".

 

Sie wirkten beide freundlich und entspannt und als sie reinkamen und das Laufgitter von und mit der Thronfolgerin darin entdeckten, waren sie gerade erstaunt und verzückt.

Ich erzählte auf Nachfrage, dass wir gerade erst mit ihr aus dem Krankenhaus gekommen sind und Polizist 1 war noch verzückter. Er ging zur Kleinen und schaute sie ganz genau an, gab dann den Kommentar "Jöh, die ist ja noch ganz klein"

 

Wir setzten uns an den Tisch: Polizist 1 gen Raum gerichtet und Polizist 2 direkt mir gegenüber.

Polizist 2 begann mit den Formalitäten und während er schrieb, stellte mir Polizist 1 ausschliesslich private Fragen und erzählte auch Privates. Er fragte, wie die Geburt ging, erzählte von seinen Kids und seinem Erlebnis im Gebärsaal und die Veränderungen der Frau...

Zwischendurch fragte immer wieder Polizist 2 seine Dinge und begann dann mit dem "offiziellen Fragebogen"

Zu meiner Enttäuschung gab es keinerlei Politik oder Wissen über die Schweiz..... Meine Fragen waren z.B.: Sind Sie oder Ihr Mann im Drogenmilieu tätig? Haben Sie im Rotlichtmilieu was zu tun? Führen Sie eine Scheinehe? Gibt es Scheidungsabsichten? Wo haben Sie vorher gewohnt?.... Es war nichts "besonderes" und so führte ich mal ein kurzes privates Gespräch mit Polizist 1, dann antwortete ich wieder den Fragen von Polizist 2 und dann kam irgendwann die Frage der Fragen:

 

Ist eigentlich Ihr Mann auch zu Hause?????

Und wie typisch für uns: Nein, der einzigartigste Ehemann war nicht zu Hause!!!! Ca 5 Minuten bevor die Polizei klingelte, hatte ich ihn zum Bahnhof geschickt, um ein paar Dinge einzukaufen. Da wir erst frisch aus dem KH zurück waren, fehlten einige Dinge und so war er log gezottelt...

 

Ich verneinte also und erklärte, dass er aber demnächst wieder da sei... 

Sie notierten kurz etwas und das Gespräch ging weiter und dann, ca 15 Min später, war es auch schon vorbei. 

Polizist 2 bedankte sich und sagte, dass sie damit fertig seien. Auf meine etwas erstaunte Nachfrage, ob sie nicht noch auf meinen Mann warten wollten oder etwas sehen, verneinten sie und meinten, sie glauben nicht, dass eine Scheinehe vorliegt und man sieht, dass hier zwei Personen wohnen...

 

Sie gingen und kurz darauf war der Ehemann zurück....

 

Nachdem was ich so für Geschichten gehört hatte, waren meine Erwartungen an den Besuch der Polizei ganz anders, aber so ist es mir natürlich recht ;-) 

 

Die Zwei waren freundlich, ruhig und ich vermute die abwechselnde Gesprächsführung zwischen privat und Drogenfragen war sicher etwas Taktik, aber keinesfalls doof/schlimm oder sowas.

 

Wir hatten uns zwar sehr gefreut, dies zu Zweit zu erleben aber nun hat der Ehemann es halt verpasst...

 

Ich warte auf den Pass :D

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Wer lesen kann...

... ist besser dran! 

Klar im Vorteil ist, wer diese Fähigkeit nicht nur beherrscht, sondern zusätzlich auch zu nutzen weiss und konsequent anwendet.

 

Wer dies nicht tut (oder kann) muss sich dann halt zwischendurch von so einer besser wissenden Prinzessin den eigenen Job oder eine Aufgabe innerhalb eben diesem erklären lassen...

 

Und das sieht dann so aus:

Verfolger des Alltags von der Pummelfee haben hier erfahren, dass ich den CH-Pass beantragt habe.

 

Nun bekam ich diese Woche erneut Post, die mich "etwas" in Aufregung und Ungläubigkeit versetzte.

Die Einbürgerungsabteilung des Kanton ZH sendete mir ein Schreiben, teilte mir dort mit, dass sie vom SEM mit der Bearbeitung meines Gesuchs beauftrag wurden und dass dafür wiederum Unterlagen benötigt werden, die "fehlen"

 

WAS??? Unterlagen fehlen?? Also echt Leute! Ja, ich kann im Alltag manchmal etwas neben der Spur wirken, neige zu schusseligen Aktionen und man mag mir die eine oder andere "spezielle" Handlung unterstellen, ABER: in Dingen, die wichtig sind, bin ich zu einem ziemlich hohen Prozentsatz sehr zuverlässig....

