Bella Italien und etwas Hochsauerland

Wir hatten mal wieder Urlaub... endlich!! Der letzte "richtige" Urlaub ist lange her. Da waren wir noch zu Zweit - ziemlich genau vor einem Jahr. Deshalb freuten wir uns schon länger auf diese ruhigen Tage.

 

Da wir mit der kleinen Lady noch nicht allzu weit und allzu heiss reisen wollten, blieben wir in Auslandsnähe.

 

Zuerst war das Hochsauerland angesagt. Dort hatten wir im CenterParc zusammen mit Freunden ein grosses Haus gemietet und genossen das Zusammensein genauso wie kleinere Aktivitäten. Wer CenterParcs kennt, weiss, wie deren Konzept und Aufbau ungefähr aussieht und funktioniert. 

Wir nutzten zwar diesmal das Schwimmbad nicht, konnten uns aber die Zeit in der Umgebung vertreiben. Der Park selbst liegt in Medebach. Dort in der Nähe schauten wir uns die Stadt Frankenberg an. Klein und gemütlich mit leckerem Eis und einem Frisör, der den Ehemann wieder um Jahre jünger gemacht hat ;-)

Wir unternahmen unsere erste Wanderung mit der Thronfolgerin. Sie endete in einer Fast-Scheidung, weil wir uns verliefen (woran selbstverständlich nicht ich Schuld war), es heiss wie Knolle war und ich meiner spitzfindigen und meckerigen Seite nicht mehr widerstehen konnte.... Aber wir fanden zurück und die kleine Lady schlief brav ohne zu meckern... zum Glück wird sie erst später wie ihre Mutter :D

Natürlich schauten wir auch Medebach selbst an. Die Stadt fiel an dem Tag besonders auf, weil "Strassenmalereifest" war und viele Ansässige auf den Strassen mit Kreiden Kunstwerke erstellt hatten. Wir fielen besonders in der Stadt auf, weil der einzigartigstes Ehemann lauthals darüber schimpfte ob wie jetzt echt nicht über diese "Schmierereien" laufen dürften und ausweichen müssten...

Ausserdem hielten wir uns natürlich im Park, dem dortigen Biergarten und Restaurants auf.

Wenn man CenterParcs mag, kann man eigentlich nie viel falsch machen...

 

Danach fuhren wir dann als Familie ganz allein nach Italien. Unsere Wohnung war in Menaggio am Comersee und hach - was soll ich sagen: einfach nur herrlich... Wir hatten perfektes Wetter (wie auch schon im Hochsauerland), eine grandiose Wohnung mit Blick auf den See und nutzen die Zeit dort für tolle Ausflüge...

Die Fähre brachte uns von Menaggio nach Varenna und Bellagio.

Wir liefen einen Teil des "Greenways" (und verliefen uns diesmal nur ein ganz klein wenig, woran wir beide irgendwie Schuld waren....) und besuchten die Villa Carlotta (ihr wisst schon: James Bond und so..) und waren natürlich in Menaggio selbst unterwegs.

Es ist eine wunderschöne Gegend, die ich nur weiter empfehlen kann. Menaggio selbst ist zwar nicht riesig, aber gemütlich und man hat einen guten Ausgangspunkt um in der Umgebung andere Orte/Dinge zu sehen, besichtigen oder zu bewandern. Die Fähren und Schiffe fahren auch weitere Orte an - von daher rundum gut (nach meiner Meinung)

 

Hier ein paar Eindrücke - falls ihr auch mal gehen wollt, aber noch nicht sicher seid ;-)

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Grüss gott

Diese zwei Worte haben wir die letzte Woche sehr häufig gehört. Ich hätte am liebsten immer gleich geantwortet: "Ja, werd ich machen, sobald ich ihn treffe", aber das wäre wohl doch etwas unhöflich gewesen.

Wir waren nämlich letzte Woche in Österreich im Urlaub. Und da ist es nunmal das deutsche "Moin" oder das Schweizer "Grüezi" - das wird nicht mit einer dummen Antwort kommentiert.

 

Dem einzigartigsten Ehemann und mir hatten zwar ursprünglich auch ganz andere Urlaubsziele vorgeschwebt, aber nach der Nachricht über die "anderen Umstände" planten wir um und raus kam die einfache Variante: eine Woche Tirol und anschliessend eine Woche Schweiz :D

 

Nun sind wir heute zu Hause bevor es morgen weitergeht in die Weltstadt Saanenmöser..... Wer hat noch nicht davon gehört??

Aber was haben wir aus Österreich mitgenommen, ausser der Begrüssung Gottes?

 

Erstmal: Tolles Wetter während unserer Zeit. Dann ein wunderbares Hotel in Hinterthiersee, dass voll gepunktet hat und natürlich viel Selbsterkenntnis (bei mir).

Fehlen darf dann auch nicht die tolle Natur und die Feststellung, dass Tirol (zumindest der Teil, den wir gesehen haben) voll inmitten vom Gebirge liegt... Für Urlaub super, zum Wohnen wäre es mir zu "eng" (klar, bin ich doch Schloss und Weite gewohnt...)

 

Wir gingen die Tage ruhig, aber nicht langweilig an. Am ersten Tag musste das Wetter erst noch merken, dass eine Prinzessin im Lande war und so reichte es "nur" für eine Erkundung vor Ort. Wir stiegen zu einem kleine "Gipfelkreuz" (dauerte nur 15 Min ;-), zu einer kleinen Kapelle in die andere Richtung und dann noch etwas durch den Wald.

Anschliessend brauchte die Prinzessin Erholung (waren wir doch immerhin 2 Stunden gelaufen) und so verbrachten wir eine gemütliche Zeit im SPA-Bereich des Hotels... Sauna, Pool, Snacks und Ruheliegen ;-) Ganz nach meinem Geschmack - nur die Massage fehlte... ;-)

 

Danach wurde das Wetter deutlich besser und wir nutzen die Tage neben Wellness für kleinere Touren. So fuhren wir z.B. nach Innsbruck, bestaunten die tolle Stadt und das goldene Dach, fuhren mit der Gondelbahn auf die Hohe Salve und verbrachten einen Tag in der Höhe (mit Versuch einer "Miniwanderung zum anderen Sessellift... war keine gute Idee mit schwangerer Prinzessin.... ;-)) und machten eine Vier-Seen-Wanderung am Hechtsee, wo die schöne Natur zu geniessen war....

 

Entspannung und schöne Eindrücke konnten wir also zu Hauf mitnehmen. 

Kulinarisch  testete ich den "Mohr im Hemd" was mir ausserordentlich gut schmeckte und lernte den Marillenknödel kennen, der ebenfalls mehr als super mundete...

Die lokalen Weine wurden dann vom einzigartigsten Ehemann bei einem 6-Gang-Dinner mit Weinbegleitung zu jedem Gang probiert und einige auch für gut befunden ;-)

 

Rundum dürfen wir also behaupten, dass es sehr schöne Tage in Tirol waren, und das Gebiet sehr empfehlenswert ist.

Das Essen war super, man kann einiges Neues aus der Ösi-Küche probieren, Tirol bietet ein tolles Programm an Möglichkeiten für jeden Geschmack für die Freizeit an und Preis-Leistung stimmten bei (fast) allem ;-)

 

Einzig hart war die Selbsterkenntnis, dass ich nun im fortgeschrittenen Stadium meiner "guten Hoffnung" sehr schnell an meine Grenzen komme...... Der Miniwanderversuch war enttäuschend für mich, nach der Vier-Seen-Wanderung war ich fertig und bekam geschwollene Beine und auch sonst lassen meine körperlichen Leistungen sehr zu wünschen übrig...

Schön, dass wenigstens im Pool eine rundherum einwandfreie Bewegung möglich war und ich für einmal nicht meckern musste ;-)

 

Grüss Gott - und bis  zum nächsten Mal, Österreich, wir kommen wieder ;-)

 

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Kleine Auszeit auf Malta

Die Prinzessin und ihr Gatte haben sich eine kleine Auszeit über die Ostertage gegönnt. Wir wollten: Nicht zu lange fliegen, das Budget nicht überziehen, Wärme und Sonne und etwas, das wir noch nicht kannten - und zack war die Destination "Malta" gefunden.

 

Am Freitag ging es los und gestern, am Dienstag, kamen wir wieder zurück. Und: unsere Wünsche sind in Erfüllung gegangen ;-) Bis auf einen kurzen Regenschauer und Wolken am ersten Tag, war das Wetter toll. Viel Sonne (die auch viele verbrannte Hotelgäste mit sich brachte, über die wir uns amüsieren konnten) schöne Sehenswürdigkeiten, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis... genau was wir wollten.