Natürlich hatte ich genauestens gelesen und angestrichen, welche Unterlagen für mein Gesuch nötig sind, diese besorgt und lückenlos eingesendet... Und nun "fehlen" Unterlagen? 

 

Das muss dann wohl daran liegen, dass das Bedürfnis nach eben diesen Unterlagen in keinem Dokument festgehalten war.... Bleibt die Frage offen, wer Schuld an dem Versäumnis trägt....

 

Konkret handelt es sich um einen Auszug aus dem Betreibungsregister von vor 5 Jahren und um eine Bescheinigung vom Steueramt von vor 5 Jahren....

 

Egal, nachdem ich zur Kenntnis genommen hatte, dass mein Gesuch erst dann weiter bearbeitet werden kann, wenn diese Unterlagen "lückenlos" (im Schreiben des Kantons sogar fett gedruckt...) und innert 30 Tagen vorhanden sind und mich darüber geärgert hatte, machte ich mich an die Arbeit.

 

Für den Betreibungsregisterauszug war dies kein Problem. Ich schrieb dem zuständigen Amt meines damaligen Wohnortes eine Mail und bekam unverzüglich die Info, dass sie es noch am selben Tag abschicken. Erledigt.

 

Für die Bescheinigung vom Steueramt sah dies etwas anders aus. Hierfür hatte mir der Kanton ZH ein Formular gesendet, das ich mit meinen persönlichen Daten ausfüllen und dann zum weiteren Ausfüllen an das zuständige Steueramt von vor 5 Jahren senden soll, damit diese von verschiedenen Möglichkeiten die Richtige für meine damaligen Verhältnisse ankreuzen.

 

Pummelfee also das Formular ausgefüllt, ein Begleitschreiben erstellt, einen frankierten Rückumschlag beigepackt und alles an meinen damaligen Wohnort gesendet.... Zum Glück mit Telefonnummer..

 

Denn gestern klingelt das Telefon: Steueramt meines damaligen Wohnortes, Frau "Ich-hab-zwar-diesen-Job-aber-wie-der-genau-geht-muss-ich-noch-lernen" am Apparat.

 

"Guten Tag, Frau Pummelfee, Sie haben uns ein Formular wegen Ihrer Steuern aus dem Jahr 2011 gesendet. Dies kann ich leider nicht ausfüllen."

 

"Guten Tag Frau Inkompetenz in Person, ja, warum können Sie den denn nicht ausfüllen? Der Kanton ZH braucht Ihre Bestätigung und hat mir schriftlich mitgeteilt, dass es ohne nicht geht."

 

"Ich erkläre Ihnen das kurz, Frau Pummelfee. Im Jahr 2011 waren Sie noch quellensteuerpflichtig. Im 2012 sind Sie dann nach XY gezogen. Sie müssen sich also dort melden, damit die das ausfüllen"

 

"Ja, es ist richtig, dass ich damals noch quellensteuerpflichtig war. Darüber braucht der Kanton die Bestätigung von Ihnen - für das Jahr 2011! Und da ich dann noch bei Ihnen wohnte, müssen Sie und nicht Gemeinde XY das Formular ausfüllen."

 

"Aber aufgrund der Quellensteuerpflicht kann ich Ihnen keine Bescheinigung geben!" (die Tonlage so nach dem Motto: ey du dicke Pummelfee.... bist du auch noch dumm???)

 

Zum Glück hatte ich mir vorher das Formular genau angesehen und wusste, dass die einzige Aufgabe für Frau Inkompetenz in Person darin bestand, ein Kreuz (oder einen Haken) an die Stelle zu setzen, an der steht: ...... "dass die oben genannte Person quellensteuerpflichtig ist." Also entschied ich mir, ihr das freundlicherweise mitzuteilen und damit ihren Job zu machen.

 

"Frau Inkompetenz in Person, auf dem Formular gibt es ein Feld, in dem steht, dass die Gesuchsstellerin noch quellensteuerpflichtig war. Dort müssen Sie ihr Kreuzchen machen und meine erfüllte Quellensteuerpflicht damit dem Kanton bestätigen."

 

(kurzes Stammeln) "Oh, äh, warten Sie bitte schnell....." (ich sehe vor meinem geistigen Auge, wie sie wahrscheinlich das erste Mal das Formular genauer ansieht und liest....)