 

Untergekommen sind wir in der Stadt Sliema mit Blick auf's Meer und Sonnenaufgang (herrlich!) Von dort aus konnten wir super ohne Auto agieren. (Die Pummelfee hat sich diesmal gewehrt im Urlaub Auto zu fahren.. Eigentlich "nur" weil ich es nicht sehr entspannend finde, als Alleinverantwortliche in fremden Ländern herum zu kutschieren,  aber als ich dann dahinter kam, dass Malta ja als ehem. britische Kolonie Linksverkehr hat, war ich grad doppelt so froh... No Chance!)

Es fuhren die tollen Hop on/off Busse - die ich immer recht gern nutze weil man einen tollen Überblick über die wichtigsten Dinge bekommt, praktische Infos und jederzeit etwas anschauen und danach weiter fahren kann.

Auch fuhren in guter Nähe zum Hotel die Fähre nach Valetta und andere Schiffe für Touren ab.

 

Was mich recht erstaunt hat auf Malta ist die absolut ähnliche bis gleiche Bauweise aller Gebäude. Schon rein farblich gibt es auf Malta keine Vielfalt, da so ziemlich alle Gebäude aus gelben/weissem Kalkstein erbaut sind und daher alle auch nur gelb/weiss sind.

Einige wenige Mutige haben dann zwischendurch mal Türen oder Rahmen bepinselt, aber alles in allem sieht die Insel sehr gleich aus.

 

Toll war, dass durch die zweite Amtssprache Englisch keinerlei Kommunikationsschwierigkeiten auftraten (anders als in Asien z.B. ;-)) und wir überall super durchkamen. Ausgenommen natürlich von den Sprachverständnisschwierigkeiten auf unserer Seite... So hatten wir uns z.B. auf die Terrasse gesetzt, wo wir etwas trinken wollten. Die Bedienung kam und fragte: "Are you served" und mein Gatte antwortete schnell wie eine Rennmaus "Yes" obwohl das gar nicht stimmte. Sie ging also weg und ich schaute den einzigartigsten Ehemann an.. "Mhmm, Schatz? Wieso sagst du ja, wenn sie fragt,  ob wir schon bedient werden, obwohl noch niemand bei uns war??? Doch keine Lust mehr auf ein frisches, kühles Bier???"

Schatz hatte etwas anderes verstanden - und zwar "Happy Sir?" - und war im siebten Himmel, dass die Bedienung sich nach seiner Befindlichkeit erkundigte....

Ich sprach sie dann nochmals an, dass es ein kleines Missverständnis gegeben hatte und wir gerne doch bestellen würden...

 

Der beste Snack war eine Kombi aus meinen Favoriten "Nutella-Crepes mit Pfefferminzeis" :) :) :) Yummy!

Typische maltesische Süssigkeiten wurden natürlich auch probiert, doch den traditionellen Hasen liessen wir aus.

 

Malta - ein nette Abwechslung für zwischendurch und auch durchaus länger machbar, da z.B. die beiden kleineren Inseln von uns gar nicht besucht wurden...

Hier ein paar Eindrücke aus Sliema, Valetta von der blauen Grotte, dem Fischerörtchen Marsaxlokk und unterwegs von der Bustour ;-)

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Koh Samui 

Nachdem wir in der ersten Woche auf dem Festland unterwegs waren, verbrachten wir die zweite Woche auf Koh Samui, um Ruhe und Strand zu geniessen. Ich las mal wieder ein Buch durch und begann ein Zweites (hat seit längerem Seltenheitswert, obwohl die Prinzessin ja gern mal liest) und es bot sich nach den vielen Eindrücken die Möglichkeit eben diese sacken zu lassen. 

Trotzdem konnten wir es uns nicht entgehen lassen, auch noch ein paar Sehenswürdigkeiten von Samui abzuklappern. Die Insel ist nicht sehr gross und je nach Verkehr ist es möglich in 1-2 Stunden komplett drumherum gefahren zu sein (ähnlich auf Madeira). Die Strasse drumherum ist etwa 55km lang  also gut machbar. 

Und so suchten wir einen deutschsprachigen Inselguide, der uns abholte und uns sowohl bekannte Ecken, als auch ein paar Geheimtipps zeigte, die man auf Samui gesehen haben sollte.

Da wäre zum Beispiel der "Big Buddha" - eine 12m hohe Statue im Tempel Wat Phra Yai an der Nordostspitze von Samui (genauer auf Koh Fan). Ich hätte während unsere Zeit dort manchmal das Gefühl, Thailand hat mehr Buddha-Figuren als Einwohner... :D Ein Touristenfang ist diese Statue sicher und grad unten dran versuchen Einheimische ihre Waren (Kleider, Essen, Souvenirs) an die Besucher zu verkaufen. Wenn man oben ist, hat man eine tolle Aussicht aufs Meer und kann den Bophut-Beach sehen, an dem wir auf Samui zu Hause waren.

Vieles in Thailand ist chinesisch geprägt. Hat mit der geschichtlichen/kriegerischen Vergangenheit zu tun. Zum Wat Plai Leam bzw. der Statue Yao Mae Khan Im wurde uns erzählt, dass sie im chinesischen ursprünglich 12 Arme hatte, die Thailänder dies aber überbieten "mussten" und der netten Dame (ja, es ist eine weibliche Figur) 18 Arme verpassten... Wie auch immer - imposant sind diese Statuen schon immer....

Der Tempel steht in einem kleinen See und wurde auf eine symbolisierte Lotusblüte gebaut. Gleich nebenan: der lächelnde Buddha

Eine auch sehr interessante Geschichte steckt hinter dem Tempel Wat Khunaram. Der Tempel selbst ist nicht sonderlich beeindruckend und sehr einfach, aber einer der Mönche (Luang Po Daeng) dort dafür umso mehr. Angeblich hat dieser Mönch zu Lebzeiten seinen exakten Todestag vorausgesagt und ebenfalls betont und berichtet, dass er anschliessend nicht verwesen wird. Und so soll es dann auch passiert sein.

Dieser Mönch starb 1973 beim Meditieren an dem von ihm prophezeiten Datum und wurde nach seinem Tod im Tempel hinter Glas aufbewahrt, da er wirklich nicht verweste.

Um die Augenhöhlen zu "verstecken" setzte man ihm eine Sonnenbrille auf und nun kommen täglich sowohl Touristen als auch gläubige Buddhisten um den mumifizierten Mönch zu betrachten bzw. verehren. Er hat tatsächlich noch Haare auf dem Kopf....

Anscheinend wurden verschiedene Untersuchungen gemacht, wobei u.a. die Haare am Kopf entfernt wurde. Diesen sollen in kurzer Zeit wieder nachgewachsen sein....

Ob und wieviel diesen Erzählungen geglaubt werden kann, muss wohl jeder für sich entscheiden. Ich finde einfach die Geschichten hinter solchen Dingen immer sehr interessant, auch wenn ich lange nicht alles glaube. Hier der mumifizierte Mönch von Samui

So, und zum Abschluss unseres Thailandurlaubs einfach noch ein paar Bilder... von Samui und Dingen die wir dort noch angeschaut haben und natürlich noch ein paar vom Festland....

Bleibt nur noch zu sagen: Frohes Neues Jahr :D

 

Alles in Allem war ein super Urlaub in Thailand. Den Norden konnten wir zwar nicht bereisen, aber so bleibt ein Grund zum Wiederkommen. Sowohl dem einzigartigsten Ehemann als auch mir, der Prinzessin, hat der Aufenthalt grandios gefallen. 

Es gibt Vieles, das absolut fremd und gewöhnungsbedürftig ist, aber genau das macht es ja auch interessant.

Ich selbst werde wohl nie begreifen, warum die Thai so stark in ihrem Glauben und auch Aberglauben leben.... Dinge, die passieren (Glück und Pech bringen), wenn bestimmte andere Dinge getan oder eben nicht getan werden... Aber das muss ich auch nicht. Wie gesagt, war es sehr interessant, einen Teil ihrer "Regeln" und Kultur zu erfahren und auch live gelebt zu erleben.

Über das verrückte Autofahren (vor allem Bangkok aber auch sonst) habe ich ja schon geschrieben.

Interessant ist auch, dass die (meisten) Thai nie zugeben würden, wenn sie etwas nicht wissen, nur um ihr Gesicht nicht zu verlieren. Lieber geben sie eine falsche Antwort, als zuzugeben, dass sie etwas nicht wissen...