 

"Frau Pummelfee? Ja, dann mach ich das und sende es Ihnen zurück. Ade."

 

Kürzeste Verabschiedung ever... Ob sie wohl peinlich berührt war???

 

Ganz ehrlich, jeder macht mal Fehler, aber ist es zuviel verlangt, dass die Dame ihren Job macht??

Und dazu zählt u.a. das Formular lesen... Schwierige Aufgabe ich weiss.... Aber zudem gehe ich mal davon aus, dass ich nicht die erste Person in der Schweiz bin, die die erleichterte Einbürgerung beantragt hat und damit auch dieses Formular nicht das erste Mal bei Frau Inkompetenz auf dem Schreibtisch liegt.... Ich kann mich täuschen...

 

Nur zur Sicherheit - hier auch noch mal für euch, die schwierige Aufgabe zum Anschauen.... 

Frau Inkompetenz muss ein Kreuz machen (bei der sogar fett gedruckten quellensteuerpflicht) und will mir erklären, dass es nicht möglich ist, das Formular auszufüllen.... Wer lesen kann ist besser dran!

 

 

 

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CH-Pass zum Dritten

Ich hab die Einbürgerung in der Schweiz beantragt - das habt ihr gelesen. Ich hab viel Geld und jeweils Porto extra zahlen müssen - das habt ihr auch gelesen. Aber wie es nach meinem Antrag weiterging, das lest ihr jetzt.

 

Eigentlich dachte ich, dass im nächsten Schritt irgendwann die Klingel läutet und die Polizei überprüft, ob der Ehemann und ich eine Prinzessinnen-Scheinehe führen.

Es gibt allerdings noch einen kleinen Zwischenschritt: Damit man weiss, dass die Unterlagen auch wirklich eingetroffen sind, bekommt der oder die Antragstellerin ein kurzes Info-Schreiben. Da steht drin, das das Gesuch um Einbürgerung eingegangen ist, bearbeitet wird und man doch bitte abwartet. Bei Fragen wird gebeten keinen telefonischen Kontakt, sondern ausschliesslich auf dem schriftlichen Weg Kontakt aufzunehmen. Und natürlich ist dann auch "nur" Fax und Postadresse, aber keine Telnr. angegeben.

Ich erhielt also diese Schreiben, öffnete dazu den Brief und zog den Inhalt heraus. Ich las die erste Seite, da ich aber merkte, dass noch weitere Seiten angehängt waren, legte ich diese weg, um die zweite Seite zu lesen.

Zu meinem Erstaunen war es komplett der gleiche Inhalt. Ich legte die zweite Seite weg und las die Dritte, die ebenfalls wieder den komplett gleichen Inhalt enthielt um zum Schluss auch noch - oh Wunder, was kommt jetzt - die vierte Seite mit gleichem Inhalt zu lesen.

 

Ich hatte vier Mal das gleiche Schreiben bekommen??? Hmm, ich schaute genauer hin - und siehe da: war nur fast komplett das gleiche Schreiben... Es gab einen wichtigen Unterschied - wollt ihr raten??

 

Kommt man gar nicht so leicht drauf. Der Unterschied von allen vier Schreiben lag in der Empfängeradresse. Ja ihr lest richtig.

 

Ich,  Prinzessin Pummelfee, hatte die Bestätigung für mein Einbürgerungsgesuch bekommen und gleichzeitig hatte eine Trantüte aus dem Büro dort mir die Bestätigungen für drei weitere Personen aus der Schweiz mitgeschickt. Datenschutz??? Kennen die nicht ;-)

 

Ich überlegte, ob es Absicht war und mir damit vielleicht was gesagt werden sollte... Und dann kam mir die Idee: Da ich ja für jedes Dokument bisher an jede einzelne Behörde zusätzlich zu den überteuerten DIN A4 - Preisen auch noch das Porto zahlen musste, wollten die sicher weiter sparen und hatten sich überlegt, dass ich (voll im Rhythmus) gleich die drei anderen Bestätigungen weiterschicken konnte.... Porto zahlen war ich jetzt ja gewohnt und so würde es mir sicher nichts ausmachen. Immerhin will ich ja den Schweizer Pass - dann kann ich auch was für die finanzielle Lage der Eidgenossenschaft tun, oder??

 

Ok, ich gebe zu, etwas ungewöhnlich, aber warum in aller Welt sollte man mir sonst diese Schreiben schicken?