Fragt als nie nach dem Weg, wenn es wirklich wichtig ist... :D

Ein anderes, evtl. dazu passendes Beispiel: Ich hatte dummerweise zu wenig von meinen täglich benötigten Medikamenten mitgenommen. Also gingen wir in eine Apotheke und fragten nach diesem. Wir bekamen die Auskunft, sie hätten das Medikament nicht, aber die Apotheke eine Strasse weiter wahrscheinlich. Also gingen wir dorthin, und bekamen die gleiche Antwort.. nach ca. 8 abgelatschten Apotheke dämmerte mir langsam, dass keine mein Medikamt hat, mich aber sicher noch Wochen jeweils zu anderen schicken wird, anstatt zu sagen: "Sorry, Pummelfee, du warst zu dumm zu rechnen, jetzt haste Pech. Das Zeug haben wir hier nicht. Falls überhaupt, frag mal im Krankenhaus nach.... und tschüss"

Nein, keiner sagt mir das, sondern schickt mich von A nach B. Cool war dann, als einmal B mich wieder nach A schicken wollte... Als ich dann sagte, dass wir grad von genau dort kommen, mit der Info das eben B mir jetzt helfen könnten, schauten sie erst blöd und schickten mich dann zu C.... :D Die lieben Thai....

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Schwimmender Markt und alte Hauptstadt

Der Besuch eines "schwimmenden Marktes" war auch sehr interessant und spannend für uns. Klar ist dies inzwischen wie vieles andere auch sehr touristisch, deswegen aber nicht weniger spannend für uns. Ca 80 km entfernt von Bangkok gibt es den "Damnoen Saduak" - einen der noch wenigen existierenden schwimmenden Märkte. 
Bevor Bangkok all seine Straßen hatte, war der Verkehrsweg über den Chao Phraya Fluss und seine vielen Kanäle gegeben und die Waren wurden dort transportiert. Doch mit den Jahren wurden immer mehr Wasserstraßen zugeschüttet und durch Straßen ersetzt. 

Wir wurden wieder in einem Boot auf dem Chao Phraya herum gefahren und konnte das Leben der einfachen Leute am Fluss etwas betrachten, bis wir nach vielen kleinen Kanälen plötzlich in einem Markt auf dem Wasser eintrafen. Vor allem Frauen steuerten ihre Boote und verkauften direkt von dort ihre Waren: Obst, Gemüse, Fleisch und andere Spezialitäten. Es gab dann die Möglichkeit auszusteigen und weitere Marktstände an Land zu begehen, wobei am Rand immer wieder Boote festgemacht waren, die vom Boot runter verkauften. Dort wurde teils auch gekocht und gegrillt :D wir klapperten den Narjt ab, aßen typische Thai-Dessets, dessen Name ich nicht mehr weiß und probierten "Sticky Rice with Mango" absolut LECKER :D

Bevor Bangkok die Hauptstadt Thailands wurde, war dies Ayutthaya. 
Auch diesem Ort wurde selbstverständlich ein Besuch abgestattet und der zerstörte Tempel besucht. Wir erfuhren, wie im Krieg zur Schwächung Thailands den dortigen Buddhafiguren jeweils die Köofe abgetrennt und die Tempelanlage zerstört wurde. Der Mensch wütet wenn er wütend ist... Oder oft auch ohne wütend zu sein... Die Zerstörung ist groß. 

River Kwai

Ein Ausflug führte uns zu sogar einem mir bekannten Stück Zeitgeschichte :D es ging zum River Kwai bzw der Brücke am Kwai. 
Wir fuhren ca 3 Std von Bangkok aus zu einem Anlegesteg für die hiesigen Speedboote. Das Boot fuhr uns ca 10-15 Min auf dem River Kwai herum bis wir an der Brücke ankamen. Es war schön, die aus dem Fernsehen bekannte Brücke live zu sehen, aber letztendlich doch nicht ganz so eindrücklich, wie ich gedacht hätte. 
Mehr "beeindruckt" hat mich die traurige Geschichte dahinter, wieviel Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene beim Bau der Zuglinie und Kwai-Brücke gestorben sind (40.000-90.000) und einen Nachbau der Unterkünfte für diese Arbeiter zu sehen.
Auch besuchten wir den Friedhof von Kanchanaburi (das Gebiet in dem wir zur Besichtigung der Kwai-Brücke waren) auf dem ein Teil der Verstorbenen beerdigt ist. 

Nachdem wir auf der Brücke herum spaziert waren, ging es weiter mit dem Death-Railway-Train (der seinen Namen auf Grund der hohen Todeszahl beim Bau der oben erwähnten Linie hat) der uns für 1,5 Std durch typische Thai-Gegenden brachte - sehr ländlich. Am Ziel angekommen bezogen wir ein tolles Quartier direkt am River Kwai... Ein Bungalow im "Dschungel" sozusagen: sehr abgeschieden, direkt am Wasser und im Grünen. Herrliche Ruhe, um die Eindrücke zu verarbeiten. 

Wat Pra Kaew, Klongs und anderes

Neben dem liegenden Buddha hatten wir am ersten Tag die Möglichkeit eine 1-stündige Bootstour durch die Klongs (Kanäle) von Bangkok zu machen. Sehr eindrücklich... Eine Art asiatisches Venedig... Ewig schienen wir die Wasserstraße zu befahren, bewunderten schöne oder auch nicht so schöne Häuser an den Ufern und bekamen einen kleinen Enblick in das Leben der Einwohner am Fluss... Toll :D
Nach der Bootstour besuchten wir den großen Palast und den dazu gehörigen Tempel Wat Pra Kaeo. 
Die Bauten sind wirklich alle sehr eindrücklich. Die tiefe Verehrung von Buddha und auch der Königsfamilie und sämtliche Rituuale oder Verhaltensregeln wirkten hingegen ab und zu etwas befremdlich aber auch spannend. Schuhe ausziehen vor Betreten war Pflicht, außerdem gab es Dresscodes für die Frauen zu beachten:
Die Schultern mussten bedeckt sein, wenn Rock überhaupt erlaubt war (nur einmal der Fall) dann musste er die Knie bedecken und wenn Shorts erlaubt war, mussten sie ebenfalls die Knie bedecken.
In diesen "Türmchen" wird übrigens Asche von Kremierten aufbewahrt. Wenn die Angehörigen sie nicht in den Fluss streuen, ist dies eine andere Alternative. 

Ebenfalls eindrücklich war für uns der Besuch von Wat Arun (Wat bedeutet übrigens Tempel) der zur Zeit einen neuen Anstrich bekommt und deswegen leider nicht betreten werden durfte. Aber auch drum herum gehen fanden wir schön :D 

Sawasdee

Oder "Hallo/Guten Tag" wie es an unserem derzeitigen Aufenthaltsort heisst :)
Der einzigartigste Ehemann und ich haben der Schweiz den Rücken gekehrt und sind seit dem 20.12.15 in der "Stadt der Engel" im "Land des Lächelns"

Na? Erraten wo?
Mit dem Land des Lächelns ist natürlich Thailand gemeint und unser erstes Ziel war Bangkok, was in Kürze "Stadt der Engel" bedeutet. Die ausführliche Beschreibung des Namens bräuchte einen Roman :)

Wir verbringen hier unseren Weihnachtsurlaub in besten Temperaturen und aufregenden Unternehmungen. Zwei Wochen Wärme hellen das Gemüt einfach auf :)
Der Plan besteht darin, erst einen Teil des Landes und der Leute kennen zu lernen und uns danach mit gutem Gewissen ja bereits etwas für den kulturellen Hintergrund getan zu haben, mit der Plautze in die Sonne am Strand von Koh Samui zu hauen :D

Bisher geht dieser Plan auf - wir haben schon einiges unternommen, um als "kulturell im Minimum weitergebildet und mit fremden Kulturen vertraut" zu gelten :D
Obwohl wir Zwei zwar nicht ganz unerfahren im Reisen und im Umgang mit fremden Menschen/Kukturen sind, haben wir uns dieses Mal aber doch für die "Special-Variante" entschieden und uns die Unterstützung durch Guide und Fahrer für den kulturellen Teil gegönnt.
D.h. Wir werden jeden Morgen von unserer Guidefrau Jenny empfangen, die uns tolle Orte zeigt, Infos gibt, Fragen beantwortet und bei Problemen hilft, und dann von unserem
Fahrer John an die tollen Orte gefahren :D