Ich war echt erstaunt über diesen nicht ganz geringen Fehler und stand mit dem einzigartigsten Ehemann in der Küche um zu überlegen, wie sowas passieren kann. Ich mein, die Person, die die Info-Schreiben an die betreffenden Personen schickt, macht das ja sicher nicht erst seit gestern. Die muss doch gemerkt haben, dass statt einem Blatt Papier (wie gewohnt) grad mehrere in der Hand liegen und dann auch in den Umschlag gesteckt werden....?

 

Wir überlegten weiter, welche "Konsequenzen" das Ganze haben könnte... Ich mein, nur mal angenommen (und wir gingen davon aus) es war ein Versehen und keine Porto-Spar-Taktik, dann wüsste ja niemand ausser uns, dass wir die Schreiben von den anderen Personen hätten. Das öffnet Türen, die für so anders denkende Gehirne wie das vom Ehemann und mir nicht immer rechtlich ok sind.... :D

 

Wir überlegten z.B. was wohl mit dem Einbürgerungsbegehren passiert, wenn wir plötzlich im Namen der anderen Personen Käufe tätigten und die Rechnungen nicht zahlten?

Oder was wären, wenn wir sie anriefen, uns für das SEM ausgeben und Ihnen mitteilen, dass ihr Antrag auf Einbürgerung leider abgelehnt sei und sie sich doch bitte um die Rückreise in ihres Herkunftsland bemühen möchten...

Der Ehemann könnte mich schlagen und ich gebe dann bei der Polizei Name und Adresse einer der Pass-Willigen als Täter an... Ob die mit ner Vorstrafe noch eingebürgert werden?? Und eine Person wohnt nur 5 Autominuten von hier entfernt...

Eine andere Idee war, dass wir von den drei Adressen einen Mann und eine Frau anschwärzen und ihnen beiden eine Affäre unterstellen könnten, um zu "beweisen", dass sie jeweils eine Scheinehe mit den Angetrauten führten... wie gesagt, wohnen wir vier Antragsteller gar nicht so weit auseinander....

 

Ich sag euch, wir hatten eine lustige Zeit dabei, uns auszumalen, was wir mit diesen sensiblen Daten bezüglich dieses sensiblen Themas alles anstellen könnten.... 

 

Nachdem wir uns etwas beruhigt hatten und der Ehemann mich überzeugen konnte, nicht gleich Nägel mit Köpfen zu machen, überlegte ich, was ich jetzt tun sollte...

 

Eigentlich würde ich in so einem Fall anrufen, den Fehler mitteilen und mich über das weitere Vorgehen informieren. Da ja aber keine Telefonnummer vom Amt zu finden war (ich suchte auch noch im Netz) wegen "nur schriftlich Kontakt" hätte man jetzt ja ganz einfach sagen können: Falsch zugestellte Info-Briefe in einen Umschlag und ab ans SEM schicken.....

ABER: Dann hätte ich ja erneut Porto zahlen müssen!!!! Und das für etwas, an dem ich ausnahmsweise nicht Schuld bin... pfft, Leute, bei aller Liebe, aber nicht mit mir!! Ich mein überlegt mal: Ein Franken Porto kann ich auch super in Schokolade investieren und das ist mir nunmal lieber.

 

Also fragte ich den Ehemann, ob er es sehr deutsch und pingelig findet, wenn ich diesmal ausnahmsweise nicht bereit bin, das Porto zu zahlen.

Wie es sich für einen guten Ehemann gehört, stimmt er mir zu.

 

Also machte ich, frech wie ich bin, folgendes: Ich suchte mir das Kontaktformular im Internet raus (ist ja schriftlich und nicht telefonisch....) und schrieb den Damen und Herren, dass ihnen bei der Zusendung der Bestätigung ein Fehler unterlaufen ist und dass ich statt nur meinem Schreiben drei weitere Schreiben für andere Personen erhalten hätte.

Ich wäre gerne bereit, diese drei Schreiben direkt an die betroffenen Personen weiter zu leiten, bitte in dem Fall aber um die Zusendung von drei frankierten Briefumschlägen. Auch sende ich die drei Schreiben gerne wieder zurück ans Amt, bitte in dem Fall um Zusendung von einem frankierten Briefumschlag.

 

Ja, sooooo pingelig und frech war ist tatsächlich.

Ich hinterliess meine Mailadresse (diegeizigePummelfee@Schloss.xy) und recht schnell bekam ich eine Antwort.