Diese Entscheidung war super, denn mal abgesehen davon, dass hier Linksverkehr herrscht, ist das Fahrverhalten auch sonst nicht ganz "sauber" :)
Nur zur Info: 
Aus den bestehenden 3-4 Fahrspuren wird grundsätzlich eine mehr gemacht, der Pannenstreifen ist auch eine Fahrspur, Tempolimits sind immer mit dem Faktor 2 zu multiplizieren, Fährräder, Mofas und Fussgänger dürfen sich auf der Autobahn in verkehrter Richtung auf dem Pannenstreifen fortbewegen, es darf jederzeit von allen Seiten überholt werden  und zu guter Letzt gibt es die Möglichkeit für U-Turns auf den Autobahnen/Schnellstraßen... No Problem for Prinzessin Pummelfee...
Klar, dass wir da unbedingt einen Fahrer brauchen!!!
Aber egal - kommen wir zu den tollen Dingen, die wir schon sehen/erleben durften:
Da wäre zuerst der riesige liegende und mit Blattgold überdeckte Buddha im Tempel "Wat Pho" 
Eindrücklich den zu sehen, auch ohne Buddhist zu sein. Er ist zwar einer von Vielen (95% der Thai sind Buddhisten und das merkt man) aber die Ausmasse sind schon enorm im Vergleich zu den anderen Buddha-Figuren

Ein Teil des liegenden Buddhas
Ein Teil des liegenden Buddhas
Weitere Sehenswürdigkeiten unserer Tour im nächsten Beitrag..

Nationalpark Schweiz zum 2.

Unsere Tage sind gezählt - zumindest war die Wanderferien angeht ;-) Morgen geht's weiter im Alltag als Prinzessin bei der Arbeit ;-) Hier noch ein paar letzte Eindrücke aus dem Nationalpark und solltet ihr dieses Gebiet mal selbst in Betracht ziehen - Folgendes hat mir super gefallen:

Die Tour Val Mingèr: Da lauft ihr zwar ca 2 Stunden ohne Unterbruch ca 600-700 Höhenmeter bergauf (von Pradatsch nach Sur il Foss) aber es lohnt sich, macht Spass und bietet Abwechslung zwischen Waldwegen, weiten Landschaften und ein tolles Panorama ;-)

Wer danach geschafft ist, muss den gleichen Weg wieder zurück, da es keine Rundwanderung ist, aber das störte uns nicht ;-) Und natürlich kann man auch weiter laufen - Stunden ;-))

Auch sehr schön ist die Route Margunet (Naturlehrpfad) bei der man ca 450 Höhenmeter raufsteigt und später auf der anderen Seite des Berges wieder runter läuft, mit einer herrlichen Aussicht :D Zwischendurch laden Infotafeln zum Lesen ein (Naturlehrpfad)

Eine leichte Tour mit fantastischer Aussicht vom Rastplatz und spielenden Murmeltieren nebendran war für uns der Rundwanderweg zur Alp Grimmels. Die Tour startet mit einer guten Steigung, geht danach aber sehr entspannt und auch nicht sehr lang weiter. Etwa auf der Hälfte (reine Vermutung einer Frau) kommt man an einen herrlichen Rastplatz mit bester Weitsicht - der Rest des Weges läuft sich dann wie von selbst.

Gefallen hat auch die Route Alp Trupchun, wobei der Wind an unserem Tag sehr stark war, so dass die Picknick-Pause eher kurz ausfiel und wir uns lieber wieder warm liefen ;-) Eine angenehm zu laufende Tour mit ca 400 Höhenmetern und abwechslungsreichen Ausblicken in Waldgebieten und über offene Pfade ;-)

Insgesamt kann ich nur sagen: Der Nationalpark gefällt und damit war die Wanderwoche ein Erfolg ;-)

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Nationalpark Schweiz

Am Samstag war es wieder soweit: die jährliche Wanderwoche des Familienclans begann.

Jedes Jahr auf's Neue wagen wir uns zu Viert in ein vermeintlich schönes Gebiet der Schweiz und erwandern es frohen Mutes, mit viel Ausdauer und komplett ohne Gejammer (zumindest die drei Familienmitglieder, die nicht angeheiratet sondern von Natur aus "Familie" sind).

Dieses Jahr darf uns ein wunderschönes, grosses Ferienhaus ganz in der Nähe von Zernez beherbergen und den Alltag vergessen lassen. ;-) Funktioniert bisher sehr gut.

Das Wetter spielt super mit, die bisherigen Wandertouren waren eine gute Mischung aus Herausforderung (körperlich gesehen aus Prinzessinnensicht) und erleichternder Genugtuung sobald wir am Ziel waren. Als Ziel haben wir den Schweizer Nationalpark, den wir die Tage bewandern - und ich kann ihn nur empfehlen ;-)

Ich freue mich noch auf einige weitere Tage Ruhe und Erholung und lass euch noch an einigen wenigen Eindrücken teilhaben ;-)

Prinzessinnenhafte Grüsse

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Last but not Least...

... führte uns unser Urlaub auf einen Campingplatz in Münsingen in der schwäbischen Alb. Nun mag man meinen: "Hmm, Campingplatz, na toll - so macht also eine Prinzessin Urlaub... Da bleib ich lieber bürgerlich.."

Aber: Es war ein ganz besonderer Campingplatz, den ich nur wärmstens empfehlen kann. Ca 2,5 - 3 Stunden vom Aargau entfernt (je nach Navi vermuten wir auf Grund von komischen Erfahrungen ;-)) liegt dieser Platz in herrlicher Natur, erhoben mit Blick ins Tal. Einfach schön. 

Und: Zusätzlich zu dem "normalen" Camping mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil, bietet dieser familiär geführte Platz noch spezielle Unterkünfte an. So kann man z.B. Appartements mieten, in einer Jurte oder einem Tipi übernachten oder in Zirkuswagen, die ausrangiert wurden.

Das mit dem Zirkuswagen war für den einzigartigsten Ehemann dann doch sehr interessant, so dass er sich genauer damit beschäftigte und herausfand, dass es diese in verschiedenen Grössen und mit verschiedenem Comfort zu mieten gab. Wir hatten einen für 2 Personen, mit WC (viele waren ohne,  aber ihr glaubt doch nicht, dass die Prinzessin Pummelfee des Nachts von ihrem Lager aufsteht und zur Überprüfung der Leistungen des Reinigungsteams der WC-Anlage über den gesamten Platz maschiert... ne ne... das WC muss minimum im Wagen sein ;-)) und einer kleinen Holzterrasse vorne dran. Die Aussicht war super, das Inventar minimal aber das Nötigste vor Ort und damit es noch etwas mehr Luxus für mich gab, war das Frühstück ebenfalls mitgebracht und konnte in der Festscheune eingenommen werden. Dass ich für's Duschen die Gesamtduschen nutzen musste, ertrug ich mit königlicher Fassung ;-)

Unser Zirkuswagen gehörte mal zum Zirkus Krone und liess uns die Abende über die Wohn- und Lebensverhältnisse der Schausteller diskutieren.. Ist schon interessant, was es in einem auslösen kann, mal völlig anders zu übernachten ;-)

Jedenfalls: Unser Urlaub ging damit sehr schön zu Ende und sollten unter meinen Lesern Camper versteckt sein: Diesen Platz kann ich nur empfehlen ;-)


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Würzburg und Bamberg

Nach Köln hat es uns ins beschauliche aber auch sehr schöne Würzburg verschlagen.

Die Stadt ist "süss" bietet aber alles was man braucht und hat zudem herrliche Plätze direkt am Fluss. Biergärten laden ein zum Trinken und Snacken am Wasser und eine ganz besondere Besonderheit gibt es seit diesem Jahr auf der schönen "alten Main-Brücke": dort  gibt es den "Brücken-Schoppen", dh, man holt sich ein leckeres Getränk (im Normalfall ein gutes Glas Wein) und "hängt* damit bei grandioser Abendstimmung einfach irgendwo auf der Brücke ab, blickt auf den Main, oder sitzt neben einer der Statuen, hat vielleicht noch einen Snack dabei und geniesst dann einfach seinen Wein. Bei Bedarf kann man Nachschub holen und sonst bleibt man ohne Flüssiges sitzen ;-) 

Wer den einzigartigsten Ehemann etwas näher kennt, der weiss: er war gestern kaum vom Brücken-Schoppen weg zu bekommen :D


Neben Würzburg haben wir uns auch noch Bamberg angeschaut und erkundet... Bei heissen Temperaturen und den ersten Erschöpfungsanzeichen auf meiner Seite kein einfaches Unterfangen für den Herrn Gatten, aber ein halber Liter Wasser und zwei Kugeln Eis geben neue Kraft ;-)


Was genau heute ansteht (Fulda oder auf Grund der Temperaturen doch "nur chillen" wird noch entschieden ;-)

Einblicke in Würzburg und Bamberg:

glücklich beim Brücken-Schoppen :D
glücklich beim Brücken-Schoppen :D
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