Darin entschuldigte sich die schreibende Person für die Unannehmlichkeiten und erklärte mir, gerne ein frankiertes Couvert zukommen zu lassen, damit ich die falschen Schreiben zurück schicken kann....

 

Und tatsächlich: Prinzessin Pummelfee aka die geizige Nuss, hat den Porto-Kampf gewonnen und erhielt heute einen frankierten Umschlag :D :D :D

 

Ja, ihr dürft mich für so ein kindisches Verhalten auslachen und verpönen, aber ich hab mich echt über die Kleinkariertheit bei den Ämtern geärgert... Für ein Blatt Papier, das ausgedruckt wird, 40,- Franken zu verlangen und dann noch das Porto extra abzurechnen find ich echt bescheuert - vor allem weil ich nicht nur einmal etwas brauchte....

 

Und wenn dann so ein Amt einen Fehler macht, dann bin ich gern mal albern und kindisch und sende die Unterlagen, die gar nicht mir gehören, gerne zurück - sofern ich das Porto erhalte ;-)

 

Jetzt sind wir gespannt, ob ich mir damit den CH-Pass verspielt habe... :D Aber irgendwie wäre es das sogar wert gewesen :D

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CH-PASS ZUM ZWEITEN

Nachdem ich ja schon meinen kleinen Frust bezüglich der Extrakosten und des unnötigen Aufwands beim Besorgen der nötigen Unterlagen hier abgelassen habe, kommt heute etwas, über das ich mich doch sehr amüsiert habe....

 

Neben dem "Hauptantrags-Formular" gibt es bei den mitgesendeten Formularen ein Blatt, auf dem der/die AntragstellerIn und der schweizer Ehepartner unterschreiben müssen, dass sie bestätigen, keine Scheinehe zu führen....

 

Echt jetzt??? Also klar, Scheinehen sind Realität und dürfen von mir aus auch gerne geahndet und verfolgt werden. Auch Vorbeugen gehört dazu. Aber, im Ernst, bringt es tatsächlich etwas, die beiden Ehepartner durch ihre Unterschrift bestätigen zu lassen, dass die bestehende Ehe keine Scheinehe ist??

 

Wer würde denn ernsthaft (im Fall einer tatsächlichen Scheinehe) zugeben, dass es sich um eben solche handelt? 

Viele Menschen vor mir haben bereits dieses Prozedere durch und dabei wird auch die eine oder andere Scheinehe gewesen sein... Komisch, die haben das gar nicht auf dem Blatt vermerkt?!?

 

Ich musste jedenfalls sehr schmunzeln und hab mich erneut gefragt, wer sich solche Dinge ausdenkt und dafür evtl. noch Geld kassiert. In meinen Augen ist dies ein weiteres Detail unseres Lebens hier auf der Erde, dass ausser Geldverschwendung, Ressourcenverschwendung und unnützem administrativen Aufwand nicht wirklich viel bringt... Und dann wären da erneut die verschwendeten Bäume mit Tinte drauf für diese Blätter Papier plus die Tatsache, dass sie alle irgendwo gelagert werden müssen....

 

Ich sehe Potenzial für weitere Bereich ausser der Pass-Politik: Wäre es nicht sinnvoll, demnächst Politiker unterschreiben zu lassen, dass ihr Lebenslauf nicht gefälscht ist, sie tatsächlich Abitur haben und die Doktorarbeit auch selbst geschrieben wurde?

FC-Bayernpräsidenten und andere Leute aus dem Fussball/FIFA könnten unterschreiben, dass sie in ihrem Amt nicht vorhaben Steuern zu hinterziehen.

Auch Ärzte täten vielleicht gut daran, schriftlich zu hinterlegen, dass sie keine unnötigen, überteuerten Medikamente verschreiben werden und nur Therapien verschreiben/anbieten, die wirklich nötig sind und Sinn machen. 

 

Wie auch immer: Der einzigartigste Ehemann und die Prinzessin haben unterschrieben, dass wir keine Scheinehe führen (und nur nochmal zum Klarstellen: wir haben damit nicht gelogen :)) und ich bin jetzt gespannt wie es weiter geht....

Wenn ich richtig informiert bin, wird demnächst dann unangekündigt irgendwann die Polizei bei uns klingeln, um vor Ort zu überprüfen, ob wir tatsächlich keine Scheinehe führen.... Da frage ich mich wirklich warum das noch nötig ist: Wir haben das doch schon schriftlich bestätigt!! Glaubt ihr uns etwa nicht?

 

Ihr werdet hören, wie es weitergeht ;-) 

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